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Wie bewerten Sie Landtagswahlen im Hinblick auf die Bundestagswahl?

In Thüringen, Sachsen und im Saarland wurde der Landtag gewählt. Wie bewerten Sie die Ergebnisse im Hinblick auf die Bundestagswahl im September? Diskutieren Sie mit!

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bammy 05.09.2009, 13:07
3250.

Zitat von cashcow
Warum? In der EU sind wir ein Binnenstaat mit reichlich Pufferstaaten drumherum. Erwarten Sie eine Invasion?
Sie haben den Sinn eines Bündnisses scheinbar nicht verstanden.

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sprechweise 05.09.2009, 13:07
3251. Bildung

Zitat von heiko1977
Natürlich könnte man es mit Geld lösen z.B. höhere Löhne so dass sich die Eltern auch die Bücher leisten können die ihr Kind braucht, eine umfassendere und in den Nachmittag reichende Betreuung der Kinder in der Schule mit Hausaufgabenhilfe, AG's und Unterstützungsunterricht und vorallem wieder eine qualitative Aufstockung des Bestandes der Schul- und Stadtbibliotheken ... Bildung kostet nun einmal Geld man bekommt diese nicht auf Nulltarif.
Dann muss aber Geld an die richtige Stelle. Und es gibt nun mal Schichten in denen Geld zuerst in Tabak und Alkohol umgesetzt wird.
Für Kinder aus diesen Schichten wäre es besser wenn der Staat (auf seine Kosten) die Kinder direkt fördert und nicht seine Eltern beim Saufen und Rauchen subventioniert.

Viel Geld macht aber auch nicht automatisch viel Bildung

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tallinn1960 05.09.2009, 13:13
3252.

Zitat von sprechweise
Das kann ich zwar nicht erkennen, aber erzählen Sie mal durch welchen Mechanismus in Wahlprogramm kann die FDP zu Lasten weniger Wähler, die dann in der Regel abspringen, mehr Wähler gewinnen? Wo ist denn die FDP Leistungsfeindlich? Immerhin wirbt sie "Arbeit soll sich wieder lohnen"
Nee, da haben Sie recht: leistungsfeindlich kann man die FDP nicht nennen. Das Leistungsprinzip ist das einzige Ordnungsprinzip, dass die FDP anerkennt.

Ansonsten allerdings spielt die FDP selbstverständlich Wähler gegeneinander aus: das "mehr netto vom brutto"-Versprechen wird auf Kosten derjenigen finanziert, die mehr oder weniger auf ein leistungsfähiges Gemeinwesen angewiesen sind. Wenn Sie beispielsweise mehr als den durchschnittlichen Beitrag zur GKV zahlen, ist der Geldbetrag über dem Durchschnitt eine Solidarleistung - sie kriegen für dieses mehr an Geld keine bessere Krankenversorgung, sondern helfen jemanden, der weniger als den durchschnittlichen Beitrag zahlt, dass er die gleiche Krankenversorgung erhalten kann. Da will die FDP (2005 auch die Union, was sie jetzt will, weiss keiner) von weg. Jeder zahlt das Gleiche und damit nur das, was er selber braucht. Wer das nicht kann, dem sollen Steuermittel helfen. Wo die herkommen sollen, da schweigt sich die FDP, die schliesslich auch die Steuern senken will, aus. Aber bei den Staatsausgaben sieht sie ja jede Menge Einsparpotential, vor allem im sozialen Bereich. Da wäre dann als erstes mal die staatliche Rente zu nennen....

Überhaupt, wenn ich an Steuersenkungen denke, und gleichzeitig an den Unterrichtsausfall meiner Tochter, weil in Bayern seit Beginn des Haushaltskonsoldierungskurses von Stoiber vor allem auch bei Lehrerstellen eingespart wurde, dann kriege ich einen dicken Hals. Dem Staat des Geld wegnehmen, aber gleichzeitig mehr von ihm verlangen, dass schafft wohl nur die FDP. Da kommt dann wohl über kurz oder lang Schulgeld auf uns zu: ein Blick nach GB oder in die USA verschafft da Klarheit.

Kurz: die FDP hätte auf der Titanic den Platz in den Rettungsbooten an den Meistbietenden verschachert und das als gerecht bezeichnet.

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bammy 05.09.2009, 13:17
3253.

Zitat von cashcow
Die entscheidende Frage ist doch: Kann die NATO dies auf Dauer verhindern? Ihre Argumentation unterstellt, daß dieser Krieg zu gewinnen ist. Wenn Sie sich jedoch ansehen, was die Russen alles angestellt haben, um Afghanistan in den Griff zu bekommen, kommen Sie um die Erkenntnis nicht herum, daß auch die NATO scheitern wird.
Alles ein politische, keine militärische Frage.
Zitat von cashcow
Was hat die NATO in den letzten Jahren dort erreicht, was nicht innerhalb von 3 Tagen rückgängig zu machen wäre?
Fahren Sie hin und schauen Sie nach...
Zitat von cashcow
Und wie viele Menschenleben werden wir opfern, bevor wir die Sinnlosigkeit erkennen?
Krieg ist prinzipiell sinnlos.

Zitat von cashcow
Zu Pakistan: Das wollen Sie auch militärisch besetzen, wo die NATO schon mit Afghanistan nicht klarkommt? Falls nein, wie wollen Sie dann ihr A-Waffen-Szenario verhindern? Merke: Kommt die Bombe nicht zu den Taliban, kommen die Taliban eben zur Bombe... Zu den "Tieren": Ihre Sprache entlarvt Sie. Raus aus Afghanistan - sofort!
Gehen Sie davon aus, das fanatische Gotteskrieger sich nicht nur auf ein bestimmtes Territorium beschränken werden, wenn sie die Möglichkeit haben weiter zu gehen.
Sie scheinen religiösen Fanatismus stark zu unterschätzen.

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Jupp Koschkoweit 05.09.2009, 13:18
3254.

Zitat von sprechweise
Tatsächlich ist die Wirtschaftleistung aber von der Motivation der AKteure getrieben...Nur Werte die geschaffen sind können verteilt werden. Wenn wieder mehr Menschen sehen, dass ihnen auch die Werte bleiben die sie schaffen, dann werden sie eben auch solche schaffen. Und dann gibt es mehr Werte und damit auch mehr Werte zu verteilen
Angesprochen auf Reallohnsteigerungen antworten sie wirklich mit obigem Satz. Wollen sie damit sagen, Arbeitnehmer leisten aus Resignation über Steuern und Abgaben weniger, so dass sie nun erst recht aufgrund geringerer Leistung geringeren Lohn erhalten, was wiederum zu weniger Geld für Soziales führt?
Richtig ist dagegen, dass die wirklichen Leistungsträger, nämlich alle Arbeitnehmer, vom Niedriglohnbereich angefangen, in den letzten Jahre derartige Werte geschaffen haben, so dass die deutsche Wirtschaft in den letzten Jahren regelrecht boomte. Werte sind also genügend geschaffen worden, nur wurden sie nach unten nicht verteilt.

Was nützt den Geringverdienern, die eh die Lohnsteuer zurückerstattet kriegen, mehr Netto vom Brutto, wenn selbst das Brutto kaum zum leben reicht? Da hilft nur mehr Brutto, was bei gleichbleibender Abgabenlast, automatisch zu mehr netto führt. Mehr Netto vom Brutto führt dagegen zu staatlichen Mindereinnahmen, die letztendlich in der Bildung, in der Erziehung und im sozialen Bereich fehlen werden. Dreimal dürfen sie raten, welche Gesellschaftsschicht dann wieder das Nachsehen hat.

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sprechweise 05.09.2009, 13:21
3255. Zehntel

Zitat von UweZ
.. weist die zeitliche Veränderung der staatlichen Transferleistungen über alle Einkommensdezile aus. ... Und jetzt dürfen Sie, herzallerliebste(r) sprechweise, wieder ein putziges Sprechbläschen absondern...:-))
Die Studie spricht von Veränderungen des Sozialtransfers, dann können Sie meinetwegen von Verlierern und Gewinnern der Veränderung reden. Aber ehrlicherweise müßte das mit der Veränderung der Steuer- und Abgabenbelastung einhergehen.

Wenn Sie aber von Profiteuren reden, müssen Sie aber absolute Zahlen verwenden. Und dann erhält das ärmste Zehntel pro Person drei mal soviel wie die 3 reichsten Zehntel.

So und nun hätte gerne auch die Zahlen, wie viel Steuern dass ärmste Zehntel und wieviel die 3 reichsten Zehntel an Steuern zahlen.
Ich würde mal schätzen zwischen 100-1000 mal mehr Steuern pro Person bringen die 3 reichsten Zehntel
(wobei man diskuttieren müßte ob Mehrwertsteuer aus Sozialtransfer einfliessen darf)

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bammy 05.09.2009, 13:25
3256.

Zitat von JensSchmidt
- sinkende Reallöhne im letzte Aufschwung in Deutschland
Da die Abgaben stiegen. Denn Löhne wurden ab 2007 erhöht. Allerdings in Brutto.
Zitat von cashcow
- sinkender Binnenkonsum
kommt darauf an, woran man das misst. Geiz ist Geil.
Ansonsten trägt die Ökosteuer, deren gesamtes Ausmaß nach der Euroumstellung (gefühlte 1zu1) erkennen konnte, ein guten Teil dazu bei.
Zitat von cashcow
- steigende Kapitalgewinne
Auch da gibt es Auf und Ab. Schauen Sie sich den DAX an.
Zitat von cashcow
- Exportüberschuss
Besser ist es. Wir sind ein Rohstoffarmes Land und sind auf eine starke Exportwirtschaft angewiesen. Die jüngste Krise geweißt diese sehr deutlich.

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achim-bonn 05.09.2009, 13:51
3257.

Zitat von sprechweise
Dann muss aber Geld an die richtige Stelle. Und es gibt nun mal Schichten in denen Geld zuerst in Tabak und Alkohol umgesetzt wird. Für Kinder aus diesen Schichten wäre es besser wenn der Staat (auf seine Kosten) die Kinder direkt fördert und nicht seine Eltern beim Saufen und Rauchen subventioniert. Viel Geld macht aber auch nicht automatisch viel Bildung
ich mutmasse mal, daß Sie nicht die geringste Ahnung von den Menschen haben, die Sie hier so vorschnell in die Ecke der haltlos Nikotin- und Alkoholabhängigen stecken, geschweige denn irgendwelchen Kontakt zu Menschen haben, die in einer wirtschaftlich prekären Lebenssituation stecken.
Aber es ist so schön einfach und dient der Rechtfertigung des eigenen Gesellschaftsbildes, wenn man sich die Welt so strickt wie sie einem selber gefällt.
Sie verallgemeinern, indem Sie eine verschwindend kleine Minderheit des Prekariats als den Regelfall darstellen.

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knut beck 05.09.2009, 14:02
3258.

Zitat von JensSchmidt
Wollen Sie all dies mal in der Tat ernsthaft diskutieren, oder doch lieber weiter herumalbern, wie "bullish" die "S"PD, doch sei und irgendwo aufschlüge?
Ich bin zu einer ernsthaften, sachlichen und unaufgeregten Diskussion bereit. Die Frage lautet: Ist das "S" in der "S"PD noch zeitgemäss? Und wenn ja, welche Partei darf Anspruch darauf erheben? - Aber ich sage es Ihnen gleich: einfach nur stänkern und motzen gilt nicht. Jetzt müssen Fakten auf den Tisch! Nichts als Fakten!

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tallinn1960 05.09.2009, 14:04
3259.

Zitat von sprechweise
Alle Beteiligten im Wirtschaftprozess verdoppeln ihre Preise (Löhne und Gewinne sind auch Preise). - Lohn, Rohstoffe, Gewinne der Unternehmer
Ihre Modellrechnung wird damit nur noch sinnloser. Wenn Sie überall, wo 1 Euro steht, 2 hinschreiben, haben sie was verändert? Nichts. Sie haben den Wert des Euro halbiert. Was dann nocb bleibt, ist die Demonstration, wie Inflation und Steuerprogression zusammenwirken, wenn die Steuertabellen nicht der Inflation angepasst werden. Ganz toll. Wenns das war, was sie sagen wollten, kein Widerspruch. Neben der Steuertabelle gibt es noch etliche andere Grössen, deren regelmäßige Anpassung an die Geldentwertung unterbleibt oder viel zu schleppend erfolgt.

Die Vorstellung, die Senkung von Abgaben und Steuern würde über Motivationssteigerung zu Wirtschaftswachstum führen, ist ein schöner Traum. Ich kann nur weit und breit keinen Motivationsmangel erkennen. Würden Sie vielleicht mehr arbeiten, als sie eh schon tun, wenn ihnen mehr netto übrigbleibt? Also, erst mal nähme das ja etwas den Druck von Ihnen, mehr Einkommen anzustreben. Hätten Sie überhaupt die Chance, über Mehrarbeit ihr Einkommen dann noch weiter zu steigern? Und wenn ja, warum nutzen Sie die nicht jetzt schon? Schliesslich bleiben Ihnen von jedem Euro, den sie mehr verdienen, mindestens mehr als 50 Cent übrig. Was ändert sich, wenn das 60 Cent wären? Und wieviel von den 10 Cent mehr müssten sie dann für Dinge ausgeben, die sie nicht mehr vom Gemeinwesen bekommen?

Es gibt Staaten in Südamerika, da können sie die motiviationssteigernde Wunderwirkung der von Ihnen gewünschten Politik - nicht nachweisen. Das Theorem versagt in der Praxis. Bitte ein neues.

Wenn Sie eine Idee haben für ein neues Produkt oder eine neue Dienstleistung, dann kann daraus Wirtschaftswachstum entstehen. Und dann können Sie sich schon heute eine goldene Nase verdienen. Die Unternehmereinkommen haben sich in den vergangenen Jahren ganz ausgezeichnet entwickelt. Nur zu.

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