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Wiedervereinigung: Platzeck kritisiert westdeutsche "Anschlusshaltung"

Die Einheit hält er zwar für eine "große Leistung", doch mit ihrem Ablauf ist Matthias Platzeck nicht einverstanden. Im SPIEGEL übt der SPD-Politiker Kritik an der westdeutschen "Anschlusshaltung" - und fordert einen Komplettumzug der Bundesregierung nach Berlin.

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Steve Holmes 29.08.2010, 13:35
30. .

Zitat von Adran
Grade Polen ist ein bsp, dass es auch ohne WV gegangen wäre.
Ein sehr schlechtes Beispiel aber. Denn DDR Bürger hatten schon immer das Recht die BRD Staatsbürgerschaft anzunehmen. Damit standen allen gut ausgebildeten DDR Bürgern ab 1990 alle Möglichkeiten der EU offen. Ohne Wiedervereinigung hätte es sehr schnell zu einem intellektuellen Exitus der DDR geführt. Um den zu verhindern wurde ja auch 1961 die Mauer gebaut. Aber auch die konnte schließlich den Zusammenbruch der DDR nicht verhindern.

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jolip 29.08.2010, 13:39
31. Mrd.

Ein gewisser Herr Rohwedder, seines Zeichens Chef der Treuhand, hatte behauptet, die DDR hätte einen Wert von 600 Milliarden DM.

Gehen wir einfach mal davon aus, dass er gewaltig übertrieben hatte und die DDR nur einen Wert von 300 Milliarden hatte.

Meine Frage nun: Wie hat die Treuhand, nun unter der bewährten konservativen Führung der Frau Breuel, es geschafft, Werte in Höhe von 300 Milliarden zu verkaufen und dabei 300 Milliarden Minus zu machen?

Wer hat diese Differenz in Höhe von 600 Milliarden DM eingesackt?
MFG
jolip

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Steve Holmes 29.08.2010, 13:42
32. .

Zitat von Hovac
Wir haben 16 Bundesländer - fertig.
Ich hoffe, das bleibt nicht so. Vor allem nicht mit dem Bundesländerfinanzausgleich. Es kann doch nicht sein, daß manche Bürger rot wählen um sich dann von den schwarz regierten Ländern unterstützen zu lassen.

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Adran 29.08.2010, 14:02
33. Klar.. wie doll hätten wir es den gerne?

Zitat von Steve Holmes
Ein sehr schlechtes Beispiel aber. Denn DDR Bürger hatten schon immer das Recht die BRD Staatsbürgerschaft anzunehmen. Damit standen allen gut ausgebildeten DDR Bürgern ab 1990 alle Möglichkeiten der EU offen. Ohne Wiedervereinigung hätte es sehr schnell zu einem intellektuellen Exitus der DDR geführt. Um den zu verhindern wurde ja auch 1961 die Mauer gebaut. Aber auch die konnte schließlich den Zusammenbruch der DDR nicht verhindern.
Wir haben nach groben Schätzungen bereits in der Zeit 3 Millionen verloren, die wiederrum 1 mio durch die gegenrichtung ausgeglichen hat. Macht einen Saldo Verlust von 2 Mio.
Bei 17 Mio einwohnern, ist das eine horrende Zahl.
Was glauben sie wohl was der Zensus erst erbringt, und warum grade die neuen Länder schieß vor dem haben, wenn sich aus der Bevölkerungsentwicklung auch finanzielle Einbußen ergeben..
Wie hoch hätte es wohl noch sein können?
Glauben sie etwas, dass die zahl höher gewesen wären?
In berlin und Brandenburg fand defakto ein Bevölkerungssautausch statt.
Wenn bei 2,55 Mio Brandenburgern, 1,5 Mio abwandern, und 1.4 Mio wieder zuziehen, dürfte das eigentlich alles sagen.
Soviel auch zur "kleinen DDR", da von der Urbevölkerung kaum noch was da ist..
Als Urbrandenburger erkennt man seine Alte Heimat kaum wieder.
In meinem Kleinen ört mit 700 Einwohnern, sind nahe zu 40 % zugezogene.
In anderen Orten, grade im Speckgürtel, kann das locker 70-80% sein..

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ingrid wild 29.08.2010, 14:12
34. Diese Diskussion ist doch absurd

Zitat von Adran
Grade Polen ist ein bsp, dass es auch ohne WV gegangen wäre.
Deutschland wurde doch erst durch die Ergebnisse des WK II geteilt. Wir waren vorher ein Land und sind es jetzt wieder. Im GG war immer die Wiedervereinigung als oberste Prämisse vorgesehen - was interessieren da Polen oder sonstige Staaten ringsrum. Es ist mir egal ob die Politiker Platzeck heißen oder X, Y und Z - die Ergebnisse der Geschichte sind so wie sie sind und die WV war nur deshalb möglich. Was soll jetzt diese ganze absurde Diskussion. Ich weiss allerdings noch sehr gut dass gerade die Niederlande nicht begeistert von der WV war. Die niederländische Königin Beatrix stattete schon, als die DDR in der Agonie lag, diesem Staat noch einen Besuch ab um ihn aufzuwerten. Aber es war zu spät - und das Ergebnis ist trotz allem passabel. Wem es nicht passt der kann ja D verlassen.

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Adran 29.08.2010, 14:28
35. ...

Zitat von ingrid wild
Deutschland wurde doch erst durch die Ergebnisse des WK II geteilt. Wir waren vorher ein Land und sind es jetzt wieder. Im GG war immer die Wiedervereinigung als oberste Prämisse vorgesehen - was interessieren da Polen oder sonstige Staaten ringsrum. Es ist mir egal ob die Politiker Platzeck heißen oder X, Y und Z - die Ergebnisse der Geschichte sind so wie sie sind und die WV war nur deshalb möglich. Was soll jetzt diese ganze absurde Diskussion. Ich weiss allerdings noch sehr gut dass gerade die Niederlande nicht begeistert von der WV war. Die niederländische Königin Beatrix stattete schon, als die DDR in der Agonie lag, diesem Staat noch einen Besuch ab um ihn aufzuwerten. Aber es war zu spät - und das Ergebnis ist trotz allem passabel. Wem es nicht passt der kann ja D verlassen.
Grade mit dem letzten Satz haben sie sich für jede Diskussion disqualifiziert..

Die Wahrscheinlichkeit, dass ich als Fläminger, meine Heimat verlasse, halte ich für sehr gering.
Das ist die Heimat meiner Vorfahren..
Politische Systeme kommen und gehen, wir bleiben, und so hielt es meine Familie schon seid Jahrhunderten.
Und mal so nebenbei, Stamme ich grade von Niederländern, Flamen ab..
Meine Familie lebte schon in der Heimat, da war von Deutschland noch nicht mal die Rede..

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Alf.Edel 29.08.2010, 14:36
36. Die Ostdeutschen wurden um die "Früchte ihrer Arbeit" betrogen!

Zitat von jolip
Ein gewisser Herr Rohwedder, seines Zeichens Chef der Treuhand, hatte behauptet, die DDR hätte einen Wert von 600 Milliarden DM. Gehen wir einfach mal davon aus, dass er gewaltig übertrieben hatte und die DDR nur einen Wert von 300 Milliarden hatte. Meine Frage nun: Wie hat die Treuhand, nun unter der bewährten konservativen Führung der Frau Breuel, es geschafft, Werte in Höhe von 300 Milliarden zu verkaufen und dabei 300 Milliarden Minus zu machen? Wer hat diese Differenz in Höhe von 600 Milliarden DM eingesackt? MFG jolip
Tja, was soll man dazu sagen?
Wer hat wohl die ganzen Milliarden eingesackt?
Vermutlich war es so, daß die ganzen abgewrackten DDR-Betriebe nicht mehr wert waren?
Ich denke, international hat man den Wert der DDR damals massiv überschätzt! Da ist die BRD wohl auf die sozialistische Propagandamaschine mit den täglichen Jubelmeldungen aus der "Aktuellen Kamera" reingefallen...
Und dann kommt man halt nur mit einem Negativsaldo aus der ganzen Sache raus. Ist wie bei einer Insolvenz...
Vermutlich wäre es mit diesem Wissen überhaupt nicht zu einem Anschluß der DDR gekommen?
Dann hätten Sie und einige andere hier ein Refugium, um Ihren sozialistischen Träumen nachzuhängen und Ihre marxistischen Ideale zu verwirklichen.
Das wäre bestimmt schön, oder?

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schensu 29.08.2010, 14:59
37. !

Zitat von jolip
Ein gewisser Herr Rohwedder, seines Zeichens Chef der Treuhand, hatte behauptet, die DDR hätte einen Wert von 600 Milliarden DM. Gehen wir einfach mal davon aus, dass er gewaltig übertrieben hatte und die DDR nur einen Wert von 300 Milliarden hatte. Meine Frage nun: Wie hat die Treuhand, nun unter der bewährten konservativen Führung der Frau Breuel, es geschafft, Werte in Höhe von 300 Milliarden zu verkaufen und dabei 300 Milliarden Minus zu machen? Wer hat diese Differenz in Höhe von 600 Milliarden DM eingesackt? MFG jolip
DAS sind die richtigen Fragen.
Hilfreich zu ihrer Beantwortung wären Ausflüge in das untergegangene Reich der Ermittler zur vereinigungsbedingten Wirtschaftskriminalität (ZERV).
Je näher die an die Kreise der Mammuts gerieten (Leuna, Minol, WBB etc.), desto schneller wurden ihnen die Waffen genommen, wo sie doch einer Aufrüstung bedurften.
Wem nutzte das?

UND: Wem nutzte der Tod des D.-K. Rohwedder?

Frau Breuel ist nicht weiter kommentabel. Man verweise nur auf ihre seltsame Rolle bei der Expo 2000 in Hannover.

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jolip 29.08.2010, 15:04
38. Eindimensional

Zitat von Alf.Edel
Tja, was soll man dazu sagen? Wer hat wohl die ganzen Milliarden eingesackt? Vermutlich war es so, daß die ganzen abgewrackten DDR-Betriebe nicht mehr wert waren? Ich denke, international hat man den Wert der DDR damals massiv überschätzt! Da ist die BRD wohl auf die sozialistische Propagandamaschine mit den täglichen Jubelmeldungen aus der "Aktuellen Kamera" reingefallen... Und dann kommt man halt nur mit einem Negativsaldo aus der ganzen Sache raus. Ist wie bei einer Insolvenz... Vermutlich wäre es mit diesem Wissen überhaupt nicht zu einem Anschluß der DDR gekommen? Dann hätten Sie und einige andere hier ein Refugium, um Ihren sozialistischen Träumen nachzuhängen und Ihre marxistischen Ideale zu verwirklichen. Das wäre bestimmt schön, oder?
Sie beweisen wieder einmal die geistige Eindimensionalität der Konservativen und Neoliberalen, indem Sie mir anhand meines Beitrags sozialistische Träumereien und marxistische Ideale unterstellen.

Wenn ich jemanden zitiere,(übrigens ist Herr Rohwedder auch ein eher konservativer Politiker gewesen), der behauptet, die DDR hätte einen gewissen wirtschaftlichen Wert gehabt, bin ich obiges?

Wo genau in meinem Post finden Sie Hinweise auf obige Träumereien etc.?

Als Herr Rohwedder sich geäußert hat, lag ja bestimmt schon eine objektive Einschätzung der DDR Wertigkeit vor.

Bedenken Sie allein mal den Wert der Immobilien in der DDR.

Allein da kommen schon Milliarden zusammen.

Denken Sie z.B. an solche riesigen Betriebe wie Leuna/Buna.

Soll das Alles nichts wert gewesen sein und wer hat davon profitiert?

Warum sind zum Regierungswechsel 1998 im Kanzleramt nächtelang die Schreddermaschinen gelaufen und warum wurden z.B. die Leuna/Buna Akten nicht gefunden?
MFG
jolip

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kero-sin 29.08.2010, 15:11
39. *bitte Titelmelodie einspielen*

Zitat von Steve Holmes
Ich hoffe, das bleibt nicht so. Vor allem nicht mit dem Bundesländerfinanzausgleich. Es kann doch nicht sein, daß manche Bürger rot wählen um sich dann von den schwarz regierten Ländern unterstützen zu lassen.
Was hat das damit zu tun was man wählt? Dass nach der Wende die Betreibe sich von der Wende zuerst erholen mussten und auch die Bindung von Fachkräften schwieriger ist als in den südlichen alten Bundesländern sollten sie dabei beachten. Den diese 2 Faktoren bestimmen entscheidend mit, wie gut ein Bundesland finanziell dasteht. Weniger die Regierung, die nur Weichen stellen kann.
Aber immerhin habe ich beim letzten Einkauf feststellen können, dass Campina in Elsterwerda gerettet wurde. Dies ist durchaus auch Platzeck mit zu verdanken, der sich in der Sache stark gemacht hat. Dafür in Brandt in die Hose gegangen, leider.

Auch wenn ich zugeben muss, dass ich auch nicht alles toll fand, was in Brandenburg hinsichtlich Schulen und Infrastruktur in Randgebieten erfolgte. Ein Grund, warum ich es ablehne das Brandenburg und Berlin zusammenzulegen, da dann die ländlichen Gebiete noch weniger Chancen auf Förderung bekämen. Für die Landwirtschaft nicht vorteilhaft, weil dann die Nahcwuchssorgen nur größer werden würden. Aber das bedenken die Forderer der Zusammenlegung weniger. Oder was würde sonst passieren bei der Zusammenlegung von Brandenburg und Berlin? Bei strukturähnlichen und/oder schuldentechnisch ähnlichen Bundesländern wäre dies einfacher.
Ob es mit der CDU besser gelaufen wäre? Keine Ahnung.

Und an alle, die meinen, dass Platzeck im Falle des Ausscheidens aus der Politik hilflos dastehen würde, der solle sich mal seinen Lebenslauf ansehen.

Zitat von Alf.Edel
Tja, was soll man dazu sagen? Wer hat wohl die ganzen Milliarden eingesackt? Vermutlich war es so, daß die ganzen abgewrackten DDR-Betriebe nicht mehr wert waren? Ich denke, international hat man den Wert der DDR damals massiv überschätzt!
Informieren sie sich bitte, wie es Leute versuchten Betriebe zu übernehmen, um sie marktfit zu machen und was für Schwierigkeiten sie dabei hatten. Irgendwo hatte ich dazu einen guten Bericht gehabt. Fragen sie mich aber bitte nicht wo. Das habe ich leider inzwischen vergessen.

Und wenn sie so billig gewesen waren, dann wäre es ein leichtes von den vielen westdeutschen Firmen gewesen wenigstens ein paar dieser Betriebe zu modernisieren. Aber lieber die eventuelle Konkurrenz wegkaufen ;)

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