Forum: Politik
Westliche Strategie in Syrien: Die Schande von Kobane
REUTERS

Meter für Meter rücken die IS-Kämpfer in Kobane vor. Die Welt schaut zu - doch es geschieht nichts. Den Mächtigen in Washington, Brüssel und Ankara fehlen Mittel und Willen, um das Drama zu stoppen.

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harald_haraldson 07.10.2014, 14:04
1. Verkauft wird die Operation

als Einsatz für die Menschenrechte. Nichts anderes als ein Einsatz für die Profite der Waffenindustrie ist es in Wirklichkeit. Der Westen wird noch an der eigenen elendigen Bigotterie und Heuchelei ersticken.

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spon-facebook-10000283853 07.10.2014, 14:05
2. Medien

Medien und Öffentlichkeit hatten in der Vergangenheit für das Eingreifen der Amerikaner in ähnlichen Situation nichts als Häme und Hass übrig und haben jede Gelegenheit genutzt die Gegner zu Opfern zu machen.
Es ist gut, dass die Öffentlichkeit jetzt sieht, dass sie selbst das Blut an den Händen hat und dass "nichts tun" sehr viel mehr Menschenleben kostet ...

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bumminrum 07.10.2014, 14:10
3. guter Artikel

Nachzutragen bleibt noch, wieso unsere tolle Verteidigungsministerin die Kurden dort unten zur Waffenübergabe besucht. Und zwar dort wo die Presse ist aber keine Notwendigkeit für eine schnelle Ausrüstung der Kurden besteht. Was für eine Farce in dieser Politik der Mächtigen.

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zieloptiker 07.10.2014, 14:11
4. Kuweit 1990 schon vergessen - die Rache von Saddams Erben???

Der geneigte Leser diese Kommentars sei daran erinnert, welchen Aufwand die freie Welt 1990 betrieben hat, um das korrupte Emirat in Kuweit vom bösen Buben Saddam zu befreien. Und man darf davon ausgehen, dass Saddam, im Vergleich zur IS, die bessere Armee hatte.

Viele wissen auch nicht, dass in der IS ehemalige Generäle von Saddam aktiv sind, ... last but not least nutzt sogar die Tochter von Saddam die IS um Rache zu nehmen für den Einmarsch der Koalition.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/saddam-husseins-general-duri-fuehrt-den-aufstand-der-islamisten-a-975408.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/tochter-saddam-husseins-sponsert-islamisten-a-988581.html

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spon-1230395602686 07.10.2014, 14:12
5. Rolle Türkei

kann man ja verstehen wenn die Türkei mittels IS elegant eine Problemgruppe im eigenen Land nicht stärken sondern schwächen will, aber einer Abschlachtung in Sichtweite der Grenze zuzulassen finde ich skandalös; hier ist die Türkei auch den Menschrechten verpflichtet und sollte der Allianz gegen die IS lokal beistehen; auch die Nato ist hier gefordert entsprechenden Druck auf die Türkei auszuüben; alle für einen - einer für alle; wenn die Türkei von der Nato geschützt werden und in die EU will ist sie jetzt in der Pflicht auch Nato Interessen zu vertreten und nicht nur die eigenen !

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g.raymond 07.10.2014, 14:12
6. Ein klarer Fall für die UN

UN-Soldaten sollten die Stadt vor der Eroberung und Zerstörung schützen. Alles andere Eingreifen individueller Staaten verkompliziert und verschlimmert die Lage. Westliche Staaten, z.B. die USA, werden nur den arabischen Furor ernten, die Türkei provoziert Syrien, die Deutschen lassen sich auf etwas ein, was sie nicht verstehen. Warum kommt die Sache nicht vor die UN?

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Banause_1971 07.10.2014, 14:14
7. und was lernt der Westen daraus?

Man könnte hoffen, dass der Westen einsieht, dass man fremde Staaten nicht destabilisiert, um mit Gewalt einen Umsturz der Regierung zu bewirken. Wenn man kein Konzept für die Zeit danach hat, sollte man damit leben, dass es andere Staaten gibt, die einem zwar nicht wohlgesonnen sind,... aber deren Machthaber offenbar in der Lage sind, den Deckel auf dem kochenden Topf zu halten. Was zur Zeit passiert ist die Folge der imperialistischen Invasionspolitik des Westens und der Griff nach dem Öl. Dafür hat man den Irak destabilisiert, Afghanistan, Lybien, etc. Was wär wohl los, hätte man Assad in Syrien auch erfolgreich gestürzt? Was für ein Machtvakuum wäre dort entstanden? WAS für Waffen wären den IS-lern in die Hände gefallen? Aber solange sich der Westen zu fein ist, mit Assad an einem Strang zu ziehen, wird das da unten so weitergehen. Das der Westen aber nicht kapiert sehen wir in der Ukraine. Auch hier wurde ganz gezielt eine Destabilisierung herbeigeführt. Resultat: Bürgerkrieg, Völkermord. Meine Bitte an die Regierigen der Welt wäre: Löffelt erst die Suppen aus, die schon heiß gekocht sind, bevor ihr einen weiteren Topf aufs Feuer setzt.

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Kurt2.1 07.10.2014, 14:15
8. .

Es fehlt der Wille. Besser, als in Kobane geht's nicht. Man konnte völlig bequem auf türkischer Seite seine Truppen incl. schwerem gerät formieren und IS frontal angehen.

Wer? Die Truppen des Westens, wie D, F, GB, USA.
Je 5000 Mann sollten den militärischen Teil des Problems lösen können. Offensichtlich sieht man aber lieber teilnahmslos dem Massaker zu.

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blindgaenger 07.10.2014, 14:15
9.

Was auch immer Sie bejammern, nur Wolfstraenen fliessen. Der sogenannte "Islamische Staat" ist und bleibt eine Kreation der Maechte, die vorgeben ihn bekaempfen zu wollen (was Joe Biden unverbluemt zugegeben hat), was sie aber nur halbherzig tun, sozusagen gezwungenermassen. Die Menschen vor Ort waren den machtgeilen Politikern gleich welcher Provinienz schon immer egal, ob diese nun in Washington, Riad, Katar, oder eben auch Berlin sitzen. Man hat Syrien seit langem im Sinne das Nachbarn im Sueden aufteilen wollen. Der Islamische Staat ist nur ein weiterer Vorwand fuer das Unterfangen - ob es im Sinne der Kolonialmaechte klappt oder nicht bleibt die Frage. Das Ergebnis zaehlt weniger als das geschaffene Chaos. Es scheint ohnehin, dass Chaos (in der Ukraine, im Nahen Osten, durch Ebola weltweit) das eigentlich Ziel der gegenwaeritgen Entwicklung ist.

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