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Weltfrauentag 2019: Die Hälfte der Macht gehört uns
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Heute ist Weltfrauentag. Besser hieße er Frauenkampftag - denn dieses Wort beschreibt, was der Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau war und bis heute ist: ein Kampf.

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pepe-b 08.03.2019, 12:48
1. Nunja

In meiner Generation (30-40) ist das überhaupt kein Thema mehr, weshalb die ganze Welle darum für mich auch übertrieben und nicht mehr nachvollziehbar ist. Dieser Tag geht auch wieder vorbei, außer in Berlin interessiert das eh niemanden und dort auch nur, weil man halt mal frei hat.

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zauberer2112 08.03.2019, 13:00
2. Es gibt noch viel zu tun

Richtig. 50 % in ALLEN Bereichen und nicht nur bequeme Sachen. Und eine Frau darf immer noch nicht allein entscheiden, ob sie ein Kind im Bauch behält? Nur zur Verständnis (von einem weißen, mittelalten Mann): Ist es denn auch allein in den Bauch reingekommen?

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schnabelnase 08.03.2019, 13:08
3. Die repräsentativen Beispiele...

Der Kampf gegen die "Männerwelt" muss ewig weitergehen. Und zwar deshalb, weil sich die Frauen immer wieder solche extremen Negativbeispiele rauspicken, wie dieses Foto der geschniegelten Immobilien-Lackaffen von E&V. Liebe Damen, diese halbseidenen Figuren werden von 80 % der Männer nicht ernst genommen. Wir sind selbst davon genervt. Umgekehrt besteht die weibliche Bevölkerung nicht aus "Gina-Lisas". Wenn man immer nur alles in einen Pott wirft, kann nicht Gescheites dabei herauskommen.

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taglöhner 08.03.2019, 13:09
4. Ständegesellschaften sind outdated

Macht ist m.E. nur für individuell begründbare Merkmale und nicht durch Geschlecht, Religion oder Rasse legitimierrbar.

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ich2010 08.03.2019, 13:10
5.

Wie in Partnerschaften miteinander umgegangen wird, wer Elternzeit nimmt etc. ist die gemeinsame Entscheidung der beiden Partner. In meinem Kollegenkreis gibt es immer mehr Väter, die Erziehungsurlaub nehmen und zum Teil sogar in Teilzeit gehen, die Partnerin ist die Hauptverdienerin. So far so good. Da bewegt sich ja endlich etwas.

Echte Gleichberechtigung fängt aber in den Köpfen der Leute an. Und da sieht es immer noch sehr dünn aus. Nimmt sich Frau nämlich tatsächlich heraus ihren Lebensentwurf entgegen sozialer und gesellschaftlicher Konventionen zu wählen und keine Kinder in die Welt zusetzen, kann Frau sich auf mehr oder weniger zynische oder sogar hasserfüllte Kommentare gefasst machen. Kinderlose Egoistin ist da nur einer davon. Und solange diese Denke in den Köpfen der Gesellschaft vorherrscht, dass Frau gefälligst Kinder zu haben hat, haben wir keine GLEICHberechtigung. Offenbar sehen diverse Zeitgenossen den Beitrag der Frau zur Gesellschaft nur in der Anzahl ihrer Kinder. Entscheiden sich Männer gegen Familie und für die Karriere hat komischerweise niemand ein Problem damit.

Und bitte jetzt nicht die übliche Leier mit Beitragszahlern. Wir werden nicht aussterben, nur weil Frauen es wagen, sich die gleichen Rechte herauszunehmen wie die Männer. Gewöhnt Euch endlich dran!

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Spr. 08.03.2019, 13:12
6.

Zitat von pepe-b
In meiner Generation (30-40) ist das überhaupt kein Thema mehr, weshalb die ganze Welle darum für mich auch übertrieben und nicht mehr nachvollziehbar ist. Dieser Tag geht auch wieder vorbei, außer in Berlin interessiert das eh niemanden und dort auch nur, weil man halt mal frei hat.
In Ihrer Generation ist das, wie in allen anderen Generationen auch, für Männer "überhaupt kein Thema mehr" und war für diese schon immer "übertrieben" und noch nie "nachvollziehbar"! Unter diesen Männern interessiert das dann auch tatsächlich "eh niemanden".

Leider gibt es immer noch Frauen, die diesen ignoranten Männern beipflichten. Oft keineswegs aus Überzeugung, sondern aus Angst, sonst "keinen ab zu bekommen". Warum auch immer das heutzutage noch die größte Sorge vieler Frauen ist. Und solange das so ist, wird sich auch nichts ändern.

Da müssen sich sowohl Frauen als auch Männer ganz dringend an die eigene Nase fassen und vor allem einmal ehrlich zu sich selbst sein, statt sich hinter irgendwelchen vermeintlich coolen Sprüchen zu verstecken! Oder sich anzumaßen, ihrer gesamten Generation ihre ganz persönliche Meinung zu unterstellen! Fehlt es da an Selbstbewusstsein, ohne die unterstellte Rückendeckung mindestens einer gesamten Generation zur eigenen Meinung zu stehen?

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quark2@mailinator.com 08.03.2019, 13:14
7.

Es wäre allerdings darauf hinzuweisen, daß die Fronten in diesem Kampf nicht an den Geschlechtergrenzen verlaufen, bzw. verlaufen müßten. Seit 15..20 Jahren fühle ich mich völlig unnötig und ungewollt auf die falsche Seite verschoben. Und obwohl ich über lange Zeit offensiv und auch im persönlichen Leben die Gleichstellung befürwortet und befördert habe, komme ich so langsam an die Stelle, wo ich rein wegen meines Geschlechts in der Presse nahezu täglich beleidigt und auch per Gesetz diskriminiert werde, so daß es langsam dazu kommt, daß ich mich frage, wieso eigentlich ? Hätte man doch besser blind reaktionär die Seite seines Geschlechts verteidigen sollen, um sich vor den jetzigen Übergriffen zu schützen ??? Warum bekommt es die weibliche Seite nicht fertig, einen Unterschied zu machen und vor allem, warum kann sie es nicht vermeiden, die selben Dinge zu tun, die sie vorher andersrum bekämpft hatte ?

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sucherderwahrheit 08.03.2019, 13:14
8. 50% für Frauen und 50% für Männer

50% der Jobs für Frauen bei Müllabfuhr, Bau (Staßen, Häuser, ...), Abwasserentsorgung, Stahlerzeugung, Handwerk, ..

Aber auch 50% der Stellen für Männer bei Erziehern und Lehrern, beim Medizinstudium, ...

Wenn schon 50% für ein Geschlecht an einer Stelle, dann auch an allen anderen Stellen!

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neurobi 08.03.2019, 13:15
9.

"Sei es, dass Menschen mit Gebärmutter in Deutschland immer noch nicht frei darüber entscheiden dürfen, ob sie ein Kind austragen wollen oder nicht"

Gutes Thema. Aber zu einem Kind gehören immer zwei, Mutter und Vater. Und auch wenn ich die letzte Entscheidungsgewalt bei der Frau sehe, so sehe ich auch die Machtlosigkeit des Vaters. Er hat kein Mitspracherecht und ist auf die Entscheidung der Frau angewiesen. Wenn diese sich dafür entscheidet, ist er dieser Entscheidung ausgeliefert und sein finanzielle Zukunft zerstört.

Der heutige Feminismus hat vor allem zwei Ziele:
1.) Beseitigung männlicher Privilegien, egal ob real oder gefühlt.
2.) Verteidigung weiblicher Privilegien, etwa beim Nachwuchs.

Der Mann (Vater) ist heute oft schon benachteiligt, seine Interessen werden hinten agestellt, wenn sie in Konflikt mit den Rechten von Kindern und Müttern geraten.

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