Forum: Politik
Weibliche Rebellen im Kongo: Kalaschnikow und Nagellack
Francesca Tosarelli

Sie morden, entführen, rauben - wie ihre männlichen Kollegen: Im Kongo kämpfen auch Frauen für die berüchtigten Rebellen. Getrieben von Verzweiflung, Zwang oder Idealismus führen sie ein Schattenleben im Busch. Die Fotografin Francesca Tosarelli hat sie in beeindruckenden Aufnahmen porträtiert.

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Heugabel 30.09.2013, 12:43
1. Wenig beeindruckend

Zitat von sysop
Sie morden, entführen, rauben - wie ihre männlichen Kollegen: Im Kongo kämpfen auch Frauen für die berüchtigten Rebellen. Getrieben von Verzweiflung, Zwang oder Idealismus führen sie ein Schattenleben im Busch. Die Fotografin Francesca Tosarelli hat sie in beeindruckenden Aufnahmen porträtiert.
und unfassbar idiotisch, dass die Parteien im Kongo nichts aus ihrer eigenen Geschichte lernen wollen. Aber die Herrschaften finden es vermutlich schicker, sich als Major/Majorin groß zu tun, als in zivilen Berufen persönlich verantwortlich zu investieren. So wird Raub zum Beruf und zum Selbstverständnis, zur Rechtfertigung und sowieso zum Argument.

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blackpride 30.09.2013, 12:46
2. DRC - Die Menschen dort haben besseres verdient

Zitat von sysop
Sie morden, entführen, rauben - wie ihre männlichen Kollegen: Im Kongo kämpfen auch Frauen für die berüchtigten Rebellen. Getrieben von Verzweiflung, Zwang oder Idealismus führen sie ein Schattenleben im Busch. Die Fotografin Francesca Tosarelli hat sie in beeindruckenden Aufnahmen porträtiert.
Ich würde mir so sehr Frieden für die DRC wünschen. Nach allem was die Menschen dort ertragen mussten und müssen, von den belgischen Gräueltaten im Kongo bis hin zu den kriegerischen Auseinandersetzungen jetzt.

Die Bodenschätze des Landes sind zur Zeit eher Fluch und kaum Segen; dabei könnten Sie dafür sorgen, dass es allen Menschen in der DRC gut geht.

Das Land hat so eine reichhaltige, vielschichtige Kultur. Ich würde es so gerne bereisen, aber darauf werde ich wohl noch warten müssen.

Die Situation ist wirklich schmerzhaft.

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Koana 30.09.2013, 13:00
3. Scheuklappen....

Zitat von Heugabel
und unfassbar idiotisch, dass die Parteien im Kongo nichts aus ihrer eigenen Geschichte lernen wollen. Aber die Herrschaften finden es vermutlich schicker, sich als Major/Majorin groß zu tun, als in zivilen Berufen persönlich verantwortlich zu investieren. So wird Raub zum Beruf und zum Selbstverständnis, zur Rechtfertigung und sowieso zum Argument.
.... ihre Scheuklappen sind genauso dicht, wie jene von Menschen, die glauben man könne mit Gewalt etwas zum Guten verändern.

Wobei, in manchen Regionen dieser Welt, wäre ziviler Ungehorsam und gewaltfreier Widerstand gleichbedeutend damit, sich von den Herrschenden erschlagen zu lassen, oder zu verhungern.

Wer sich jedoch dem herrschenden Systemen andient - auch hierzulande, der ist schlicht ein williger Helfer der Psychopathen, die nur ein Ziel haben, am Ende alles zu besitzen und die Menschen - welche nicht zu der winzigen Plutokratenschicht gehören letztlich als Faktoren einer Gleichung zu betrachten, die nur diesem einen Zweck des Raubs und der Vernichtung unserer Zukunft, zu Gunsten ihrer Hemmungslosigkeit, dienen.

Mir sind die Rebellen nicht lieber, als die willigen Faktoren!

Doch ich kann sie auf eine gewisse Art verstehen, wobei - hinter ihnen stehen leider die gleichen dummen Geister - insofern, sind auch sie betrogene und letztlich die gleichen Faktoren, als der brave Mensch in der Fabrik.

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kaitou1412 30.09.2013, 13:08
4.

Würde die Waffenproduktion eingestellt werden, würden die bald keine mehr zum sich bekriegen haben. Nur wegen den Waffen herrscht dort so eine Gewalt.

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KV491 30.09.2013, 13:09
5.

"Kalaschnikow und Nagellack"

Was für ein bescheuerter Titel! Und bei allem Respekt für den Einsatz der Fotografin: Für mich kommt nichts bei diesem Artikel raus, was nicht längst klar war.
Dafür werden Klischees reproduziert: Logo hat die Kämpferin hochhackige Pumps an der Wand. Und natürlich rächen alle Kämpferinnen die "Vergewaltigung der Schwester".

Ich habe das Gefühl, das dieser Artikel und die Fotos die Sprachlosigkeit dort zum Elend der Frauen nicht überwinden. Es sei denn, man wundert sich schon darüber, dass Frauen mitkämpfen.

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MDen 30.09.2013, 13:22
6. Überhaupt nicht beeindruckend

Zitat von Heugabel
und unfassbar idiotisch, dass die Parteien im Kongo nichts aus ihrer eigenen Geschichte lernen wollen. Aber die Herrschaften finden es vermutlich schicker, sich als Major/Majorin groß zu tun, als in zivilen Berufen persönlich verantwortlich zu investieren. So wird Raub zum Beruf und zum Selbstverständnis, zur Rechtfertigung und sowieso zum Argument.
und unfassbar idiotisch, hier mit Herablassung nach Kolonialherrenart den Kongolesen alle möglichen menschlichen Schwächen zu unterstellen. Aber das geht natürlich leicht, wenn man dafür faul vor dem Computer sitzen bleiben kann und dem Rest der Welt mal erklärt, wo es lang geht.

Der Kongo wird seit Jahrzehnten durch Kriegshandlungen in Unruhe gehalten. Dass dort auch gebildete Menschen irgendwann keine andere Möglichkeit mehr sehen, als durch den Kampf den Gang der Geschichte zu beeinflussen, lässt sich aus den Artikel herauslesen.

Wenn man in Deutschland zu den Gewinnern der derzeitigen Weltordnung gehört, also zu den Nutznießern, Kriegsgewinnlern und Schmarotzern - denn das sind wir hier alle -, dann ist es arrogant und realitätsblind, den Ausgebeuteten, Vergewaltigten und Kriegsopfern Frieden und Zivilisation zu predigen.

Auf unserer europäischen Wohlfahrtsstaatshalbinsel kann man leicht über die Gewalt und Zerstörung klagen, und sich dann wieder dem Internet zuwenden und in der virtuellen die reale Welt da draußen vergessen, in der es den meisten Menschen nach unseren Maßstäben erbärmlich geht, weil wir ihnen unsere Zivilisation und Kultur, ihnen ihre Staatsgebilde vorgegeben, und ihnen unsere Spielregeln für das Wirtschaftsleben aufgezwungen haben.

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peddersen 30.09.2013, 13:22
7.

Sorry, für mich sind Leute mit Gewehren, die andere Leute umbringen, einfach Riesen-ar***-löcher. Fertig. Egal welches Geschlecht, Hautfarbe oder Religion oder Nagellackfarbe sie tragen.

So gesehen ist das vielleicht ein Beitrag zur Rollenangleichung. Lustig finde ich das trotzdem nicht.

Und noch unlustiger finde ich, das hier unterschwellig zu hypen und zu verteidigen. So ein Quatsch.

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Heugabel 30.09.2013, 13:46
8. Gute Beispiele

Zitat von Heugabel
So wird Raub zum Beruf und zum Selbstverständnis, zur Rechtfertigung und sowieso zum Argument.
der oben kritisierten weltweit dominierenden Rechtfertigungspraxis finde ich jetzt auch bei Forumbeiträgen. Verwunderlich: Warum werde ich außerdem blind genannt? Warum kolonial? Als Forist muss man so etwas natürlich wegstecken können. Selbstverständlich haben ausreichend viele Menschen ganz viel Verständnis für die mordenden Majorinnen im Kongo und selbstverständlich möchten sie mir alle sofort ins Gesicht schlagen, weil ich ein arroganter Kolonialist wäre. Gibt es hier einen Stand mit Applaushänden damit ich schnell mal rübergehe und mir welche kaufe?

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nagevog 30.09.2013, 14:33
9.

Also erstmal möchte ich jeder Frau die, selbst wenn es mal ungemütlich wird bzw. das eigene Leben auf dem Spiel steht, ihren Mann steht, meinen allergrößten Respekt aussprechen. Davon könnte sich die deutsche, weiße Powerfrau ruhig mal eine Scheibe abschneiden; anstatt durch ewige Forderungen, Gequengel und Selbstüberschätzung zu glänzen. Wie viele emanzipierte dt. SoldatInnen haben noch gleich in Afghanistan ihren Kopf, für unsere Freiheit, an der Front hingehalten? Richtig: 0 (Null). Da sind die Frauen im Kongo wohl schon um Jahre weiter mit der Emanzipation.

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