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Wegen US-Sanktionen: Oleg Deripaska gibt Privatjets zurück
REUTERS

Erst zieht er sich aus seinen Unternehmen zurück, nun gibt er auch die Privatjets auf: Dem russischen Unternehmer Oleg Deripaska machen die US-Sanktionen weiter zu schaffen.

sven2016 11.05.2018, 06:06
1.

"Angeschlagen" scheint nach dem Inhalt des Artikels übertrieben zu sein.

Der Mann beendet die Verträge, die er wegen der amerikanischen Blockaden nicht mehr einhalten kann, ua weil Banken keine Finanzierung mehr fortführen "dürfen".

Auf welcher Rechtsgrundlage die USA das machen können bleibt unklar. Recht des Stärkeren vermutlich.

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ovi100 11.05.2018, 06:20
2. gleich drei Flugzeuge

Nimmersatt sind die Leute die fuer Bacsis die Hand aufhalten und keine Moral kennen..

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edgarzander 11.05.2018, 07:27
3. Also ist es in diesem Fall....

...eher ein finanzielles Problem von Credit Suisse und der Raiffeisenbank und zeigt, dass die Sanktionen direkte Folgen für amerikanische Unternehmen, wir Gulfstream, haben.

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SanchosPanza 11.05.2018, 08:45
4. Geschäftsbeziehungen

Internationale Kunden werden daraus lernen und mit westlichen Firmen und Finanzinstituten keine Geschäfte mehr machen.

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jsavdf 11.05.2018, 09:18
5. Anders herum:

US Bürger und US Firmen dürfen keine Geschäftsbeziehungen zu den auf der Sanktionsliste stehenden Personen haben. Ist zwar nur ein kleiner Unterschied, aber noch beschränkt sich die Kontrolle der USA auf die USA.

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frenchie3 11.05.2018, 09:27
6. Hmm, die Flieger gehören

Crédit Suisse und Raiffeisen und die wollen wegen der Sanktionen nicht mehr weitermachen? Hätte ich dem sein Geld würde ich die Kisten hinstellen und keinen Cent mehr zahlen. Bei mieser Laune vielleicht noch 'ne Klage wegen Vertragsbruch

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mullex 11.05.2018, 09:56
7. Leider erodiert das bisherige internationale Recht.

Die USA haben Gesetze geschaffen, die über jede internationale Regelung reichen. Diese gelten auch rückwirkend für fertige Verträge und richtet sich auch gegen Konkurrenten der USA. Damit sind weltweit alle bestehenden und zu schließenden Verträge vakant. Es wird die gesamte Welt stranguliert, solange bis die USA alleine bleiben.
Die USA behindern alle Geschäfte, auch die Geschäfte mit den USA selbst. Wenn eine Firma ein Geschäft mit Dritten macht, muss sie die Geschäfte mit den USA beenden. Im Endeffekt gibt es Firmen, die machen Geschäfte mit den USA und andere mit dem Rest der Welt. Wenn das der USA dann so nicht gefällt, werden sie die Regierungen der Drittstaaten verfolgen, die Geschäfte mit Dritten zulassen.
Diese Alleinherrschaft brauchte 2 Weltkriege und Drohungen mit dem 3. Weltkrieg.

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In Kognito 11.05.2018, 10:42
8. Force Majeure - Schaden dürften die Banken haben

Zitat von frenchie3
Crédit Suisse und Raiffeisen und die wollen wegen der Sanktionen nicht mehr weitermachen? Hätte ich dem sein Geld würde ich die Kisten hinstellen und keinen Cent mehr zahlen. Bei mieser Laune vielleicht noch 'ne Klage wegen Vertragsbruch
Zu den Diskussionen hier - gleich 3 Jets und Nimmersatt.###
Bei dem Riesenkonzern und den großen Entfernungen verständlich. Der Begriff "Privat-Jet" dürfte eher als "Firmen-Jet" verstanden sein, für einen exklusiven Nutzerkreis.###
Ansonsten dürften in den Verträgen Force Majeure-Klausen verankert sein, die ein einfaches Aussteigen ermöglichen. Das Problem haben dann die Banken, wem die Jets vermieten?###
Und DAS ist dann DAS generelle Problem auch für die Deutsche REAL-Wirtschaft. Es gehen langsam die Kunden aus, die noch bezahlen können und wollen! Davon hängt aber unser Wohlstand ab, nicht von der Ukraine, Georgien, Albanien, Rumänien, Bulgarien usw. Die wollen nämlich nur "unsere Werte".###
Aber, so lange wir als Verbündete für unsere "Werte-Verteidigung" Saudi Arabien und die Türkei haben, gehen wir nicht unter.

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ulrich-lr. 11.05.2018, 12:13
9. Warnung

Zitat von SanchosPanza
Internationale Kunden werden daraus lernen und mit westlichen Firmen und Finanzinstituten keine Geschäfte mehr machen.
Ja, leider fehlt die große Auswahl...
So, und jetzt erinnern wir uns einmal daran, was der US-Botschafter Grenell empfohlen hat. Klartext: Die USA verhängen einseitig im Alleingang Sanktionen und das wirkt sich in allen Ländern aus.
Das ist nämlich ein "Alleingang", auf den die USA die gesamte Welt mitnehmen.

Völlig uninteressant, wie und was - und ob überhaupt - Deripaska nun wirklich verbrochen hat. Wenn die USA jemanden ins Visier nehmen, dann können er und alle, mit denen er irgendwelche auch noch so harmlose Geschäfte macht, dicke Probleme bekommen.
Da dürfte der eine oder andere Russe mächtig bedauern, dass er mit seinen Firmen nach Westen gegangen ist. Internationale Geschäftsbeziehungen machen sehr verletzlich. Die Firmenflugzeuge sind ja noch relativ harmlos. Es kann viel dicker kommen.
So ein Exempel, das an ein paar Russen statuiert wird, dürfte auch andere Persönlichkeiten in anderen Ländern nachdenklich stimmen. Und die Ohren für Wünsche und Ansagen aus USA mächtig weit öffnen.

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