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Wechsel im Kabinett: Gauck ernennt Gabriel und Zypries
DPA

Entlassen, ernannt, vereidigt: Bundespräsident Gauck hat die Posten im Kabinett neu verteilt. Gabriel ist nun Außenminister, Zypries Wirtschaftsministerin. Viel Lob gab es für Steinmeier.

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thomasbär 27.01.2017, 11:54
1. Gabriel vermeidet Schleudersitz

Eigentlich ist Gabriel recht bauernschlau: erfolglose Kanzlerkandidatur ist bei der SPD ein garantierter Schleudersitz, wir erinnern uns an das heftige Absägen von Steinbrück nach der letzten Wahl. Außenminister ist für den Juniorpartner einer GroKo ein sicherer Durchwinkposten. Damit wird Gabriels Entscheidung schlicht eine Wette auf Erfolglosigkeit der SPD - wie ein Hedgefond, der davon lebt, aus den Verlusten Anderer Gewinn zu schlagen

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jallajalla 27.01.2017, 12:09
2. Zypries wieder nach oben gespült

Frau Zypries hat doch die Vorratsdatenspeicherung I und die Logikpatente vorangetrieben. Beides hatte keinen Bestand und bei beiden glänzte sie durch verblüffende Ahnungslosigkeit. Und jetzt Wirtschaftsministerin einer führenden Industrienation? Auch durch solche Fehlbesetzungen treibt man die Wähler in die Fänge der Populisten.

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jörg pk 27.01.2017, 12:13
3. AM als Teilzeit-Job zu haben...

Vermutlich liegt es in der Natur des Jobs eines SPD-Vorsitzenden, dass man immer diametral gegen die eigene Partei stehen muss. So ist es auch verständlich, dass ein Amtsinhaber mit sehr viel Eigenliebe, den Familien-Ausglich sucht. Und dann kann man auch mal mit Frau und Kind zur neuen Vereidigung kommen. Vielleicht kann er die Familie dann auch mal auf die eine oder andere Dienstreise mitnehmen. Gabriel muss einem wirklich nicht sympathisch sein, aber irgendwie ist er auch ehrlich zu sich selbst, zur Partei und zu den Wählern.

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nofrac 27.01.2017, 12:27
4.

Zitat von thomasbär
Eigentlich ist Gabriel recht bauernschlau: erfolglose Kanzlerkandidatur ist bei der SPD ein garantierter Schleudersitz, wir erinnern uns an das heftige Absägen von Steinbrück nach der letzten Wahl. Außenminister ist für den Juniorpartner einer GroKo ein sicherer Durchwinkposten. Damit wird Gabriels Entscheidung schlicht eine Wette auf Erfolglosigkeit der SPD - wie ein Hedgefond, der davon lebt, aus den Verlusten Anderer Gewinn zu schlagen
Nun, Herr Steinbrück war nach meiner Kenntnislage anlässlich seiner Kanzlerkandidatur kein Parteivorsitzender. Das war damals schon Sigmar Gabriel.

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sponcon 27.01.2017, 12:33
5. Irgendwie muss man ja ...

Zitat von jörg pk
Vermutlich liegt es in der Natur des Jobs eines SPD-Vorsitzenden, dass man immer diametral gegen die eigene Partei stehen muss. So ist es auch verständlich, dass ein Amtsinhaber mit sehr viel Eigenliebe, den Familien-Ausglich sucht. Und dann kann man auch mal mit Frau und Kind zur neuen Vereidigung kommen. Vielleicht kann er die Familie dann auch mal auf die eine oder andere Dienstreise mitnehmen. Gabriel muss einem wirklich nicht sympathisch sein, aber irgendwie ist er auch ehrlich zu sich selbst, zur Partei und zu den Wählern.
... als SPD-Aushängeschild mit gutem Beispiel vorangehen. Zumal als Außenminister wenig Zeit bleibt, sich der Familie zu widmen.
Familie und Karriere sollen ja vereinbar sein.

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paul.fisch 27.01.2017, 13:03
6. Geht es um einen guten Außenminister oder um die Versorgung Gabriels?

Eigentlich sollte ein Fachmann Außenminister und ein Fachmann Wirtschaftsminister...: der Außenminister könnte beispielsweise ein langjähriger Diplomat (Botschafter) sein, der auch sonst "diplomatisch" ist, und fließend in mehreren Sprachen sollte er selbstverständlich sein. Umgekehrt sollte der Wirtschaftsminister ein Ökonom sein und möglichst BWL, VWL oder beides studiert haben. Was davon hat hat Gabriel? Es sind mehr oder weniger Gefallen, die man ihm macht, damit er versorgt ist. Wenn er zurück tritt, dann sollte er sich bei seinen Leisten neu orientieren, denke ich.

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Kristallkugel 27.01.2017, 13:04
7. Was soll man jetzt schreiben?

Mir fällt dazu nur ein...das man nix gegen Trump sagen sollte. Das was hier an Karusselfahrten angeboten wird...unter der demokratischen Haube...ist keinen Deut besser! Alle, aber wirklich alle bringen ihre Schäfchen ins Trockene...pfui deibel!

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würstl 27.01.2017, 13:06
8. Wechseljob

Ich finde es immer weider erstaunlich, dass es überhaupt kein Problem zu sein scheint, von dem einen Job zum anderen zu wechseln. Es spielt keine Rolle, was man vorher gemacht hat. Es ist so als wenn ein Maschinenbauing. mal eben als Bauing. tätig sein kann oder auch - man muss nicht studiert haben - ein Metzgermeister zum Bäckereinmeister wechselt. Das geht nur in der Politik, was für mich bedeutet, Du musst keine Ahnung von etwas haben, sondern dich nur verkaufen können. Und nein ich will den Job trotzdem nicht, weil ich Politiker als Beruf moralisch mehr als bedenklich halte ( gilt Weltweit).

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Kit Kerber 27.01.2017, 13:06
9.

Charmant, daß Gabriel seine Tochter zur Vereidigung mitbringt. Warum sollen Kinder nicht dabei sein? Der Ex macht hier was Innovatives und - wie ich finde - Richtiges! Als Außenminister wird er vielleicht viel unterwegs sein. In der Maschine, mit der er fliegt, kann er neben Journalisten und Wirtschaftslobbyisten auch seine Tochter mitnehmen. Eine Spielecke dürfte sich in dem geräumigen Flieger finden lassen. Ganz ohne Ironie und Hintersinn - ich find's gut.

Aber ich finde es trotzdem n i c h t gut, wie sich Gabriel den Posten gekrallt hat. Es zeugt von Schamlosigkeit. Seine Eignung ist nicht erwiesen. Die Iranreise war kein Highlight der Diplomatie. Und wenn es in Berlin seriös zuginge, hätte ihn auch niemand allen Ernstes für diesen Job vorgeschlagen.

Gauck hat einen hohen moralischen Standard, wenn es um die Bürger geht. Die sollen bitteschön die Regeln des Anstands wahren. Bei seiner eigenen Klasse guckt er lieber nicht so genau hin. Da steht er grinsend dabei, wenn es um nassforsche Selbstbedienung und schnoddrige Postenschieberei geht.

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