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Weiteres Rechnungshof-Gutachten: Wehrressort zahlte bis zu 150 Millionen Euro jährlic
DPA

Ursula von der Leyen steht wegen millionenschwerer Berater-Etats in der Kritik. Der Rechnungshof berichtet nach SPIEGEL-Informationen in einem zusätzlichen Bericht über freihändige Vergaben, fehlende Checks und obskure Aufträge.

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muekno 25.09.2018, 14:44
80. Nicht nur einfach neues material kaufen

Zitat von krebs-frau
Da gibt das Verteidigungsministerium jährlich 150 Mio für Berater aus, ohne dass die Ministerin davon was weiß? Für dieses Geld hätte man locker einige neue Panzer und Hubschrauber kaufen können. Aber offensichtlich reicht es bei dieser Regierung, sich mal......
man hätte dafür wohl auch funktionsfähiges Material bekommen.

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Ostbayer 25.09.2018, 14:44
81. Schwieriges Feld

Wir sprechen hier über 150 Mio. € bei einem Gesamtetat von ca. 37 Mrd. €. Das sind 0,4 % des Etats.
Auch hören sich Tagessätze von 1700 € zunächst viel an, aber ein Stundensatz zu ca. 200 € ist jetzt auch nicht die Welt, wenn man es in Relation setzt. So gibt es durchaus Autowerkstätten, welche 150 € und mehr in der Stunde verlangen.
Letztlich bleibt die Frage, welche Leistungen wurde erbracht und hätte die BW es nicht in Eigenleistung erbringen können. Auch hier muss man sehen, ob es wirtschaftlicher ist begrenzt Leistungen von Extern einzukaufen oder selber Expertise aufzubauen.

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Kurt-C. Hose 25.09.2018, 14:46
82. War klar, dass gleich das bashing einsetzt...

Aber: Über eins wird man sich sicherlich schnell einig. Der Apparat des BMV ist riesig, aber genau dieser Apparat hat die jahrelangen Katastrophenprojekte und die undurchsichtige Misswirtschaft zu verantworten. Wäre ich als "Fremder" in das Ministerium gekommen, hätte ich genau so agiert, wie Frau v.d.L es getan hat - ich hätte versucht, mir über externe Berater eine zweite Meinung zu bilden, um dem eigenen (erwiesenermaßen inkompetenten und ineffizienten) Apparat gegenüber argumentationsfähig zu sein. Dass mandiese Aufträge allein aus Zeitnot häufig mehr oder weniger auf Zuruf verteilen muss, versteht jeder, der in der freien Wirtschaft an verantwortungsvoller Stelle solche Entscheidungen auch hin und wieder treffen muss.

Im Gesamtetat sind die Beraterkosten ein geradezu lächerlicher Furz - erst recht im Vergleich zu den Beträgen, die von eben diesem unfähigen Apparat in den Sand gesetzt wurden. Mich würde es auch nicht wundern, wenn die "Hinweise" an den Bundesrechnungshof aus genau diesem Apparat stammen.
Der Hinweis auf den Sohn von Frau vdL ist übrigens so dümmlich wie schäbig. Ich glaube eher, dass das eine Ministerin davon abhält ausgerechnet McKinsey die Aufträge zu geben. Zumal auch noch Frau Suding aus dem Haus stammt. Dvon das ausgerechnet die Firma McKinsey einen besonders großen Anteil an Aufträgen bekommen hat, steht in dem Artikel auch nichts. Aber einfach mal behaupten und mit Dreck werfen passt ja ins gegenwärtige Klima von Politikerverachtung...

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ludwig49 25.09.2018, 14:46
83. Ein Ministerium kann schon entgleisen...

...wenn die Dienstherrin von der Materie überhaupt keine Ahnung hat und die untergeordneten Altgedienten deswegen den Laden alleine gestalten. Ob ein Berater-Honorar dann tatsächlich auch ein solches ist, kann letztlich auch bezweifelt werden. Einen Berater für Möbel in Kasernen, oder war das eher eine Bestellung für Möbel in Privathäuser?

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Piantao 25.09.2018, 14:47
84.

Zitat von mdada
Und eine persönliche Haftungsinanspruchnahme sollte auch geprüft werden. Hört sich sehr nach Untreue an. Einsatzfähiger haben die Beraterdie Bundeswehr auch nicht gemacht. Von derLeyen ist untragbar
Auch in dieser Angelegenheit wird nur immer um den heißen Brei herum geredet.
KORRUPTION ist das Wort.
Nachrichten aus fernen Ländern mit dem gleichen Tenor werden von uns Deutschen sofort abqualifiziert als korrupt.
Ich meine Frau von der Leyen, abgesehen davon das diese kleine Dame völlig untauglich ist in ihrem Amt, wie in Gottes Namen ist sie nicht schon lange über derart irrsinnig hohe Beraterzahlungen wach geworden ? Etwa wegen eigener Beteilung an der Verteilung ?

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PETERJohan 25.09.2018, 14:53
85. DiePersonaldecke der zivilen Bundewehringenieure wurde

in der Vergangenheit drastisch gekürzt,so könnennen die noch vorhandenen Ingenieure das alles garnicht bewältigen.Mir liegt ein IGBI-Brief vor, indem es genauer dargestellt ist.Also kein Wunder,dass jetzt auf externe Beratung zurück gegriffen werden muss. Die Ministerin weiß das,doch die Sünden der Vergangenheit lassen sich nicht so schnell beheben

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bruno_67 25.09.2018, 14:55
86.

Zitat von derlabbecker
... da fliegt jetzt irgendein kleiner Angestellter für raus.... wahrscheinlich die arme Sau die das alles im Auftrag von oben unterschreiben musste. Die Anweisungen von oben gab es nur mündlich.... hoffe die vdL muss jetzt gehen, und muss hoffentlich Schadensersatz leisten. Da ist eindeutig der Straftatbestand Untreue erfüllt.
Na da bin ich mal gespannt, ob die Nahles bzw. die SPD jetzt auch so einen Aufstand veranstalten wie in der Causa Maaßen.

Hier wäre ja nun wirklich ein rational greifbarer Anlass dafür vorhanden.

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juergen.handball 25.09.2018, 14:56
87. Besser machen ist die Kunst

Kritik ist einfach, auch von Seite des Rechnungshofs.
Auch von dort wird mit relativen Begriffen gearbeitet, wie "nicht immer überzeugend", oder "die schiere Notwendigkeit der Beratung sei "nicht nachgewiesen",
Wer mal versucht hat, in solchen Fällen die Notwendigkeit von z.B. "Beratung" gegenüber einem Rechnungshof nachzuweisen, weiß, dass das eine höchst subjektive Angelegenheit ist.
Also lieber mal nichts tun, aber das ist ja dann auch wieder nicht recht.
Warum wird eigentlich ungeprüft immer davon ausgegangen, dass Rechnungshöfe Recht haben?

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micnolde 25.09.2018, 14:56
88. Maaßen Leyen

Man betrachte einmal ganz ruhig die Herangehensweise an die Affaire Maaßen und nun diese der von Leyen. Welche ist kritischer für dieses Land und wie geht man da heran!?

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mantrid 25.09.2018, 14:57
89. Geballte Inkompetenz

So viel an einem Ort geballe Inkompetenz ist schon beeindruckend. Das bekommt man selbst mi den degeneriertesten Beamten nicht hin, weswegen man sich externen Rat holen musste. Und dann noch ausgerechnet McKinsey! Da wird outgescourct, was das Zeug hergibt, um den Leverage-Effekt zu maximieren. Wahrscheinlich wird der Rat darin bestehen, bis auf die teuersten Beamten die Bundeswehr aufzulösen und bei Bedarf eine Truppe zu mieten. Kindersoldaten aus Afrika sollen ja im Augenblick günstig erhältlich sein. (Ironie aus!) Mal ernsthaft: Von teuer bezahlten Spitzenbeamten erwarte ich, dass sie gefälligst ihren Job machen, statt Steuergelder sinnlos für externe Berater zu verplempern. Eine Truppe, die sich nicht selbst organisieren kann, ist ein nutzloser Sauhaufen!

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