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Westerwelles Abgang: Der Draußenminister
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Auch für ihn ist es nun vorbei: 17 Jahre lang mischte Guido Westerwelle in der deutschen Politik mit, als Noch-Außenminister darf der FDP-Mann vor dem Ende seiner Karriere noch einmal auf die große Bühne der Uno. Eine bittere Abschiedsreise für ein umstrittenes Ausnahmetalent.

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tradutor 24.09.2013, 17:24
40. WW als Versager

Zitat von sysop
Auch für ihn ist es nun vorbei: 17 Jahre lang mischte Guido Westerwelle in der deutschen Politik mit, als Noch-Außenminister darf der FDP-Mann vor dem Ende seiner Karriere noch einmal auf die große Bühne der Uno. Eine bittere Abschiedsreise für ein umstrittenes Ausnahmetalent.
Wie kommen Sie darauf, Herrn Westerwelle als Ausnahmetalent zu würdigen.Er war bestenfalls nützlicher Durchschnitt.Seine Brandrede, gerichtet an die schwächsten der Gesellschaft,war alles andere als klug. Von Ausnahmetalent war da keine Spur.Vermutlich war ihm gar nicht klar, was er da mit spätrömischer Dekadenz zum Ausdruck brachte.In ihrer späten Phase haben die Römer in Eselsmilch gebadet.
Die Hartz IV-er haben Not, ihren Kindern Milch zum Trinken anzubieten.Westerwelle war so gesehen ein Versager.Nicht allein wegen dieser Ausfälle gegen Sozialschwache.

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Suppenelse 24.09.2013, 17:25
41. Verlierer des Gesichterwahlkampfes

In Zeiten von "Gesichterwahlkämpfen", in denen die meisten Angela Merkel und nicht etwa das CDU-Programm gewählt haben und in dem der FDP vor allem ihr Führungs-Duo vorgeworfen wurde, hatte auch Westerwelle immer schlechte Karten. Schlechte Arbeit sowohl als FDP-Mann wie auch als Außenminister kann man ihm nicht vorwerfen, finde ich, aber er war halt auch nie ein Symphatieträger. Dass letzteres in der Beurteilung Übergewicht erhält, ist schade, aber - siehe oben - wohl typisch.

Im übrigen, da es auch auf Spiegel Online falsch steht: Westerwelle hat nicht die Hartz-IV-Leistungen mit spätrömischer Dekadenz verglichen. Er hat nach dem Karlsruher Urteil zu Hartz-IV-Sätzen gesagt:

"CDs mit den Daten krimineller Steuerhinterzieher erregen die ganze Republik. (...) Bürger, die für ihre Arbeit weniger bekommen, als wenn sie Hartz IV bezögen, tun es nicht. (...) Wer kellnert, verheiratet ist und zwei Kinder hat, bekommt im Schnitt 109 Euro weniger im Monat, als wenn er oder sie Hartz IV bezöge. Diese Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken besorgt mich zutiefst. Die Missachtung der Mitte hat System, und sie ist brandgefährlich. Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein."

Unterschied verstanden? - Aber so viel Sachlichkeit ist bei Beurteilung eines FDP-Politikers wohl nicht gefragt.

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ohne.merc 24.09.2013, 17:25
42.

Guido Westerwelle muss man tatsächlich zugestehen, dass er nach seinem Sturz vom Parteivorsitzenden ein doch noch recht brauchbarer und vorzeigbarer Außenminister geworden ist.
Diese Bilanz hätte man ihm am Wahlabend und den folgenden Tagen 2009, als er als vermeintlicher Wahlgewinner nur so rumstrunzte, auf keinen Fall zugetraut, und viele haben die Augen verdreht, als er zum Außenminister ernannt wurde.
Der Verlust der Parteivorsitzes hat ihn wohl auf das passende Maß zurechtgestutzt.
Letztlich ist er am heutigen Tage der einzige FDP-Minister, dem man anständige Arbeit und auch einige Erfolge (so man denn die schwarz-gelbe Außenpolitik mag) zugestehen kann.
Merkel wäre gut beraten, die anderen FDP-Minister für die letzten 30 Tage zu entlassen oder zu beurlauben, damit sie nicht noch auf den letzten Drücker ihre Pfründe sichern oder Kumpels zu prima Stellen verhelfen. Es wäre nicht das erste Mal...

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Broko 24.09.2013, 17:26
43. optional

Westerwelle wäre nicht der erste, der die Partei wechselt ...

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ulrich_frank 24.09.2013, 17:29
44. Merkwürdige Charakterisierung des Mannes als

Die Zusprechung von Talent beinhaltet normalerweise die Zuschreibung einer substantiellen Eigenschaft. Wo diese inhaltlich liegen soll bei einem Manne, der noch vor 5 Jahren in der Hauptsache trommelnd und wüst demagogisch, mit Zügen die aus der unrühmlichen deutschen Geschichte zu bekannt sind, am Rednerpult stand und Stimmung machte, der zuletzt in der Rolle des Außenministers in der immerhin erträglichen Rolle einer Art von Sprecher auftrat, das ist hier unklar. Der Mann hat vor allem das Ego einer Kaste gefeiert, und darin sollte ihm kritischer Journalismus nicht zu behilflich sein.

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fessi1 24.09.2013, 17:30
45. Wann bitte...

hat Herr Westerwelle die Welt auch nur ein kleines bisschen gerettet?

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biwak 24.09.2013, 17:30
46. Seine Geschichte, so steht es in einem Porträt, "hat das Zeug zu einer Tragödie"Zitat

Fast hätte mich eine Mitleidsattacke beschlichen. Gut dass mir noch rechtzeitig sein Schnöselkommentar von der "spätrömischen Dekadenz" eingefallen ist. Mit anderen Worten: Wen juckts?

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widder58 24.09.2013, 17:32
47.

Zitat von sysop
Auch für ihn ist es nun vorbei: 17 Jahre lang mischte Guido Westerwelle in der deutschen Politik mit, als Noch-Außenminister darf der FDP-Mann vor dem Ende seiner Karriere noch einmal auf die große Bühne der Uno. Eine bittere Abschiedsreise für ein umstrittenes Ausnahmetalent.
Wo erkennen Sie da ein Ausnahmetalent? Westerwelle hat in der Außenpolitik keinerlei eigene Akzente gesetzt und im Nahen Osten, resp. Syrien komplett versagt. Für Libyen hat es immerhin zu einer Enthaltung gereicht, die letztlich aber nichts gebracht hat- außer Chaos. Deutschland hängt außenpolitisch die Fahne in den Wind.
Ich für meinen teil erwarte jedoch eine Politik mit Rückgrat und keine schmierige Unterwerfung.

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punkorrekt 24.09.2013, 17:33
48. Ausnahmetalent?

Zitat von sysop
Auch für ihn ist es nun vorbei: 17 Jahre lang mischte Guido Westerwelle in der deutschen Politik mit, als Noch-Außenminister darf der FDP-Mann vor dem Ende seiner Karriere noch einmal auf die große Bühne der Uno. Eine bittere Abschiedsreise für ein umstrittenes Ausnahmetalent.
Der Mann hat sich als leerer Schwätzer erwiesen. Die FDP hatte bei der letzten Wahl über 14% der Stimmen durch sein Versprechen geholt, Deutschland in liberalere Richtung zu reformieren. Und nach der Wahl? Nix mehr mit Wirtschafts- oder Gesellschaftspolitik, der Außenminister-Futtertrog war doch interessanter.

"Gewogen und zu leicht befunden" wie es so schön in der Bibel heißt!

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bernhard29 24.09.2013, 17:34
49. Götterdämmerung fürs Guidolein

Keine Ahnung, wie man dieses Großmaul als Ausnahmetalent im obigen Artikel titulieren kann. Die Rolle als Außenminister wurde mit Sicherheit noch nie so laienhaft ausgefüllt, Sein gespieltes staatsmännisches Gehabe wirkte sowas von lächerlich., da hätte man sich des öfteren Herrn Fischer wieder zurück gewünscht. Nun ist Götterdämmerung für diese Splitterpartei angesagt.
PS. Die Grünen werden folgen, Steuererhöhungspartei brauch auch niemand.

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