Forum: Politik
Was sich 2018 ändern muss: Die Deutschen sind zu anspruchslos
DPA

Gute Vorsätze fürs neue Jahr - die sollte vor allem der Staat fassen. Hier sind fünf Dinge, die wir uns 2018 nicht mehr gefallen lassen sollten.

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basic11 01.01.2018, 21:14
310. Merkels Überschätzung ...

ist in jeder Hinsicht ein Phänomen. Natürlich verkaufen wir Autos u Maschinen ins Ausland deren guter Ruf aber praktisch nichts mit Merkel zu tun hat. Dann ist da noch Ihre Naivität zu Glauben, dass die Finanzkrise dauerhaft gelöst ist, die Krankenhäuser, Armee etc in Ordnung sind u was noch alles.
Es liesse sich alles was D betrifft lösen, wäre da nicht diese unsägliche Augenwischerei u das erfolgreiche Schöngeredemarketing.

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002614 01.01.2018, 21:19
311. Ich kann

Zitat von tuxrunner
oder auch so: Ich würde diesen Menschen mal einen Bildungsurlaub in den Textilzentren von Bangladesch und den Phillipinen empfehlen, um zu erleben, was Kapitalismus auch heute noch bedeuten, der nicht an die Kette der Sozialen Marktwirtschaft gelegt wird. Dann könnte man überlegen, was man, z.B. beim Einkauf, dagegen tun kann, damit man als Arbeitnehmer nicht am Ende selbst gegen jene ausgespielt wird, die in diese zynischen, lebensbedrohlichen (Brand in Textilfabrik) Umständen ihr Auskommen verdingen müssen. Wenn wir eines Tages dank sinkender Masseneinkommen nicht mehr als Markt, den ein Hochlohnland bietet, interessant sind und das Know How, das unser Rohstoff ist, durch Firmenaufkäufe transferiert wurde, kann es mit dem "verdammt gut dastehen" schnell vorbei sein.
Ihrem letzten Absatz nur zustimmen, besonders dem Know How Transfer. - Aber sollten wir das wirklich, wenn wir Entwicklung der anderen Weltregionen wollen?

Und vielleicht sagen Sie uns, was bei Ihren Überlegungen bezüglich des Einkaufs von Waren aus Bangladesch usw. herausgekommen ist.

Wahrscheinlich sollten wir diese Waren nicht kaufen. Aber dann haben die Menschen dort nicht einmal das magere Einkommen, das sie durch die Arbeit jetzt haben.

Die Arbeits- und Umweltgesetze, die wir haben, gibt es dort nicht. (Übrigens nicht einmal in ganz Europa).
Diese Länder müssen erst eine industrielle Entwicklung machen, wie wir sie am Anfang des vorigen Jahrhunderts hatten. Nicht unsere Regierung kann in diesen Ländern bestimmen. Die Menschen dort und ihre Politiker müssen ihre Gesellschaft menschlich gestalten.

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spmc-12355639674612 01.01.2018, 21:20
312. Zur Erklärung

Zitat von Nordstadtbewohner
"Der Staat duldet die krasse Ungerechtigkeit im Land. (...) Wenn es um den Abstand zwischen Gutverdienern und Einkommensschwachen geht (...)" Herr Augstein, ich kann Ihre Behauptung nicht nachvollziehen. Was Sie erwähnen, ist keine "krasse" Ungerechtigkeit, sondern das Prinzip des Leistungsprinzip in einer Leistungsgesellschaft. Wer viel schafft und sich beruflich stark engagiert, der hat nun mal ein höheres Einkommen als jemand, der es nur zu einer Anlerntätigkeit gebracht hat. Das ist nichts Schlimmes. Sie fordern indirekt die Abschaffung des Leistungsprinzips, wenn Sie fordern, dass man den finanziellen Abstand zwischen Leistungsträgern und Minderleistern verringern solle. Das gab es mal in der ehemaligen DDR. Dort verdienten Industriemanager soviel wie ein einfacher Arbeiter. Das führte in der Konsequenz zum wirtschaftlichen Niedergang der ehemaligen DDR. Sie negieren in Ihren Kolumnen regelmäßig das Leistungsprinzip, welches es in Deutschland und anderen westlichen Staaten möglich macht, in Wohlstand und Frieden zu leben. Zum Glück zeigen die aktuellen Wahlen, dass die von Ihnen und anderen Sozialisten angezettelte Neidkampagne nicht mehrheitsfähig ist, wie der Wahlkampf von Martin Schulz gezeigt hat.
Es geht nicht um das "Leistungsprinzip", sondern um mehr, auch um das Prinzip der Verantwortung: Danach müsste man einige hochbezahlte Manager nicht nur entlassen, sondern auch - ihrer Verantwortung entsprechend - für den von ihnen verursachten Schaden zur Verantwortung ziehen, keinesfalls jedoch mit einer üppigen Abfindung einfach nach Hause schicken. Es gibt also deutliche Ungleichgewichte.
Wenn jemand in einem großen Betrieb oder Konzern Führungsaufgaben übernimmt, hat das nicht immer und unbedingt etwas mit individueller Leistung zu tun. In einem Großkonzern gibt es viele fähige Leute, die durchaus in der Lage wären, den jeweiligen Managerjob zu übernehmen. Wer den Job dann bekommt, ist oft wenig mehr als Glückssache. Warum also sollte sich in jeder Hierarchieebene das Gehalt vereineinhalbfachen oder verdoppeln? Wegen der Leistung des Managers? Sorry, aber der ist meist nur so gut wie sein Team und jeder im Team leistet seinen individuellen Beitrag.
Es geht also nicht um das Leistungsprinzip, sondern darum, dass die Gehaltssprünge von einer Hierarchieebene zur nächsten nicht exzessiv sein dürfen. Andernfalls müssen solche Exzesse von außen entsprechend reguliert bzw. gedämpft werden, z. B. über Steuern oder Tarifverträge.

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780 01.01.2018, 21:21
313.

Zitat von markus_wienken
Ach wissen Sie, ich lese immer was nicht geht, das ist mir zu billig. Und ja, natürlich können auch Demonstrationen mit etzwas bewirken, man muss nur genügend Menschen regelmäßig - auch über Jahre hinweg - zusammenbekommen. Nehmen wir das Beispiel Atomausstieg, ohne die jahrelange "Bearbeitung" der Bevölkerung durch z.B. die Grünen und anderer Umwelt-Gruppierungen wäre der Ausstieg undenkbar gewesen. 2017 im Sommer gab es in Mainz immer noch Demonstrationen einiger sehr weniger Aktivisten zu diesem Thema. Anfangs habe ich sie belächelt denn das Thema ist ja "durch", inzwischen denke ich sie machen es richtig und halten dieses für sie wichtige Thema im Bewustsein der Menschen wach. Also erzählen Sie und andere Foristen mir bitte nicht, dass Änderungen auch durch "normale Bürger nicht möglich seien, es stimmt einfach nicht.
Ich weiß nicht, wie oft ich das Argument schon gehört habe, und es hat Jahrzehnte gedauert, viele andere Demonstrationen, die genauso wichtig waren, z. B. zum Thema Frieden, haben überhaupt nichts gebracht.

Und wir haben die Zeit nicht mehr, denn die Prognosen für die Zukunft sind weltweit verheerend, ich möchte aber nicht gerne erleben, dass wir überall, auch bei uns, Diktatur-ähnliche Staatskonstrukte haben, also die bisherigen Maßnahmen ziehen nicht mehr.
Gewalt scheidet ja wohl aus.

Also, was tun, ich bin offen für alle konstruktiven Vorschläge.

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luny 01.01.2018, 21:22
314. Zwang

Zitat von 002614
Wie soll es dann anders gehen? Es ist ja nicht nur Frau Merkel, die aus diesen Zwängen nicht herauskommt. Wir alle müssten uns klar machen, was das alles für uns, für Europa bedeutet und dann auch gemeinsam handeln.
Hallo 002614,

nein, es gab überhaupt keinen Zwang, die Grenzen zu öffnen und
alle, die es irgendwie nach Deutschland geschafft hatten, un-
kontrolliert einreisen zu lassen.

Was Ihre EU-Lösung anbelangt:

Die wird NIE zustande kommen, weil die Grenzöffnung am 04.09.15
von der damals amtierenden Bundeskanzlerin im Alleingang erfolgte.

Nun soll sie halt sehen, wie sie das selbst verursachte Problem
löst.

Hätte sie einfach 2015 die geforderten Gelder der UNHCR für
die Flüchtlingslager bezahlt, dabei ging es um 3,8 Milliarden USD,
die von 190 Staaten zu erbringen gewesen wären, hätte sich der
Flüchtlingsstrom überhaupt nicht in Bewegung gesetzt.

Hat sie nicht, nein, es gab noch nette Selfie-Einladungsfotos nach
Deutschland.

Ca. 65 Millionen Menschen befinden sich auf der Flucht.

In Deutschland werden ca. 2,0 Mio. "Flüchtlinge" mit ca. 30 - 50
Milliarden EUR/Jahr dauerhaft alimentiert.

Das ist es, was die Flüchtlingspolitik der geschäftsführenden
Bundeskanzlerin bedeutet. Damit will kein anderes EU-Land völlig
zurecht etwas zu tun haben.

LUNY

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janos71 01.01.2018, 21:24
315. Deutschland ist reich?

Immer wieder kommt das Argument im reichen D wird zu wenig ausgegeben für ... Woher kommt die Ansicht das D wirklich reich ist. Im Vergleich mit afrikanischen oder einigen osteuropäischen Ländern mag das stimmen aber wer einmal einige Pro-Kopf Zahlen D's mit anderen westeuropäischen oder nordeuropäischen Nationen vergleicht wird schnell erkennen das D längst nicht mit diesen Ländern mithalten kann. Ein Großteil dieser Länder hat uns längst abgehängt. Es ist ein Märchen wenn ständig vom reichen D gefaselt wird. Die Schweizer, Norweger, Dänen, Iren, Österreicher, ... spielen in einer anderen Liga. Selbst beim Export sind viele westeuropäische Nationen beim Pro-Kopf Vergleich deutlich stärker. Wenn die Digitalisieurng beim Automobil weiter voranschreitet wird auch dieses Export-Pferd für D bald wegbrechen, da IT & Digitalisierung nicht gerade zu den Stärken D's zählt. Im Mediamarkt/Saturn kann man maximal noch einen Staubsauger/Waschmaschine/Kochtopf von deutschen Firmen kaufen. Alles was komplexer ist kommt von japan., korean. oder amerikan. Firmen.
Ich meine D wird in den nationalen Medien zu gut, zu stark und zu reich dargestellt.

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002614 01.01.2018, 21:25
316. Ja, Luny

Zitat von luny
Hallo Karl-felix, ja, es freut mich, daß Sie als Rentner vom System profitieren und ihre vermutlich hohe Rente immer weiter steigt. Glückwunsch, Sie gehören vermutlich zur letzten Rentnergeneration, der es so richtig "gut geht". Auch wenn es schwer fällt: Schauen Sie sich bitte einmal die nächste oder die übernächste Rentnergeneration an. 43% gesetzliche Rente vom durchschnittlichen Netto, arbeiten bis 67. Ca. 20% der Arbeitnehmer werden auf die Grundsicherung ange- wiesen sein, gleichbedeutend mit Altersarmut. Die geschäftsführende Bundesregierung sieht an der Stelle im übrigen keinerlei Handlungsbedarf. Und nun freuen Sie sich weiterhin, daß es Ihnen als Rentner in Deutschland so gut geht, aber schauen Sie ja nicht darauf, wie es künftigen Rentnergenerationen ergehen wird. Das könnte Ihnen Ihre gute Stimmung vermiesen. Okay, deshalb machen Sie das auch nicht, ist ja legitim. LUNY
die Eltern der Generation von Karl-Felix haben jedenfalls so viele Kinder gross gezogen, dass diese - zusammen mit den "Gastarbeitern" - immerhin ein prosperierendes Land schaffen konnten. Die heutige Generation wird viel weniger Menschen hervorbringen, die später die vielen Renten bezahlen können.
Das hat nicht unmittelbar mit dem Versagen der Politik zutun.
Es hat aber mit dem gesellschaftlichen Wandel zutun und mit den egoistischen Ansprüchen jedes Einzelnen an das Leben.

Die Zuwanderer aus Afrika werden diese Probleme nicht für uns lösen können.

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luny 01.01.2018, 21:28
317. Waffenindustrie

Zitat von karljosef
Es sei mir eine sarkastische Ergänzung erlaubt: Sozial ist was Arbeit schafft sollte sich nicht auf die Kriegsindustrie in Deutschland beschränken, sondern mehr die Arbeitsplätze in den betroffenen Gebieten betreffen, auch wenn die Rendite dort nicht so hoch sein sollten
Hallo Karljosef,

da fällt mir der geschäftsführende Außenminister und ehemalige
Wirtschaftsminister der SPD ein, der ja auch sämtliche Waffen-
exporte durchgewunken hat und sich auch noch massiv für CETA
und TTIP einsetzte.

Da fällt man ja irgendwann vom Glauben ab, daß die SPD sich
noch an ihre eigenen Grundstätze hält.

Daß das bei anderen Parteien auch so ist, macht es nicht besser.

LUNY

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nekeos 01.01.2018, 21:31
318. Gerechtigkeit

Es gibt verlässliche Quellen, wonach sich die Schere zwischen Arm und Reich zuletzt nicht mehr geöffnet hat; im Gegenteil. Anzumerken ist, dass wir einen Sozialstaat haben. Sichtbar an Arbeitslosengeld II (bedingungsloses Grundeinkommen), den Renten, dem Kindergeld etc. etc. Wer leistet, der darf auch behalten. Wer nicht leistet, darf auch nicht viel erwarten. So ist das nun einmal. Und so ist es auch gerecht. Das o. g. bedingungslose Grundeinkommen ist ja schon eine riesige Errungenschaft.

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karljosef 01.01.2018, 21:33
319. Auch das halte ich für ein Gerücht!

Zitat von luny
Hallo Tyll.spiegel, wer verhandelt denn sein Entgelt individuell aus, außer er ist selbständig? Ansonsten gelten Tarifvereinbarungen oder andere gesetzliche Vorschriften. Die Arbeitgeber würden ja am liebsten gar nichts bezahlen und mit jedem einzelnen Arbeitnehmer einen Stundenlohn zwischen 0 EUR und 0,50 EUR aushandeln. Sklaven waren teurer. Die mußten ernährt werden und bekamen eine Bleibe zur Verfügung gestellt, wo sie wohnen konnten. Manche Argumentationslinien sind schon ziemlich abtrus. LUNY
Tarifvereinbarungen sind nur für Arbeitgeber verbindlich, die im Arbeitgeberverband sind, aber das wissen Sie sicherlich.

Ferner wissen Sie, dass immer mehr Arbeitgeber eben nicht mehr in diesem Verband sind!

Wir haben Fachkräftemangel erzählen viele.

Und diese Fachkräfte werden nur befristet eingestellt...
natürlich nur über Verleiher, die diese für'n Appel und'n Ei (über sogenannte iGZ-Tarifverträge, vom DGB akzeptiert!) arbeiten lassen...
Damit diese sich weiterhin bei Arbeitsbeginn für eine andere unbegrenzte Stelle bewerben und dank der etwas eigenartig gestalteten befristeten Arbeitsverträge relativ kurzfristig kündigen könn(t)en?

Kannn es sein, dass hier ausschließlich viele fromme Märchen bzgl. Fachkräfte und Arbeitslosenstatistik erzählt werden?

Kann es sein, dass hier eine reine abstruse Volksverdummung stattfindet?

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