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Widerstand gegen Volkszählung: So hart trifft der Zensus die deutschen Gemeinden

Sonderbare Methodik, plötzlicher Einwohnerschwund, die Angst vor finanziellen Einbußen: Der Zensus 2011 löst massiven Protest aus, mehr als 800 deutsche Kommunen haben Widerspruch gegen die Volkszählung eingelegt. SPIEGEL ONLINE zeigt erstmals die Folgen für alle Gemeinden.

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nikolaus1962 05.08.2013, 17:27
100. optional

Von eine fremde Weltmacht totalüberwacht? Oh Gott jetzt bekomme ich aber Angst, da stecken mal wieder die Bilderberger dahinter. Wenn ich so die Komentare so lese dan klingt, das doch sehr nach Verschwörungstheorie. Man sollte nicht alles so ernst nehmen, ich frage mich, was gegen eine Volkszählung spricht, das sind doch nur Erhebungen über Daten wie viele Menschen in unserem Lande leben ich verstehe die ganze Hyterie nicht Ihr seit es doch die immer wieder die selben Parteinen wählt die dann nacher sowas durchführen, ich verstehe die ganze Aufregung nicht

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mr1978 05.08.2013, 17:29
101.

liebe Kommunen, bitte beschwert euch bei euren Bürgern, die durch die Klagen gegen die Volkszählung 1987 verhinderten, dass die statistischen Ämter euch Gemeinden die genauen Abweichungen, sprich die fehlenden Personen, benennen dürfen.
Das Verfassungsgericht hat seinerzeit deutlich klargestellt, dass die amtliche Statistik keine auf einzelne Personen rückführbare Daten an die Verwaltung herausgeben darf.
Dass dieses Mal alle möglichen Melderegister abgeglichen und aufbereitet wurden, sollte eigentlich als Fortschritt gesehen werden. Man stelle sich das Gejammer der Bevölkerung vor, wenn jeder Bürger befragt worden wäre.

Und was erst los wäre, wenn wirklich Daten an die Melde- und Finanzämter zurückgingen...ich höre schon den Aufschrei.

Was also lernen wir? Kommunikation hilft. Gerade wenn man die Methodik nicht versteht.
Und man macht staatlichen Einrichtungen (Statistische Ämter) mittlerweile schon Rechtstreue zum Vorwurf.
Schizophrene Welt...

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skrackow 05.08.2013, 17:29
102. SchlussTrug

Die Ergebnisse des Mikrozensus geben die Bevölkerungszahl sowie deren Verteilung auf die Gemeinden sicher besser wieder, als die fortgeschriebenen Daten (wegen multiplikativer Effekte der Fortschreibungsfehler). Allerdings beruhen Schätzer (also die Anzahl geschätzter Einwohner pro Gemeinde) auf statistischen Parametern und haben daher einen Schwankungsbereich. Da hilft Varianzreduktion per Stichprobenvalidierung nur quantitativ ein wenig, aber nicht prinzipiell. Das ist für Zahlen, auf die konkret rekurriert werden muss, auf keinen Fall akzeptabel. Man kann ja nicht Mittel mit Schwankungsbreiten zumessen! Die neuen Daten sind also für jedwede demografische Argumentation die besseren, als Grundlage von Mittelzuweisungen aber prinzipielle untauglich.

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inko.gnito 05.08.2013, 17:33
103.

Zitat von firehorse67
der zensus 2011 war ein regulär durchgeführter zensus bei dem sowohl melderegister, als auch eigentümer und privatpersonen befragt wurden. die erhebung der eigentümer wurde zu 100% durchgeführt, das heißt jeder eigentümer von wohneigentum wurde befragt und musste über seine immobilien und deren bewohner oder leerstände auskunft geben, und genau deshalb reichen 10% direkt befragte bürger. die zahlen stimmen, nur sind halt die kommunen sauer wenn ihnen geld durch die lappen geht
Haben Sie Ihre Mieter angerufen und gefragt, ob sie Nachwuchs bekommen haben oder die Freundin eingezogen ist?

Ich nicht. Gab eine Abweichung von 50%.

Von meinen Bekannten und Verwandten hat auch keiner gefragt und es wurde auch keiner gefragt. Da kann also nur Mist rauskommen.

Gerade in Großstädten mit großen Vermietungsgesellschaften mit 1000en Wohnungen kann man die Daten aus Mietverträgen getrost in die Tonne kloppen...

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vox veritas 05.08.2013, 17:59
104.

Zitat von sysop
Sonderbare Methodik, plötzlicher Einwohnerschwund, die Angst vor finanziellen Einbußen: Der Zensus 2011 löst massiven Protest aus, mehr als 800 deutsche Kommunen haben Widerspruch gegen die Volkszählung eingelegt. SPIEGEL ONLINE zeigt erstmals die Folgen für alle Gemeinden.
Daß die seit Jahrzehnten bekannte demografische Entwicklung irgendwann auch mal einsetzt, hat unsere Politiker überrascht?

Was haben die denn gedacht, daß es nur die anderen trifft?

Hätten die mal was konkretes für die Familien gemacht, hätten die sich heute das Jammern sparen können.

Es wird noch viel, viel schlimmer, Leute!

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malocher77 05.08.2013, 19:03
105. Zensus 2011

Ist sehr teuer gewesen, der Staat weiß jetzt alles über Eigentum der Deutschen, und wenn in der Eurokrise der Zahltag kommt, dann gibt es Zwangshypothek auf die Immobilien und Grundstücke.

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wza2000 05.08.2013, 22:29
106. Penibel gepflegt

Zitat von sysop
Die Gemeinden führen selbst eine Bevölkerungszahl in ihren oft penibel gepflegten Einwohnermelderegistern.
In etwa so penibel wie in Berlin?

DER SPIEGEL*31/2007 - Ungebetene Untermieter

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klimbim69 05.08.2013, 23:20
107. unfreiwillige Komik

Ein Stück aus dem Tollhaus mag der uneingeweihte Leser meinen. Doch wer selbst monatlich die absurdesten statistischen Meldungen erstellt und weiß, dass Schwarz und Weiß nicht immer so sind wie man meint, winkt nur ab ob dieser scheinbar so skurilen Meldung.

Angesichts des überbordenden Bürokratie sei die Frage nach Sinnhaftigkeit einmal mehr gestellt. Schön, dass wir uns diesen Luxus an Datenmüll leisten können und nicht in Frage stellen. Nur weiter so.

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J.NoName 06.08.2013, 11:20
108. typisch Deutsch,

zuerst nicht ordentlich mitmachen (weil: "Da will ja einer ohne Gegenleistung was von mir") und dann über die inkorrekten Ergebnisse meckern, die einen (bzw. die Gesellschaft) dann doch irgendwie negativ treffen... Man hat ja sonst keine Probleme.

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reflexxion 06.08.2013, 13:53
109. Zahlen doch plausibel?

Bei meinem letzten Umzug musste ich mich am alten Wohnort extra eigenständig abmelden. Früher machte das die Verwaltung des neuen Wohnorts. Ok, es war ein Zweitwohnsitz, aber da der vorherige Erstwohnsitz nun Zweitwohnsitz wurde war es wohl in der Bürokratie so nicht vorgesehen.

Für die Erhebung wurden die Daten von ALLEN Vermietern angefordert, ebenso Daten von Elektrizitäts- und Wasserversorgern und wo vorhanden sicher auch Gaswerken. Schon das dürfte ziemlich komplettes Datenmaterial ergeben, aber nein - wir haben ja auch noch Telefonanbieter und meine besonderen Freunde von der GEZ. Wahrscheinlich hat man das alles dann an die NSA geschickt und mit dem dortigen wahrscheinlich 100% genauen Bestand abgeglichen. Unsere ameriknaischen "Freunde" (wer daran glaubt das wären sie, der ist selbst schuld) haben dann Frau Merkel gesagt, wo was falsch ist und die hat es dann weitergegeben. Noch Fragen? OK, Frau Merkel kann auch nicht eingeweiht gewesen sein, wie so oft in ihrem politischen Leben wenn es unanagenehm wird. Bestimmt aber wars der Pofalla... der ist sowieso gerade der Sündenbock

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