Forum: Politik
Wege zur Gleichberechtigung: Sag das T-Wort nicht!

Sie dachten, Toleranz sei eine gute Sache? Da haben Sie die neueste Entwicklung verschlafen. Zum Glck gibt es jetzt ein Glossar, was man ber Einwanderer sagen kann und was nicht: "Migrationshintergrund" ist schon wieder out.

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metronomfahrer 18.11.2014, 15:55
1. Herrlich!

Genau so ist es.

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Wolffpack 18.11.2014, 16:02
2.

Ich bin ja immer schwer amüsiert (uU auch genervt...), wenn Leute versuchen um den heißen Brei herumzureden und dann am laufenden Band neue Wörter für irgendwas erfinden, nur weil das alte schon wieder so negativ geworden ist.

Sonst triffts der letzte Absatz ganz gut. Man muss nicht gegenüber allem tolerant sein, und man darf auch anderen Kulturen (oder Aspekten davon, hängt vom Einzelfall ab) ruhig ablehnend gegenüber stehen. Und die auch uns gegenüber. Man kann Konflikte halt nicht immer weg brabbeln.

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gertrud.kanu 18.11.2014, 16:03
3.

Diese ganze Wortklauberei ist nichts als Symbolpolitik weil neu erfundene Wörter die Bilder im Kopf nicht ändern und daher in Wirklichkeit nichts bewirken. Das gilt meiner Meinung nach nicht nur in dem hier behandelten Thema, sonder auch bei der Genderei.

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Ambrosicus 18.11.2014, 16:04
4.

Was wird denn da gedacht und von wem und wievielen genau? Und warum wird da in Familien gedacht statt in Gehirnen? Was denkt man so in der Familie Fleischhauer?

Bei dem Weg: Gibt es einen Unterschied zw. "praktizierend" und "praktifizierend"?

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movfaltin 18.11.2014, 16:07
5. Kohortensache

Es scheint womöglich eine Kohortenangelegenheit zu sein, diese "Ich möchte nicht so bezeichnet werden wie meine Vorgeneration"-Sache. Nun gut, dann wandelt sich die Sprache eben. Dass das aber irgend etwas mit Toleranz oder gar Akzeptanz zu tun hat, ob ich nun mein (stets selbes) Konzept mit "Schwarzer", "Neger", "Mohr" oder eben "verstärkt pigmentierter Mitbürger" ausdrücke - das ist komplett egal. Relevant wird's erst dort, wo es meine Intention wäre, jemanden zu beleidigen. Nur leider wirken Beleidigungen genau dann leidzufügend, wenn sie neu oder zugeschnitten sind. Und daher hinkt die PC-Fraktion dem eigentlichen Ansinnen unrettbar hinterher: Bis sie beleidigende Wörter auf den Index gesetzt hat, haben die ihre Schmähwirkung verloren. Dann wird nämlich allenfalls noch die als PC ersonnene Ersatzbezeichnung zur tatsächlichen Schmähung benutzt, der Ausdruck pejorisiert, und das Spiel geht von vorne los.

Toll, dass sich Menschen von so einer Spirale blindlings einnehmen lassen, ohne zu merken, dass sie nicht ein Quentchen ändern.

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vonhier 18.11.2014, 16:08
6.

Man kann alles zur Ideologie erschaffen, egal ob mit der Nation, mit dem Sozialen oder auch mit der Toleranz. Es bleibt zu beobachten wie weit die Paternalisten des Staatsfunks es noch treiben.

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susiwise 18.11.2014, 16:09
7. Früher:

Heute: "Menschen mit deutscher Geschichte" (sehr gut, weil historisch schuldig!) auf der einen Seite versus "Menschen mit Migrationsgeschichte" (auch gut, weil bunt, interessant etc. und außerdem hübsche Alliteration) auf der anderen. Ist doch gar nicht so schwer, oder?

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susiwise 18.11.2014, 16:12
8.

Zitat von Ambrosicus
Was wird denn da gedacht und von wem und wievielen genau? Und warum wird da in Familien gedacht statt in Gehirnen? Was denkt man so in der Familie Fleischhauer? Bei dem Weg: Gibt es einen Unterschied zw. "praktizierend" und "praktifizierend"?
Natürlich, einfach einmal "praktifizieren" googeln. In diesem Internet, von dem jetzt alle reden.

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sirhumphrey 18.11.2014, 16:14
9. Ein Lösungsvorschlag

Das Problem liegt eigentlich darin, dass sprachlich eine Differenz ausgedrückt werden soll. Jede Differenz ist potentieller Ausgangspunkt von Diskriminierungen. Die Journaille sollte also entweder nur über Mehrheitsphänomene oder nur über Minderheitsphänomene berichten. Das wäre zwar das endgültige Ende kritischer Berichterstattung, aber sie müsste immerhin keine Differenzen mehr benennen und es wäre Friede, Freude, Eierkuchen.

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