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Weltkriegsgedenken von Macron und Merkel: Die unvollendete Versöhnung
ETIENNE LAURENT/EPA-EFE/REX

Angela Merkel und Emmanuel Macron wollen Europa mit ihrem gemeinsamen Weltkriegsgedenken im besten Licht zeigen. Aber die Versöhnung der Völker ist noch lange nicht vollendet.

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Rüdiger IHLE, Dresden 11.11.2018, 09:55
80. Mit ihnen entpuppt sich Europa mal wieder als Elitenprojekt.

Dies ist falsch !
Meine Heimatstadt in BW hat seit 1968 eine Städtepartnerschaft mit einer etwa gleich großen Stadt in der Bretagne , und an der Basis würde die Aussöhnung seit Jahrzehnten inzwischen hundert- oder tausendfach erfolgreich vollzogen ..

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kajoter 11.11.2018, 09:57
81. @ #75

Zitat von karlo1952
denn ich habe ihnen nichts getan uns sie mir nicht. Und wenn jemand misstrauisch sein darf, dann die Franzosen. Denn immerhin hat Deutschland beide Weltkriege angezettelt, den 1. mit Österreich-ungarn. Die Franzosen waren jeweils nur die Leidtragenden, weil man sich durch Verbündeten gezwungen sah diesen Irrsinn mitzumachen.
Beim 1. Weltkrieg sollte sich allmählich herumgesprochen haben, dass man schwerlich einem Land die Kriegsschuld geben kann. Die französische Begeisterung, in den Krieg einzutreten, war genauso groß und wahnwitzig wie in Berlin und London. Lesen Sie bitte "Die Schlafwandler" des Historikers Christopher Clark und Sie werden Ihre stereotype Meinung revidiert sehen.

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localpatriot 11.11.2018, 10:01
82. Erinnert mich an 1960

Mit dem entsprechenden Langescheidt Buch nach Holland und nach Dänemark. Schulenglisch und Französisch waren gut genug für einen Fahrrad Touristen.

Nach 67 Jahren Gemeinsamkeit sollte man prinzipiell Fortschritte sehen, und dazu gehoert wenigsten ein Europakanal auf US Niveau, oder mindestens so gut wie das türkische TRT, und eine EU Zeitung, wie USA Today.

Hier fehlt noch einiges was den Menschen die Gemeinsamkeit bringt.

Noch etwas: Die Menschen um 1950 und 1960 hatten alle eine eigene echte Kriegserfahrung mit allem Bösen und nicht so Bösen was dazu gehörte. Heute kommt das meiste von Film, Fernsehen und selektiver Dokumentation welche nicht immer der Gemeinsamkeit dient.

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biesi61 11.11.2018, 10:03
83. Die Weiterentwicklung der deutsch-französischen Freundschaft

ist eine Aufgabe, vor der jede Generation neu steht. Der Autor hat absolut recht, wenn er darauf aufmerksam macht! Seine kleinliche Aufzählung nur Fachleuten bekannter historischer Ereignisse, auf die heute in den Ländern unterschiedlich geblickt wird, ist gerade an einem so wichtigen Gedenktag hingegen überflüssig. Die Forderung nach Vertiefung der Zusammenarbeit unserer beiden Nationen im Rahmen der EU, ist insbesondere in Deutschland aus der Bevölkerung in den letzten Monaten deutlich stärker zu vernehmen, als die politische Führung und diverse Expertenzirkel einräumen. Insofern wäre es dringlich, dass den schönen Bildern von Macron und Merkel auch wirksame Taten in Politik, Wirtschaft und Sozialem folgen!

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Bernhard.R 11.11.2018, 10:04
84. Reise nach Frankreich

Paris, Sacre Coeur, Mehrere Automaten, in denen man sich Medaillons pressen lassen kann. Links mit dem Konterfei vom Papst Johannes Paul II., rechts von Franziskus. Gab es dazwischen nicht einen deutschen Papst?
Zwei Wochen Fahrt mit dem Auto durch France. Immer das Radio an. Französiche Songs, englische, itailienische, spanische, nicht ein Lied auf deutsch.

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danubius 11.11.2018, 10:09
85. Weshalb?

Zitat von pacificwanderer
... Natuerlich muessen wir Deutschen uns fuer die Taten unserer Vorfahren schaemen. Vergeben und fuer eine gemeinsame Zukunft arbeiten ist die gegenwaertige Maxime!
Als Nachkriegskind muss ich lediglich die Geschichte im Gedächtnis behalten, sie akzeptieren und dafür sorgen, dass sie sich nicht wiederholen kann. Ich muss mich jedoch nicht dafür schämen oder gar irgend etwas vergeben. Oder ist z.B. in Frankreich jemand da, der sich für Ludwig X1V oder Napoléon Bonapartes Kriegstaten schämt und die Völker Europas um Verzeihung bittet für die Taten, unter denen ganz Europa und auch Russland gelitten haben? Und zum Nachdenken: warum wurde von Macron ausgerechnet der alte, symbolträchtige Speisewagen im Wald von Compiègne zum Treffpunkt mit Merkel gewählt - ein Treffen in Paris hätte es doch auch getan ...

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chiefseattle 11.11.2018, 10:09
86. Geschichte

Die Versöhnung begannen deGaulle und Adenauer, in den Siebzigern gab es den Schüleraustausch, so dass ich während meiner Schulzeit zweimal in Frankreich lernen konnte, später kam dann Mitterand und Kohl. Heute gibt es weniger Schüleraustausch, dass ist bedauerlich und sollte wieder intensiviert werden.

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lilioceris 11.11.2018, 10:11
87. Ich hoffe,

dass die Beziehungen zwischen unseren beiden Völkern immer so gut sind wie im Augenblick. Aber daran muss auch gearbeitet werden !
Jugendaustausch ist dafür , wie ich aus eigener Erfahrung weiss, eine wichtige Möglichkeit.
Das Aufeinanderhetzen der Völker muss ein Ende haben. Das gilt übrigens auch für die deutsch-russischen Beziehungen.

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padmasambhava 11.11.2018, 10:12
88. Blume...

...schreibt einen stark negativ gefärbten Kommentar. Man hat den Eindruck, dass er die Entwicklung nicht richtig einzuschätzen vermag. Gemessen an dem, was bis 1945 passiert ist, ist das Verhältnis zu Frankreich auf privater wie politischer Ebene ausgesprochen gut.

Vergleichen Sie bitte Frankreich-Deutschland mit China-Japan.

Dort ist der gegenseitige Hass noch virulent. Die Tochter meiner chinesischen Assistentin in Shanghai freute sich 2011 zwei Wochen lang über die Tragödie von Fukushima. Im Vergleich dazu sind wir schon große Schritte weitergekommen.

Es verwundert, dass Blume diese Fortschritte nicht würdigen kann. Gerade er müsste es besser wissen, da er doch sowohl in Japan als auch in China als Reporter gearbeitet hat.

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albertaugustin 11.11.2018, 10:17
89. Was soll uns die etwas peinlich

und ostentativ zur Schau gestellte (falsche) Sentimentalität von Frau Merkel und Monsieur Macron sagen ?? Ich weiss es nicht. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich funktioniert gut, reibungslos nach aussen und unaufgeregt. Die Fotografie der beiden "ersten" Staatsleute wirkt gesetzt, "in Auftrag" gegeben und alles andere als spontan. Die beiden Staatslenker sollten auf derartige, nur auf Aussenwirkung bedachte, "Manöver" verzichten, es wäre glaubwürdiger !

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