Forum: Politik
Weltfrauentag 2019: Die Hälfte der Macht gehört uns
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Heute ist Weltfrauentag. Besser hieße er Frauenkampftag - denn dieses Wort beschreibt, was der Weg zur Gleichberechtigung von Mann und Frau war und bis heute ist: ein Kampf.

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rosinenzuechterin 08.03.2019, 14:15
70. Was kann ich dafür, dass ich eine Frau bin?

Gott hat mich mit V****a und Brüsten auf die Welt kommen lassen. Na und? Ist halt so, habe ich nie als Problem empfunden, im Gegenteil. Aber so, wie es sich für manche nicht richtig anfühlt, als Einzige(r) bei einem Verkehrsunfall überlebt zu haben, so empfinde ich es als nicht richtig, einen Frauentag zu feiern oder die vermeintliche Benachteiligung von Frauen durch Diskriminierung von Männern zu bekämpfen, die auch bloß nichts dafür können, mit P***s auf die Welt gekommen zu sein. Diese ganze Diskussion treibt einen Keil zwischen Männer und uns Frauen, den ich dort nicht haben möchte. Er müsste vielmehr zwischen ehrlichen und unehrlichen Menschen verlaufen, zwischen hilfsbereiten und Egoisten, zwischen Multikulti und Rassismus. Wobei auch da der Schwerpunkt eher darauf liegen müsste, zusammenzufinden statt zu separieren. Ohne die Männer wäre auch die Welt von uns Frauen menschenleer. In anderen Länder mag das alles noch anders und ich bin heilfroh, keine Saudi-Araberin sein zu müssen. Aber in Deutschland ist die Diskussion über Frauenrechte weitgehend eine völlig verlogene, die mehr Schaden anrichtet als Nutzen bringt. Ein Gutes hat sie: Sie zeigt, dass wir anscheinend keine existenziellen Probleme mehr haben und uns gegenseitig zerfleischen können statt gegen wen auch immer zusammenzuhalten.

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Forenmull 08.03.2019, 14:16
71. Ein Privatvergnügen der westlichen Welt.

Ein Privatvergnügen der westlichen Welt. Und als nächstes werden wir dann irre damit ibs. in Deutschland und zu aller erst Berlin.

Was nun den Alltag angeht, treffe ich beruflich häufig fantastische Frauen, die tief im Leben und Beruf stehen, zumeist hübsch anzuschauen sind und mit ihrer Erotik umzugehen wissen.

Dann treffe ich Frauen, die sich einfach eingeordnet haben und, soweit man das sehen, beobachten und fühlen kann, zufrieden damit sind.

Und dann gibt es diese Frauen, diese "Aktivistinnen". Zumeist in eigner Sache unterwegs, sind sie wichtig beschäftigt, arbeiten aber häufig nicht einem Beruf setzen sich aber "ein". Viele finden sich bei Grünen und in sonstigen "Frauengruppen" gerade auch abgeschottet gegen die sog. Männerwelt. Von dort aus wird dann Politik für "alle Frauen" gemacht. Tatsächlich interessiert das viele Frauen (s.o.)überhaupt nicht, es wird nur behauptet es sei so. Wer im Leben steht und zurecht kommt, braucht keine Hilfen, die einem u.a. sagen er sei nicht emanzipiert genug und müsse hier so oder so und im Übrigen anders verhalten, damit sich was "ändert".

Ein Betätigungsfeld, lohnt sich indes. Die Stellung der Frau im Islam und der dortige Umgang mit dem schönen Geschlecht. Dort gibt es noch m.E. noch ganze Urwälder zu roden, Arbeit für Jahrzehnte ein archaisch/religiöses Frauenbild zu reformieren.

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scream queen 08.03.2019, 14:18
72. Blöde Witze ...

... sind keine "Ungerechtigkeit". Und auch wenn man ein Recht besitzt, hat man damit noch lange kein ANrecht erworben, etwa auf eine Führungsposition in einem DAX-Unternehmen oder einen Sitz in einem Parlament. Es tut mir leid, aber einen Ich-ich-ich-"Feminismus", der seine Bemühungen vor allem darauf konzentriert, ohnehin privilegierten Damen aus Mittel- und Oberschicht noch weiter reichende Privilegien (zu Deutsch: VorRECHTE, nicht VorTEILE) und möglichst viel Geld zu verschaffen, und der sich ansonsten in bekloppten Verschwörungstheorien (Pink Tax) und schwiemeliger Esoterik (Meine Menstruation und ich) verliert, kann ich nicht wirklich ernstnehmen.

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SusanneHH 08.03.2019, 14:19
73.

Zitat von neurobi
"Und auch wenn ich die letzte Entscheidungsgewalt bei der Frau sehe, so sehe ich auch die Machtlosigkeit des Vaters. Er hat kein Mitspracherecht und ist auf die Entscheidung der Frau angewiesen. Wenn diese sich dafür entscheidet, ist er dieser Entscheidung ausgeliefert und sein finanzielle Zukunft zerstört. .... Der Mann (Vater) ist heute oft schon benachteiligt, seine Interessen werden hinten agestellt, wenn sie in Konflikt mit den Rechten von Kindern und Müttern geraten.
Mit anderen Worten: Sie möchten gerne - auch wenn die Frau das Kind möchte - gerne sagen können: ich habe weder Bock auf Kinder und schon gar nicht auf finanzielle Verpflichtungen, mach es weg?

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daishi666 08.03.2019, 14:27
74. Feminismus steht sich selbst im Weg

Es mobilisiert vielleicht die Basis wenn man immer wieder auf dem weissen Mann mittleren Alters herumreitet. Aber dieselbe Rhetorik schreckt eben auch eine Menge Leute ab die ansonsten der Gleichberechtigung durchaus aufgeschlossen gegenüber stehen würden. Zudem verfängt es nicht einmal bei einer Mehrheit der Frauen und hängt damit in einer selbst geschaffenen Sackgasse.

Die andere Sache ist, dass der Feminismus nicht weiss wohin er will, bzw. sich daran zerfleischt was nun feminin sein soll und sein darf. Der Minimalkonsens endet dann wieder bei: Bessere Männer sein.

So wird das nie etwas. Aber ich erwarte nicht, dass der Kommentar veröffenticht, bzw. wegen "Frauenfeindlichkeit" direkt gelöscht wird.

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Newspeak 08.03.2019, 14:27
75. ...

Man fordert also Macht.

Demokratisch waere es, die Macht der alten, weissen Maenner zu begrenzen, und die der jungen, nicht-weissen Frauen auch. Sprich, JEDE Macht, egal von wem, gehoert begrenzt. Empirisch betrachtet verhalten sich maechtige Frauen naemlich nicht besser als maechtige Maenner. Auch sie schaffen ihre Guenstlingsnetzwerke, auch sie missbrauchen ihre Macht, um andere zu unterdruecken, auch sie hinterziehen Steuern (Alice Schwarzer), weil sie gierig sind. Also alle schlechten Eigenschaften der alten, weissen Maenner sind genau in derselben Weise bei maechtigen Frauen ausgepraegt. Ein anderes Beispiel, Elizabeth Holmes und Theranos. Oder der Skandal um Asia Argento.

Man hat Macht im Politischen begrenzt (Gewaltenteilung), und im Wirtschaftlichen (Kartellrecht), jetzt gehoert sie auch im Privaten begrenzt (Abschaffung aller geschlechtspezifischen Privilegien fuer Maenner UND Frauen, Begrenzung von Privatvermoegen).

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quentinson 08.03.2019, 14:28
76. Frauen sollen mal für eine Wocke alles übernehmen

Regierung, Verwaltung, Justiz, Polizei, Bergbau einfach alles. Vielleicht gewinnt man dann neue Erkenntnisse.

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zeisig 08.03.2019, 14:30
77. Macht? Kampf? Was für Worte !

Muttertag ist akzeptiert, aber Weltfrauentag braucht kein Mensch.

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Spr. 08.03.2019, 14:32
78.

Zitat von zooey_radieux
Ironischer Weise sind es grad die klugen und selbstständigen Frauen in meinem Umfeld, die den Feminismus abgeschworen haben, da er einfach zu einseitig und extremistisch ist.
Vielleicht liegt es ja daran, dass Sie nur die Frauen für klug und selbständig halten, die dem(!) Feminismus abgeschworen haben und Ihnen zustimmen oder Ihnen zumindest nicht widersprechen, wenn Sie behaupten, der Feminismus wäre einseitig und extremistisch? Es wären nicht die ersten und einzigen Frauen, die es längst aufgegeben haben, sich mit von vornherein negativ eingestellten Männern über den Feminismus auszutauschen! Interpretiert ein solcher Mann dann den ausbleibenden Widerspruch als Zustimmung, ist das sein Problem.

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parmenides2 08.03.2019, 14:33
79. Das bewegende Gespräch

von Donahnyi und di Lorenzo bei Lanz habe ich mitbekommen, wie sie feststellten, dass sie ihren Müttern nie genug gedankt hatten.
Auch ich habe meiner Mutter und vor allem auch meiner Oma so viel zu verdanken, wie sie mich durch die schwere Nachkriegszeit geschleppt hatten.
Vor ihnen und anderen habe ich endlos Respekt, nicht aber vor denen, die so schreiend durch die Straßen rennen.
Viele von denen schmücken sich mit völlig falschen federn.

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