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Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche: Paragraf 219a - der Streit und der Kompromi
DPA

Die Regierung hat den Weg für einen Kompromiss zum Werbeverbot für Abtreibungen geebnet. Beigelegt ist der Streit um den Paragrafen 219a damit noch nicht. Was sieht die geplante Reform vor - und wie geht es weiter?

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wortmacht 13.12.2018, 17:04
30.

Abgrundtief verachtenswerter Kotau vor abstrusen „Lebensschützern“ und Aberglaubensapologeten. Ein Hilfsangebot sieht anders aus. Es ist traurig und peinlich.

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yksas 13.12.2018, 17:06
31. ...hat mit Religion nichts zu tun?

zu 19 @jan07

Die meisten der derzeitigen Probleme haben etwas mit Religion zu tun, aber hier geht es konkret um Frauen denen Sie gerade einen Teil ihres Körpers enteignen wollen, aufgrund einer wie Sie es nennen "gesamtgesellschaftliche Aufgabe". Das ist nicht akzeptabel.

Beim Kompromiss geht es nicht um Biologie sondern um einen globalen politischen Versuch die individuellen Menschenrechte abzuschaffen.

Ihr werdet schon abwarten müssen, bis die freiheitliche Generation gestorben ist, bevor ihr wieder wie vor 1945 mit Nachtodleben, Vorsehung und Schöpfungsmärchen weitermachen könnt.

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kalypso3 13.12.2018, 17:07
32. Dieser Kompromiss

ist absolut vernünftig und eigentlich trivial.
#Das wäre manchem Bundesbürger mindetséns beim zweiten Glas Bier eingefallen.
Dass die da monatelang rumeierten, unglaublich.

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madameping 13.12.2018, 17:24
33.

Zitat von Cpt. Miller
Ich finde durchaus, dass mit dem Thema leichtfertig umgegangen wird. Was kaum beachtet wird ist, dass Abtreibung alle Tatbestandsmerkmale (mindestens) eines Totschlags erfüllt. Wenn Egoismus der Grund ist sogar glatter Mord. Das wird umgangen, indem man den begriff "Mensch" einfach so definiert wie es einem passt.
Hier wird überhaupt nichts definiert, wie es einem passt, wie Sie behaupten.

Ich erkläre es Ihnen gerne in einfachen und sehr kurzen Worten:

Totschlag und Mord sind zweierlei. Der Mord bildet den Qualifikationstatbestand zum Grundtatbestand, dem Totschlag. Mord begeht derjenige (bzw. könnte derjenige begehen), der mindestens einen der Tatbestandsmerkmale innerhalb der drei Fallgruppen objektiv und subjektiv erfüllt, der keinen Nachweis für einen Rechtfertigungsgrund erbringen kann und auch keinen Entschuldigungsgrund. Bevor sich Ihr Widerspruch erhebt: Mit dieser Klassifikation arbeitet die Justiz bereits seit einem guten Jahrhundert. Beide Straftatbestände sind strikt voneinander zu trenne. Der Gesetzgeber hat klare Abgrenzungen zur Abtreibung gezogen und dieses "Delikt" einer ganz anderen juristischen Würdigung unterzogen. Das gilt sowohl in der Rechtsprechung als auch in der herrschenden Meinung - nein, das sind nicht die betreffenden Frauen, sondern es ist die angewandte Meinung, die im akademischen (juristischen) Diskurs entwickelt wird.
Ob es Ihnen persönlich nicht passt, ist Ihre eigene Sache.
Aber Abtreibung als Mord zu bezeichnen, beweist nichts anderes als Ihre juristische Unkenntnis.

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haarer.15 13.12.2018, 17:31
34. Es wird nur komplizierter

Zitat von kalypso3
ist absolut vernünftig und eigentlich trivial. #Das wäre manchem Bundesbürger mindetséns beim zweiten Glas Bier eingefallen. Dass die da monatelang rumeierten, unglaublich.
Nö. Peinliche unnötige Verrenkungen sind das. Und schwammig bleibt es trotzdem. Aber darin ist D ja spitze.

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archi47 13.12.2018, 17:36
35. Ein Eiertanz der "Gewissensfreiheit"

Warum soll gerade bei diesem Thema die Entscheidung des einzelnen Abgeordneten nach seinem Gewissen unterlaufen werden, obwohl das GG das ausdrücklich gebietet?
Richtig, es gibt religiöse Fundis, die glauben der Herrgott ist auf ihrer, der richtigen Seite? Und warum glauben sie das?
Weil sie Maßstäben folgen, die auch Mißhandler und Vergewaltiger, Heuchler und Bigotte gesetzt haben und die hinter diese Maßstäbe nicht mehr zurück können, weil ihnen sonst nichts mehr von ihrer Ideologie/Religion übrig bleibt?
Für etwaige Zensoren: Ich habe nur Fragen gestellt und keine Behauptungen aufgestellt.

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