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WikiLeaks - darf der Staat Geheimnisse haben und darf man sie verraten?

Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?

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kleiner-moritz 11.12.2010, 10:49
1.

Zitat von sysop
Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?
Es ist immer auch nach der Art des Geheimnisses zu fragen. Den Zugangscode für militärische Anlagen zu verraten ist etwas anderes als bspw. Pläne offenzulegen, wie die eigenen Kritiker (mund)tod gemacht werden sollen!

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berther 11.12.2010, 11:18
2.

Zitat von sysop
Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?
Wenn ein Staat nicht in der Lage ist , die seinen Bürgern verschwiegenen schmutzigen Machenschaften geheim zu halten , dann sollte er keine Geheimnisse haben.
denn angeblich sollten doch in einer Demokratie die Bürger das sagen und die Entscheidungsgewalt haben - wird uns zumindest vor wahlen laufend eingeredet.
Oder gibt es etwa gar keine Deokratie auf dieser nach amerikanischem Muster gestalteten Welt ?
Vor 2000 Jahren im alten Rom war es schon ebenso , die Optimates mit aller Macht und Gewalt, mit Mord und Bürgerkrieg gegen die Populares.
Die mächtigen Reichen gegen die scheinbar machtlosen Armen.
Geschichte wiederholt sich - wenn die Menschen nichts daraus lernen.

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tig13 11.12.2010, 11:19
3.

Zitat von sysop
Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?
Ideal wäre natürlich, dass jeder die Möglichkeit hat sich über alles zu informieren. (Freier Zugang zu allen Daten) Ich glaube aber nicht, dass ein Staat auf diese Weise regiert werden kann, ja sogar im Gegenteil unregierbar würde und dann eventuell von einer anderen Macht "übernommen" würde, die wieder klare Verhältnisse schaffen soll.

Völlige Meinungsfreiheit hat doch, meines Wissens, noch zu keinem Zeitpunkt, irgendwo auf der Welt geherrscht. Meiner Meinung nach ist das eine Utopie, ein nicht erreichbare Zustand, der als Idealbild angestrebt wird, aber praktisch unmöglich zu erreichen ist. Natürlich wird man sich für einmal getätigte Aussagen, bzw. einmal geäusserten Meinungen verantworten müssen. Jede Kultur, bzw. Gesellschaft hat da recht unterschiedliche Maßstäbe. Das sollte doch jedem klar sein. Die Frage ist für mich eher, wo ziehen wir die Grenze.

Für mich erscheint es daher sinnvoll an der Utopie der völligen Meinungsfreiheit festzuhalten, um sich zumindest längerfristig in diese Richtung zu bewegen. Denn was wäre die Alternative dazu? Aus diesem Grunde finde ich es richtig, diese Dokumente zu veröffentlichen. Ob das allerdings auf diese Weise geschen muss?

Naja . . . mal abwarten, wie sich das weiterentwickelt, ich emfinde diese Vorgänge um die Depeschen höchst interessant und politisch richtungsweisend.

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Citizen-Kane 11.12.2010, 11:24
4.

Zitat von sysop
Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?
Jetzt reicht es langsam!

Eine Frage vorweg, ist das eigentlich beabsichtigt, dass die WikiLeaks Affäre durch die immer neuen Blocks zu diesem Thema zerfasert wird?

Der ganze Themenkomplex wurde in den einzelnen Bereichen jetzt schon durch tausendfache Beiträge beleuchtet und egal wie die Fragestellung vorher ausgefallen ist, der Kern des Problems lies sich letztendlich nicht leugnen.

Wie wäre es den mal mit folgender Fragestellung.

"Frontalangriff auf die Freiheit, was kann, was sollte man tun?"

Einen schönen Tag noch.

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maxmart 11.12.2010, 11:25
5. bedenklich ...

... findet konrad lischka in seinem kommentar "der stärkere legt nach" das verhalten der angegriffenen angreifer. sie mögen sich doch bitte an die schönen demokratischen tugenden halten und edel aber nutzlos ihre meinung kundtun. wo leben sie, herr lischka?

in der welt, die ich lese, behängen sich die politiker pittoresk gegenseitig mit verdienstkreuzen, während mutti den bundeskanzler gibt. derweil betrügt die globalisierte finanzindustrie - endlich aller moral befreit - die menschen um ihr geld, die unternehmer um ihre unternehmen und die staaten um ihre autonomie. kriege sind projekte zur steigerung von produktivität und wirtschaftlicher effizienz. wann entwickelt SAP endlich eine standardlösung zur elimination prozesshemmender weltbestandteile, wahlweise militärisch oder finanziell? für die logistik von gerät, waffen und munition gibt es das ja bereits.

herr lischka, in welcher welt leben sie? glauben sie ernsthaft, dass in den banken ihr geld persönlich entgegen genommen, in den keller getragen und sorgfältig behütet wird, bis sie ihre scheine wieder abholen? bei solchem verhalten wären ihre vorschläge zutiefst angemessen. ansonsten entsprechen die re-aktionen doch genau den aktionen. und warum kritisieren sie die nicht?

george grosz hätte wieder viel zu malen.

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hjm 11.12.2010, 11:35
6.

Zitat von kleiner-moritz
Es ist immer auch nach der Art des Geheimnisses zu fragen. Den Zugangscode für militärische Anlagen zu verraten ist etwas anderes als bspw. Pläne offenzulegen, wie die eigenen Kritiker (mund)tod gemacht werden sollen!
Und es ist zu unterscheiden zwischen einem Geheimnis gegenüber der Öffentlichkeit, und einem gegenüber, sagen wir mal, "fremden Mächten". Es kann mir nämlich keiner erzählen, dass die jüngst veröffentlichten US-Dokumente, die offenbar Hunderttausenden von Mitarbeitern in Behörden zugänglich waren, nicht irgendwelchen anderen Geheimdiensten bekannt waren. Und umgekehrt wird der Zugangscode für die US-Atomwaffen wohl kaum derart vielen Leuten bekannt sein (hoffentlich).

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Michael O. 11.12.2010, 11:45
7.

Zitat von tig13
Naja . . . mal abwarten, wie sich das weiterentwickelt, ich emfinde diese Vorgänge um die Depeschen höchst interessant und politisch richtungsweisend.
Seit wann ist die kurzfristig erhöhte Auflage des SPIEGELs "politisch richtungsweisend" ? In den Depeschen steht NICHTS drin, was man sich nicht eh schon denken konnte...nichts !

Ausser dass demnächst weit besser auf die Daten aufgepasst wird (siehe US-Forces) und ein Mob von PC-"Revoluzzern" kurzzeitig glaubt, die Weltrevolution stände kurz bevor (ROFL !!!), wird sich gar nichts ändern.

Heisse Luft und hypertrophe Hype. Für kurze Zeit....und danach kräht kein Hahn mehr danach.

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eumel01 11.12.2010, 12:00
8.

Zitat von Citizen-Kane
Jetzt reicht es langsam! ... Einen schönen Tag noch.
Viel besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können ! ;-)

Ihre Frage ist doch klar mit JA zu beantworten, jedenfalls aus Sicht des SPIEGEL, es geht ja darum die Auflage hoch zu halten.

Dass dieser Aspekt schon etliche Male hier durchgekaut wurde ist doch höchstens drittrangig.

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stormking 11.12.2010, 12:01
9.

Zitat von Michael O.
In den Depeschen steht NICHTS drin, was man sich nicht eh schon denken konnte...nichts !
1. "Sich etwas schon denken können" und es schwarz auf weiß in der Hand zu haben, sind zwei völlig verschiedene Dinge.

2. Es ist noch nichtmal ein Prozent des Materials veröffentlicht.

3. Es geht auch gar nicht um den Inhalt sondern darum, die Paranoia der Geheimniskrämer gegen sie zu verwenden.

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