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Wie säkular ist Deutschland?: Trennung von Staat und Kirche - wer's glaubt
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In Deutschland gibt es zwar keine Staatskirche - die Bundesrepublik und die christlichen Kirchen sind dennoch eng miteinander verknüpft. Schwieriger wird es, wenn es um die islamische Religion geht.

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apokalypse 22.04.2019, 23:15
50. so ein Unsinn

Zitat von mallekalle
Die Kirche lässt ihre Mitgliedsbeiträge, sprich Kirchensteuer, nicht durch das Finanzamt einziehen. Das müssen ungefragt alle Arbeitgeber erledigen. Die Berechnung der Kirchensteuer darf auch vom Arbeitgeber bei seinem Steuerberater bezahlt werden. Er haftet auch für Korrektheit. Die Kirche streicht dann alles fertig abgerechnet und vom AG ans Finanzamt überwiesen, ein! Ohne einen Finger krumm zu machen. Der AG ist der Büttel für beide!
Der Arbeitgeber führt die Kirchensteuer, wie auch den Soli und die Einkommenssteuer, nur im Wege des Vorabzugs an das Finanzamt ab. Endgültig festgesetzt wird die Steuer durch das Finanzamt mit dem Jahressteuerbescheid. Unabhängig davon, wie viel vorher durch den abgeführt wurde.

Mit derselben Argumentation könnten Sie auch behaupten, dass nicht der Staat, sondern der Arbeitgeber die Einkommenssteuer "einzieht".

Viel Spaß noch auf Malle.

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Teutonengriller 22.04.2019, 23:24
51. Jede Religion ist

Opium fürs Volk und die Gläubigen und Religionsgemeinschaften und Sekten sollten wie Drogenhändler behandelt werden. Der Islam speziell ist deswegen ein Problem, weil er überwiegend von Menschen aus rückständigen Stammeskulturen praktiziert wird und alleine deswegen in einer modernen westlichen Gesellschaft nichts zu suchen hat und einen Rückschritt der gesellschaftlichen Entwicklung darstellt. Wieso bei diesem Glauben den gleichen Fehler wie bei den christlichen Kirchen wiederholen?

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DietrichHorstmann 22.04.2019, 23:25
52. Nicht nur die Kirchen

sind Körperschaften öffentlichen Rechts. IHK, Ärztekamnerm, Rechtsanwälte und Notare, Krankenkassen, Jagdgenossenschaften, Rundfunk- und Fernsehanstalten usw.
Diese Körperschaften werden hierdurch speziell an die Erfüllung von grundgesetzlichen und speziellen gesetzlichen Verpflichtungen für die Allgemeinheit gebunden. Sie sind also der staatlichen Kontrolle unterworfen und nicht allein den privaten Marktgesetzen unterworfen.

Die kirchlichen Privilegien sind z.T. rechtlich verbindliche Zahlungen des Staates für enteigneten Besitz. Die Kirchen wollen diese schon lange ablösen. Die Parteien wollen dies aber angeblich mit Rücksicht auf Wälherstimmen nicht tun. Mit dem Recht darauf, Kirchenbeiträge durch den Staat mit der sonstigen Steuer einziehen zu lassen - entsteht nicht nur ein Privileg. Erstens zieht der Staat für diese Verwaltungsleistung zwischen 2,8 und 4 Prozent der Kirchenbeiträge ein. Erhält dabei weniger als die 690 000 Euro der drei Reichen nach der letzten Bundestagswahl an die mitregierenden CDU/CSU zusammen gespendet haben. Zweitens: Solche Spenden und parteipolitische Einflußnahme sind den anerkannten Kirchen untersagt. Einer privatisierten Religionsgemeinschaft wie dem Islam nicht. Siehe Erdogan. Sie stehen nicht unter Kontrolle wie die Ausbildung der kirchlichen Religionslehrer in den staatlichen Ausbildungsseminaren und die Lehrerlaubnis der Theologieprofessoren an den Universitäten. Begrenzt also die Macht der anerkannten Religionsgemeinschaften mit abgestuften Mitwirkungsrechten beider Seiten.
Die Frage, die zu kären ist, brauchen wir solche unterschiedlichen Körperschaften , die unter der Kontrolle des Staates stehen überhaupt oder sollte alles dem Markt überlassen werden : Schulen, Universitäten, Gesundheitswesen, Wasser- und Schiffahrt, Handel und Industrie, Banken und Sicherheit...Zwischen privatem Recht und geasamtstaatlichem Recht seiner direkten Körperschaften noch solche halbstaatlichen gemeinnützigen ?
Und dann : inwieweit sollen angesichts der Vielfalt der religiösen Vereinigungen und ihrer auch grundlegenden z.T tiefgreifenden gesellschaftlichen Forderungen über eine Zwischeninstanz von Verpflichtungen und speziellen Rechten auch größere Religionsgemeinschaften in das System einbezogen bleiben oder neue werden werden. Das zu entscheiden, sind gewählte politische Gremien da, die bis hin Verboten in den verschiedenen Epochen deutscher Geschichte vielerlei Variationen ausprobiert haben. Es lohnt sich die bei Wikipedia nachzulesen. Angesichts der politischen Welmacht Islam scheint mirvdas deutsche Körperschaftsrecht dringender denn je, zumal die schrumpfenden christlichen Kirchen keine öffentliche oder innere Gefahr für den inneren Frieden oder die Gewissen Einzelner mehr darstellen.

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Menschundrecht 22.04.2019, 23:28
53. Bumsrebblig Deutschland

Zu einer weitergehenden Trennung wird es wohl erst kommen, wenn Grundgesetz und Subsidiarität vollends obsolet geworden sein werden und der deutsche Staat nicht mehr Steuern für die Kirche einzieht.

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mhuz 22.04.2019, 23:29
54.

Wo ist da das Problem. ?So lange die Menschen aus den Muslimischenächsten Länder,lieber nach Deutschland (Christlich Gepäktes) Land flüchten, weil es ihnen da besser geht,kann das Festhalten an der Christlichen Kirche nich schlecht sein. Hier kann man ohne Gefahr für Leib und Leben, gegen die Kirche lästern und in Frage stellen.

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wuxu 22.04.2019, 23:31
55.

Das Kopftuch ist ein religiöses Symbol?

Davon ist wortwörtlich im Koran nichts vorhanden.

Hat Mohammed etwa Kopftuch getragen, als er in den Krieg zog? Stelle ich mir lustig vor.

Und inwieweit müssen sich 80jährige völlig unattraktive Frauen mit dem Kopftuch ihre Keuschheit bewahren.

Mohammedaner sind in Deutschland nur eine kleine Minderheit. Die Moslems, die ihren Glauben überhaupt noch für wichtig halten, nimmt auch ab. Warum sollten sie dann in dem Ausmaß mitbestimmen dürfen wie die Christen? Sind nicht die Atheisten schon wesentlich stärker vertreten? Dann kämen doch die erst einmal zum Zuge.

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ole#frosch 22.04.2019, 23:32
56. zu den Feiertagen

Die hätte ich schon lieber in zehn frei planbaren Urlaubstagen. Daher, ich gehe gerne an Ostern und Pfingsten arbeiten und habe dafür im Sommer eine Woche mehr Urlaub.
Von mir aus bleibe ich auch jeden Samstag und Mittwoch zu Hause und gehe dafür Sonntags zur Arbeit.

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pluuto 22.04.2019, 23:35
57. Wenn schon, denn schon

Sehr richtig: Konsequente Trennung von Staat und Kirche. Dann hätte auch endlich dieses unsägliche Kirchenasyl ausgedient.

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TippuTip 22.04.2019, 23:36
58. Halbmond im Klassenzimmer

Immerhin haben unsere Altvorderen den Kirchen in mühevollen Prozessen die Reißzähne gezogen. Die moralischen und ethischen Ansprüche des Christentums widersprechen wohl nicht unserem Grundgesetz, deshalb kann ich ganz gut damit auskommen. In Anbetracht der Begeisterung und der Masse von Smilies, mit denen auch bei uns im Internet z.B. die Anschläge in Sri Lanka begrüßt werden und angesichts der Tatsache, dass man gar nicht weiß, mit welcher Ausprägung des Islam man es gerade zu tun hat, scheint es mir problematisch, diese nicht näher definierten Religionen den etablierten evangelischen oder katholischen Glaubensrichtungen gleichzusetzen. Natürlich gehören Staat und Kirche getrennt. Das erreicht man aber nicht, indem man die Moscheevereine durch Gleichbehandlung aufwertet. Ein Halbmond neben dem Kreuz im Klassenraum fehlt gerade noch.

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nomen_nominandum 22.04.2019, 23:44
59. Körperschaft des öffentlichen Rechts können Muslime nicht werden

und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Solche Körperschaften müssen ebenso wie alle Vereine, die im Vereinsregister eingetragen werden wollen, eine Satzung beschließen und vorlegen, aus der unter anderem auch hervorgeht, wie jemand Mitglied werden kann und wie er die Mitgliedschaft wieder loswerden kann.
Und da Apostasie bei Sunniten, Schiiten, Wahabiten etc. (die Achmadiyyas bilden da eine Ausnahme) ausgeschlossen bzw. bei Todesstrafe verboten ist, scheidet die Möglichkeit, Körperschaft des öffentlichen Rechts zu werden, für solche Religionsgemeinschaften bereits aus diesem einfachen Grund aus.

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