Forum: Politik
Wegen Wahlempfehlung für Merz: Altmaier kritisiert Schäuble
DPA

Seit Wolfgang Schäuble der CDU empfahl, Friedrich Merz zum Vorsitzenden zu wählen, regt sich Unmut auf der Gegenseite. Auch Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier positioniert sich nun - und zeigt sich irritiert über Schäubles "Dammbruch".

Seite 5 von 10
Indiana.Jones 06.12.2018, 09:03
40. Unparteiisch

Zitat von lanzarot
An lollipoppey: ganz einfach, weil er als Bundestagspräsident NEUTRAL zu sein hat.
Hallo lanzarot.

Laut der Website des Deutschen Bundestages hat der Bundestagspräsident "gerecht und unparteiisch" zu sein.

Von neutral - ich gehe davon aus, dass Sie politisch neutral meinten - steht da nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Vadomar 06.12.2018, 09:10
41.

So ganz Unrecht hat Altmaier nicht. Ein Friedrich Merz wurde als Neoliberaler der „oberen Mittelklasse“ mit Sicherheit die Lindners FDP halbieren, sie ähneln sich wirtschaftspolitisch ja wie ein Ei dem andern. Gleichzeitig bedient er auch das deutschnationale Lager und würde am rechten Rand bei der AfD fischen. Zumindest bei denen, die keine Nazis sind.
Wählen könnte ich einen fremdgesteuerten Roboter wie Merz nicht. Der SPD täte er aber wohl gut.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuac 06.12.2018, 09:22
42.

Zitat von capote
Deutschland hatte bereits einen Macron, Schröder hiess der, was Merz nun noch verschlimmbessern könnte, ist mir nicht klar.
Schlimmer gehts immer. Merz sitzt in dem Aufsichtsrat eines Papierherstellers. Gleichzeitig ist er aber auch der Anwalt der Firma. Kassiert er doppelt und kontrolliert selbst seine eigene Anwaltstätigkeit als Aufsichtsrat? Ist das kein Interessenkonflikt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gruffelo 06.12.2018, 09:22
43. Wirtschaftlichskompetenz - Merz??

Merz ist der Martin Schulz der CDU - er wird jetzt kurz hochgepimpt, ob von Schäuble oder dem ARD Morgenmagazin mit seinem heutigen kleinen Einspieler - und dann wird er verglühen, Vorhang, Klappe, Äffchen tot. Wo hat denn Merz bitte schön Wirtschaftskompetenz demonstriert? Privatisierung der WestLB? Gescheitert. Blackrock? Die haben schon gesagt dass sie ihn nicht zurückhaben wollen. Merz ist arrogant und abgehoben und bald wird alle Welt sehen dass der Kaiser nackt dasteht. Dann schon lieber AKK, die ist wenigstens redlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herbix 06.12.2018, 09:31
44.

Zitat von lanzarot
An lollipoppey: ganz einfach, weil er als Bundestagspräsident NEUTRAL zu sein hat.
Unsinn, das ist hier keine Bundestagssitzung.
Hier wählt Schäubles eigene Partei den Vorsitz.
Dazu kann er sich natürlich äußern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Baratinha 06.12.2018, 09:34
45. Bitte keinen CDU Kanzler*inn

Es ist nicht gottgegeben, dass der nächste Kanzler aus der CDU kommt, vielleicht schafft es ja ein Grüner. Anscheinend verwechselt man zu Zeit Monarchie mit Demokratie. Der Wähler hat immer noch das letzte Wort. Mir ist es schnuppe, wer bei der CDU den Vorsitz übernimmt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
briefzentrum 06.12.2018, 09:38
46. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass

Die CDU steht vor einer grundlegenden Richtungsentscheidung. Dazu hat sie verschiedene Kandidaten, die jeweils für unterschiedliche Positionen stehen und folglich die Zukunft der Partei künftig unterschiedlich gestalten werden. Auf dem Weg dahin leistet sich die CDU einen systematischen Wahlkampf, der ihr Diskussionen und Positionierungen ihrer Mitglieder und Funktionäre erlaubt. Zum ersten Mal seit 13-18 Jahren. Warum eine solche innerparteiliche Diskussion, wie heute in der Süddeutschen, nur als Spaltung der Partei gesehen werden kann, erschließt sich mir nicht. Schäuble hat sich in diesem Prozess positioniert, sein gutes Recht und eine Klärung seiner Präferenzen. Er war nicht der Erste. Zuvor hatte sich Günther pro AKK ins Zeug gelegt. Auch das sein gutes Recht. Ich kann mich nicht erinnern, dass daraufhin von Altmaier oder Laschet oder Heribert Prantl (SZ) Ermahnungen angesichts einer drohenden Spaltung der CDU kamen. Die Truppen von AKK sind bereits seit Wochen allerorts zu erkennen. Ein Gutteil der deutschen Medien gehört offensichtlich dazu. Das darf so sein, auch wenn man sich bei der Presse eine größere Ausgewogenheit der Berichterstattung wünschen würde. Am Freitag oder Samstag wird entschieden. Danach muss die CDU mit ihrer Wahl leben, egal ob Merz oder AKK gewählt wird. Merz erlaubt jedenfalls der Partei einen programmatischen Erneuerungsprozess, für den AKK ganz sicher nicht steht. Das ist die Alternative, die die CDU hat: Weiter so oder eine Neuausrichtung angesichts desolater Wahlergebnisse in den letzten Jahren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MisterD 06.12.2018, 09:46
47. Merz macht schlicht keinen Sinn...

Denn er wird kaum Wähler von der AfD zurückholen, dafür aber viele Frauen und normale CDU-Wähler verprellen. Allein schon mit seiner Aussage, er sehe sich als Einkommensmillionär immer noch der Mittelschicht zugehörig, hat er sich in weiten Teilen der CDU-Wählerschaft unmöglich gemacht...

Von der FDP wird er Wähler abjagen, mag sein... bringt aber nichts, da die FDP der Wunschpartner von Merz ist, diese Partei zu schwächen, evtl. sogar bis unter 5%, macht absolut keinen Sinn...

Wo keiner der Kandidaten punkten kann, ist bei den jungen Wählern... also da, wo die CDU eigentlich all ihre Energie hinlegen müsste, denn dort hat sie unter 20%.
Das kann aber weder der abgehobene Merz, noch die Merkel allzu ähnlich AKK. Und auch Jens Spahn kann es nicht, denn er ist zu arrogant bzw. zumindest kommt er stets so rüber...

Wer der CDU schaden will, wählt also Merz. Mir ist egal, ich kann mir keinen von den dreien als Kanzler vorstellen, am allerwenigsten jedoch den Merz.
Merz wäre auch aus einem anderen Grund geradezu absurd als Kanzler, denn was hat man über Schröder geschimpft, der sich der Gazprom angedient hat... Merz war Aufsichtsratsvorsitzender bei Blackrock, einem der fragwürdigsten Vermögensverwalter aller Zeiten...

Aber in der CDU scheint mittlerweile nichts mehr heilig ;)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
österreichischeschule 06.12.2018, 09:50
48.

Zitat von mephistofeles12
Die Vorstellung, einen Kanzler zu haben, der als Banker vermutlich mitverantwortlich ist für Cum-Ex-Geschäfte, mit denen der Steuerzahler (also wir alle) um viele Millionen beschissen worden ist, ist zwar schräg, aber auch irgendwie konsequent. Seine Finanz- und Sozialpolitik mag man sich gar nicht vorstellen.
Da Merz weder Banker (er ist Jurist) war noch verantwortlich für cum-ex Geschäfte verstehe ich Ihre Ansicht nicht. Er war nur im Aufsichtsrat nicht in der Geschäftsführung und da fallen mir ganz andere aktive Politiker (z.B. unser Finanzminister) ein, die im Aufsichtsrat der HSH Nordbank, WestLB, Berliner Landesbank usw. ganz andere Themen "übersehen" haben.
Verantwortlich dafür, dass den Deutschen Staat Steuereinnahmen durch Cum-Ex entgangen sind, waren nicht die Banker sondern ausschließlich die Politiker, die das Schlupfloch im Gesetz nach bekanntwerden nicht sofort gestopft haben. Ich halte es da mit Helmut Schmidt: "Wer die Pflicht hat Steuern zu zahlen hat auch das Recht Steuern zu vermeiden". Insofern würde ich mich über einen Kanzler Merz sehr freuen. Er wird es aber nicht werden, da AKK die stärkere Lobby hat und nicht nur aus dem Kanzleramt sondern auch von fast allen Medien unterstützt wird. Zudem sind die Delegierten in der Mehrzahl einzig und allein um Ihre eigene Stellung besorgt und eine Mini-Merkel verspricht da mehr Stabilität, als ein Merz, von dem man nicht so genau weiß, ob und wie er die Posten neu verteilt.Sie wird dafür sorgen, dass die AfD auf 25% steigt und die CDU der SPD in die Bedeutungslosigkeit folgt, was wirklich sehr bedauerlich ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
postbote101 06.12.2018, 09:53
49.

Zitat von mephistofeles12
Die Vorstellung, einen Kanzler zu haben, der als Banker vermutlich mitverantwortlich ist für Cum-Ex-Geschäfte, mit denen der Steuerzahler (also wir alle) um viele Millionen beschissen worden ist, ist zwar schräg, aber auch irgendwie konsequent. Seine Finanz- und Sozialpolitik mag man sich gar nicht vorstellen.
Merz wäre ein Kanzler, der endlich mal wieder Politik für die arbeitende Mittelschicht macht und nicht nur für die Unterschicht. Die Mittelschicht wurde von der Politik vergessen in den letzten 10 Jahren. Es wird also Zeit, dass endlich mal einer kommt, der diejenigen entlastet und fördert, die dieses Land finanzieren und all die "Goodies" bezahlen auf die so viele Stolz sind und auch in Anspruch nehmen.

Ich freue mich also auf Steuersenkungen, Investitionsanreize, Förderung der privaten Altersvorsorge, Senkung der Sozialabgaben, Steuersparmodelle etc. etc. etc..

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 10