Forum: Politik
Widerstand gegen Euro-Gruppe: Lafontaine und Varoufakis rufen zu zivilem Ungehorsam a
REUTERS

Europäische Linkspolitiker fordern einen Plan B: In einem gemeinsamen Papier rufen unter anderem der griechische Ex-Finanzminister Varoufakis und Ex-Linke-Chef Lafontaine zum zivilen Ungehorsam gegen die Euro-Gruppe auf.

Seite 27 von 28
DUWN01 13.09.2015, 20:17
260. Ganz einfach: keine Schulden machen

Wer Schulden macht, kann und darf sich nicht mehr auf Demokratie berufen. Also Griechenland: Verwaltung ordnen (Augiasstall), egal wie, Schulden bezahlen und dann könnt Ihr machen, was Ihr wollt. Geld gibt es genug im Land auch besonders bei der Kirche, nicht nur bei den Bürgern. Und im Ausland ist wohl auch einiges in griechischem Besitz.
Es gibt kein Recht auf Staatsschulden und Schuldenerlass!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MichaelCaesar 13.09.2015, 20:45
261. Was für ein Unsinn

Diese einsichtsfreien Vollpfosten Varoufakis und Lafontaine glauben doch hoffentlich nicht wirklich dass die Bürger Europas ihr Geschwätz und die Idee einer (anstatt EUR) "demokratischen Einheitswährung" als etwas anderes sehen werden als das, was es ist: nämlich als den Wunsch der Ultralinken, dass es bitte bitte so sein solle, dass Volkvertreter und Bevölkerungen "demokratische Beschlüsse" über Gelder treffen könnten, die sie nicht haben und dass nicht-finanzierte Beschlüsse doch bitte bitte trotzdem umzusetzen seien. Soweit kommst noch. Nein, besser nicht

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nölkopp 13.09.2015, 21:29
262. Der Reichtum weniger ...

Zitat von claus.w.grunow
Wenn man selbst unfähig ist, ruft man zum Chaos aus. Dann ist es leichter durch eine Diktatur der Armen, etwas zu verbessern. Diese kann man viel besser manipulieren. Diese Logik ist aber heute unbrauchbar.
... ist die Diktatur vieler Armer.

Das meine ich nicht als Wortspiel. Die Existenz von vielen Arme nährt den Reichtum weniger, was so wieder zu vielen Armen führt. Und es scheint fast unmöglich zu sein, an solchen Verhältnissen etwas zu ändern. Über Generationen vielleicht. Schafft man mit dem Reichtum die Armut ab oder umgekehrt?

Tatsächlich ist Armut die Dikatur der Armen. Selbst Reiche können ihr nicht entrinnen. Sie sind nämlich gefesselt im Fett ihrer fauligen Ungerechtigkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
boje6 13.09.2015, 22:02
263. Na ja, nicht so ganz...

Zitat von Koana
... wäre das wirksamste Mittel, welches jeder einzelne Artgenosse hätte. (... so er nicht schon ein marginalisiertes Almosenkriechtier ist...) Lafontaine und Varoufakis gerieren sich allerdings ostentativ als Liebhaber des "schönen" Warenangebots und finden ihre persönliche Kaufkraft wunderbar, wunderbar um hemmungslos zu konsumieren. Würden die beiden zu Franziskanern, oder gerne auch atheistischen "Frugalianern" - von mir aus mit einer moralischen Botschaft in der Kutte, ihrem Bescheidenheitsoutfit, sie könnten gerne solche Aufrufe absondern! Doch selber im Pool plantschen und in der Lobby des Adlon genüsslich mit rechtskonservativen Kollegen plaudern, nö - das sind keine Franziskaner sondern eine Art von Telebatzis - telegene Verlogensheitsapostel - der Bezeichnungen gäbe es viele. Der Volksmund spricht von jenen die den Wein saufen und das Wasser predigen. Die Spezies hat es eben drauf, leider ist sie das bestimmende Element der Gesellschaft und die Horde erkennt zwar die Verlogenheit, rennt aber dennoch hinterher.
der Grieche und olle Oskar sind nicht die Pharisäer.

Die Pharisäer sitzen in unseren etablierten Parteien und wollen uns das, was sie als Vertriebsinstanz global operierender Konzerninteressen tagtäglich ihrem Volk zumuten, als Demokratie verkaufen.

Ich finde fast alle OK, die für so was nicht mehr zahlen wollen.
Selbst das "marginalisierte Almosenkriechtier" (super Wortschöpfung!) gibt für diesen Suizid derzeit 19% der Fressreserven her...

Aber mal ehrlich: im Pool planschen und dabei (im ungünstigsten Fall) kontroverse Diskussionen führen, das wollen wir ja wohl alle, wenn wir keine Genussverächter sind.

Das Geld dieser Welt gäbe es jedenfalls locker her.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
boje6 13.09.2015, 22:42
264. Ups, ja, verdammt...

Zitat von fortelkas
Ja, das wäre doch was! Eine kraftvolle politische Aktion der politischen Linken. Vielleicht macht die EU dann doch einmal Politik für das griechische Volk und nicht für die Banken. Außerdem: Das nächste Thema wartet bereits: Das von den USA dominierte sogenannte Freihandelsabkommen, das den Raubtierkapitalismus endgültig installieren soll. Erwin Fortelka
...danke für die Erinnerung.
Inzwischen ist es in der Tat extrem schwierig geworden, sich an alles das noch zu erinnern, gegen das man oder von mir aus auch frau unbedingt ankämpfen muss, um nicht vom Demokraten zum Terroristen zu mutieren, was sicher kein vernünftiger Mensch wirklich möchte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kritikus77 13.09.2015, 23:21
265. Die Konservativen verweigern sich der Realität. Sie sind wirtschaftlich gescheitert.

Zitat von ulfschnitz
Mit Lafontaine und Varofakis melden sich ja auch richtige Experten zu Wort. Allerdings sind sie eher Spezialisten darin ein Land zu ruinieren als etwas konstruktiv zu gestalten.
Einige Kommentatoren vergessen, dass es die Konservativen waren, die Griechenland völiig ruiniert haben: Erhöhung der Schulden, Erhöhung der Arbeitslosigkeit, Niedergang der Wirtschaft.

Sie vergessen, dass die demokratisch nicht legitimierte Troika mit ihrem konservativen Konzept nicht nur in Griechenland, sondern auch Portugal, Spanien, Irland krachend gescheitert ist.

Die Gläubiger waren gegen Prof. Varoufakis »weil [er] in der Eurogruppe versuche, ökonomisch zu argumentieren, was dort niemand sonst tut.«

"Sehen Sie, mein Vorschlag zu Beginn war dieser: Das ist ein Land, das vor einer langen Zeit auf Grund gelaufen ist. ...Natürlich müssen wir dieses Land reformieren – wir stimmen hier überein. Weil Zeit so wichtig ist und die Zentralbank uns [die griechischen Banken] während der Verhandlungen das Geld abdrehte, um uns unter einen Druck zu setzen, dem wir nicht standhalten, war mein Vorschlag die ganze Zeit über ein sehr einfacher: Lasst uns Einigkeit über drei oder vier wichtige Reformen erzielen, etwa das Steuersystem, die Mehrwertsteuer, und sie umgehend umsetzen. Und schon hätte man die Liquiditäts-Restriktionen der EZB abschwächen können. Ihr wollt eine umfassende Lösung – lasst uns weiter verhandeln – und in der Zwischenzeit lasst uns diese Reformen im Parlament als Übereinkunft zwischen uns und euch vorstellen. Aber sie sagten: »Nein, nein, nein, das muss eine vollständige Überprüfung (der Maßnahmen) geben. Nichts wird umgesetzt, sollten sie es wagen, irgendwelche Gesetze einzubringen. Dies wird als einseitiges Handeln verstanden, das den Einigungsprozess behindert.«

Beitrag melden Antworten / Zitieren
boje6 13.09.2015, 23:41
266. Der Kapitalismus...

Zitat von kyon
Es ist schon erstaunlich, dass sich doch immer wieder Menschen finden, die versuchen, die Welt mit linksextremistischen Heilsversprechen zu beglücken, obwohl bislang alle diesbezügliche realen Manifestationen wenig Hoffnung auf ein Paradies durch Sozialismus gemacht haben.
...ist nicht das, was gewonnen hat, sondern das, was übrig geblieben ist.
Die "Natur" des Kapitalismus besteht darin, an sich selbst zu verrecken. Dazu braucht es gar keinen Gegenpart.

"Immerwährendes Wachstum" als Voraussetzung des eigenen Bestehens auf einer Kugeloberfläche... in welcher Klasse lernen wir in der Schule, dass eine Kugeloberfläche (Erde) nicht = unendlich ist?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vwievendetta 14.09.2015, 07:54
267. Politische B-Promis

Unsäglich dummes Geschwätz, wenn man die Folgen nicht politisch oder diplomatisch zu tragen hat. Opa erzählt vom Krieg und wie wir ihn hätten gewinnen können. Da sind zwei politische Nebendarsteller auf selbstgefälliger Bädertournee.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Maria-Galeria 14.09.2015, 11:50
268. Varufakis und Lafontaine

Sind wohl einer der wenigen Politiker deren Spiegelneuronen noch völlig intakt sind und dadurch mit einer gehörigen Portion Empathie für das Volk ausgestattet sind. Denke mir, sie stellen sich vor dass jeder im Winter seine Bude heizen kann, bei uns sind es immerhin schon ca. 800 000 Haushalte die darauf verzichten müssen, mangels Masse, dass sich jeder vollwertige Ernährung leisten kann, viele müssen auch darauf bei uns verzichten, mangels Masse, dass jeder sein sicheres Dach über dem Kopf hat, keine überteuerten Mietkosten, halt so die Grundvoraussetzungen für ein relativ zufriedenes Leben. Eigentlich nicht verkehrt, da die beiden Herren mit einer gehörigen Portion Fachkenntnis ausgestattet sind, kann man sie nicht so behandeln wie Mollath, fast jeder kennt ihn, so werden sie halt medial nieder gemacht. Aufjedenfall ein Plan B schadet nie.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
13wahlstratege 14.09.2015, 16:10
269. Nur Profis können erkennen, welche trübe Tassen ...

... sich über den Tisch ziehen ließen, nicht nur in Griechenland. Die Art und Weise, wie dies mit den abhängig Beschäftigten in Deutschland (natürlich außer dem Beamtentum) geschehen und immer noch geschieht,

Diese Form EUropas, wo es gleichere unter Gleichen gibt, das sind die Fahnenträger, die bei Gegenwind das sinkende Schiff bereits verlassen haben, ohne daß Betroffene dies bemerkten.

Dies gilt nicht für die genannten Personen, eher für solche, die heute zwar noch das Zepter schwingen, sich aber bereits um den anderen Wohnsitzort gekümmert haben. Ja die Schweiz, nein es gibt ein besseres Klima für diese Lloyds, in Südamerika. Das wußte bereits Honecker. Und die Dinge, soweit sie aus dem Ruder gelaufen, werden gerade neu angesteuert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 27 von 28