Forum: Politik
Westerwelles Abgang: Der Draußenminister
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Auch für ihn ist es nun vorbei: 17 Jahre lang mischte Guido Westerwelle in der deutschen Politik mit, als Noch-Außenminister darf der FDP-Mann vor dem Ende seiner Karriere noch einmal auf die große Bühne der Uno. Eine bittere Abschiedsreise für ein umstrittenes Ausnahmetalent.

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Newspeak 24.09.2013, 20:13
110. ...

Eine bittere Abschiedsreise für ein umstrittenes Ausnahmetalent.

Ausnahmetalent? Ja, als Außenminister war er, trotz aller Reisetätigkeit, ausnehmend unsichtbar. Hat vor ihm noch keiner der Amtsinhaber geschafft. Wie die Kanzlerin ohne eigene Vision unterwegs. Auf essentiellen Gebieten wie der NSA-Affäre komplett versagt. Für mich ist Westerwelle vor allem einer jener Strebertypen, die meinen, nur weil sie irgendwo den Ortsverband einer Parteijugend gegründet haben und Jura studiert, seien sie die politische Elite des Landes.

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Liberalitärer 24.09.2013, 20:30
111. Hörsaal

Zitat von rahelrubin
Leute, ich bin sicher, der kommt wieder! Mit Anfang 50 und grenzenlosem Profilierungswahn wird er kaum ab jetzt still sein Leben als Anwalt fristen. Abgesehen davon : er hat zwar seine Zulassung, doch aber nie juristisch gearbeitet, folglich sind seine Kenntnisse veraltet, eingerostet, ich würde ihn nicht mandatieren....
Sie nicht, aber wo kann ein Jurist seine Kenntnisse besser up to date halten als im Bundestag und als Kabinettsmitglied? Im Hörsaal? Kaum zu erwarten, dass er Verkehrsdelikte zu bearbeiten gedenkt.

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Thomas Oberdorfer 24.09.2013, 20:33
112. Ausnahmetalent...

Was bedeutet dieser Begriff in Bezug auf die Politik? Diese Frage hat sich mir schon mehrfach gestellt. Kann mir das mal einer der Herren Redakteure von Spiegel Online erläutern, oder besser noch, diesen Begriff in Zusammenhang mit Berufspolitikern definieren. Als Hilfestellung hier ein paar Begriffe, die mir dazu einfallen: Ellbogen ausfahren, über Leichen gehen, Leichen im Keller sammeln, politisch Andersdenkende diffamieren, Kollegen in den eigenen Reihen beharken, Reden halten, ohne Inhalt zu transportieren etc. Westerwelle hatte sicher das große Talent, sich trotz wenig Inhaltlichem bestens zu verkaufen. Und ausreichend Wähler sind vor vier Jahren darauf reingefallen. Als Westerwelle aber in entscheidender Funktion tätig war, haben sie erkannt, welch dünnes Brett der Herr Jurist bohrt - und endlich die Konsequenzen daraus gezogen. Möge er als Anwalt sein Glück versuchen, ausreichend Mandanten wird er in seinem politischen Umfeld schon finden.

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JB1969 24.09.2013, 20:34
113.

Zitat von citizenk64
Der Punkt ist, das die FDP abgestraft wurde, WEIL sie ihre neoliberalen Ziele nicht durchdrücken konnte. Das darf man nicht vergessen. Die Ex-FDP-Wähler sind ja nicht zur Linken gegangen und auch nicht in großen Mengen zur SPD oder zu den Grünen... .
Das ist doch Haarspalterei. Schwarzgelb hat ein extrem marktradikalistisches neoliberales Programm gefahren, inkl. bestellte Gesetze für Lobbyisten gegen Vorkasse. Wen interessiert es da, dass Fipsi und die Marktirren es gerne NOCH neoliberaler gehabt hätten? Sozusagen 180% statt 160% neoliberal?

Die Menschen in Deutschland fühlten sich doch bereits jetzt ausgegrenzt.

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carlitom 24.09.2013, 20:36
114. Überschwang

Zitat von mwinter
Wie hier Mitleid mit einem Emporkömmling, der noch nie die wirklich harten Seiten des Lebens kennengelernt hat, geschürt wird, ist schon ein bisschen widerlich!
Also im Überschwang Ihrer Hassgefühle ist wohl untergegangen, wie sehr Sie sich widersprechen: ein Emporkömmling ist eben genau das Gegenteil von einem der die harten Seiten des Lebens nie kennengelernt hat. Aber wüten Sie ruhig weiter!

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JB1969 24.09.2013, 20:40
115.

Zitat von aswe
Wenn der Eine, oder Andere, einmal in einem lichtem Moment nachdenkt, wird er merken, das an Deutschlands guter Situation auch Herr Westerwelle erheblichen Anteil hatte.
Den einzig positiven Anteil hat seine endlich erfolgte Entfernung aus dem politischen Genpool der Bundesrepublik Deutschland.

Westerwelle hat ansonsten nur erheblichen Anteil daran, dass sozial Schwächere nicht nur täglich um ihre Existenz kämpfen müssen, sondern sich dafür vom damaligen Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland auch noch beleidigen und verhöhnen lassen mussten.

Wie hat Westerwelle so schön geschworen..."gerecht gegenüber jedermann sein werde", im Stillen hat er wohl ergänzt "...sofern er zu meiner Klientel gehört".

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lövgren 24.09.2013, 20:42
116. Auch der Spon

sollte verpflichtet werden, Satire als solche zu kennzeichnen.

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peter1000 24.09.2013, 20:43
117. Talent???

Der Herr Guido Westerwelle war in der Tat eine Ausnahme! Und zwar in negativer Hinsicht. Kein deutscher Aussenminister vor ihm hat so wenig Spuren hinterlassen wie er. Warum schreibt SPON soviel Unsinn und Unwahres? Jeder in Deutschland wird froh sein, wenn endlich wieder ein wahrhaft guter und vorzeigbarer Minister Deutschland im Ausland vertreten wird. Vergessen machen muss er, dass der feine Herr Westerwelle mit seinem Lebensgefährten (sic!) Deutschland blamiert hat.

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fwittkopf 24.09.2013, 20:43
118. Angekommen sind bei mir

Zitat von aswe
... diese Kommentare. es bleibt der üble Nachgeschmack das sich viele einfach nur äußern wollen. Nivealos, dümmlich, arrogant! Wenn der Eine, oder Andere, einmal in einem lichtem Moment nachdenkt, wird er merken, das an Deutschlands guter Situation auch Herr Westerwelle erheblichen Anteil hatte.
nur Warnungen. Herr Westerwelle hat im Wochenrythmus vor diesem und jenem gewarnt.
Im AA sitzen nur Einserkandidaten, und deren Chef warnt ständig. Das können auch die Dreierkandidaten. Fischer hat nie gewarnt, der hat gehandelt, und der war ein Versager.

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udo1949 24.09.2013, 20:43
119. Jawohl, ein Ausnahmetalent.

Sein Ausnahmetalenz hat er schon allein dadurch bewiesen, dass er im Wahlkampf 2009 14.6 % der Wähler mit den "gelben Seiten" von Bad Godesberg begeistern konnte, in denen angeblich die Steuerausnahmetatbestände aufgelistet waren, die er mit seiner Partei abschaffen wollte.
Ansonsten eine "tragische Figur", die schon nach der Scheidung der Eltern als "Klassenclown" zwischen den beiden Rheinufern umherirrte. Schade, aus dem hätte mehr werden können.

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