Forum: Politik
Wie groß ist die Politikverdrossenheit der Deutschen?

Am 27. September steht die Bundestagswahl an, doch das Interesse bei der Bevölkerung hält sich in Grenzen. Herrscht Wahlmüdigkeit bei den deutschen Wählern?

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liborum 14.08.2009, 20:57
290.

Zitat von Robert Rostock
Dann frage ich auch Sie nochmal: Wo sollen denn andere Köpfe herkommen? Oder gibt es in Deutschland keine ehrlichen, integeren, klugen Leute mehr?


Doch, natürlich gibt es die in Deutschland.
Aber nicht in der Politik. Und ich vermute - nie mehr.

Karriere machen können nur noch so Typen wie "Herr Missfelder". Keine Meinung,aber davon genug. Fraktionszwang, ja bitte, darf es noch etwas mehr sein. - Denken- kann doch der Parteivorsitzende/vorstand. Ich schreie mit Begeisterung jaaaa.

Die in eine Partei eintreten um was zu ändern- werden entweder solange "ge/verbogen" bis es passt. Oder schmeissen die "Plörren" hin, weil sie am Morgen nicht den Spiegel zuhängen wollen.
Mit "Plakate kleben" verändern sie nix. Und selbst auf unterster Parteiebene ist Stromlinie- und nicht Widerspruch angesagt.

Und noch ein paar Juristen oder Lehrer mehr???????

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liborum 14.08.2009, 21:07
291.

Zitat von wowiku
Welche Wirkung haben ungültige Stimmen gegenüber nichtabgegebenen ? Ich gehe ebenfalls nicht zur Wahl, sollten ungültige Stimmen eine größere Wirkung versprechen, kann man darüber nachdenken.
Sie erhöhen die Wahlbeteiligung. Der/die Kandidaten brauchen bei einer höheren Wahlbeteiligung einfach mehr Stimmen.

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Rainer Eichberg 14.08.2009, 21:09
292.

Zitat von liborum
Karriere machen können nur noch so Typen wie "Herr Missfelder". Keine Meinung,aber davon genug. Fraktionszwang, ja bitte, darf es noch etwas mehr sein. - Denken- kann doch der Parteivorsitzende/vorstand. Ich schreie mit Begeisterung jaaaa.
Sie heulen mit den Wölfen, oder die Wölfe fressen Sie. Daran ändert sich nichts. Wäre ich clever gewesen, wäre ich schon mit jungen Jahren in eine Partei eingetreten. Welche? Ist völlig egal. Eine grosse jedenfalls, denn nur dort kann man Karriere machen. Hat mich aber nicht interessiert, und so sehe ich eben selbst zu, daß ich über die Runden komme. Ohne Parteigeruch Karriere machen? Nö, geht nicht. Aber als Arbeitnehmer ohne Parteiinteresseren rumjaulen und wehklagen ist auch panne.

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Der Forkenhändler 14.08.2009, 21:10
293. Lohnschreiber?

Zitat von knut beck
Falsch getippt! - Die SPD ist mit der Mehrwertsteuer nicht machbar. Es sein denn: schwarz-gelb. Aber das ist mehr als unwahrscheinlich. (Denn: die meisten Wähler entscheiden sich erst fünf Minuten vor der Kabine. Umfragen sind daher ohne jede Bedeutung.)
SPD vor der Wahl = Mit uns keine Mehrwertsteuererhöhung!
Nach der Wahl = 25% Mehrwertsteuer?

Hatten wir nicht schon mal ähnliches?

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Adran 14.08.2009, 21:13
294.

Zitat von Rainer Eichberg
Schatz, wir sind hier nicht in Südamerika, wir sind hier in der EU. Und wenn Deutschland nach Äonen des Zahlens auf einmal der Bittsteller ist, tut mir das gar nicht weh.
Die EU besteht aus 27 Mitgliedsstaaten, wo 2 Bereits (lettland, und Ungarn) stützungsmassnahmen in Anspruch nehmen mußten, und mit anderen Verhandlungen führt, oder schon Kredite flossen.
Nimmt man Ukraine auch in den Dustkreis der EU, sowie Island, dann sogar mehr..
Selbst in England hat man tierischen Schiess, dass man nach den späten 70igern, wiedermal Geld vom IWF annehmen muss, mit allen Folgen..

Deutschland da eine Ausnahme?
Bitte..

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Pinarello 14.08.2009, 21:19
295.

Zitat von knut beck
Klarer Gegenbeweis: FWS - der Kandidat!
Mir ist allerdings immer noch nicht klar, für was dieser FWS denn Kandidat sein soll?

Der Mann war doch jahrzehntelang der Laufbursche vom Gaz-Gerd, er hätte halt in der Schule aufpassen sollen um dann was anständiges zu Erlernen.

Jetzt ist er Politikerdarsteller, weil ihn der Gaz-Gerd in Moskau nicht mehr brauchen konnte, seine Geldkoffer wollte der Gerd wohl alle selber tragen.

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liborum 14.08.2009, 21:22
296.

Zitat von berliner_schnauze
Ähm, mal ganz was anderes: Bin zwar auch leicht politikverdrossen und etwas ratlos, wen ich wählen soll, aber hingehen werde ich auch diesmal wieder, denn wer nicht wählt, verwirkt sein Recht zum Rummeckern. ;-) Aber was ich mich eigentlich frage, jenseits von Wahlkampfgetöse und leeren Versprechen, aber angesichts des oben stehenden Zitats: Wie wäre es denn, wenn man den Soli nicht abschafft, aber dafür gelegentlich zum Aufbau West umwidmet? Vergleichen Sie mal Ost- und West-Berlin heutzutage, was glauben Sie, wo die Häuser alle saniert und frisch gestrichen sind, wo dauernd neue schicke Läden öffnen und alte Fabriken zu kulturellen Begegnungstätten umgebaut werden? Richtig, im Ost-Teil. Und was modert und rottet derweil vor sich hin, weil alles Geld nach Osten fließt? Richtig, der West-Teil. Oder fahren Sie mal durchs ehemalige Zonenrandgebiet. In und um die Dörfchen der früheren DDR sieht man inzwischen tatsächlich sowas wie blühende Landschaften, aber kommt man in die Region Braunschweig/Salzgitter/Peine, sieht es aus wie vor 89 an der Transitstrecke. Wenn er schon beibehalten wird, dann sollte der Solidarbeitrag dort eingesetzt werden, wo er benötigt wird (was angeblich der Fall, aber leider nicht zu sehen ist) - und das ist momentan, nach fast 20 Jahren Soli, nicht mehr der Osten Deutschlands!

Und ich lade herzlichst ins Ruhrgebiet ein.
Teilweise DDR reloadet.

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liborum 14.08.2009, 21:31
297.

Zitat von GrafZahl
Da braucht man bei der derzeitigen Lage der Staatsfinanzen überhaupt nichts zu beweisen. Nach der Wahl hagelt es Steuererhöhungen, egal wer an die Regierung kommt. Die Frage ist nicht, OB sondern WEM die Steuern erhöht werden: - jedem (über die Mehrwertsteuer) JA - den Reichen (über eine Vermögenssteuer und erhöhte Steuern auf Miet- und Kapitaleinnahmen) NEIN - den Arbeitnehmern (über eine Erhöhung der Lohnsteuer) JA - den Unternehmen (über eine Erhöhung diverser Steuern) NEIN - oder den Rauchern JA - den Alkoholtrinkern - den Hundehaltern - den Autofahrern JA etc. Nach der Wahl beginnt ein Verteilungskampf der Sonderklasse. Da wir Bürger als Wahlvieh der CDU/CSU/FDP/SPD-Kaste völlig egal sind, werden Kreise mit guter Lobby sicher wieder verschont. Ich tippe deshalb vor allem auf eine höhere Mehrwertsteuer.

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Benjowi 14.08.2009, 21:46
298. Für den Luxusaufbau Ost überflüssig!

Für den Luxusaufbau Ost ist der Soli mittlerweile tatsächlich mehr als überflüssig; nachdem aber für diesen verdammten Luxusaufbau alles verfeuert wurde was da war, brechen selbst im angeblich reichen Bayern die Straßen weg-im weiteren Westen ist das wahrscheinlich noch schlimmer.
Somit brauchen wir mittlerweile den Soli eher dringend für den Wiederaufbau West und können uns diesen Wahnsinnstransfer Richtung Osten schon lange nicht mehr leisten!!

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knut beck 14.08.2009, 22:39
299.

Zitat von Benjowi
Für den Luxusaufbau Ost ist der Soli mittlerweile tatsächlich mehr als überflüssig; nachdem aber für diesen verdammten Luxusaufbau alles verfeuert wurde was da war, brechen selbst im angeblich reichen Bayern die Straßen weg-im weiteren Westen ist das wahrscheinlich noch schlimmer. Somit brauchen wir mittlerweile den Soli eher dringend für den Wiederaufbau West und können uns diesen Wahnsinnstransfer Richtung Osten schon lange nicht mehr leisten!!
Auch der Westen sollte nicht ganz vergessen werden. Warum nur einen Ost-Pfennig? Starke Schultern könnten neben dem Soli auch einen Westpfennig zahlen. Wäre nur gerecht.

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