Forum: Politik
Wettlauf mit den USA: China rüstet trotz Wachstumsschwäche kräftig auf
REUTERS

Um zehn Prozent will die Führung in Peking den Etat für das Militär in diesem Jahr aufstocken. Nachbarländer sind besorgt, doch Friedensforscher können Chinas Strategie nachvollziehen.

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torquemada13 04.03.2015, 11:49
70. Keine Täuschung

Zitat von archi47
Ein Blick auf die Landkarte sollte Ihnen genügen. In den Gedanken der letzten beiden Jahrhunderte wäre es eine strategische Notwendigkeit für China Zugriff auf Sibirien und seinen Rohstoffen zu bekommen. In Putins Rhetorik übertragen, ist es uraltes asiatisches Land. Natürlich kann Freundlichkeit nicht schaden, so lange das Risiko einer gewaltvollen Landnahme zu groß ist, so lange wird auch die Rhetorik in der Schublade bleiben. Putin selbst hat hier die Maßstäbe gesetzt! Aber, wenn - dann wird die 10fache Bevölkerungsübermacht und Wirtschaftsübermacht der Chinesen für die Russen nur ein kleines "Winke-winke" übrig haben. Während Rußland von "Neurußland" träumt und sich daran sogar noch überhebt, wird im Osten die Reduktion Rußlands auf "Vor-Neurußland" vorbereitet. Dazu braucht es keiner Amis - schon gar keine EU, es braucht nur noch etwas Zeit und die arbeitet für China!
Ja, die Zeit arbeitet für China und die Chinesen werden klar und deutlich ihre eigenen Interessen in den Vordergrund stellen. Denn das tun sie immer. Den Zugang zu Rohstoffen sucht China aber nicht nur in Nordasien hinter dem Ural. Auch in Südostasien, in Afrika und in Lateinamerika. Die US Regierung und die Nato hat dabei schon China kräftig vor das Schienenbein getreten. Beispiel Libyen 2011, da hatte China Milliardensummen in Gaddhafis Erdölindustrie investiert, die auf einmal verpufft waren. Und das mögen die Chinesen schon mal gar nicht. Ich denke auch, Russland wird der Juniorpartner in einer neuen Russisch - Chinesischen Allianz sein. Aber das ist für Putin immer noch besser als die weiße Fahne zu schwenken und sich den Expansionsgelüsten der Obama Regierung einfach zu ergeben. Deshalb treiben auch beide ihre gemeinsamen Anstrengungen innerhalb der SOZ und der BRICS weiter. Ganz klar, Russland und China ziehen an einem Strang. Der Westen unter der Führung der US Regierung zieht auf der anderen Seite des Strangs. Insoweit genügt auch ein simpler Blick auf die Landkarte nicht!

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schwerpunkt 04.03.2015, 11:53
71.

Zitat von Gruuber
Ganz einfach: Die USA verbrauchen(!) in ihren Kriegen rund um die Welt um mindestens 1000% mehr eigene Waffen als China. Und es müssen auch die Verbündeten der USA um mindestens 1000% mehr für die Kriege der USA zahlen als die Verbündeten Chinas für Chinas "Kriege".
Möchten Sie mir bitte einige der Verbündeten Chinas aufzählen?
Derzeit fällt mir da nur Nord-Korea ein. Und über deren Anteil des Militäretat am Bruttosozialprodukt sollten wir besser schweigen (ca. 25%).

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schwerpunkt 04.03.2015, 12:02
72.

Zitat von torquemada13
... Ganz klar, Russland und China ziehen an einem Strang. Der Westen unter der Führung der US Regierung zieht auf der anderen Seite des Strangs. Insoweit genügt auch ein simpler Blick auf die Landkarte nicht!
In diesem Fall ziehen Russland und China nicht an einem Strang, sondern Russland IST der Strang, an dem einerseits China, andererseits die USA und Europa ziehen.

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markus_wienken 04.03.2015, 12:16
73.

Zitat von omop
und langfristig sogar hilfreich für die USA. Durchaus vorstellbar, dass langfristig auch China Truppen für die Lösung von Konflikten in Krisenregionen dieser Erde bereitstellt.
China denkt pragmatisch.

China wird nur dort Truppen für Krisenregionen bereitstellen wenn es den eigenen Interessen nützt.

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taglöhner 04.03.2015, 12:24
74.

Zitat von schwerpunkt
In diesem Fall ziehen Russland und China nicht an einem Strang, sondern Russland IST der Strang, an dem einerseits China, andererseits die USA und Europa ziehen.
Der war gut :)! An welcher Stelle der Strick reißen könnte ahnen wir auch!

Aber bitte im Ernst, verschärfen wir nicht die Ängste dort mit solch derben Späßen. Man munkelt, Russland setze bereits auf Atomwaffeneinsatz seitens irrational regierter, instabiler Staaten, um der selbstgewählten Konkurrenz ohne eigenes Zutun das Leben schwerer zu machen.

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