Forum: Politik
Was sich 2018 ändern muss: Die Deutschen sind zu anspruchslos
DPA

Gute Vorsätze fürs neue Jahr - die sollte vor allem der Staat fassen. Hier sind fünf Dinge, die wir uns 2018 nicht mehr gefallen lassen sollten.

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luny 01.01.2018, 19:19
240. Soziale Marktwirtschaft

Zitat von alexi_mango
Es wird sich zeigen, ob Deutschland erst in den Orkus fahren muss, bevor es zu einer Änderung der inneren Verhältnisse kommt. Da eine herrschende Elite freiwillig noch nie etwas von ihren Privilegien abgegeben hat, sind die Aussichten freilich düster, dass sich in Deutschland auf Sicht die Verhältnisse zum Besseren
Hallo Alexi_mango,

seitdem die soziale Marktwirtschaft nach dem Zusammenbruch
des Ostblocks sukzessive ausgehebelt wurde, und zwar von
den Berufspolitikern der CDU/CSU/SPD/GRÜNEN und der F.D.P.,
kommt es hierzulande zu sozialen Verwerfungen.

Der immer wieder beschworene "Markt" reguliert nur den
Kapitalfluß von unten nach oben, sonst regelt er nichts.

Die von Herrn Augstein viel gelobte "Flüchtlingspolitik" erwähnt er
in seinem Kommentar vorsichtshalber gar nicht.

Aber sie ist ein Katalysator, die die Gesellschaft hierzulande weiter
spaltet.

Deshalb bin ich gegen mehr Staat = noch mehr politische Fehlent-
scheidungen.

LUNY

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widderfru 01.01.2018, 19:23
241. Alles Richtig- was folgt?--NICHTS

Anspruchslose Zufriedenheit einerseits, andererseits Spaltung der Gesellschaft. Ergebnis von Schröders Agenda-
Neoliberalismus und Finanzkapitalismus Tür und Tor zu Lasten der breiten Allgemeinheit. Wir hören des weiteren
zu den Unzulänglichkeiten nur:" Man könnte, man sollte, man müsste--nur es tut sich nichts- Stillstand die Folge.

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gantenbein3 01.01.2018, 19:25
242. Irrtum

Zitat von kuwacker
... dichte Fenster bauen können wir wirklich! So im Vergleich zum weltweiten Ausland. Und hinter diesen wind- und schalldichten Fenstern können wir uns so richtig schön einigeln und bekommen nichts mit vom Rest der Welt und wie es dort so zugeht.
Dichte Fenster führen oft zu Schimmel in den Räumen, insbesondere in Altbauten. Man braucht eine Zwangslüftung bzw. einen nutzerunabhängigen Feuchteschutz. Als gelernte Physikerin sollte Frau Merkel die Problematik kennen. Aber nichtmal das! Ein Jammer.

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kael 01.01.2018, 19:26
243. Sie machen es sich verdammt einfach

Zitat von Nordstadtbewohner
"Der Staat duldet die krasse Ungerechtigkeit im Land. (...) Wenn es um den Abstand zwischen Gutverdienern und Einkommensschwachen geht (...)" Herr Augstein, ich kann Ihre Behauptung nicht nachvollziehen. Was Sie erwähnen, ist keine "krasse" Ungerechtigkeit, sondern das Prinzip des Leistungsprinzip in einer Leistungsgesellschaft. Wer viel schafft und sich beruflich stark engagiert, der hat nun mal ein höheres Einkommen als jemand, der es nur zu einer Anlerntätigkeit gebracht hat. Das ist nichts Schlimmes. Sie fordern indirekt die Abschaffung des Leistungsprinzips, wenn Sie fordern, dass man den finanziellen Abstand zwischen Leistungsträgern und Minderleistern verringern solle. Das gab es mal in der ehemaligen DDR. Dort verdienten Industriemanager soviel wie ein einfacher Arbeiter. Das führte in der Konsequenz zum wirtschaftlichen Niedergang der ehemaligen DDR. Sie negieren in Ihren Kolumnen regelmäßig das Leistungsprinzip, welches es in Deutschland und anderen westlichen Staaten möglich macht, in Wohlstand und Frieden zu leben. Zum Glück zeigen die aktuellen Wahlen, dass die von Ihnen und anderen Sozialisten angezettelte Neidkampagne nicht mehrheitsfähig ist, wie der Wahlkampf von Martin Schulz gezeigt hat.
Vielleicht sollten Sie Ihr "Leistungsprinzip" einmal in eine allgemeine und weniger elitäre Betrachtungsweise überführen. Nicht allein Wirtschaftbosse sind Leistungsträger - sogar, wenn sie erfolgreich sind. Leistungsträger findet man auf allen gesellschaftlichen Ebenen, mit dem Unterschied, das die Einen fürstlich und die Anderen vergleichsweise mit Allmosen alimentiert werden. Die gegenwärtige Schere zwischen Top- und Flop-Einkommen ist m. E. durch nichts zu rechtfertigen. Ohne die Leistungsträger der unteren Einkommenverhältnisse sind die in den oberen aufgeschmissen und deshalb leistungsunfähig.
Die Beispiele Krankenschwester, Altenpfleger, Polizisten u. a. will ich mir sogar ausdrücklich schenken.

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mairhanss 01.01.2018, 19:27
244.

@Nordstadtbewohner
Wie kann man so blind und abgebrüht sein? Die Menschen, die in Deutschland kaum was zu essen haben, scheissen auf die "Leistungsgesellschaft". Dieses Land steuert in die falsche Richtung! Wir hatten mal einen halbwegs gut funktionierenden Sozialstaat. Was inzwischen passiert, dafür muss sich jeder anständige Mensch schämen.

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vielflieger_1970 01.01.2018, 19:30
245.

Zitat von kohlon
... macht aus Ihnen ein offenes Buch. Mit der AfD scheinen Sie es wirklich nicht so zu haben, deshalb auch die Tatarenmeldung: " Die AfD ist vor den Linken die Partei mit denjenigen Mitgliedern, die am wenigsten verdienen." Natürlich ohne Quelle. Na wie auch immer, ich bin Mitglied, ich bin unschuldig da leider dramatisch über Hartz 4, Ihnen noch weitere erfolgreiche Kaffeesatzleserei in 2018 und alles andere sowieso :-)
Aber nicht doch, gerne verweise ich auf eine Quelle:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/bundestagswahl-2017-wer-waehlt-cdu-csu-spd-fdp-gruene-linke-afd-a-1158543.html

Ich verhehle meine Verachtung für diese rechtsextreme Partei überhaupt nicht, wie Sie korrekt schlussfolgern. Und darauf bin ich sogar stolz;-)

Ich wähle die Linke, verdiene sechsstellig und habe sicher auch meine Macken. Nur, Radikale wie Höcke oder andere bekommen nie eine Stimme von mir. Nachdenken ist manchmal eine wirklich feine Sache, ich wünsche Ihnen, dass 2018 auch für Sie ein erfolgreiches Jahr wird.

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ayberger 01.01.2018, 19:31
246. Da wird sich auch nichts ändern,

wenn die neue Regierung steht, rennt sie eilfertig Herrn Macron und seinen so genialen Europavertiefungsvorschlägen hinterher, heißt in Klartext: Zum Wohle und zur Dominanz Frankreichs, da werden dann die Invest-Mrd. für malerische Küstenstraßen und Yachthäfen am Mittelmeer überwiesen, allein NRW wird weiter mehr Flüchtlinge aufnehmen als das vergleichsweise riesige Frankreich und meine kleine Volks- und Raiffeisenbank muß dann für marode Institute in Südeuropa haften, und da die Deutschen nur ihre Bundesliga, ihr Flaschenbier und ihr Malle-Urlaub interessiert, wird sich nichts ändern ...

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kael 01.01.2018, 19:31
247. Wie ist die Lösung?

Zitat Augstein: "Hier sind fünf Dinge, die wir uns 2018 nicht mehr gefallen lassen sollten."
Gut gebrüllt, Löwe. Aber bitte verraten Sie dem nunmehr verunsicherten Leser Ihrer Kolumne, wie und was er dagegen tun kann.

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akku610 01.01.2018, 19:33
248. Sehr treffend!

Insbesondere die Aussage über Schäuble und den Kredit, den er durch unterlassene Investitionen unseren nachfolgenden Generationen aufbrummt, ist super passend. Schäuble ist das schlimmste was der deutschen Verkehrs- und Digitalinfrastruktur passieren konnte. Wir machen uns mit dieser falschen Sparpolitik lächerlich. Darüber hinaus wurde Erziehung und Bildung unter der CDU völlig vernachlässigt. Für den Mittelstand und den Kleinverdiener gab es in den CDU regierten Legislaturperioden ausschließlich Nackenschläge oder einfach Nichtbeachtung. Die Sozialdemokratie für das eigene Land wurde zu Grabe getragen... Armes Deutschland!

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780 01.01.2018, 19:34
249.

Zitat von echoanswer
der Deutsche ist so anspruchs- und niveaulos, dass er Merkel und Co immer wieder wählt. Deshalb gibt es keinen Grund sich zu beschweren. Es ist alles so vom Wähler gewollt. Wenn doch nicht, dann wundere ich mich, dass keiner auf der Straße ist. Der Wohlstand ist eben wichtiger alles andere .
Wir haben in Deutschland eine äußerst schwierige Situation, weil wir nämlich noch nie so viele schlechte Politiker hatten.
Darum erscheint einigen offensichtlich Merkel als das kleinere Übel, und dieser Schuß kann allerdings nach hinten los gehen.
Die SPD weiß letztendlich auch keine Lösungen, denn die Bürgerversicherung, die als Trostpflaster gehandelt wird, löst die Probleme des Raubkapitalismus nicht.

Offensichtlich haben alle Politiker gedacht, es ginge so mühelos weiter, Dietz z. B. nennt das Jahr 2018 ein Jahr der Umbrüche, und dem sind wir auf keiner Ebene gewachsen.
Diejenigen, die dringend auf die Straße gehen müßten, haben dazu nicht die Möglichkeiten, die müssen nämlich schuften, sonst verlieren sie ihren Kleinstverdienst oder ihre Kleinstverdienste.
Die Alten und Kranken können es nicht, und auch sie betrifft es in erheblicher Form.

Und viele andere scheinen zu hoffen, von dem Raubkapitalismus profitieren zu können, bis jetzt hat das ja auch funktioniert.
Dann gibt es noch viele Intellektuelle, die diesen ganzen Mist, sorry, nicht mitmachen wollen und einfach in die innere Emigration abdriften.

Und viele sind einfach hilflos, so schnell kann sich niemand organisieren, außer natürlich den Rechtsextremisten.

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