Forum: Politik
Was sich 2018 ändern muss: Die Deutschen sind zu anspruchslos
DPA

Gute Vorsätze fürs neue Jahr - die sollte vor allem der Staat fassen. Hier sind fünf Dinge, die wir uns 2018 nicht mehr gefallen lassen sollten.

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karljosef 01.01.2018, 20:45
290. Andere Sichtweise?

Zitat von luny
Hallo Micromiller, Ihrem Beitrag stimme ich zu. Ein Rechtsstaat, der seine Grenzen nicht mehr schützen kann oder will, hat versagt. Ein Rechtsstaat, der Menschen die sich rechtskräftig bestätigt hier illegal aufhalten, nicht ausweist, ist kein Rechtsstaat. Ein Rechtsstaat, der es zuläßt, daß das Asylrecht, das für politisch und religiös Verfolgte gilt, von Armuts-/Kriegs- und Wirtschafts- flüchtlingen mißbraucht wird, hat versagt. Bis November 2017 wurden 0,7% der Asylanträge für tatsächlich politisch/religiös Verfolgte positiv beschieden. Das waren 4.066 Menschen. Damit hätte überhaupt niemand hierzulande ein Problem. Das Problem sind die ca. 2,0 Millionen "Flüchtlinge", denen es von der jetzt geschäftsführenden Regierung gestattet wurde, das "Asylticket" zur Einwanderung in unsere Sozialsysteme zu nutzen. Das geht nach wie vor weiter und wurde nicht gestoppt. Wer MEHR Probleme haben möchte, fordert MEHR Staat. Ich nicht. LUNY
Hallo LUNY,

wenn unser Staat die Gründe, dass so viele "Scheinasylanten" nach Deutschland einwandern wollen, mit immer mehr Waffenexporten auch oder gerade in Krisengebiete bekämpfen will, ist er auf dem Holzweg?

Es sei mir eine sarkastische Ergänzung erlaubt:
Sozial ist was Arbeit schafft sollte sich nicht auf die Kriegsindustrie in Deutschland beschränken, sondern mehr die Arbeitsplätze in den betroffenen Gebieten betreffen, auch wenn die Rendite dort nicht so hoch sein sollten

Nachdenkliche Grüße
karljosef

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luny 01.01.2018, 20:46
291. Unbehagen

Zitat von OhMyGosh
Umverteilung von oben nach unten ist Kappes - der Kapitalismus kann nur weiter existieren, wenn arbeitende Menschen angemessen entlohnt werden, keine Angst vor dem Alter und vor anderen Katastrophen haben müssen und wenn Reichtum auf der umsichtigen und intelligenten Planung der Mächtigen und eben nicht auf gefährlichen Börsengeschäften und Lohndumping beruht. Aber daran wird sich nix ändern, die Politik ist schon längst nicht mehr Diener des Bürgers. Dies ist nicht mehr mein Land...
Hallo OhMyGosh,

es gab einmal ein Unbehagen, wenn es einem selbst total gut ging,
dem Nachbarn aber nicht.

Also versuchte die Politik jahrelang für einen sozialen Ausgleich zu
sorgen, damit die Unterschiede nicht zu groß wurden. Das hieß
soziale Marktwirtschaft.

Inzwischen scheint die Stimmung gekippt zu sein.

MIR geht es gut - der Rest interessiert mich nicht.

Die Stimmung wird immer explosiver, weil sich die Zahl der
"Abgehängten" erhöht, die nun auch noch durch die "Flüchtlinge"
gesteigert wird, die alimentiert werden.

"Macht mal was", möchte ich den Berufspolitikern zurufen, und
zwar etwas, was nachweislich breiten Teilen der Bevölkerung
zugute kommt.

Hilft nichts. Sie sind gerade alle komplett abgetaucht.

LUNY

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hruprecht 01.01.2018, 20:49
292. ungerechtigkeit

Sie sprechen die Ungerechtigkeit an. Auch ich finde dass ein Fussballer nur balltreter ist und keine 200 Millionen wert. Auch ein Manager bei Siemens oder Vw ist keine vielfachen multimillionen wert. Da stimme ich ihnen zu. Aber beim Vergleich von Arzt oder Dr. der Chemie zum simplen paketauslieferer geht es gerecht zu. Ein Arzt hat sich in einem harten Auswahl Prozess im Abitur und spaeter im Studium durchgesetzt und RICHTIG was geleistet. Der hat richtig Verantwortung und leistet richtig was. Der muss natürlich ein vielfaches einer baeckereiverkaeuferin, eines LKW Fahrers, einer friseuse oder eines paketauslieferers verdienen. Das ist der Abstand nicht zu gross sondern viel zu gering. Ich empfinde es als ungerecht wenn ein Diplom Betriebswirt (fh) wie ich nur 3000 Euro verdient während ein simpler postbote dank mindestlohn 1600 Euro verdient. Da ist der Abstand zu klein. Jeder kann wie ich als einer der zehn besten des Jahrgangs sein Abitur machen und während seines Studiums mehrfach ins Ausland gehen und eine sehr gute Abschlussnote hinlegen. Wer als baeckereiverkaeuferin nichts leistet sondern nur Brötchen von 1 bis 10 zählt, mal eine torte ueber den tresen reicht und von der kasse sogar das wechselgeld angezeigt bekommt, kann nicht viel verdienen. Es steht jedem frei intelligent zu sein und vor ALLEM FLEISSIG in der schule. Darum ist die lohnspreizung gerecht und notwendig. In der ddr bekam mein vater als abteilungsleiter weniger geld als der schichtdienstarbeiter mit zuschlaegen. er hatte aber die Verantwortung über den ganzen produktionsbereich und hat die gaszusetzung in der haerterei berechnet. Solche Sachen haben die DDR ruiniert. Wissen, Leistung und können muss sich lohnen. Deshalb weniger Ungerechtigkeit indem der Mindestlohn gesenkt wird und der Lohn Abstand zwischen leistungstraegern und wenigleistern grösser wird.

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Ökofred 01.01.2018, 20:49
293. So, wirklich?

Zitat von luny
Hallo Micromiller, Ihrem Beitrag stimme ich zu. Ein Rechtsstaat, der seine Grenzen nicht mehr schützen kann oder will, hat versagt. Ein Rechtsstaat, der Menschen die sich rechtskräftig bestätigt hier illegal aufhalten, nicht ausweist, ist kein Rechtsstaat.
"„Rechtsstaatlichkeit bedeutet, daß die Ausübung staatlicher Macht nur auf der Grundlage der Verfassung und von formell und materiell verfassungsmäßig erlassenen Gesetzen mit dem Ziel der Gewährleistung von Menschenwürde, Freiheit, Gerechtigkeit und Rechtssicherheit zulässig ist.“[1]
zitiert aus Wiki:
Klaus Stern: Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland – Band I, C.H. Beck, 1984, § 20 III 1 (S. 781).
Da steht nix von "Grenzen", Asylbetrug" und ähnlichen Dingen.
Aber ist ja egal, hier in D kann sich ja jeder seine Philosophie selber basteln und sie dann für rechtsverbindlich erklären, bzw von Allen einfordern. Da hat Jakob Sugstein sonst sein Feld, wäre er da geblieben anstelle hier die Populisten zu bedienen.

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780 01.01.2018, 20:50
294.

Zitat von markus_wienken
Wir leben in einer Demokratie. Bürger können demonstrieren, Petition einbringen, mit den Abgeordneten Kontakt aufnehmen, Parteien gründen, sich in bestehenden Parteien engagieren, und und und. Passiert aber nicht, also werden die Interessen derer vertreten die sich einbringen.
Haben Sie schon einmal mit den Abgeordneten oder mit Politikern Kontakt aufgenommen, scheinbar nicht, denn sonst wüßten Sie wie das läuft.

Wenn Sie sich die Mühe gemacht haben, einen wohlbegründeten Brief oder eine Email zu schreiben, bekommen Sie den Auszug eines für die Presse und das Internet erstellten Artikels, zur Beruhigung.
Das ist dann besonders schön, wenn Sie auf Grund von Mißständen neue Lösungen gefordert und auch einige angeführt haben.

Sollten Sie dann diesen Auszug aber genauestens kommentieren, was durch die vielen Quellen, die Sie benötigen, viel Zeit braucht, bekommen Sie keine Antwort mehr, obwohl es jetzt ja gerade interessant und womöglich lösungsintensiv würde, Sie haben offensichtlich nur das Recht einmal zu schreiben, und dann sollen Sie doch, bitte schön, mit den vorgefaßten Konstrukten dieser Politiker, die schon wissen, was sie tun, zufrieden sein.

Was hat sich durch Demonstrationen geändert, also an die Politiker heran zukommen ist schwieriger als mit einem Weltstar Kontakt aufzunehmen, dabei hat der Weltstar aber nicht unterschrieben, dass er in Ihrem Auftrag handelt.

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002614 01.01.2018, 20:51
295. Miteinander reden

Zitat von luny
Hallo Gesellschaft, wir müssen einfach mehr miteinander reden und den anderen zuhören, lautete die Neujahrsbotschaft der geschäftsführenden Bundeskanzlerin. Und natürlich müssen WIR das schaffen, was der geschäfts- führenden Bundeskanzlerin in nunmehr zwölf Jahren nicht gelungen ist. Schwierig, weil niemand weiß, WAS sie denn eigentlich schaffen wollte oder nun noch schaffen will. Anders ausgedrückt: Sie kann weg. Zu meiner Polemik stehe ich :-) LUNY
... und zuhören. - -
Ja, deshalb sagen Sie doch bitte, wen aus dem politischen Betrieb Sie sehen, der ein guter/eine Gute Bundeskanzler/in wäre.
Es interessiert mich wirklich.

Kann weg - (wenn es einfach so ginge bei dem Wahlergebnis) -
und dann?

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KlausMeucht 01.01.2018, 20:53
296.

Zitat von daggi.baehr
Dann müssen sie aber auch dazu sagen, um welche Studienfächer es sich handelt. Wenn jemand etwas studiert hat, was nicht wirklich wirtschaftsfest ist, dann ist das sein Fehler und nicht wirklich bemitleidenswert.
Wer weiß schon was ein Berufsleben lang wirtschaftsfest ist?
Die Mint Fächer sind es jedenfalls auch nicht.

Der Arbeitsmarkt kann sich schon innerhalb von 1 Jahr extrem ändern.

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luny 01.01.2018, 20:56
297. Schöne Theorie

Zitat von markus_wienken
Wir leben in einer Demokratie. Bürger können demonstrieren, Petition einbringen, mit den Abgeordneten Kontakt aufnehmen, Parteien gründen, sich in bestehenden Parteien engagieren, und und und. Passiert aber nicht, also werden die Interessen derer vertreten die sich einbringen.
Hallo Markus_wienken,

ja, wir leben in einer Parteiendemokratie, die die Interessen derer
vertritt, die am meisten bezahlen = spenden.

Wenn Sie in einer bestehenden Partei eine Karriere anstreben, sei
Ihnen empfohlen, Ihre eigene politische Gesinnung möglichst schnell
über Bord zu werfen und sich die Meinung der Parteispitze zu eigen
zu machen.

Von "unten" ändern Sie bei den etablierten Parteien genau gar nichts.

Das sage ich, weil ich das erfolglos versucht habe.

LUNY

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KlausMeucht 01.01.2018, 20:57
298.

Zitat von undog
Dieser Konsumverzicht sollte nicht bestraft werden, denn so ist unser staatstragender Mittelstand entstanden.
Volkswirtschaftlich ist Konsumverzicht schädlich. Wachstum entsteht wenn das Geld möglichst schnell im Kreislauf ist.

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mirror999999999 01.01.2018, 20:58
299. Wunderbarer Artikel zum Start

seh ich genauso. Aber die Politiker und die Wirtschaft können sich freuen, dass wir so gehorsam sind. Frankreich ist da anders und auch nicht am Abgrund.
Hier wurde ja viel über Erbschaftssteuer geredet.
Naja, ich würde normal sagen, das Erbe soll ja nun nicht nochmal versteuert werden, man hat es ja bereits verdient. Außerdem droht dann ja vielleicht Abwanderung von Firmen.
Auf der anderen Seite, wenn ich sehe, wie die Reichen ihr Geld verdienen, zahlen die sowieso keine Steuern, da darf dann die Erbschaftssteuer ruhig gelten. Kenn einen Reichen, hat 3 Häuser groß wie Tennisplätze. Ordentlich Gewinne, wird schwups eine Firma gegründet, ist somit verschuldet und zahlt so gut wie keine Steuern.
Gönne jedem sein Erfolg, aber bitte dann Steuerpflicht für alle gleich.
Alleine wenn ich die Bemessunggrenzen sehe: Kitagebühr etc.
Warum zahlt ein Millionär den gleichen Betrag, wie ein gehobener Mittelstan? Kapitaleinnahmen sollten auch entsprechend besteuert werden. Solange das alles nicht läuft, bin ich für Erbschaftssteuer.
Und in Sachen Drohung von Abwanderung. Wie sieht es denn in 20 Jahren aus, wenn die Unternehmen Gewinnzuwächse von 30% und mehr nicht mehr reichen und dann wieder Entlastungen für die Unternehmen in Namen der Wirtschaftsförderung und Sicherung von Arbeitsplätzen gefordert wird. Irgendwann zahlen Unternehmen gar keine Steuern mehr ebenso wenig wie die Reichen es jetzt auch kaum noch tun.
Geld regiert die Welt

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