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Weiteres Rechnungshof-Gutachten: Wehrressort zahlte bis zu 150 Millionen Euro jährlic
DPA

Ursula von der Leyen steht wegen millionenschwerer Berater-Etats in der Kritik. Der Rechnungshof berichtet nach SPIEGEL-Informationen in einem zusätzlichen Bericht über freihändige Vergaben, fehlende Checks und obskure Aufträge.

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Semmelbroesel 25.09.2018, 16:02
120.

Zitat von im_ernst_56
Und da Untreue ein Straftatbestand ist (§ 266 StGB), müsste jetzt eigentlich irgendwo ein Staatsanwalt aufgrund des Spiegel-Artikels......
Das traut sich aber kein Staatsanwalt. Zudem müsste die Immunität der Ministerin aufgehoben werden, selbst dafür würde es im Bundestag keine Mehrheit geben. Krähe, Auge, Sie verstehen?

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Frust 25.09.2018, 16:03
121.

....Und es war kein Berater dabei, der die Bundeswehr davor warnte, Raketen auf ein knochentrockenes Gebiet zu werfen, wo schon das Rauchen einer Zigarette dort untersagt war?

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sibbi78 25.09.2018, 16:05
122. Früher sagte man:

"Wer nichts wird, wird Wirt!" Heute stehen diese Leute nicht mehr hinterm Tresen am Zapfhahn, sondern am Rednerpult hinterm Mikro.

Ganz ehrlich: Bereits seit Jahren drängt sich mir mehr als nur der Verdacht auf, dass Leute mit großem Mundwerk und keinerlei sonstiger Fähigkeiten, ausgestattet mit mäßiger Intelligenz und dem nötigem Hunger nach Macht, unser Land regieren. Aber - noch ehrlicher geht's kaum - WER soll es denn sonst machen? Eben, da meldet sich niemand freiwillig. Also hoffen wir, dass die Herrschaften (und Damschaften?) sich besinnen, auf was und wen sich ihren Amtseid abgelegt haben und wieder in ein ruhiges Fahrwasser geraten. Das soll nicht heißen, dass jetzt alle Stillstand nach merkelscher Machart gerieren...

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Mastermason 25.09.2018, 16:06
123.

Jetzt wäre es schön, eine funktionsfähige Opposition zu haben, die vdL solange vor sich hertreibt, bis diese Gouvernante des Grauens aus dem Amt gejagt ist.

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sdietze 25.09.2018, 16:06
124. schlanke Verwaltung?

In allen Verwaltungen wurde seit Kohl rationalisiert, auch beim BWB. Sogar die Namen der Behörden wurden darauf getimmt, dass sie wie in der freien Wirtschaft aussehen, damit der Bürger denkt, es laufe so besser. Statt dessen werden immer mehr externe Bearater engagiert, die monatlich das dreifache kosten. nee, nee, nee!!!

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johannes48 25.09.2018, 16:07
125. Wieder ein Beweis mehr,

dass die Bundesrepublik Deutschland, von zutiefst unehrlichen Menschen regiert wird!
Daher macht es für diese Sinn, dass sie den, im Dritten Reich ersatzlos gestrichenen Strafparagraphen, "Amtsmißbrauch", bis heute nicht wieder, ins Strafgesetzbuch, aufgenommen haben!

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mapcollect 25.09.2018, 16:09
126. Jeder andere Minister wäre schon lange zurückgetreten

aber vdL wird auch das überstehen. Wird ja nicht mal der Rücktritt gefortert, wenngleich man bei anderen populistischen Themen gar nicht laut genug nach Rücktritt schreien kann, siehe Causa Maaßen. Ist eh peinlich genug, dass sich die Bundeswehr Berater holen muss. Dass diese nicht nur "beraten", sondern vor allem wirtschaftsfreundliche Deals einfädeln, ist auch jedem bekannt.

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Ostbayer 25.09.2018, 16:12
127.

Zitat von cum infamia
...gehts´s noch ? Wenn eine Kassiererin einen Pfandbon von 80 Cent für sich bucht, wieviel % sind das dann vom Gesamtumsatz ? Strafe : Entlassung... und hier wird schon wieder verharmlost nach dem Motto "quod licet iovi..." Ach, ich hab´s nur noch satt, diese Heuchler allerorten...
Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich.
Laut Artikel hat sich Frau von der Leyen nicht persönlich an den 150 Mio. € bereichert oder hat sonstige Vorteile daraus gezogen. Zumindest steht das nicht im Artikel.

Es ist zu prüfen, ob den Kosten die entsprechenden Leistungen gegenüber stehen, darüber wird im Artikel nichts ausgesagt.
Grundsätzlich noch ein Wort zur den Prüfungen des Bundesrechnungshofs. Mache Umsetzung der Forderungen des Bundesrechnungshof verursachen in den öffentlichen Stellen Mehrkosten, welche nicht im Verhältnis zum Nutzen stehen.

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Afeeder 25.09.2018, 16:12
128. Beratungsdienstleistung kann prinzipiell sinnvoll sein

Ich kann mir vorstellen, dass es für das Engagement externer Beratungen gute Gründe gegeben hat. Die Prozesse, vor allem im Beschafungswesen, sind ineffizient (siehe z.B. Austattungsmangel, Verzögerung A400M, Probleme G63, etc.). Unwahrscheinlich dass das eigene Personal hier die nötige Expertise (und Motivation?) hat die Prozesse zu verbessern. Da macht es doch Sinn sich Unterstützung zu holen bei Experten die sich damit auskennen, oder? Wenn man die Ausgaben für Beschaffung im Wehretat von ca. 5 Mrd EUR p.a. zu Grunde legt, rechnen sich die 150 Mio EUR doch sehr schnell, selbst wenn die Beratung nur Kosten im niedrigen einstelligen Prozentbereich einspart.

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politician 25.09.2018, 16:18
129. Unsägliche Berateraufträge

In Wirtschaft und Verwaltung hat sich in den letzten Jahren eine unsägliche Beraterkultur breitgemacht. Mir hat bei vielen Nachfragen bei Leuten in diesen Instituten noch niemand plausibel erklären können, wofür diese Berater eigentlich gut sein sollen. Sogar die Berater selber wissen es oft nicht einmal genau. Es ist doch so: Kleine Unternehmen und Verwaltungen können sich die horrenden Tagessätze der Berater nicht leisten. Die müssen ihre Probleme alleine lösen. Bei großen Unternehmen und Verwaltungen werden hunderte und tausende Qulifizierte Menschen beschäftigt, die mit ihrem geballtem Wissen und ihren Fähigkeiten doch jedes Problem lösen können müssten. Stattdessen wird in diesen Institutionen Milliarden für Berater ausgegeben. Meistens mit zweifelhaften Ergebnissen. Ich meine, entweder haben die Topführungskräfte eine Organisation, die ihre Themen selber lösen kann, dann braucht sie keine Berater. Oder sie hat diese Organisation nicht, dann müssen Sie abtreten und kompetenten Leuten Platz machen.

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