Forum: Politik
Wie kann die Politik sparen, ohne die Konjunktur abzuwürgen?

Der Sparzwang regiert auf allen politischen Ebenen, doch gleichzeitig waren Experten, durch zu rigide Kürzungen die Konjunktur abzuwürgen. Wie kann gespart werden, ohne dem wirtschaftlichen Umfeld zu schaden? Wo sehen Sie die Prioritäten für eine Sparpolitik?

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Eppelein von Gailingen 05.06.2010, 21:03
1690. Es hat sich doch wohl bis in den letzten Winkel Bayerns herumgesprochen

Zitat von sysop
Der Sparzwang regiert auf allen politischen Ebenen, doch gleichzeitig waren Experten, durch zu rigide Kürzungen die Konjunktur abzuwürgen. Wie kann gespart werden, ohne dem wirtschaftlichen Umfeld zu schaden? Wo sehen Sie die Prioritäten für eine Sparpolitik?
die CSU ist, wie ihre große Schwester, in rapidem Abstieg. Der große Hoffnungsträger der CSU war nun mal Seehofer, der von allen Affären um die Mrd.-Kapitalvernichtung bei der Landesbank und anderer trüben Machenschaften seit FJS, Streibl, Stoiber, Huber, Faltlhauser, diverser Justizminister, den Trend herumreißen sollte, weil nicht beschädigt. Geglückt ist gar nichts. Folglich verliert man sich in Streitereien mit seinem vom Wähler aufgezwungenen Koalitionspartner FDP und lenkt so vom eigenen meterhohen Mist und der absoluten Regierungsunfähigkeit ab.
Aber, die schlechteste, unfähigste Kanzlerin braucht Störfeuer, damit sie ihre Fehlentscheidungen nicht durchbringen kann. Vielleicht soll ihr das Regieren verleidet werden.
Es wird sicher ein Weg gefunden werden, die Union von dieser Vorsitzenden zu entsorgen. Nicht einfach, mangels eines überzeugenden, kantigen Heilsbringer für Deutschland. Die Bildung, vor allem unter den Politikern ist in Deutschland unter allem Niveau. Da nützt es wenig, wenn die europäischen Nachbarländer die gleichen Sorgen plagen.
Die Prioritäten sind hinlänglich bekannt, die dröge Kanzlerin schlägt erkennbar schon wieder, wie nicht anders zu erwarten mit ihrem Finanzjongleur Schäuble, den falschen Weg ein.
Der streitbare Herr Gauweiler wird eben wieder die höchsten Verfassungsinstanzen anrufen, usw. usw., bis wir einen neuen fähigen Kanzler bekommen. Warum sich der ausgeschiedene Bundespräsident gar aufregte, weil für ihn viel zu oft der Gang nach Karlsruhe erfolgt. Was soll man denn sonst tun, wenn die politischen Pflaumenbäume vor madigen Früchten unter ihrer Last zerbrechen und niemand mehr die Berliner Pflaumen sehen kann, weil jedem kotzübel ist.

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guybrush 05.06.2010, 21:06
1691.

Zitat von Knippi2006
Die Griechen haben außer schwachsinnigen Sparprogrammen gar nichts davon.
Sollen die künftigen griechischen Regierungen lieber weitermachen mit der Misswirtschaft und Urkundenfälschung? Dann ist doch noch größerer Schaden programmiert...

An der griechischen Haushaltssanierung geht wie auch an unserer kein Weg vorbei. Es gäbe nur noch die Inflationshintertür.

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Maya2003 05.06.2010, 21:08
1692. Umverteilung - für wen ?

Zitat von Aquifex
Wenn ich solche "Argumente" lese kommt es mir immer wieder hoch. .... Wenn ich jetzt wieder höre, es wird von unten nach oben verteilt und die "Leistungsträger" werden nie zur KAsse gebeten, dann könnte ich k... In Deutschland gibt es seit jahrzehnten NUR eine Verteilung von Oben nach Unten. Kindergartenplätze, Kranken.und Sozialversicherung, Baubeihilfen,...als verdieneder Arbeitnehmer haben Sie da nur Nachteile. Auf die leute zu schimpfen, "die den Karren ziehen" ist sicher einfach und billig. Ich für meine teil wieß nicht, wo da dir LEgitimation ist. Gruß Aquifex

Zitat aus http://www.bpb.de/themen/YARBIR,0,0,...erteilung.html

" Demgegenüber besaß ein Zehntel der Bevölkerung rund 60 Prozent des Gesamtvermögens."

Aber die Belastung ist ja viel zu hoch für "Leistungsträger" !
Merkwürdig, aber ich denke in einer christlich fundierten Gesellschaft, was die BRD ja sein will, sollte es selbstvertändlich sein, daß gerade die oben genannte Gruppe ein klein wenig mehr zur Lösung der anstehenden Probleme beisteuert - nur leider wird gerade diese Klientel permanent entlastet und das Preakariat durch Sozialkürzungen schlechter gestellt (siehe Merkels Pläne)
Ich glaube diese "die den Karren ziehen" sollten gemäß ihrem Anteil belastet werden. Und das geschieht nicht. Gewollt nicht.

Nix mit "jahrzehntelanger Umverteilung von oben nach unten" lieber Aquifex. Umgekehrt wird ein Schuh draus. Unsere selbsternannten Leistungsträger entziehen sich der Verantwortung. Das Jammern übernehmen dann die medialen Hilfstruppen - der Pöbel muß ja beruhigt werden und ja nicht die wahren Verhältnisse erfahren.

Auf Leute die im Dreck sitzen zu schimpfen ist nämlich auch einfach und billig (und schäbig) wenn man sich selbst den Blick von oben herab leisten kann.
Wo bleibt die Verantwortung DIESER Leute für das Allgemeinwohl ? Jammern über zu hohe Steuern zieht nicht - unsere "Eliten" gedeihen prächtig im Garten der Neuen Sozialen Marktwirtschaft. Wird Zeit, daß geerntet wird.

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peter09 05.06.2010, 21:10
1693.

Zitat von stanis laus
Er hat es also noch gerade 11 Monate geschafft. Jetzt geht es darum, wie lange es Merkel noch schafft, wenn sie im Sozialsystem rumbastelt. Bei der Sensibilität der Bürger gegen die Spielchen der Politkaste mit der Gestaltung des Lebens der Bürger gebe ich ihr max. 3 Monate. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Dienstag das Ende der Koalition verkündet wird.
Sie wird es sehr lange schaffen, da sie den Großteil der arbeitenden Bevölkerung hinter sich hat. Was glauben Sie denn, wer am lautesten schreit. Diejenigen, die Arbeit haben und das System finanzieren oder diejenigen, die von diesem System leben?

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IvanIvanowitsch 05.06.2010, 21:10
1694. ..

Zitat von stanis laus
Ich habe nochmals nachgeguckt, wie lange es Schröder noch nach Hartz 4 als Regierungschef geschafft hat. Gefühlte 3 Jahre. Das ist falsch! Am 1.1.2005 trat Hartz 4 unter dem wütenden Protest der Bevölkerung in Kraft. Am 19.11.2005 war Schröder abgewählt. Er hat es also noch gerade 11 Monate geschafft. Jetzt geht es darum, wie lange es Merkel noch schafft, wenn sie im Sozialsystem rumbastelt. Bei der Sensibilität der Bürger gegen die Spielchen der Politkaste mit der Gestaltung des Lebens der Bürger gebe ich ihr max. 3 Monate. Ich kann mir sogar vorstellen, dass Dienstag das Ende der Koalition verkündet wird. Für die FDP ist die Opposition die einzige Chance, zu überleben. Mit den zu befürchtenden Massnahmen dieser Regierung wäre die FDP dann endgültig erledigt.
Schröder hat mit Hartz 4 das Richtige getan. Ohne Hartz4 würde Deutschland jetzt deutlich schlechter darstehen.
Der Unterschied zwischen Schröder un Merkel ist, dass Schröder den Mut hatte das Richtige zu tun obwohl er wusste, dass er dadurch keinen Beliebtheitspreis gewinnen würde. Merkel macht lieber garnichts und wartet ab bis nur noch eine Alternative übrig bleibt.

Lustig finde ich auch, dass die Bürger einerseits angst haben, dass Ihre ersparnisse mit dem Euro an Wert verlieren udn daher nach Sparmaßnahmen schreiben, andererseits will keiner von den Sparmaßnahmen betroffen sein.


Na dann...

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-Scheherazade- 05.06.2010, 21:12
1695.

Zitat von Kohlnako
Das beste Beispiel ist die Hamburger Philharmonie.Kostenkalkulation 77 Mill. Der jetzige Stand 400 Mill.Ausgaben.Es zeigt sich die Unfähigkeit einer Kalkulation. An der Elbe gebaut.Mit allem technischen Unsinn.Um die Vibrationen der Schiffe zu dämpfen. Größenwahn von den Beteiligten mit null Einsicht. Das ist Deutschland. Aber Sozialausgaben kürzen wollen.
Die Elbphilharmonie ist architektonisch ein Jahrtausendbauwerk. Lieber so etwas bauen an dem man Freude haben kann statt die Milliarden in Afghanisthan zu verballern.

Prioritäten setzen! Geld erst für Deutschland, dann für den Rest der Welt.

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Iggy Rock 05.06.2010, 21:12
1696.

Zitat von Knippi2006
Wir finanzieren nicht den Griechen den früheren Ruhestand, welcher ohnehin massiv von Kürzungen betroffen sein wird, sondern den deutschen und europäischen Banken ihre Zinsen. Die Griechen haben außer schwachsinnigen Sparprogrammen gar nichts davon.
Wir bezahlen all das liebe Geld allerdings nicht nur den Banken, sondern auch deren Aktionären. Das ist ein gewaltiges Umverteilungsprogramm von unten nach oben, diesmal allerdings global, die Reförmchen der vergangenen Jahre in Deutschland werden dadurch verblassen. Die Regierungen mischen derart fleissig und unkritisch mit, dass man den Eindruck nicht los wird, jene verantwortlichen Politiker hätten im Geschichtsunterricht kollektiv geschlafen, als es um 1929 und die folgende Jahre ging, vor allem auch in Deutschland.

Egal was da dieses Wochenende von der Schwarz-Gelben Koalition beschlossen wird, Krisenverursacher und Gewinner wird es nicht treffen, die werden davon profitieren dürfen, so wird auch der Deutsche Staat brav zahlen, für die verfehlungen seiner selbst und vieler anderer. Wenn jetzt bereits in der Presse steht, dass weiter am Sozialstaat gekürzt werden soll, ist das der Nährboden für ein Ungemach, welches absehbar gewesen ist. Diesmal kann niemand behaupten es nicht gewusst zu haben. Das einzige was mich dabei zum schmunzeln bringt ist die Union, wie belustigt haben deren Mitglieder die Selbstdemontage der SPD mitverfolgt, jetzt machen sie ohne zu zögern das Gleiche.

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Maya2003 05.06.2010, 21:14
1697. Tories !

Zitat von derweise
Sind das Versager, die deutschen Konservativen. Lernt von den Briten!
Von diesen lackierten Eatonboys - da sei Gott vor !
Solange Maggie Thatcher noch ihren Heiligenstatus hat will ich von diesen Leuten NICHTS lernen.

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peter09 05.06.2010, 21:17
1698.

Zitat von klaus1201
Die 157 Milliarden sind nur dazu da, die Forderungen der Banken abzusichern.
Hört sich ja wie ein Vorwurf an. Ohne Zinsen gibt es auch keine Forderungen und woher dann das notwendige Kapital kommt, kannst du ja dann mal bei Gelegenheit erklären.

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Baikal 05.06.2010, 21:17
1699. Merkelmurks

Zitat von guybrush
Der unausweichlichen Konzentration auf wissensbasierte Arbeiten muss einfach ins Auge gesehen werden, da können noch so viele Lobeshymnen auf Handwerker und Fabrikarbeiter und Hasstiraden auf Akademiker gesungen
Was, meinen Sie, haben denn die deutschen Arbeiter und Handwerker getan? Trial and error, passen die Grundlager für die Hauptmaschine nicht, machen wir es noch einmal? Haben Sie auch nur die geringste Ahnung was es heißt, im industrielle Prozeß Werkstücke zu erstellen? Von Werkzeugmaschinen mal ganz abgesehen, das ist Wissen in Eisenform. Was, meinen Sie, käme da ohne die wissenbasierte Arbeit wohl heraus? Meinen Sie , ein Schweißer etwa mit allen Scheinen wisse über seine Arbeit nicht Bescheid und sei nicht in der Lage, in verschiedenen Situationen auch seines Wissens (und seinen Fähigkeiten) nach zu handeln? Meinen Sie nicht auch, die ständige Betonung des "wissensbasierte Handelns" diene nicht zuletzt dazu dem auch sich ständig weiterbilden müssenden Malocher klar zumachen wer der Herr und wer der Kecht ist? Ein erfahrener Industriemeister etwa weiß und kann mehr als ein an einer FH in der Provinz zum Bachelor geadelter Ingenieur? Erfolg der wissensbasierten Kampagne ist jedenfalls - und da haben Sie Recht - dass heutzutage auch noch jeder Mist zum eigenen Studienfach erhoben wird - meist zum Erfolg der Lehrenden allerdings, der Sache nützt es nichts.

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