Forum: Politik
Weltkriegsgedenken mit Merkel, Trump und der Queen: Blick zurück in die Hölle
Guillaume Souvant/ AFP

Sogar Donald Trump hielt sich zurück. Bei den D-Day-Feierlichkeiten in Portsmouth demonstrieren Staats- und Regierungschefs Einigkeit wie schon lange nicht mehr. Den rührendsten Moment lieferte ein 99-Jähriger.

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pam 05.06.2019, 21:29
30. Realität sollte man nicht verweigern

Zitat von quacochicherichi
Mag sein, aber hätte Hitler kein Militär gehabt, hätte er auch keinen Krieg führen können. Insofern ist das Übel sich dazu zu verpflichten auf Befehl andere zu töten. Den D-Day grösstes militärisches Spektakel der jüngeren Geschichte zu nennen, finde ich unerträglich. Speziell wenn man sich in der jüngeren Vergangenheit immer wieder an fragwürdigen militärischen Einsätzen beteiligt hat, mit teils fadenscheiniger Begründung.
„Hätte!“ ist gut. War aber nicht. Leider ist es so auf der ganzen Welt. Andere zu töten finde ich auch menschenverachtend und die D-Day Feier als größtes militärisches Spektakel der jüngeren Geschichte zu bezeichnen ist geschmacklos. „Wozu sind Kriege da?“ singt schon Udo. Aber der Anfang ist nicht, irgendein Land, hier die Menschen in UK, an den Pranger zu stellen und sie auf zu fordern ihre Orden weg zu schmeißen, sondern die gesamte Politik in allen Ländern zu verändern. Ein weites Feld, da hilft Utopie weniger.

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muzepuckel 05.06.2019, 21:41
31.

Ohne die die rote Armee hätte es überhaupt keine Operation Overlord gegeben. Die war überhaupt nur durch den Zwei-Fronten-Krieg möglich. Ohne die Russen hätten die Westalliierten Deutschland nicht besiegt.
Die Russen hätten deswegen bei den Feiern dabei sein sollen und die Deutschen besser nicht.
Es ist doch demütigend bei den Feiern zur eigenen Niederlage zu erscheinen.
Ich finde den Pathos mit dem die alliierten Soldaten hier gewürdigt werden völlig fehl am Platze angesichts der
Missachtung des Opfers der eigenen Soldaten. Alliierte und deutsche Soldaten haben ihr Leben für ihre Heimatänder eingesetzt, was sie für ihre Pflicht gehalten haben. Daher haben alle Soldaten Anspruch auf ein Gedenken. Wenn man also hierzulande den "D-Day" mit"feiert", dann bitteschön nicht die Deutschen Soldaten vergessen.

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ATLien 05.06.2019, 21:57
32. Frage an SPON

Ist es wirklich nötig hier ein Forum zu haben. Jeder vernünftige Mensch gedenkt still den Toten Jungs, die es nicht verdient haben, dass die Geschichtsrelativierer hier meinen sich austoben zu müssen.

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escherischiacoli 05.06.2019, 22:06
33. Respekt

die jungen alliierten Soldsten haben für die Freiheit gekämpft, und sind gestorben, damit wir ein Leben ohne Angst und Sklaverei führen können. An diesem
Tag sollte es nur Respekt für die Toten geben. Die paar Ewiggestrigen zählen nicht und sollten wenigstens einmal im Leben schweigen.

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michlmeik 05.06.2019, 22:19
34. D-Day-Operation Overlord

"Wir kämpfen für die Freiheit aller Völker"sagten die ersten Gefangen Amerikaner während der Befragung durch die Deutschen, so sagte es mein Vater, auch die eingesetzten Deutschen Soldaten war der Meinung das zu tun.Die Beziehung Merkel zu Trump ist nur so schlecht weil beide Dickköpfe sind.

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waldschrat_72 05.06.2019, 22:27
35. Auch wenn es nicht in direktem historischen Kontext zum D-Day steht...

...aber man hätte vielleicht die Russen trotz dessen einladen sollen. Diese haben schließlich, u.a. übrigens über Murmansk um 1942/43 durch alliierte Geleitzüge supported, zusammen mit den Briten die Hauptlast am Krieg gegen Nazi-Deutschland für eine gewisse Zeit quasi im Alleingang getragen. Die Briten hauptsächlich zur See, die Russen, in besonders brutale Kämpfe verwickelt, hauptsächlich zu Land. Und auch die Kanzlerin hätte man vielleicht doch auch eine Rede halten lassen sollen an diesem Tag, anstatt als quasi Zaungast zu dulden. Beides wäre eine Geste große gewesen. Für mich irgendwie verständlich, und eben auch nicht. Denn so hinterläßt das Ganze den bitteren Beigeschmack, dass trotz allen Bekundens eben doch nicht alles vergessen und verziehen ist, selbst 75 Jahre später noch nicht. Eine durchaus bittere Pille für alle Nachgeborenen, wie ich es bin. Versöhnung und Vergebung werden immer beschworen, sähen dann aber auch irgendwie anders aus an solch einem Tag. Schade.

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widower+2 05.06.2019, 22:31
36. Eigene Soldaten?

Zitat von muzepuckel
Ohne die die rote Armee hätte es überhaupt keine Operation Overlord gegeben. Die war überhaupt nur durch den Zwei-Fronten-Krieg möglich. Ohne die Russen hätten die Westalliierten Deutschland nicht besiegt. Die Russen hätten deswegen bei den Feiern dabei sein sollen und die Deutschen besser nicht. Es ist doch demütigend bei den Feiern zur eigenen Niederlage zu erscheinen. Ich finde den Pathos mit dem die alliierten Soldaten hier gewürdigt werden völlig fehl am Platze angesichts der Missachtung des Opfers der eigenen Soldaten. Alliierte und deutsche Soldaten haben ihr Leben für ihre Heimatänder eingesetzt, was sie für ihre Pflicht gehalten haben. Daher haben alle Soldaten Anspruch auf ein Gedenken. Wenn man also hierzulande den "D-Day" mit"feiert", dann bitteschön nicht die Deutschen Soldaten vergessen.
Eigene Niederlage? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein. Ich bin dank der Opferbereitschaft der Soldaten der Alliierten (und das schließt selbstverständlich auch die Sowjet-Soldaten mit ein) in Freiheit geboren und aufgewachsen. Die Soldaten der Wehrmacht sind und waren aber nicht "meine" Soldaten. Warum sind das die Ihrigen?

Diese waren teilweise freiwillig und meistens unfreiwillig Mitglieder einer mörderischen Soldateska, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Mitleid haben die meisten von ihnen verdient. Aber keinerlei Respekt.

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pam 05.06.2019, 22:32
37. Das geht zu weit

Zitat von muzepuckel
Ohne die die rote Armee hätte es überhaupt keine Operation Overlord gegeben. Die war überhaupt nur durch den Zwei-Fronten-Krieg möglich. Ohne die Russen hätten die Westalliierten Deutschland nicht besiegt. Die Russen hätten deswegen bei den Feiern dabei sein sollen und die Deutschen besser nicht. Es ist doch demütigend bei den Feiern zur eigenen Niederlage zu erscheinen. Ich finde den Pathos mit dem die alliierten Soldaten hier gewürdigt werden völlig fehl am Platze angesichts der Missachtung des Opfers der eigenen Soldaten. Alliierte und deutsche Soldaten haben ihr Leben für ihre Heimatänder eingesetzt, was sie für ihre Pflicht gehalten haben. Daher haben alle Soldaten Anspruch auf ein Gedenken. Wenn man also hierzulande den "D-Day" mit"feiert", dann bitteschön nicht die Deutschen Soldaten vergessen.
Muzepuckel lebt in einer Parallelwelt. Schon mal was von Nazis gehört? Wollen Sie einen Nazisoldaten-Gedenktag? Klar, Nazis waren sie ja nicht alle, aber sie haben für einen Nazistaat gekämpft! Kollektivschuld ist falsch und auswandern war nicht jedem möglich, Wehrdienstverweigerung nicht machbar. Einen Gedenktag für die armen Kerle, die Hitler nicht wollten aber trotzdem sterben mussten, sollte man einführen. Aber nicht für die „Deutschen Soldaten“ die ihre rechte Hand immer oben hatten!

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widower+2 05.06.2019, 22:38
38. Vergessen und verziehen?

Zitat von waldschrat_72
Denn so hinterläßt das Ganze den bitteren Beigeschmack, dass trotz allen Bekundens eben doch nicht alles vergessen und verziehen ist, selbst 75 Jahre später noch nicht.
Vergessen wäre ein riesiger Fehler. Verzeihen ist ein anderes Thema.

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FABRICIUS3591 05.06.2019, 22:54
39. Also ich finde ja, dass die Russen es sich selbst zuzuschreiben haben

.. dass sich die Menschen in den russisch besetzten Gebieten nach dem Krieg nicht so richtig befreit fühlen konnten , jedenfalls deutlich weniger als die im Gebiete der 1949 gegründeten BRD ...
.. und dass man deshalb an den Beitrag der russischen Armee sehr viel weniger denkt als an den der anderen Alliierten ..

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