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Wie säkular ist Deutschland?: Trennung von Staat und Kirche - wer's glaubt
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In Deutschland gibt es zwar keine Staatskirche - die Bundesrepublik und die christlichen Kirchen sind dennoch eng miteinander verknüpft. Schwieriger wird es, wenn es um die islamische Religion geht.

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grottenolm1 22.04.2019, 22:10
20. Eine gewisse

Gruppe von Leuten, die sich gerne weltoffen und bunt nennt, tritt die Kirche und den christlichen Glauben jeden Tag mit Füßen und lässt es gerne zu,wenn andere, die sich hier einfinden, das Christentum beleidigen und verhöhnen.
Das ist dann das Merkmal einer offenen, toleranten Gesellschaft.

Nur wenn es ihnen mal in den Kram passt, sind sie die Ersten, die dreist, frech und unnachgiebig christliche Werte einfordern, selbst wenn sie damit (s.oben) das Christentum letztlich abschaffen.

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mallekalle 22.04.2019, 22:12
21. Falsch

Die Kirche lässt ihre Mitgliedsbeiträge, sprich Kirchensteuer, nicht durch das Finanzamt einziehen. Das müssen ungefragt alle Arbeitgeber erledigen. Die Berechnung der Kirchensteuer darf auch vom Arbeitgeber bei seinem Steuerberater bezahlt werden. Er haftet auch für Korrektheit. Die Kirche streicht dann alles fertig abgerechnet und vom AG ans Finanzamt überwiesen, ein! Ohne einen Finger krumm zu machen. Der AG ist der Büttel für beide!

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nekeos 22.04.2019, 22:13
22. Klare Trennung nötig

Der Beitrag ist gut, weil recht nüchtern bzw. sachlich. Es ist für mich schon seit Jahren unverständlich, dass die meisten den Kirchensteuerabzug über die Finanzämter tolerieren. Die haben da absolut nichts zu suchen. Die Kirchen müssen selbst sehen, wie sich sich über Wasser halten. Dann würden sie vielleicht auch mal kreativer in der Vermittlung ihrer Botschaft. Ich möchte kein Gericht mit kirchlichen Symbolen. Ebenso keine Schule, kein Rathaus, keien Bücherei, außer, die Einrichtungen sind konfessioneller Natur.

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petreg5544 22.04.2019, 22:13
23. Kirchengerichtsbarkeit

paralell zur staatlich/parlamentarischen Rechtssprechung geht gar nicht.
Klerus Vergehen werden vertuscht. Jede/r soll glauben an was er/sie will. Aber vor dem Gesetz sind ALLE gleich... steht doch "irgendwo" oder etwa?

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dernordenrockt 22.04.2019, 22:14
24. Ich bin ein..

..stolzes, ungetauftes Heidenkind und auch durch keine Genitalverstümmelung an irgendeine Gottheit gebunden, damit Mitglied der grössten Weltanschauungsgemeinschaft unseres Landes: Der nicht kirchlich gebundenen Menschen, der Atheisten, Humanisten und Agnostiker. Die Gründe, nicht in der Kirche zu sein, mögen unterschiedlich sein -intellektuell oder finanziell begründet-, die individuelle Entscheidung von Millionen ist aber zu respektieren, auch und gerade von der Politik. Es verwundert schon sehr, wenn die SPD- die einstmals, als sie noch mehr als 30% der Wähler an sich binden konnte, eher atheistisch unterwegs war, nun eine Partei von Betbrüdern und - Schwestern geworden ist, die auch keine säkulare Untergruppierung mehr erlauben will (aus Angst vor der Rache der grünen Betschwester Katrin Göring-Stussikowski??). Es wird Zeit, dass die Kirchen sich dem norwegischen Modell annähern: Nur für die zu sprechen, die dies auch wollen, die dafür auch gerne ihren Zehnten geben wollen. Dann ist zwar weniger Kohle in der Schatulle, dafür sind die Kunden zufriedener und die Gemeinschaft ist geschlossner, vielleicht sogar überzeugender. Das setzt zwar viele Bedienstete frei, erlaubt auch Sitze in den Rundfunkräten für Humanisten, aber die frei gesetzten können sich ja auch anders nützlich machen, wie es von den Bergleuten in der Lausitz auch verlangt wird. Ich bin davon überzeugt, dass eine Partei, die bei der nächsten Bundestagswahl eine klarere Trennung vom Staat und Kirche fordert, die fordert, dass die Kirchen auch mal an ihre Reichtümer gehen, bevor sie verfassungswidrige Staatsleistungen kassieren, reüssieren wird.

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matijas 22.04.2019, 22:24
25. geht doch auch ohne kirchlichen Segen

Zitat von hrboedefeld
die Feiertage können ja gerne bleiben, bevor die Kirche sich diese unter den Nagel gerissen hat gab es diese schließlich auch schon, nur ohne den religiösen Anhang. Weihnachten ist eigentlich Wintersonnenwende, Ostern die Tag/Nacht-Gleiche, etc... Die Kirche hat es nur nicht geschafft die Feste zu verbieten und dann einfach behauptet da wäre irgendwas religiöses passiert.
Endlich stellt mal jemand klar, dass das Argument der Kirche, "die Atheisten" hätten ihr die Feiertage zu verdanken, Blödsinn ist. Schlimmer noch: die Kirche hat diese alten Feiertage geradezu okkupiert und ihnen eine ganz andere Bedeutung aufgezwungen. Das ist sowas wie Geschichtsfälschung.

Es gibt sogar Länder ganz ohne religiöse Feiertage, und man staune, die Leute feiern trotzdem, arbeiten auch nicht mehr als andere!

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kurtganz 22.04.2019, 22:25
26. Tja, ihr Lieben,

Religion, Kirche, alles bullshit von ein paar Hinterwäldlern. Schreibt sich prima an einem arbeitsfreien Tag, der der christlichen Prägung dieses unseres Vaterlands zu verdanken ist. Warum wart ihr heute nicht arbeiten und am vergangenen Freitag auch nicht, und warum geht ihr am Donnerstag vor Pfingsten nicht arbeiten und am Montag nach Pfingsten auch nicht? Und am 25. und 26. Dezember? Und wie steht es überhaupt mit dem Sonntag ("Tag des Herrn"), auch so eine religiöse Einrichtung? Wieso lasst ihr euch von ein paar alten Männern (Bischöfe...) die Steigerung des Bruttosozialprodukts verbieten? Ich meine ja nur, wenn schon, denn schon!

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KR-Spiegel 22.04.2019, 22:29
27. I.Kant:'Christlich geprägter Vernunftgott'

Deutschland bekam 1848/49 erstmals Religionsfreiheit, aber auch einen übergreifenden Gottesbegriff. Nur Gleichheit im Dies- und Jenseits für alle Menschen und Religionen kann ein moderner Staat akzeptieren, was der Alte Fritz 1740 nicht anders sah.
Zu modern aber für unsere Kirchensteuer oder eine Gesellschaft ohne Kopftuch- bis Burkazwang.
Im Grundsatz reicht die Gottesdefinition der deutschen Verfassungen, um auch ohne Religion Gott nahe zu sein.

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widower+2 22.04.2019, 22:29
28. Ach was!

Zitat von grottenolm1
Gruppe von Leuten, die sich gerne weltoffen und bunt nennt, tritt die Kirche und den christlichen Glauben jeden Tag mit Füßen und lässt es gerne zu,wenn andere, die sich hier einfinden, das Christentum beleidigen und verhöhnen. Das ist dann das Merkmal einer offenen, toleranten Gesellschaft. Nur wenn es ihnen mal in den Kram passt, sind sie die Ersten, die dreist, frech und unnachgiebig christliche Werte einfordern, selbst wenn sie damit (s.oben) das Christentum letztlich abschaffen.
Der christliche Glauben wird nicht mit Füßen getreten, sondern auf der Grundlage des Rechts auf freie Meinungsäußerung kritisiert. Und was Sie christliche Werte nennen, sind allgemein menschliche Werte, die in vielen Religionen ebenso ausgeprägt und codifiziert waren wie im Christentum und ihren Kulminationspunkt in der Aufklärung und der modernen Philosophie fanden.

Selbst die zehn Gebote sind ja schon wesentlich älter als das Christentum, da angeblich weit vor dem Wanderprediger aus dem Nahen Osten entstanden.

Für ein im Geist der Mitmenschlichkeit und Empathie geprägtes Zusammenleben braucht man keine Religion, sondern Moral und Menschlichkeit. Die meisten kriegen das auch ohne Religion hin und viele trotz Religion nicht.

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ichliebeeuchdochalle 22.04.2019, 22:31
29.

Zitat von hrboedefeld
1. Gut, Ostern kann man ja noch halbwegs annehmen, aber dass eine Volkszählung mitten im Winter stattgefunden haben soll, in dessen Rahmen dann die Geburt Jesus stattfand, ist ja offensichtlich völliger Quatsch! In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden solche Zählungen immer zur Ernte durchgeführt. Wer soll denn mitten im Winter in seine Heimatstadt kommen?
1. Da gebe ich Atheist mal eine Verständnis-Hilfe: Da, wo das stattgefunden hat (haben soll), ist das klimatechnisch nicht so wie hier oben ...

2. Und vor 2.000 Jahren war das nochmal anders als heute. PS: Danke, ÖR-TV, für die tollen Dokus.

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