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Wie geht es weiter mit SPD?

In Berlin und Baden-Württemberg liegen die Sozialdemokraten in Umfragen sogar hinter den Grünen - sind sie noch eine Volkspartei? Wie geht es weiter mit SPD?

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chevy57 15.12.2010, 16:20
1260.

Zitat von Hyäne
Ich weiß nicht, ob es der SPD gelingen wird....
Ich wünsche Euch das wirklich. Dieses Land braucht dringend ein durchschlagskräftiges Mitte-Links-Bündnis als Gegengewicht zum allgegenwärtigen NeoCon-Gehampel und für die Rückkehr zu einer Politik, bei der der MENSCH im Mittelpunkt steht und nicht das Anlegerinteresse. Und dafür wäre eine starke, aber eben auch andere SPD von großem Nutzen.

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heuss 16.12.2010, 07:50
1261. Den laden am Laufen halten.

Zitat von wolfgangivviii
hier geht es um die spd,und wie sie ihre wähler zurückbekommt. mir persönlich geht es darum abzuklären, warum der spd am laufenden .....
Die SPD der Nachkriegszeit, hatte in den 1970er Jahren ihre erste Abspaltung mit der Grünen Partei. Verantwortlich war seinerzeit Kanzler Schmidt, der mit den Gestaltungsideen von Erhard Eppler (Wende oder Ende) nichts anzufangen wusste. Wer Visionen hat, der möge zum Arzt gehen, die grünen SPD Freunde gingen in eine andere Partei, Erhard Eppler übrigens nicht.

Die zweite Abspaltung hatte einen Hauch von "USPD", verantwortlich hierfür war Kanzler Schröder, der gefiel sich in der Rolle ein Genosse der Bosse zu sein. Soviel zur Erklärung warum sich "jenseits der Konservativen" Wähler nicht mehr nahezu ausschlieslich in der SPD wiederfinden.

Die "Bürgerpartei" SPD ist nach Willy Brandt zu einer betont bürgerlichen Partei geworden, sie hat mit den "Seeheimern" einen Mitgliederkreis, der sich aus Liberalen und Wirtschafts - Freunden zusammensetzt, allerdings immer mit dem Anspruch, die "sozialen Aufgaben" im Lande ernsthaft zu betreiben.

Die SPD unter Schröder wäre nach meiner Einschätzung der ideale Koalitionspartner einer liberalen FDP gewesen, allerdings stand/steht der Lambsdorf - Zögling Westerwelle nicht im Verdacht, ein Liberaler im Wortsinne zu sein.

Veröffentlichte Meinung hat schon FJS nicht immer behagt, so allerdings wie sie derzeit gleichgeschaltet wurde und wird, so war Pressefreiheit nicht gedacht. Immer mehr Tageszeitungen sind in Finanznot und werden soweit von der Atomlobby mit Anzeigenschaltungen versorgt, wie es nötig ist um sie nicht absaufen zu lassen. Konservative Verlagskonzentrationen schaffen liberale Meinungsblätter ab, so wie zuletzt bei der "Süddeutschen" erlebt, dort hat gar die LBBW den Kredit von 300 Millionen zur Übernahme bewilligt. Die LBBW ist vom Steuerzahler alimentiert und trägt hier das Unternehmerrisiko, die CDU bekommt eine neue Stimme und die "Großmänner" bekommens kostenlos.

Wenn sie die SPD wählen wollen und als Alternative Schwarz oder gelb denkbar wäre, wählen sie SPD, da sind die Männer, die in der Vorgängerregierung den Laden am Laufen gehalten haben.

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rstevens 16.12.2010, 08:08
1262.

Zitat von pssst...
Könnten Sie jetzt noch beantworten "wann Leben beginnt..." und bitte nicht vergessen, "wann Leben endet..." ? Falls Sie das können, können wir die Diskussion begrenzen auf das das steht zwischen Beginn und Ende des Lebens. Zu sichern durch den Staat, jederzeit, so sagt das BverfG ! 1.Versuch die , mit HartzIV das Grundgesetz zu umgehen, 2. Versuch erleben wir gerade durch die Regierung.
Was hat das mit meinem Post zu tun?

Und wer hat entschieden oder nachgewiesen, dass Hartz IV nicht das Existenzminimum deckt? Das BverfG war es trotz wiederholt anderslautender Darstellung nicht.

Zitat von pssst...
Was genau haben Sie eigentlich gegen das Grundgesetz ?
Rein gar nichts, warum sollte ich auch?

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rstevens 16.12.2010, 08:29
1263.

Zitat von chevy57
Stimmt. Weil es die Realität ist. Dagegen argumentiert es sich immer schwer...
Die Bosse knechten die armen Arbeitnehmer ist also in dieser pauschalen Darstellung die Realität.
Bei mir ist es nicht so, damit ist zumindest schon mal die Pauschalaussage widerlegt.

Zitat von chevy57
Jau. So wird es auf Managment-Seminaren und Personaler-Ausbildungen landauf, landab seit minimum dreißig Jahren gebetsmühlenartig gepredigt. Allein, die Fakten sehen anders aus. Und zwar so: . Seltsam, oder? Wo doch nach Ihren Einlassungen alles so blendend läuft und die Chefs sich kümmern...
Sie haben offenbar weder mein Posting noch den Artikel verstanden oder sie wollen nicht. Ich habe argumentiert, dass es "die Bosse" nicht gibt und dass Unternehmen ihre Mitarbeiter schon aus ureigenen Interessen nicht als zu knechtendes Arbeitsvieh betrachten, das man nach belieben austauschen kann. Der Artikel belegt nicht mal im Ansatz, dass dies doch so sei. Im Gegenteil, er belegt, dass 12 Prozent der Befragten sich mit ihrem Arbeitgeber identifizieren und dass sie motiviert zur Arbeit gehen. Hier kann man durchaus den Schluss ziehen, dass es sich wohl nicht um sklavereiähnliche Zustände mit maximaler Knechtung der Angestellten handelt.

Darüberhinaus habe ich nie behauptet, dass alles ideal sei. Im Gegenteil, es gibt noch viel Spielraum für Verbesserungen. DAS belegt auch der angeführte Artikel. Daraus lässt sich aber nicht der Schluss ziehen, dass die übrigen 88% der Angestellten in Arbeitsverhältnissen stecken, in denen Verhältnisse herrschen, wie sie in dem von mir beantworteten Posting genannt wurden.

Zitat von chevy57
Um wieder auf die SPD zu kommen: Natürlich war es ein grober Fehler, während der eigenen Regierungszeit keinen flächendeckenden Mindestlohn (wie mittlerweile in den meisten unserer europäischen Nachbarländern vorhanden) einzuführen. Jetzt, in der Opposition, danach zu jammern macht hochgradig unglaubwürdig. Extrem peinlich, sowas.
Zustimmung. Aber diese Peinlichkeit ist für mich ein Hauptproblem der SPD bzw. grundsätzlich der Parteien der linken Mitte und weiter links davon. Nicht an der Macht, nehmen sie den Mund sehr voll. An der Macht ist dann aber oft ganz plötzlich Ruhe und es wird anders gehandelt als vorher getönt. Damit will ich nicht sagen, dass andere Parteien nicht auch mehr versprechen, als sie halten. Die versprochenen und nicht gehaltenen Punkte sind bei den anderen Parteien aber nicht ein so gravierender Bestandteil der eigenen Identität.

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Tschoeni 16.12.2010, 09:29
1265.

Zitat von sysop
In Berlin und Baden-Württemberg liegen die Sozialdemokraten in Umfragen sogar hinter den Grünen - sind sie noch eine Volkspartei? Wie geht es weiter mit SPD?
Es geht bergauf. Endlich wieder gute Nachrichten für Sigi Knuddelbär. Die SPD erreicht neue Wählerschichten:

http://www.bild.de/BILD/unterhaltung...uddelbaer.html

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chirin 16.12.2010, 10:22
1266. Wie geht es weiter mit der SPD?

Zitat von kohlerich
da haben die Seeheimer ja was ganz Sensationelles entdeckt: Wahrheiten! Das klingt nach Sarrazin, da helfen in dieser Partei nur Ausschlüsse! Vor Deutschland schafft sich die SPD ab.
Hoffentlich schafft sich die jetzige SPD ab, der linke Flügel der SPD ist eine Katastrophe für die Bürger. Wer möchte schon im Parlament einen Alterspräsidenten, der aus den Häuserverkäufen durch die Besetzungen durch autonome Linke nur für sich Vorteile gezogen hat und immerhin mit mehreren Baufirmen Pleiten hingelegt hat, deren Schulden der Steuerzahler tragen darf?

Seit wann sitzen Wirtschaftskriminelle im Senat?
Oder Rupf und der restliche SPD-Klüngel, die die eigentlichen "Macher" der HypoPleite sind, aber Wowereit hat geschickt im Jahr 2001 die Schuld auf Landowsky abgewälzt (Landowsky hat nur 20 000 DM an Spendengeldern für die CDU nicht richtig gebucht- weitergeleitet an die Partei hat er die) den Millionenschaden hat Rupf -SPD -zu verantworten als Chef der Hypo und wie die ehemalige SPD-Finanzsenatorin Anette Fugmann - Heesing und jetzige Investment-Maklerin da rein paßt ist auch nicht geklärt - als Finanzsenatorin war sie jedenfalls völlig unfähig. Und der Mob hat feste mitgeschrien - nur dass die 1. Garde der SPD die Anlagen erworben hat und nun mit Hunderttausenden von Euro ausgekauft wurde - von wem ? Natürlich wieder vonn der SPD.
Soll man doch die Listen der Leute veröffentlichen, die Vorteile von dem Lügenpakt hatten. Strieder war einer davon und als diese Bürger-Knebelungs-und Haftungsverträge der SPD-Hyp herauskamen , hat Herr Stieder seine Anteile zurück gegeben - warum wohl? Weil er wußte, dass der Ruf sonst im Eimer ist.

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h.brentano 16.12.2010, 10:38
1267. Staatskohle

Zitat von chirin
Soll man doch die Listen der Leute veröffentlichen, die Vorteile von dem Lügenpakt hatten. Strieder war einer davon und als diese Bürger-Knebelungs-und Haftungsverträge der SPD-Hyp herauskamen , hat Herr Stieder seine Anteile zurück gegeben - warum wohl? Weil er wußte, dass der Ruf sonst im Eimer ist.
Ja das Lügenpack ist für verantwortlich für die Bankenmissere. In den Aufsichtsgremien vieler Banken sitzen die Sozen und da saßen sie auch schon als die Landesbanken in Baden Württemberg, in Bayern und die WestLB Staatskohle brauchten.

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Hyäne 16.12.2010, 11:55
1268.

Zitat von h.brentano
Ja das Lügenpack ist für verantwortlich für die Bankenmissere. In den Aufsichtsgremien vieler Banken sitzen die Sozen und da saßen sie auch schon als die Landesbanken in Baden Württemberg, in Bayern und die WestLB Staatskohle brauchten.
Genau, gerade in Bayern und Baden-Württemberg wo die Sozen seit Jahrzehnten die Regierung stellen, sind sie absolut schuldig.

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skruffi 16.12.2010, 12:08
1269. Es fing schon früher an

Zitat von heuss
Die SPD der Nachkriegszeit, hatte in den 1970er Jahren ihre erste Abspaltung mit der Grünen Partei. Verantwortlich war seinerzeit Kanzler Schmidt, der mit den Gestaltungsideen von Erhard Eppler (Wende oder Ende) nichts anzufangen wusste. Wer Visionen hat, der möge zum Arzt gehen, die grünen SPD Freunde gingen in eine andere Partei, Erhard Eppler übrigens nicht. Die zweite Abspaltung hatte einen Hauch von "USPD", verantwortlich hierfür war Kanzler Schröder, der gefiel sich in der Rolle ein Genosse der Bosse zu sein. Soviel zur Erklärung warum sich "jenseits der Konservativen" Wähler nicht mehr nahezu ausschlieslich in der SPD wiederfinden. Die "Bürgerpartei" SPD ist nach Willy Brandt zu einer betont bürgerlichen Partei geworden, sie hat mit den "Seeheimern" einen Mitgliederkreis, der sich aus Liberalen und Wirtschafts - Freunden zusammensetzt, allerdings immer mit dem Anspruch, die "sozialen Aufgaben" im Lande ernsthaft zu betreiben. Die SPD unter Schröder wäre nach meiner Einschätzung der ideale Koalitionspartner einer liberalen FDP gewesen, allerdings stand/steht der Lambsdorf - Zögling Westerwelle nicht im Verdacht, ein Liberaler im Wortsinne zu sein. Veröffentlichte Meinung hat schon FJS nicht immer behagt, so allerdings wie sie derzeit gleichgeschaltet wurde und wird, so war Pressefreiheit nicht gedacht. Immer mehr Tageszeitungen sind in Finanznot und werden soweit von der Atomlobby mit Anzeigenschaltungen versorgt, wie es nötig ist um sie nicht absaufen zu lassen. Konservative Verlagskonzentrationen schaffen liberale Meinungsblätter ab, so wie zuletzt bei der "Süddeutschen" erlebt, dort hat gar die LBBW den Kredit von 300 Millionen zur Übernahme bewilligt. Die LBBW ist vom Steuerzahler alimentiert und trägt hier das Unternehmerrisiko, die CDU bekommt eine neue Stimme und die "Großmänner" bekommens kostenlos. Wenn sie die SPD wählen wollen und als Alternative Schwarz oder gelb denkbar wäre, wählen sie SPD, da sind die Männer, die in der Vorgängerregierung den Laden am Laufen gehalten haben.
Für die SPD scheint "Verrat" nicht inakzeptabel zu sein. Der erste "Verrat" fand 1914 statt. Da nämlich stimmte sie den Kriegskrediten trotz gegenteiliger Parteimeinung zu. Was folgte, ist bekannt. Es kam zur Spaltung in SPD und
USPD. Der nächste "Verrat" folgte 1918. Die Niederschlagung einer sozialdemokratischen "Revolution" durch sozialdemokratische Führer. Einzigartig vielleicht auf der Welt (nachzulesen u.a. in "Der Verrat"-Sebastian Haffner). Nun zur jüngsten Vergangenheit. Die Regierung Schröder (inkl. Münte, Steinmeier usw.) wendet sich von sozialdemokratischen Prinzipien und damit von ihrem Wahlvolk ab, indem sie u.a. die HartzReformen startet und u.a.Private-Equity u. Hedgefonds zulässt,die inländische Firmen ausschlachten und Niedrigslöhne hervorruft.
In den Augen vieler SPDler wieder "Verrat" an ihren Interessen. Wieder eine indirekte Spaltung- die WASG wird gegründet.
Solange sich die SPD nicht von ihren Schandtaten (inkl Steinmeier) und dem Seeheimer Kreis verabschiedet, kann
sie nicht mehr Ernst genommem werden.

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