Forum: Politik
Westerwelles Abgang: Der Draußenminister
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Auch für ihn ist es nun vorbei: 17 Jahre lang mischte Guido Westerwelle in der deutschen Politik mit, als Noch-Außenminister darf der FDP-Mann vor dem Ende seiner Karriere noch einmal auf die große Bühne der Uno. Eine bittere Abschiedsreise für ein umstrittenes Ausnahmetalent.

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bertholdböckchen 24.09.2013, 17:56
60. Tränenreich

Kaum ein Politiker war in den letzten Jahren so unbeliebt wie Guido Westerwelle. Selten hat ein Politiker es sich beim Wahlvolk dermaßen verscherzt, dass es kein Vergessen und Vergeben gab, außer eben einem unehrenhaften Abtritt. Der ist ihm jetzt erspart geblieben, da seine Klientel-Partei endlich aus dem Bundestag verbannt wurde. Guido Westerwelle war/ist ein Politiker zum Fremdschämen, dass der Kerl Außenpolitik machen durfte empfinde ich für unser Land nach wie vor als echt schlimm. Als Krönung dieser tränenreiche Artikel. All die Misstritte, Fehleinschätzungen, unsäglichen Vergleiche und das sonstige hohle Geschwätz des Ausnahmepolitikers - nun ja, es ist vorbei, wir haben es überstanden. :)

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verwunderterzeitungsleser 24.09.2013, 17:58
61. Na, na das unfähr!

Zitat von Peter.Lublewski
Umstrittenes Ausnahmetalent? Ich sehe hier nichts weiter als den Abgang des schlechtesten deutschen Außenministers seit Joachim von Ribbentrop.
Solche Vergleiche sollte man unterlassen, den in der Ära Ribbentrop hat er keine guten Überlebenskarten gehabt. Ich finde den Anwurf mehr als unterirdisch, obwohl ich ihn nun nicht etwa als leuchtendes Beipiel wie z.B. Genscher sehe. Am Ende seiner Tätigkeit war er auf jeden Fall gefestigter und nicht mehr das Kaschperle. Vielleicht war das auch die Erziehungsarbeit von Mutti?

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JB1969 24.09.2013, 17:59
62. Auf Nimmerwiedersehen Guido

Du warst der widerlichste der gesamten FDP. Arrogant bis ins Mark, Beleidiger derjenigen, die sich nicht wie Du aus der Portokasse einen "Cashmere-Cardigan" kaufen können, und der Reduzierer der FDP auf die Spitzensteuersatzsenkung.

Niemand vermisst Dich. Gut, dass wir Dich nur noch von hinten sehen werden - ein letztes Mal (leider), bei der Amtsübergabe an Frank-Walter Steinmeier.

Der zeigt Dir dann auch gleich, wie man Außenpolitik macht.

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silvester76 24.09.2013, 18:01
63. Mitleid? Nein!

Ein schöner und ruhiger Artikel, bei welchem man wirklich fast Mitleid um den guten Herrn Westerwelle bekommen könnte. Aber auch nur fast. Denn wer so wie er so gut vernetzt ist und darüber hinaus 1 1/2 Jahrzehnte im Bundestag saß, der muss sich um die Bezahlung von weiteren "Châteauneuf du Pape"-Rotweinflaschen und oder edlen Kaschmir-Pullovern keine großen Sorgen machen.

Westerwelle hat 2009 mit seinem heuchlerischen Wahlkampf zu heftig auf die "Sahne gehauen" und dem Volk Freibier in Form von "Mehr Netto vom Brutto" versprochen. Ganz zu schweigen von seinem ewigen Kalauer vom "einfachen, niedrigeren und gerechteren Steuersystem". All das kam nicht, dafür aber die "spätrömische Dekadenz", die Belehrung des britischen Journalisten und die vielen chicen Auslandsreisen, auf welchen er gerne eigene Freunde und Bekannte mitnahm. Seine große Zeit war 2011 schon zu Ende, die FDP in der Bedeutungslosigkeit angekommen und er in der Partei isoliert(er). Das er dann von einem Leichtmatrosen beerbt wurde, der sich nun mit der "Leistung" ins Geschichtsbuch verewigt hat, die FDP zum ersten Mal überhaupt nicht erneut ins Parlament gebracht zu haben, wird für ihn nur ein schwacher Trost sein.

In jedem Sieg steckt der Keim der Niederlage, das weiß jeder Sportler und auch jedem übermütigem Politiker sei es ins Stammbuch geschrieben.
Westerwelle hat seinen Zenit am 27. September 2009 um 18 Uhr erreicht, als der FDP 15% prognostiziert wurden und sie später 14,6% erreichte.
Schon mit seiner unglücklichen PK mit dem britischen Journalisten einen Tag später begann sein unaufhaltsamer Abstieg. Er missachtete den Niedergang der SPD am Ende der großen Koalition und fühlte sich fälschlicherweise auf Augenhöhe mit Merkel und Seehofer. Er mag außenpolitisch im 2. Teil seiner Amtszeit deutlich an Wertschätzung gewonnen haben, ruhiger und nachdenklicher in seinem Auftreten ist er unwidersprochen geworden. Dennoch darf man auch den früheren Westerwelle nicht vergessen, welcher immer wieder die leistungsbereiten Menschen auf seiner Seite wissen wollte und alle anderen verachtete. Dieser Westerwelle von früher hätte für den verdienten Niedergang einer solchen dekadenten Partei wie der FDP des Jahres 2013 niemals Mitleid gehabt.

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asdf122 24.09.2013, 18:03
64. Er ist wirklich ein Ausnahmetalent

Nur leider nicht im positiven Sinne. Er kann vielleicht einiges, nur mit der "Ausnahme" von dem was er machen sollte. Oft wird der Begriff ja genau andersrum verwendet, aber nun gut, er bekommt ja noch genug Bezüge auch in der Zukunft von denen er gut über die Runden kommen kann. Also lasst ihn ziehen....Für mich ist es eine der positiven Entwicklungen der letzten Zeit, dass diese Partei da ist wo sie hingehört- raus aus dem Bundestag. Er hat dazu sicher einen großen Beitrag geleistet und dafür bin ich ihm dankbar.

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tbrabant 24.09.2013, 18:05
65. optional

im Nachtreten entlarven sich die kleinen Geister... er hat 2 Jahre gute Arbeit gemacht unhd kann die Kläffer, die Ihm ans Bein pinkeln wollen vergessen

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hauptstadtjunge 24.09.2013, 18:13
66. Und doch ist er ein Ausnahmetalent

Westerwelle ist ein Ausnahmetalent, 14,6 % bei der vorletzten Wahl zeigen dies. Seine Schwäche war der FDP Historie zu folgen uns Außenminister zu werden statt Finanzminister. Dort wurde die Steuerpolitik gemacht die der FDP den Kopf gekostet hat weil diese nicht liefern konnte. Als Außenpolitiker in einer sich verändernden Welt der EU war der Einfluss eher Etikette wie der des Bundespräsidenten.
Hier hat er mit einem entscheidenden Fehler sein politisches Erbe verspielt. Aber ein großes Ausnahmetalent war er ohne jede Frage !
Bitte menschlich bleiben und einen Respekt vor der Lebensleistung zeigen.

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Tischler 24.09.2013, 18:14
67. Zum Glück

Hat er in Zukunft keine große Bühne mehr wenn er über Hartz IV Bezieher herzieht. Wie war das noch? "Auf jedem Schiff was dampft und segelt, ist einer der das Ganze regelt.....!" Jetzt scheint es als habe der den Kurs falsch berechnet und das Schiff ist untergegangen!

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verwunderterzeitungsleser 24.09.2013, 18:16
68. Das sehe ich anders!

Zitat von rwolf
mit ihm fing der Untergang der FDP an. Jetzt kann er ja versuchen die vielen FDP Angestellten, die jetzt frei werden, bei Mövenpick unterzubringen.
Dazu haben Lambsdorff und Möllemann, und nicht nur im übertragenen Sinne schon viel getan.

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Nabob 24.09.2013, 18:18
69. Ausnahmetalent, verlesen?

Zitat von sysop
Auch für ihn ist es nun vorbei: 17 Jahre lang mischte Guido Westerwelle in der deutschen Politik mit, als Noch-Außenminister darf der FDP-Mann vor dem Ende seiner Karriere noch einmal auf die große Bühne der Uno. Eine bittere Abschiedsreise für ein umstrittenes Ausnahmetalent.
Bei diesem Mann war man sich doch mit seinem gesamten, letztlich nie abgelegten spätpubertierenden Gehabe nie sicher, ob er sich als Jugenderbe noch etwas beweisen will, ob er der Homosexualität weiter zur Gesellschaftsfähigkeit verhelfen wollte, ob es ihm überhaupt um das ausgehende politische Anliegen seiner Partei ging oder nur um einen - schlecht umgesetzten - persönlichen Ehrgeiz in der Politik Karriere zu machen.

Um eines jedoch kann es ihm nie gegangen sein - um die Befindlichkeit des Bürgers in diesem Land.

Denn zeitweise bestand die FDP nur aus Westerwelle, was sich - wie man seit Montag weiß - sträflich rächte, weil er der politischen Kompetenz durch sich nach Möllemann den Weg zum Wohl der Partei versperrte. Daher konnten sie zum Schluss im Grunde nur Lachnummern präsentieren, die nur deshalb nicht als solche Karriere machten, weil sich der Bürger längst vom Interesse an der Politik distanziert hat - was natürlich auch wieder eigene Gründe hat, die originär nichts mit Westerwelle zu tun haben.

Noch eine Bitte zum politischen Ende: Bitte nicht den Nachfolger von Gerhard Baum geben als selbstempfundener "elder statesman" und versuchen sich rückwirkend so darzustellen, als habe er im deutschen Parlamentarismus eine wichtige Figur dargestellt, denn das hat er nie - kikeriki, nun hat Deutschland kein Polit-Hähnchen mehr.

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