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Weiteres Rechnungshof-Gutachten: Wehrressort zahlte bis zu 150 Millionen Euro jährlic
DPA

Ursula von der Leyen steht wegen millionenschwerer Berater-Etats in der Kritik. Der Rechnungshof berichtet nach SPIEGEL-Informationen in einem zusätzlichen Bericht über freihändige Vergaben, fehlende Checks und obskure Aufträge.

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zynik 25.09.2018, 13:26
1. Nichts neues in der Beraterrepublik.

Einfach mal Roland Berger fragen:

"Roland Berger hat so immer wieder umstrittene, aber lukrative Aufträge aus dem politischen Raum erhalten. Seine Firma beriet die Bundesagentur für Arbeit bei Reformen und der Umsetzung von Hartz IV. Schwer Vermittelbare, so die Empfehlung, sollten nur kurze Zeit intensiv betreut werden. Scharf kritisiert wurde auch ein Auftrag von Rudolf Scharping, damals Bundesverteidigungsminister, der Roland Berger ohne Ausschreibung Beratungsaufträge zuschanzte. Insgesamt kassierte Berger 11,7 Millionen Euro."

http://www.fr.de/wirtschaft/beratungsunternehmen-roland-berger-die-fluesterer-a-972342

Jetzt waren eben mal McKinsey und KPMG dran, die Staatskassen zu erleichtern.

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bronco8 25.09.2018, 13:27
2. Unglaublich - aber ich habe einen Vorschlag!

Eigentlich zwei:
1. Zurückzahlen - einfach von den pensionszahlungen der Ministerin abziehen. Und von denen der zuständigen Abteilungsleiter.
2. Die Berater zahlen zurück, da Sie den BETRUG (er)kennen mussten. Bei vollständiger Rückzahlung verzichte ich als Steuerzahler auf eine Strafanzeige.
Und - ach ja - UVL muss zurücktreten. Noch diese Woche!

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mdada 25.09.2018, 13:30
3. Dann muss sie wohl gehen

Und eine persönliche Haftungsinanspruchnahme sollte auch geprüft werden. Hört sich sehr nach Untreue an. Einsatzfähiger haben die Beraterdie Bundeswehr auch nicht gemacht. Von derLeyen ist untragbar

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grainer16 25.09.2018, 13:30
4. Mir kommen die Tränen

Die Stimmung war gedrückt und man gelobt Besserung. Im Mittelalter wurde man dafür geteert und gefedert und vom Hof gejagt. Gut dass wir nicht mehr im Mittelalter leben. Heute wird man befördert und man bekommt nach dem Rausschmiss einen Beratervertrag. In der Privatwirtschaft wäre man danach nicht mehr ins Büro gekommen und man hätte unter Aufsicht seine persönlichen Sachen packen können. In der Politik und bei Beamten gelten andere regeln. Ich muss bei den Nachrichten der letzten zeit immer an die Geschichte der arme Kassiererin im Supermarkt denken, die für weniger als 1 € fristlos gekündigt wurde.

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hansw 25.09.2018, 13:31
5. Unglaublich

Man schüttelt nur noch den Kopf. Den Bericht zu kommentieren ist sinnlos.

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amishunderground 25.09.2018, 13:31
6. Wo ist Problem...

... man ist ja intern nicht in der Lage die nötigen Ressourcen zu bilden.

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user124816 25.09.2018, 13:33
7. Ich hätte da eine Theorie…

LinkedIn:
David von der Leyen
Associate bei McKinsey & Company

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FocusTurnier 25.09.2018, 13:34
8. Familiäre Verbindungen

Hat der SPIEGEL auch mal die Verbindungen der von der Leyen's zu McKinsey geprüft? Der (oder ein) Sohn der Ministerin arbeitet dort:

http://www.danisch.de/blog/2018/09/24/von-der-leyen-mckinsey-und-die-bundeswehr/

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b1964 25.09.2018, 13:35
9. Wer ist jetzt bitte überrascht?

Habe beruflich seit fast zwei Jahrzehnten mit der Nachnutzung von Bunddeswehrliegenschaften zu tun. Habe seit dieser Zeit immer wieder öffentlich darauf hingewiesen, dass die Finanzwirtschaft der Bundeswehr teilweise grundgesetzwidrig erfolgt. Dem schloss sich verspätet die juristische Literatur an und noch später wurden Teile der Kritik vom Gesetzgeber berücksichtigt. Schon unter Scharping unterwarf man sich in nicht mehr nachvollziehbarer Weise privaten Beratungsunternehmen. Die Bundeswehr sollte zum "Wirtschaftsunternehmen" werden. Dartan hat sich im Kern bis heute nichts geändert. Genau das will aber das Grundgesetz ausschließen aufgrund der Erfahrungen insbesondere mit einer sich selbst finanzierenden SS zur Zeit des dritten Reichs.
Fast 10 Jahre später kommt jetzt Spiegel-Online mit einer solchen Headline. Das ist eigentlich beschämend und für mich ein Versagen der Presse, die ihre öffentliche Kontrollfunktion nicht ausreichend wahrnimmt (bitte mal Urteil des BVerfG zur Spiegelaffäre lesen und VERINNERLICHEN).

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