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Werbung für die Streitkräfte: Bundeswehr blamiert sich mit Frauen-Kampagne

Neue Peinlichkeit für Verteidigungsministerin von der Leyen: Mit einer Kampagne wirbt die Bundeswehr um Frauen - und offenbart ein antiquiertes Rollenverständnis.

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EiligeIntuition 02.10.2014, 15:54
170. Es ist schon köstlich,

hier zum größten Teil Kerle feststellen zu sehen, wie ihrer maßgeblichen Meinung nach das Frauenbild 2014 gefälligst auszusehen hat:

sexy - sportlich - Kleider - Schuhe - Heimchen am Herd - 50er Jahre - und möglichst ein wenig blöd, zumindest blöder als die Herren der Schöpfung selbst.

Da scheint ausschließlich der fromme Wunsch der Vater des Gedanken.

Wie die Fotos im Soldatenspind.

Dass sich die Testosteronträger bei der Darstellung ihres Wunsch-Frauenbildes selbst bis auf die beigen Socken entlarven, scheinen die munter postenden Foristen nicht einmal ansatzweise zu realisieren.

Eine Ansammlung männlicher Dinosaurier - kurz nach dem Verlassen der Höhle: Uga, Uga, Uga!

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Netcube 02.10.2014, 15:55
171. ...

Irgendwie hat es vielleicht auch etwas sexistisches, wenn laufend zwischen den Zeilen suggeriert wird, es sei nicht zeitgemäß wenn Frauen auf Schuhe abfahren oder sich um Kinder kümmern oder toll aussehen wollen etc. Ich kenne viele sehr Frauen auf die all diese vermeintlichen Klischees zutreffen und die trotzdem absolut emanzipiert sind.

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joemcbro 02.10.2014, 15:56
172. Ganz klar!

Auf jeden Fall ist das ein antiquiertes Rollenverständnis! Frauen machen schon seit den 60ern keinen Sport mehr und seit Alice Schwarzer kaufen sie auch keine Schuhe mehr, sofern laufen barfuß rum.
Jetzt mal ehrlich, sind Frauen denn nur in Werbungen für Rasierer, Klamotten und Schuhe erlaubt, ohne dass es gleich heißt "Oh Sexismus!" Das ist doch paradox!
Wäre der Slogan sowas gewesen wie "Nutzen Sie Ihre Stärken sinnvoll - Arbeiten Sie in einer Feldküche", dann hätte ich die Aufregung verstehen können, aber so. Ob sie jetzt einen Mann oder eine Frau vor den Kleiderschrank stellen, macht doch keinen Unterschied.

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Thyphon 02.10.2014, 15:56
173. Lächerliche Hysterie!

Zitat:"Man fragt sich: Wie konnte das durchgehen, in einer Zeit, in der die Chefin der Streitkräfte eine Frau ist?"

Ich vermute deshalb, weil nur einige wenige Feministen immer und überall Sexismus sehen. Der Rest der Welt sieht eine ganz normale Werbung welche offenkundig suggerieren soll: "Schaut her, ganz normale Frauen arbeiten bei der Bundeswehr. Die stehen mitten im Leben und haben ähnliche Interessen wie ich und dennoch streben sie eine Kariere bei den Streitkräften an."

Natürlich werden dafür Klischees herangezogen (Frauen interessieren sich für Mode und Gesundheit), aber was ist daran so schlimm? Wo ist da der Sexismus?

Man stelle sich die gleiche Werbekampagne auf Männer gemünzt vor: Ein Mann der Sport treibt, ein Mann der Fußball guckt, ein Mann der seinem Hobby nachgeht. Kein Mensch würde da Sexismus wittern, obwohl es auch nur ein Klischee ist, dass alle Männer Fußball mögen...

Ein lächerlicher Artikel mit einem an den Haaren herbeigezogenem "Skandal"...

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EiligeIntuition 02.10.2014, 15:57
174. Es ist schon köstlich,

Es ist schon köstlich,

hier zum größten Teil Kerle feststellen zu sehen, wie ihrer maßgeblichen Meinung nach das Frauenbild 2014 gefälligst auszusehen hat:

sexy - sportlich - Kleider - Schuhe - Heimchen am Herd - 50er Jahre - und möglichst ein wenig blöd, zumindest blöder als die Herren der Schöpfung selbst.

Da scheint ausschließlich der fromme Wunsch der Vater des Gedanken.

Wie die Fotos im Soldatenspind.

Dass sich die Testosteronträger bei der Darstellung ihres Wunsch-Frauenbildes selbst bis auf die beigen Socken entlarven, scheinen die munter postenden Foristen nicht einmal ansatzweise zu realisieren.

Eine Ansammlung männlicher Dinosaurier - kurz nach dem Verlassen der Höhle: Uga, Uga, Uga!

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Faraday 02.10.2014, 15:58
175. Naja..

Ich glaube es geht eher darum, dass die KLEIDUNG der Bundeswehr als Symbolträger irgendwo im Bild auftauchen sollte. In einer Umkleide, einem Kleiderschrank.. so funktioniert doch diese Werbung, dass man über die Bundeswehr-Kleidung im Bild merkt, hoppla, die Dame arbeitet bei der Bundeswehr. Naturgemäß kommen dann nur Szenen in Frage, bei denen Kleidung abgebildet wird, also Umkleide, Kleiderschrank, sowas.
Und als Schwuler kann ich Ihnen übrigens auch sagen, wir werden seit Jahren nur als Stereotyp dargestellt, da gewöhnt man sich dran. :-) Ich finde die Werbekampagne nicht sonderlich schlimm.

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silverhair 02.10.2014, 15:59
176. Wenn man keine Soldatinnen haben will

Zitat von uods
Es ist schon interessant sich zu überlegen, wie man diese Kampagne sehen würde, wenn man die Frau jeweils durch einen Mann ersetzen würde. Natürlich die Frauenschuhe auch durch elegante oder moderne Herrenschuhe, die Kleider durch Herrenanzüge. Ich glaube das wäre kein Problem, somit ist die Kampagne kein Problem. Außer beim letzten Bild, da würde wenn man die Frau durch einen Mann ersetzen würde, die meisten sofort an Kinderentführung denken.
#52 Heute, 14:19 von uods

Kleiner Irrtum .. Männer kaufen Dinge auch wenn sie ihnen eigentlich nicht gefallen .. Frauen schicken diese Dinge zurück und kaufen nie wieder in dem Laden wenn das "versprechen nicht mit der Realität übereinstimmt"!

Mit dieser Werbung ziehen sie Frauen an die auf sowas stehen , und die kommen zur BW .. sollen dann monatelang in Stiefeln und Kratziger Kleidung in "Grün" rumlaufen .. und die gehen dann einfach ..

Sie haben dann viel Aufwand gehabt und keine Soldatinnen!

Schauen sie sich doch mal erfolgreiche Werbung in Isreal, Niederlanden oder den meisten anderen Ländern an .. da sehen sie solchen Stuss einfach nicht!

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ruediger 02.10.2014, 16:02
177.

Das Problem der Kampagne ist nicht das Rollenverständnis der Frau, sonder das Rollenverständnis der BW, die mit Freizeitbildern für einen Kriegsjob wirbt: Bei der BW im Verständnis der derzeit Regierenden wird im Dienst auch am Ende der Welt für Vaterland gestorben.

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mahrud 02.10.2014, 16:03
178. Es war absehbar,...

...daß von der Leyen mit dem Wehrressort nicht klarkommen würde, und durchaus nicht etwa, weil sie eine Frau ist.
Leider ist es heutzutage so, daß Ministerposten immer seltener aufgrund spezieller, fachlicher Eignung vergeben werden, sondern aufgrund parteipolitischer Erwägungen, Quotenregelungen, Männer- oder Frauenfreundschaften etc.
Und das kommt dabei heraus: Minister, die sich gut verkaufen können und sich mit viel Fleiß und Machtanspruch im Intrigantenstadl des Kabinetts behaupten, aber von ihren Ressorts nicht den Hauch einer Ahnung haben.
Und die allen Ernstes glauben, mit ihrem Verwaltungsfachwissen kämen sie überall erfolgreich durch. Familien- oder Wehrressort? - Egal, Verwaltungsjob bleibt Verwaltungsjob. Eine kolossale Fehleinschätzung, der ganz aktuell hoffentlich auch diverse Pfeifen zum Opfer fallen, die Juncker gerade dem EU-Parlament zum Abnicken als EU-Kommissare vorgeschlagen hat.
Anstatt spätestens nach 2 Monaten im Amt Alarm zu schlagen ob der mangelnden Einsatzfähigkeit weiter Teile der Truppe, gefällt sie sich eher bei medienwirksamen Fototerminen und schwadroniert von mehr internationalem Engagement, Frauenförderung und Familienfreundlichkeit.
Offensichtlich hat sie keine Ahnung, was der Truppe wirklich fehlte und fortdauernd fehlt.
Wir wollen sicherlich keine Generäle als Verteidigungsminister, aber ich wage die Behauptung, daß man zumindest mal einen Grundwehrdienst abgeleistet haben sollte, um Sinn und Geist des Militärischen erfasst zu haben und die Bedürfnisse und Erfordernisse der Truppe zu verstehen.
Auch um innerhalb derselben mehr Glaubwürdigkeit zu erzielen.
Man würde ja auch keinen Elektrikermeister zum Agrarminister machen wollen oder einen Bibliothekar zum Gesundheitsminister, oder etwa doch?
Warum lassen wir uns diesen Mist eigentlich gefallen?

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drben 02.10.2014, 16:04
179. Peinlich nur für den Spiegel

Schon mal drüber nachgedacht dass deshalb keine Frauen in hypermodernen Arbeitswelten gezeigt werden sondern in der Freizeit, da sie ja nun mal bei der Bundeswehr arbeiten?! Was für ein dümmlicher Artikel. Wie geht sowas durch die Chefredaktion???

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