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Weitere EU-Austritte: Stunde der Spalter
REUTERS

Die EU-Gegner jubeln und träumen von EU-Austritten in Serie - in Frankreich, Italien, den Niederlanden. Doch sie sollten sich erstmal in Ruhe ansehen, wie schmerzhaft der Brexit für die Briten wird.

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achso123 25.06.2016, 08:53
60. Nettozahler zahlen demnächst mehr

"Die Nettozahler der EU, etwa die Deutschen, die Franzosen, die Italiener, sparen Milliarden Euro, die sie bislang nach London transferieren mussten."

Nein, denn GB war ja auch Nettozahler, d.h. es wird demnachst teurer.

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Mister Stone 25.06.2016, 08:54
61. Angst essen Seele auf

Doch sie sollten sich erstmal in Ruhe ansehen, wie schmerzhaft der Brexit für die Briten wird.

Das werden sie nicht können. Was sie sich in Ruhe (?) ansehen können, wird die EU-hörige mediale Berichterstattung sein. Und die wird ähnlich objektiv aussehen wie die - glücklicherweise erfolglosen - vor dem Referendum lancierten angstschürenden Prophezeiungen über den drohenden Weltuntergang.

Und so werden wir alsbald ausgewählte schreckliche britische Einzelschicksale begaffen dürfen, begleitet von Heulen und Wehklagen...

Dabei ist es erstmal egal, ob wir dabei Schadenfreude oder Bedauern empfinden. Es geht darum, dass wir noch mehr Angst davor kriegen sollen, die "Gemeinschaft" zu verlassen.

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supergrobi123 25.06.2016, 08:55
62. Mal abwarten.

Viele scheinen zu glauben, dass der Handel mit GB ab sofort aussetzt und die Reisefreiheit massiv eingeschränkt würde.
Ich halte es für sehr viel wahrscheinlicher, dass Europa und GB auch weiterhin Handel miteinander treiben und entsprechende Freihandelsabkommen abschließen werden. Und wer sich als Engländer in der Toskana niederlassen will, wird dies sicherlich ebenfalls tun können, ein wenig Papierkram vorausgesetzt. Und wenn die Briten gern Polen im Land haben möchten, die die unbeliebten Jobs machen sollen, dann können sie die ja einfach reinlassen und zwar wen un dwieviele sie für richtig halten.

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geisterfahrerii 25.06.2016, 08:56
63. Spalter?

Ist denn nicht eher eine EU die ausschließlich die Interessen der Banken und Großindustrie vertritt der eigentliche Spalter? Alles was geschieht, geschieht doch nur weil sich die Bürger in dieser EU ausgebeutet und betrogen fühlen.

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2623 25.06.2016, 08:56
64. sie liegen richtig

Ihre Irritation zu den schnellen Rufen der SPD usw. kann m.E. genau zu solchen Überlegungen führen. Es ist Unsinn. Ich neige dazu zu glauben, dass es der Demokratie gut tun würde, wenn die Parteien und Regierungen drei Dinge konsequent und kurzfristig ändern würden und dies ohne großes Absichtsgerede:
- keine Postenschieberei (z.B. Pofalla, von Klaeden, Bangemann)
- Disziplinierung des Lobbyismus
- Erhöhung der Gehälter der Politiker bei gleichzeitig Streichung aller Zusatzeinkommen, Zuwendungen, monetäre-/nichtmonetäre Vorteile, Altersversorgung jenseits normaler Rentenberechnung.

Das hört sich für manchen Leser/in sicher naiv, zu kurz gegriffen an und nicht realisierbar (zumindest der Lobbyismusansatz), aber mein Eindruck ist, dass das einen deutlichen Schub an Anerkennung und Akzeptanz bringen wird.

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markus.pfeiffer@gmx.com 25.06.2016, 08:58
65. Freiwerdende Jobs

Die Vorstellung, dass auf der einen Seite etliche Großbanken ihre Arbeitsplätze aus London weg in die EU verlegen werden (die britischen Mitarbeiter können dann ja nicht ohne weiteres dorthin mit) und gleichzeitig hunderttausende Polen aus dem Land gejagt werden, ist schon witzig: Die Banker können dann überlegen, ob sie künftig als Putzkraft arbeiten wollen, als Pflegekraft auf dem flachen Land oder doch lieber bei der Londoner Müllabfuhr. :D

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fredotorpedo 25.06.2016, 08:59
66. Nicht hochkochen!

Wir sollten das Ergebnis nicht so hochkochen. Die Entscheidung war denkbar knapp und hätte in einem anderen politischen Umfeld (keine Flüchtlingskrise, kein Ukraineproblem) deutlich anders ausfallen können.
Wir sollten eher über Sinn und Unsinn von Referenden nachdenken, durch die über solche für ein Volk langfristig wirkenden Fragen in aufgeheiztem Umfeld eine Entscheidung getroffen wird.
Traurig finde ich dass die Alten, die es wahrscheinlich am kürzesten auszubaden haben, die Jungen, die recht deutlicher Mehr für den Verbleib waren, überstimmen könnten. Auch das sollte man bedenken, wenn man mehr Volksabstimmungen wünscht.
Unsere Politiker sollten, gerade wegen des hohen Anteil der jungen EU-Befürworter, die Tür für England nicht gleich ganz zuschlagen. Der Jugend in England sollte die Vhance gegeben werden, diese Entscheidung wieder zu revidieren !!!

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rambazamba1968 25.06.2016, 08:59
67. Hauptsache gegen das politische Establishment

Einfache Antworten, Stimmung gegen Flüchtlinge machen und Brüssel beschimpfen. Schon hat man mindestens 20 Prozent in der Bevölkerung. Und in anderen Ländern leider sogar die Mehrheit.

Die etablierte Politik steckt in einer tiefen Krise. Die Leute glauben den Politikern nicht mehr, verstehen es zum Teil nicht und die Nähe zu neoliberalen Lobbyisten ist leider näher, vor allem in Brüssel als zum Volk. Das wird momentan ausgefechtet.

Boris Johnson hat so den britischen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Ihre Zukunft verbaut. Traurig, dass die alte Bevölkerung nichts dazu gelernt hat.
Nationalismus, Rassismus und Populismus ist leider immer noch politisch mehrheitsfähig. Traurig Europa.

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d15 25.06.2016, 09:02
68. Ungarn

Wenn Ungarn keine Lust mehr auf EU Gelder hat, dann lässt sie doch gehen, mit selben Werten etc. Hat das eh nichts zu tun. Man sollte lieber Kerneuropa, wo die Briten dazugehört haben, verteidigen. Das sind größtenteils wenigstens Demokraten. Osteuropäische Extrawürste braucht keiner. Im überwiegenden Fall ist das nur ein Geben unsererseits. Und ich meine nicht die Flüchtlingskrise.

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Butenkieler 25.06.2016, 09:06
69. Sie haben Nein gesagt

Dann sollen sie es auch so meinen. Das heißt: die Austrittserklärung unterschreiben und alle Subventionen stoppen. Warum sollen wir weiterhin für Sozialwohnungen in Wales oder Ostengland zahlen. Das kann das reiche Vereinigte Königreich, regiert von England, jetzt selbst bezahlen. Cameron ist ein Feigling. Er ruft er ein Referendum aus, und dann soll erst im Oktober sein Nachfolger die Konsequenzen tragen. Das geht gar nicht. Vorher war mir Junkers nicht so sympathisch. Aber jetzt ist er konsequent. Das bewundere ich an ihm. So wollen wir es haben.

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