Forum: Politik
WikiLeaks - darf der Staat Geheimnisse haben und darf man sie verraten?

Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?

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kleiner-moritz 11.12.2010, 12:02
10.

Zitat von hjm
Und es ist zu unterscheiden zwischen einem Geheimnis gegenüber der Öffentlichkeit, und einem gegenüber, sagen wir mal, "fremden Mächten". Es kann mir nämlich keiner erzählen, dass die jüngst veröffentlichten US-Dokumente, die offenbar Hunderttausenden von Mitarbeitern in Behörden zugänglich waren, irgendwelchen anderen Geheimdiensten bekannt waren. Und umgekehrt wird der Zugangscode für die US-Atomwaffen wohl kaum derart vielen Leuten bekannt sein (hoffentlich).
Ja, ja, Sie haben recht mit dem was Sie sagen. Ein Geheimnis, welches man mehr Leuten anvertraut als vors Weiße Haus passen, ist allenfalls noch für Analphabeten eines. Und das der eine Poliker vom vom anderen denkt, dass der der Armleuchter ist, dass hoffe ich mal, dass das wenigestens den andenen Armenleutern klar ist.

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tig13 11.12.2010, 12:07
11.

Zitat von Michael O.
Heisse Luft und hypertrophe Hype. Für kurze Zeit....und danach kräht kein Hahn mehr danach.
Das mag so sein, trotzdem bin ich der Meinung das hier eine Art Präzedenzfall geschaffen wird (werden soll). Ein guter Vorwand für alle Arten von Gesetzen die auf eine stärkere Kontrolle des Netzes hinauslaufen. Nachdem die Regierung das Thema Internet eher stiefmütterlich behandelt hat, wird mittlerweile von allen möglichen Seiten Handlungsbedarf erkannt und zu einer stärkeren Regulierung (Zensur?) aufgefordert.

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DerBlicker 11.12.2010, 12:14
12. natürlich

Zitat von sysop
Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?
so ist die Gesetzeslage.

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Michael O. 11.12.2010, 12:17
13.

Zitat von stormking
1. "Sich etwas schon denken können" und es schwarz auf weiß in der Hand zu haben, sind zwei völlig verschiedene Dinge.
Und ? Mehr als die Meinung einer einzelnen Person (von mir aus auch zwei oder drei...) haben Sie dann auch nicht. Von "Wie "die USA" die Welt sieht" (lol) sind Sie da evtl. trotzdem noch Lichtjahre entfernt...

Ein Beschäftigter der US-Botschaft ist nämlich NICHT "die USA"....er ist es auch nie gewesen.

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ALG III 11.12.2010, 13:19
14.

Zitat von sysop
Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?
Strafrechtlich ist Wikileaks nichts vorzuwerfen. Eine Anklage wurde in den USA meines Wissens nicht erhoben. Ob es moralisch erlaubt ist, die US-Administration in die Pfanne zu hauen, ist eine andere Frage. Ich finde ja. Das gehört zur Meinungsfreiheit.

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turo 11.12.2010, 13:50
15. Dann frage ich mich, warum wir so penibel

Zitat von ALG III
Strafrechtlich ist Wikileaks nichts vorzuwerfen. Eine Anklage wurde in den USA meines Wissens nicht erhoben. Ob es erlaubt ist, die US-Administration in die Pfanne zu hauen, ist eine andere Frage. Ich finde ja. Das gehört zur Meinungsfreiheit.
Datenschutz betreiben.
Die persönlichen Daten des Bürgers sind zu schützen.
Da gilt für mich , dass auch die Daten von Politikern zu schützen sind.
Was nützen uns die Veröffentlichungen der WikiLeaks Daten.
Wird die Welt dadurch friedlich??
Verfolgen Sie die Gechichte.
Es gab den Verrat schon immer.
Internas von Politikern, können, wenn Sie herauskommen, zum Surz führen (z.B.Willi Brandt, von dem man wusste, dass er gesoffen und gehurt hat).

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nachwehe75 11.12.2010, 14:04
16.

ANGEBLICH stand/steht eine der "Opfer" von Assange früher in Kontakt mit der CIA!?!? Dies ist zumindest in verschiedenen Meldungen zu lesen.

"Ana A. (Ana Ardin) hat lange Zeit auf Kuba gelebt. Dort wurde sie allerdings ausgewiesen. Denn Ana A.heißt auch Ana Bernardin." Zitat aus einem Artikel

Einen interessanten Artikel befindet sich unter:
http://www.bernerzeitung.ch/ausland/...story/26320490

Für mich klingt das alles nach einen abgekaterten Faulen Deal!?!?

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Christoph Becker 11.12.2010, 14:08
17. theoretische Ueberlegung...

Es gibt doch zahlreiche Ereignisse der juengesten oder auch schon etwas zurueckliegenden Vergangenheit, ueber die eine bestimme Faktenlage oeffentlich bekannt ist. Darauf baut sich nun wieder die Bewertung, sprich Lehrmeinung, zu diesen Sachverhalten auf. Einige gesellschaftliche Gruppen, ja zuweilen sogar ganze Laender, leiten davon sogar ihr Selbstverstaendnis ab, danach wird gelehrt, beurteilt, Recht gesprochen, Massstaebe gesetzt, u.s.w.

Jetzt wird aber - ob nun durch WikiLeaks oder wen auch immer - bekannt, dass die Faktenlage (ich bleibe man bewusst abstrakt, damit sich nicht gleich wieder jemand an den Beispielen hochzieht) ganz anders ist oder zumindest wichtige Teile davon der Oeffentlichkeit vorenthalten wurden.

Die Veroeffentlichung dieser Informationen, Dokumente, Gestaendnisse hat eventuell eine derartige Brisanz, dass zwangslaeufig einigen gesellschaftlichen Gruppen nicht nur die Deutungshoheit zu diesen Ereignissen wegbricht, sondern dass sich im Extremfall sogar die Machtverhaeltnisse innerhalb eines Landes oder gar international, verschieben.

Dass dieses Szenario u.U. droht, ist wiederum den Huetern der betreffenden Informationen und den ggfs. betroffenen Interessengruppen durchaus bewusst und sie haben die machtpolitischen Mittel, gegen die Veroeffentlichenungen und die Veroeffentlicher vorzugehen.

Was wird wohl passieren...

Aber wie gesagt, dass ist nur eine rein theoretische Ueberlegung. Letztendlich wollen unsere Volkspaedagogen ja nur unser Gutes und das "Wahrheitsministerium" wird schon den "richtigen" Weg weisen ;-)

Herzlichst,
CB

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Petra Raab 11.12.2010, 14:14
18.

Zitat von sysop
Die Enthüllungen von WikiLeaks zeigen wie z.T. unzureichend die Öffentlichkeit von den Regierungen informiert wird. Wieviel Geheimnisse darf der Staat haben und fällt es noch unter Meinungsfreiheit, wenn diese veröffentlicht werden?
Ein Geheimnis gründet sich immer auf einer unmoralische
Handlung.

Dass diejenigen dann selbstverständlich "not amused"
sind, wenn diese Geheimnisse aufgedeckt werden, ist
dann auch klar.
Hier wird schon von Seiten der amerikanischen Regierung
versucht, in Zukunft weiterhin unmoralische Handlungen
auszuführen, ohne von solchen Organisationen wie
Wikileaks noch weiter genervt zu werden

http://winfuture.de/news,60132.html

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Knippi2006 11.12.2010, 14:16
19.

Zitat von turo
Datenschutz betreiben. Die persönlichen Daten des Bürgers sind zu schützen.
Richtig

Zitat von turo
Da gilt für mich , dass auch die Daten von Politikern zu schützen sind.
Die persönlichen Daten schon, aber keineswegs das, was diese in ihrem öffentlichen Amt treiben, in welches sie gewählt wurden. Und schon gar nicht dann, wenn es sich gegen die Interessen der eigenen Bevölkerung richtet.

Zitat von turo
Was nützen uns die Veröffentlichungen der WikiLeaks Daten. Wird die Welt dadurch friedlich?? Verfolgen Sie die Gechichte. Internas von Politikern, können, wenn Sie herauskommen, zum Surz führen (z.B.Willi Brandt, von dem man wusste, dass er gesoffen und gehurt hat).
Schön gesagt, ich halte es allerdings nicht für Verrat, sondern in einer Demokratie, die dieser Bezeichnung würdig sein will, für erforderliche Transparenz.

Und abgesehen davon, was macht Wikileaks neues?

Schweinebucht, Watergate, Enron und hunderte weiterer aufgedeckter Skandale sind der Beweis dafür, dass eine Kontrolle der Regierenden auch und gerade in Demokratien mehr als nötig ist.
Dass leider unsere Medienlandschaft in dieser Hinsicht in den letzten 15-20 Jahren mehr oder weniger versagt, investigativer Journalismus kaum mehr gepflegt wird, hat in meinen Augen mit der Unternehmenskonzentration zu tun, und einem geradezu vorauseilendem Gehorsam gegenüber Anzeigenkunden aus den Großkonzernen.

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