Forum: Politik
Wegen Waffenlieferungen an Taiwan: China kündigt Sanktionen gegen US-Unternehmen an
AFP

Die USA wollen Waffen im Wert von 2,2 Milliarden Dollar an Taiwan liefern. China wertet das als "ernste Verletzung" der Vereinbarungen mit den USA und will beteiligte Firmen sanktionieren.

MichaelundNilma 12.07.2019, 17:09
1. Warum so Dünnhäutig ?

Chinas Führung hat sich auf die Fahnen geschrieben, fremdes Territorium inklusive der den Philippinen vorgelagerten Spratlyinseln als eigenes Staatsgebiet zu betrachten. Die VR China erhebt Anspruch auf 80 Prozent des Südchinesische Meeres. China rechtfertigt dies mit der Existenz tausender kleiner Inseln, die seit dem 2. Jahrhundert traditionell Bestandteil des chinesischen Territoriums seien. Auslöser der Konflikte sind das Interesse an Rohstoffvorkommen und reichen Fischgründen in den Seegebieten des Südchinesischen und Gelben Meeres. Die territorialen Grenzen zwischen den Anrainernstaaten sind in vielen Fällen nicht geklärt. Taiwan sicherte sich gegenüber Japan 1952 im Vertrag von Taipeh den Anspruch auf die Insel Taiping Dao. Diese größte aller Spratly-Inseln befindet sich im nördlichen Zentralbereich und wird von 600 Soldaten bevölkert (Wikipedia). D.h. ob China gegenüber Taiwan einen territorialen Anspruch hat, wurde nie geklärt und entspricht dem gleichen Muster nach dem China viele Inseln im Südchinesischen Meer einfach militärisch besetzt hat. Das hochgerüstete demokratische Taiwan zu besetzen, ist auch für China hoch riskant. Deswegen wohl der Verweis, daß durch den Waffenverkauf Chinas Souveränität und Sicherheit bedroht seien. China behauptet tatsächlich allen Ernstes, sich von Taiwan bedroht zu fühlen.

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p.i.s.a. 12.07.2019, 18:01
2. Sieht mir ...

... nach Machart "Kuba-Krise" nur mit umgekehrten Vorzeichen aus. Da rüstet die USA einen Chinesischen (drittes Feindbild) Anrainerstaat mit Waffen aller Art aus (womöglich auch Angriffswaffen und ... bewahre uns, atomar bestückt) und provoziert dabei billigend die gleiche Reaktion wie damals. Will der POTUS wirklich einen Krieg an allen Fronten, den er nicht gewinnen kann?? Aber für diesen Fall, hat er ja noch den roten Knopf. Sofort von diesem Kriegstreiber distanzieren!!

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Tolotos 12.07.2019, 18:04
3. Grundsätzlich halte ich die Lieferungen an Taiwan für richtig.

Schließlich ist es China, das Taiwan bedroht. Aber die Chinesen machen nichts anderes, als die USA. Die nehmen sich ja auch das Recht heraus, ausländische Firmen abzustrafen, wenn diese sich nicht an US-Embargos halten.

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aliof 12.07.2019, 18:42
4. Die Bedrohungslage für das zukünftig Superstarke China

Zitat von MichaelundNilma
... und entspricht dem gleichen Muster nach dem China viele Inseln im Südchinesischen Meer einfach militärisch besetzt hat. Das hochgerüstete demokratische Taiwan zu besetzen, ist auch für China hoch riskant. Deswegen wohl der Verweis, daß durch den Waffenverkauf Chinas Souveränität und Sicherheit bedroht seien. China behauptet tatsächlich allen Ernstes, sich von Taiwan bedroht zu fühlen.
.. nicht gerade allein durch das kleine Taiwan
.. ist aber schon real ..
.. auch militärisch, aber wg. Atom nicht im Großen, sondern durch ggf. anstehende viele kleine Konflikte.

Denn mit Blick auf die Karte sehe ich sowohl südlich als auch nördlich von Taiwan ausschließlich starke bis sehr starke Verbündete der USA, die gar mit eigenen Militärbasen in Schlagdistanz dort massiv präsent sind. - Und mit ihrer Haltung in Sachen Spratlys (wie von Ihnen benannt) weiß jedes Land der Region, wie rigoros China seine Interessen vertreten wird.

Desgleichen auch wirtschaftlich, worum es wohl hauptsächlich geht ..
.. aktuell übernimmt z.B. Vietnam schon US-Aufträge, die dank Trump China entzogen wurden.

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di_wendt 13.07.2019, 14:50
5. Lächerlich was Sie da schreiben

Zitat von MichaelundNilma
Chinas Führung hat sich auf die Fahnen geschrieben, fremdes Territorium inklusive der den Philippinen vorgelagerten Spratlyinseln als eigenes Staatsgebiet zu betrachten. Die VR China erhebt Anspruch auf 80 Prozent des Südchinesische Meeres. China rechtfertigt dies mit der Existenz tausender kleiner Inseln, die seit dem 2. Jahrhundert traditionell Bestandteil des chinesischen Territoriums seien. Auslöser der Konflikte sind das Interesse an Rohstoffvorkommen und reichen Fischgründen in den Seegebieten des Südchinesischen und Gelben Meeres. Die territorialen Grenzen zwischen den Anrainernstaaten sind in vielen Fällen nicht geklärt. Taiwan sicherte sich gegenüber Japan 1952 im Vertrag von Taipeh den Anspruch auf die Insel Taiping Dao. Diese größte aller Spratly-Inseln befindet sich im nördlichen Zentralbereich und wird von 600 Soldaten bevölkert (Wikipedia). D.h. ob China gegenüber Taiwan einen territorialen Anspruch hat, wurde nie geklärt und entspricht dem gleichen Muster nach dem China viele Inseln im Südchinesischen Meer einfach militärisch besetzt hat. Das hochgerüstete demokratische Taiwan zu besetzen, ist auch für China hoch riskant. Deswegen wohl der Verweis, daß durch den Waffenverkauf Chinas Souveränität und Sicherheit bedroht seien. China behauptet tatsächlich allen Ernstes, sich von Taiwan bedroht zu fühlen.
Chinas Führung sieht in der Waffenlieferung eine Bedrohung und zwar darin, falls China Taiwan militärisch Übernehmen müßte, würden die gelieferten Waffen einen zusetzlichen Widerstand bedeuten und Menschenleben fordern.
Denn Taiwan gehört zu China nach der Auffassung der Chinesen.
Die Chinesen haben noch nie behauptet sich von Taiwan bedroht zu fühlen.
Aber diese Wortklaubereien gehören zum amerikanischen, westlichen Wertesystem.

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aliof 14.07.2019, 07:15
6. Mir fällt auf,

Zitat von di_wendt
Lächerlich was Sie da schreiben .... ... Denn Taiwan gehört zu China nach der Auffassung der Chinesen. Die Chinesen haben noch nie behauptet sich von Taiwan bedroht zu fühlen. Aber diese Wortklaubereien gehören zum amerikanischen, westlichen Wertesystem.
.. daß Sie zwar die von unseren Mitforisten sehr moderat beschriebenen , eklatanten Verletzungen internationalen Rechts durch die VR China recht harsch kritisieren ..

.. aber selbst nichts Substantielles beitragen.

Zudem scheinen Sie sogar den Bürgern der Republik China (Taiwan), auf chinesisch 中華民國 (臺灣) , deren chinesisch Sein abzusprechen. .. das erinnert mich doch sehr an das Vorgehen des Unrechtsstaats Deutsches Reich (1933-1945) welches Sie vielleicht erinnern.

Vielleicht wollen Sie sich dazu erklären?

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accie 14.07.2019, 08:04
7. Warum so spät!

Ich finde es sehr gut. Was ich nicht verstehe, warum China so zurückhaltend auf USA und Europäer reagiert. Für mich ist China ein Weltmacht und braucht gar nicht so schüchtern gegen andere Ausbeuter zu reagieren.
Nur weiter so ist mir zu wenig. China muss viel offensive vorgehen.

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jana45 16.07.2019, 12:56
8. innerchinesischer Konflikt

Beide Staaten, die Republik als auch die Volksrepublik machen Ansprüche auf ganz China geltend (wobei Taiwan zusätzlich zu allen volkschinesischen Ansprüchen auch die Mongolei zu China zählt). Natürlich freuen sich die USA über jedes Waffengeschäft, dass sie tätigen können - es geht ums Geld. Die angedrohten Sanktionen Chinas dürften jedoch ins Leere laufen, da diese US-Firmen auf Rüstung spezialisiert sind und kaum mit China handeln. Es ist jedoch ersichtlich, dass die VR China kaum noch bereit ist, die USA als Weltpolizist vor der eigenen Küste zu akzeptieren.

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