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Weltkriege und Mauerfall: Gauck muss das Super-Gedenkjahr retten
DPA

2014 wird das Gedenkjahr der Superlative: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite, und die Mauer fiel vor 25 Jahren. Die Bundesregierung hat bei den Planungen für die Feierlichkeiten getrödelt. Nun ruht die Hoffnung auf Präsident Joachim Gauck.

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keinuntertan 09.11.2013, 12:20
1. Wer weiß, was 2014 passiert.

Zitat von sysop
2014 wird das Gedenkjahr der Superlative: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite, und die Mauer fiel vor 25 Jahren. Die Bundesregierung hat bei den Planungen für die Feierlichkeiten getrödelt. Nun ruht die Hoffnung auf Präsident Joachim Gauck.
Wer hätte 1913 gedacht, dass im Sommer 1914 Europa in die Hölle rutscht? Wer hätte 1913 gedacht, dass die nächsten fünfzig Jahre zwei Weltkriege, grausame Nachkriegszeiten, Hyperinflation, Weltwirtschaftskrise und die Spanische Grippe auf die Menschheit zukommen?

Und wer hat im Jahre 2013 eine Vorstellung davon, was das 21. Jahrhundert noch für uns bereit hält...???

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augur 09.11.2013, 12:21
2. Ob nun ausgerechnet der Bundesprediger der Richtige ist,

das deutsche Volk zum Nachdenken zu veranlassen? Ein Amtsträger, der außer windelweichen Stellungnahmen zum Abhörskandal bisher trotz seiner Herkunft aus einem Land, in dem sogar die Spitzelei innerhalb der Familien kein Einzelfall war, nichts erwähnenswertes beizutragen hatte - von Entrüstung wage ich ja schon garnicht mal mehr zu reden...

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venice66 09.11.2013, 12:22
3. Auftrag

Zitat von sysop
2014 wird das Gedenkjahr der Superlative: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, vor 75 Jahren der Zweite, und die Mauer fiel vor 25 Jahren. Die Bundesregierung hat bei den Planungen für die Feierlichkeiten getrödelt. Nun ruht die Hoffnung auf Präsident Joachim Gauck.
Mich würde viel mehr interessieren vom wem hier der Auftrag dazu kommt für diese Inszenierung. Alles gut und schön, ich war selbst schon oft genug in Konzentrationslagern zum Gedenken und Auseinandersetzen mit dem Thema. Aber diese jährlichen inszenierten "Gedenk-Laola-Wellen" untermauert mit medialen übertriebener Selbstbemitleidung, hängen wahrscheinlich 90 Prozent der Bevölkerung aus dem Hals heraus und daran teilnehmen wird auch nur ein ausgesuchter Kreis fürs Fernsehen. Mit dieser gespielten Traurigkeit glaubt doch im Ernst Gauck nicht junge Herzen zu erreichen. Die Regierung sollte mal etwas kreativer sein, als immer wieder diesen politischen Evergreen aufzulegen. Gähn.

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aberratio_ictus 09.11.2013, 12:29
4. Merkwürdige Idee

Dem Beginn des Ersten Weltkrieges zu gedenken, in dem man lediglich auf den Auslöser des Auslösers abstellt. Die Veranstaltung sollte lieber an dem Tag stattfinden, an dem man der eine Trottelkaiser dem anderen in Nibelungentreue eine Blankvollmacht für längst überzogene Großmachtspiele ausgestellt hat. Das unsägliche Ultimatum hat den Krieg ausgelöst.

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Atomkrafteimer 09.11.2013, 12:41
5. Nun

Zitat von venice66
Mich würde viel mehr interessieren vom wem hier der Auftrag dazu kommt für diese Inszenierung. Alles gut und schön, ich war selbst schon oft genug in Konzentrationslagern zum Gedenken und Auseinandersetzen mit dem Thema. Aber diese jährlichen inszenierten "Gedenk-Laola-Wellen" untermauert mit medialen übertriebener Selbstbemitleidung, hängen wahrscheinlich 90 Prozent der Bevölkerung aus dem Hals heraus und daran teilnehmen wird auch nur ein ausgesuchter Kreis fürs Fernsehen. Mit dieser gespielten Traurigkeit glaubt doch im Ernst Gauck nicht junge Herzen zu erreichen. Die Regierung sollte mal etwas kreativer sein, als immer wieder diesen politischen Evergreen aufzulegen. Gähn.
Wieso eigentlich immer die Regierung alles machen? Lassen Sie sich doch mal etwas einfallen oder machen einen Vorschlag, wie man dem Beginn des 1. und 2. Weltkrieg richtig gedenkt.

Ich war schon ein paar mal an der Organisation von kleineren Gedenkveranstaltungen beteiligt und es ist weitaus schwieriger als man glaubt, solche Anlässe einigermaßen interessant/lehrreich, aber auch würdig zu gestalten.

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vielflieger_1970 09.11.2013, 12:45
6. optional

Fahren sie doch mal Frankreich oder England und sprechen sie dort über die Kriege....Gähn, interessiert schon lange keinen mehr. Die Menschen haben heute andere Sorgen, als ständig diesen Mist zu hören.

Aber halt, wir haben ja die Eurokrise! naja, vielleicht bekommen einige Südländer wieder mehr Geld, wenn sie auf die nazigeschwängerte Tränendrüse drücken:-)

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nadennmallos 09.11.2013, 12:46
7. Genau getroffen ...

Zitat von venice66
Mich würde viel mehr interessieren vom wem hier der Auftrag dazu kommt für diese Inszenierung. Alles gut und schön, ich war selbst schon oft genug in Konzentrationslagern zum Gedenken und Auseinandersetzen mit dem Thema. Aber diese jährlichen inszenierten "Gedenk-Laola-Wellen" untermauert mit medialen übertriebener Selbstbemitleidung, hängen wahrscheinlich 90 Prozent der Bevölkerung aus dem Hals heraus und daran teilnehmen wird auch nur ein ausgesuchter Kreis fürs Fernsehen. Mit dieser gespielten Traurigkeit glaubt doch im Ernst Gauck nicht junge Herzen zu erreichen. Die Regierung sollte mal etwas kreativer sein, als immer wieder diesen politischen Evergreen aufzulegen. Gähn.
... passt! Das man sich an Vergangenes erinnert ist wichtig und notwendig. Aber es scheint mir richtiger sich intensiv aktuellen Problemen zuzuwenden die in den nächsten Jahrzehnten auf uns zu kommen, bzw. abgearbeitet werden sollten: "Schere zwischen arm und reich", Randgruppen, Alterspyramide, Einwanderung, aufgeblasene EU-und BRD-Verwaltung, Controlling der BRD-Ausgaben und BRD-Volksvertreter, sinnvolle Hilfe für schwächere EU Mitglieder, Energieversorgung, zielführende Subventionen, etc, etc. Hier wären Anstrengungen notwendig, sei es hinsichtlich Konzeptionen, zielgerichtete Investitionen oder aber in humanitärer Hinsicht. Diese Inszenierung (genau das sind diese Feierlichkeiten!) ist doch lediglich Augenauswischerei: Nach der Feier geht's an kalte Bufett und das war's dann.

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horstu 09.11.2013, 12:49
8. Falsches Amtsverständnis

Unser Bundespräsident entpuppt sich leider immer deutlicher als selbstherrlicher Moralist mit einem bedenklichen Amtsverständnis, der in den wichtigen Dingen gar nichts (NSA, Euro-Rettung) oder das Falsche (AfD) sagt. Sein Freiheitsverständnis beruht darauf, dass er sagen kann, was er möchte, nicht aber Andersdenkende. Ein Jahr, in dem er seine Predigerrolle voll ausspielen kann, wird er sich nicht entgehen lassen.

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jujo 09.11.2013, 12:59
9. ....

Zitat von venice66
Mich würde viel mehr interessieren vom wem hier der Auftrag dazu kommt für diese Inszenierung. Alles gut und schön, ich war selbst schon oft genug in Konzentrationslagern zum Gedenken und Auseinandersetzen mit dem Thema. Aber diese jährlichen inszenierten "Gedenk-Laola-Wellen" untermauert mit medialen übertriebener Selbstbemitleidung, hängen wahrscheinlich 90 Prozent der Bevölkerung aus dem Hals heraus und daran teilnehmen wird auch nur ein ausgesuchter Kreis fürs Fernsehen. Mit dieser gespielten Traurigkeit glaubt doch im Ernst Gauck nicht junge Herzen zu erreichen. Die Regierung sollte mal etwas kreativer sein, als immer wieder diesen politischen Evergreen aufzulegen. Gähn.
Ich bin auch gegen diese inflationären Gedenk- Betroffenheitsveranstaltungen. Seinerzeit hat auch niemand in der BRD dem Gelaber der Politiker zum 17. Juni nachhaltig Gehör geschenkt. Jeder hat doch gehofft das der Tag an einem DO. oder Di. war um mit einem Brückentag 4 Tage Kurzurlaub machen zu können.

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