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Weitere EU-Austritte: Stunde der Spalter
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Die EU-Gegner jubeln und träumen von EU-Austritten in Serie - in Frankreich, Italien, den Niederlanden. Doch sie sollten sich erstmal in Ruhe ansehen, wie schmerzhaft der Brexit für die Briten wird.

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maxi.koch99 25.06.2016, 07:51
1. Hoffentlich

bleibt die EU jetzt beieinander. Jetzt ist die Teit für Reformen und Signale, dass die EU eindeutig positiv ist

Wenn wir (Europäer) jetzt stärker herauskommen schweißt das Europa zusammen.

Wir dürfen uns nicht von den Rechten teilen lassen. Wie man sieht ist so ein Austritt mit vielen Nachteilen verbunden.

Nur weil also die Mitgliedschaft kein Allheilmittel ist und es durchaus Probleme in der EU gibt, heißt das nicht, dass ein Austritt alles besser macht.

Was die EU leistet merket man (nun die Briten) erst wenn es wegfällt.

Und bei ihnen scheinen auch noch Schottland, Nordirland,Gibraltar und sogar London über eine Rückkehr nachzudenken.

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El pato clavado 25.06.2016, 07:52
2. Nun geht es los .das grosse Muffensausen

Die übliche Beschwörung ,bloß keine Volksabstimmungen.
Na was denn? Halten die Politiker das Volk für zu dämlich,zu entscheiden, dann sucht euch doch ein anderes Volk

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udo l 25.06.2016, 07:57
3. Abwarten

und dann mal sehen ob den Nationalisten nicht bald die Argumente ausgehen. Gestern konnte man ja schon hören dass das mit den Versprechungen so nun doch nicht geht "die 350 Millonen Pfund pro Woche ind die Krankenkassen zu stecken". Vielleicht wohl doch zu hoch gepockert. Könnte ja sein dass die Nationalisten deshalb so einen Zeitdruck machen, damit die Menschen nicht noch zuvor bemerken dass der Ausdritt wohl eher ne blöde Idee ist.

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Nabob 25.06.2016, 07:59
4. Eines erscheint doch sehr auffällig,

in dem Moment, als sich 1 Mitglied der EU über die Bürger dazu entschließt, diese zu verlassen, sind sich ALLE geschlossen einig, dass sich an der EU etwas ändern müsse.

Wenn dem so ist, warum hat man damit nicht längst begonnen und warum ist man in der EU ohne Plan B völlig unvorbereitet in die momentane Situation hineingegangen?

Wenn sich an der EU etwas ändern muss, dann sollen die ewigen Märchenonkels an der Spitze erst einmal zurücktreten, sonst bleibt die EU weiter nur ein finanzieller Selbstbedienungsladen mit viel Inkompetenz.

Würde die EU nicht so mies sein, gäbe es keine Spaltungsversuche.

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thobie2 25.06.2016, 07:59
5. Anlass zu Reformen

Der Brexit ist schmerzlich. Ohne Frage. Aber nicht nur für die EU. Die Briten werden dafür zahlen müssen. Die Austrittsverhandlungen werden kein Spass. Es wird viele Arbeitsplätze auf der Insel kosten. Und die Populisten, die nun frohlocken, werden ein Versprechen nach dem anderen kassieren. Großbritannien ist daußen. Und gut oder schlecht.

Die EU wird den Briten nicht ein Jota bei den Verhandlungen entgegenkommen. Man wird ein Exempel statuieren. Und wenn die Folgen sichtbar sind, wird das einer Reihe von anderen Staaten die Lust zum Austritt nehmen.

Allerdings müssen nun auch Reformen angegangen werden. Die Kommission hat immer mehr Kompetenzen an sich gezogen. In Brüssel sollte nur das entschieden werden, was unabdingbar ist. Diskussionen, ob Handelsabkommen wie TTIP oder Ceta in den Mitgliedsstaaten ratifiziert werden müssen oder nicht, dürfen nicht aufkommen. Natürlich müssen darüber die Mitgliedstaaten entscheiden und nicht die Kommission. Allerdings muss auch allen Staaten klargemacht werden, dass eine Mitgliedschaft in der EU auch ein Bekenntnis zu den Werten der EU bedeutet. Wenn Staaten wie Polen und Ungarn sich nicht dazu bekennen wollen, dann sollen sich auch nicht die Hand aufhalten. Denn wenn man die EU auf den gemeinsamen Markt reduzieren will (was sehr schade wäre), dann kann es auch keine Zahlungen mehr geben.

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oemmes52 25.06.2016, 08:05
6. Nach dem Rausch kommt der Kater

und hoffentlich die Erkenntnis, dass Volksentscheide nicht geeignet sind, Entscheidungen solcher Tragweite herbeizuführen. Die Stunde der Demagogen ist vorbei. Jetzt brauchen wir kühle! rationale Analysten.

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frenchie3 25.06.2016, 08:07
7. Ganz normal, wie im Internet

Da macht mal einer was und dann hagelt es likes und dann wollen es alle tun. Ein paar Wochen später spricht kein Aas mehr von. Mal ohne Flachs: die Leute sollten jetzt mal den Verstand zusammenraffen und abwarten was sich da nun tut. Die Argumente für einen Austritt sind ja überall gleich und offensichtlich werden jetzt schon die ersten als Lügen geoutet. Vielleicht kommt man auch dahinter daß man erst mal jedem Staat den gleichen Vertrag zukommen läßt und spezifische Probleme mit speziellen, außerverzraglichen, Maßnahmen angeht. Und statt Einheitsbeschluß beispielsweise eine 3/4 Mehrheit. Und neue Ideen von anerkannten Fachleuten öffentlich und transparent durchdenken lassen, Politiker dürfen dann nur noch umsetzen. Und auf Lobbyismus -wie schmieren auf neudeutsch heißt- darf dann ruhig mit Verbannung nach Sibierien enden.

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coxeroni 25.06.2016, 08:07
8.

Aber vielleicht treten die an die Wand gemalten Horrorszenarien auch gar nicht ein ... Hier handelt es sich um ein Laborexperiment mit unbekanntem Ausgang. Ich vermute jedoch, dass die EU mit dem wichtigsten Handelspartner GB Handelsabkommen ausarbeitet, von denen beide Seiten profitieren. Einziges Risiko: Unsere EU-Ideologen Junker und Schulz spielen die beleidigte Leberwust und boykottieren das, um ein Exempel zu statuieren (das Risiko ist aus meiner Sicht hoch).

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six.couleur 25.06.2016, 08:10
9. Efta

Eine Alternative für Großbritannien wäre ein Beitritt zur EFTA.

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