Forum: Politik
WikiLeaks-Gründer festgenommen: Was Sie zum Fall Assange wissen müssen
REUTERS

Fast sieben Jahre verbrachte WikiLeaks-Gründer Julian Assange in der Botschaft von Ecuador in London. Jetzt wurde er verhaftet. Die wichtigsten Fakten zum Fall des Whistleblowers.

Seite 2 von 8
zzipfel 11.04.2019, 18:50
10. Ach und wer Steuergelder

Zitat von ole#frosch
Nicht die die Unrecht aufdecken gehören bestraft, sondern die die es begehen. Ob Steuerhinterziehung oder Folter. Hier gehören diejenigen die diese Informationen bereitstellen genauso vom Gesetz geschützt wie die Presse.
dem Bürger abpresst um sie durch Korruption und Inkompetenz zu veruntreuen, wie die SPD & Linke & Grüne beim Willy-Brandt-Flughafen Berlin Jahr um Jahr in Milliardenhöhe ... der hat wohl Pension (vom Stuerzahler bezahlt) und Orden verdient? Da ist mir ein ehrlicher Steuerhinterzieher 1000-mal lieber. Die Folterknechte und Mauerschützen der SED-PDS-Die-Augen-Links-Partei wurden bislang vom Gesetz ebenso schützt ... wie und durch wen aufgedeckt die Folter- und Mordtaten auch sind ... anschließend reichts für ne Ernennung zum Staatsekretär oder zur ÖR-Intendantin ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
urmedanwalt 11.04.2019, 18:54
11. Ähnlich wie bei Osama Bin Laden

Warum nur erinnert mich diese Meldung fatal an die Auslöschung von Bin Laden. Der einzige Unterschied ist, dass dieser auch physisch ausradiert wurde. Mit rechtsstaatlichen Verfahren hat das alles nichts zu tun. Die USA wollen ein Exempel statuieren, um etwaige Nachfolger abzuschrecken. Das würde sicher auf höchster Ebene abgesprochen. Und warum gerade jetzt? Keiner weiß, wie lange sich May noch halten kann. Da schafft man lieber die mit ihr vereinbarten vollendeten Tatsachen gleich, bevor man sich wieder mit einem Nachfolger rumstreiten muss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jaegerepiceriefine 11.04.2019, 18:59
12.

Zitat von wahrsager26
Überall auf der Welt gibt es Absprachen,mal legal ,mal illegaler Art.Das mag nicht schön sein, gehört aber zum 'Tagesgeschäft ' und hilft ja auch manchmal.Wer also forsch Vertrauliches ins 'Netz' stellt, macht sich auch schuldig an Misserfolgen der Politik.Kurz und gut, alles hat seine zwei Seiten! Danke
Bitte.
Sie übersehen allerdings, dass es eine Presse- und Meinungsfreiheit gibt und die Politik Rechenschaft über ihr Tun abzugeben hat, wenn sie dazu aufgefordert wird. Wenn man sich über die Veröffentlichung politischer Missstände, Fehlleistungen und Staatswillkür gleich mitschuldig an genau denselben macht, bleibt nur die Überwachung der Presse und ein Maulkorberlass.

Sie verwechseln Ursache und Wirkung. Falls es sich dabei nicht um eine Verwechslung handelt, dann ist es die Unterstützung fehlerhafter oder undemokratischer Systeme, in denen Wahrheit und Kritik unterdrückt werden. Aber das scheint ja mittlerweile die grobe Richtung zu werden, in die der Westen marschiert.
Ebenfalls danke

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SpieldesLebens 11.04.2019, 19:10
13. UN - noch ein Gedanke

https://www.theguardian.com/media/2016/feb/04/julian-assange-wikileaks-arrest-friday-un-investigation

Die entscheidenden Worte in diesem Artikel waren "rechtlich nicht bindend". Das heißt, man wird die Entscheidung der UN einfach ignorieren.

Trump steckt nun in der Zwickmühle. Begnadigt er Assange, werden alle wieder "Putin's puppet" schreien. Lässt er ihn ins Gefängnis werfen, wird ihn das bei der nächsten Wahl jede Menge Wähler kosten. Wenn Hillary Clinton erneut antritt, was ich nicht für ausgeschlossen halte, könnte ihr das helfen, das ist die eigentliche Ironie bei der Sache.

Und Bernie Sanders gibt, genau wie bei der letzten Wahl, das Duckmäuschen. Er müsste jetzt aufstehen, Assange verteidigen und sagen, dass er 2015 bei den Vorwahlen vom Clinton Lager betrogen wurde. Wenn er sich nicht endlich zur Wehr setzt, kann er eigentlich auch nach Hause gehen, denn er wird bei der Wahl nichts mehr reißen. Meine Meinung dazu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Lemmingeforscher 11.04.2019, 19:10
14. Öffentliche Verbrennungen…

......waren schon im Mittelalter ein bewährtes mittel aufmüpfige Bürger los zu werden und den Rest bis ins Mark einzuschüchtern.

Wir Europäer machen und zu Handlangern einer Nation, welche eigene Kriegsverbrechen weder selbst untersucht noch durch den Internationalen Gerichtshof untersuchen lässt.

Assange wird wohl als nächster gegrillt. Möglicherweise auf dem elektrischen Stuhl, das ist ein bisschen moderner als verbrennen.

Und die europäische Justiz macht sich mitschuldig an derartigen Verbrechen wenn dieser Mann ausgeliefert wird woran ich keinen Zweifel habe.

Mal sehen wie lange es dauert nur in Russland sicher ist, der Rest der Welt ist auch hier nicht bereit, jemanden zu schützen der die Wahrheit verbreitet über schwerkriminell Handlungen Wie zum Beispiel die unzähligen Kriegsverbrechen der Amerikaner in den jüngsten Kriegen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tom77 11.04.2019, 19:18
15. Assange ist kein Held

Die Enthüllungen über die Kriege der Amerikaner mögen eine wichtige Erkenntnis gewesen sein. Aber generell ist Assange ein Selbstdarsteller, Blender und ein Egoist, dem es nicht darum geht, wichtige Geheimnisse aufzudecken. Ihm geht es darum, dreckige Wäsche von jedem zu waschen - außer sich selbst. Seiner Meinung nach gibt es kein Recht auf persönliche Geheimnisse - jeder soll alles wissen können. Auf sich selbst bezogen ist er hier aber wesentlich reservierter, was man in der Angelegenheit des sexuellen Missbrauchs sehen kann. Nur die Geheimnisse anderer Menschen sollen sichtbar für jeden sein. Assange ist ein Populist, der Informationen zielgerichtet dazu nutzt, um unliebsamen Menschen zu schaden und andere zu pushen, solange es ihm selbst und Wikileaks hilft. Er selektiert Informationen gerade so, dass das rauskommt, was ihm hilft. Assange ist kein Philantrop, er ist kein Humanist, dem es darum geht, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und korrupte Machenschaften aufzudecken. Die Verwicklungen in den amerikanischen Wahlkampf haben Assanges wahres Gesicht gezeigt. Ihm ging es hier nicht um die Wahrheit (warum hat er nicht in Trumps Biografie gebohrt?). Ihm ging es um die Zerstörung von Hillary Clinton - und hier war ihm jedes Mittel Recht. Selbst Mauschelei mit den Russen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paul.lemke 11.04.2019, 19:18
16. Das hat er davon

das er mitgeholfen hat Trump ins Amt zu hieven. Dummheit wird eben bestraft - manchmal mit Verzögerung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fuxx81 11.04.2019, 19:24
17. Der lange Arm von Uncle Sam

Hier zeigt sich mal wieder, wie weit das washingtoner Terrorregime geht, um Kritiker einzuschüchtern. Aber immer schön auf die Russen schimpfen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spiegelneuronen 11.04.2019, 19:25
18. fraglich bei Abwägung

Zitat von mhuz
Was er getan hat ? Aber er hat die Informationen, nur vom Westen veröffentlicht und damit die Arbeit von Russland gemacht. Hat er Informationen von China oder Russland geliefert ? Und er hat uns (mit) Trump gebracht. Er hat die Leute der Botschaft in Bedrängnis gebracht - er hätte sich denken können, dass das nicht ewig gut geht.
Das ist eine simple Abwägung von Rechtsgütern.
Sie meinen, er hätte auch über chinesische Verbrechen berichten sollen. Das impliziert, dass sie bei Wikileaks zur Veröffentlichung vorgelegen hätten, was ich zumindest nicht beurteilen kann, da dies nur die Plattform zur Veröffentlichung ist.

Dass sich Assange, mindestens beim Zeitpunkt der Veröffentlichungen im Wahlkampf 2016, hat instrumentieren lassen und auch Russlands Interessen begünstigte, das halte ich für zutreffend und tatsächlich kritisch. Es ist vergleichbar mit den Meldungen und Hinweisen, die Journalisten weltweit haben und oft genug erfolgt ein Anruf, wann eine Person "zur medialen Kritik" freigegeben ist. Dann kann man veröffentlichen, ohne Gefahr zu laufen, dass sich die Mehrheit des eigenen Kontakt-Verzeichnisses abwendet und den weiteren Zugang verweigert.
Zutreffend sind die Nachrichten aber schon und das war auch bei Assange und Wikileaks der Fall.

Der politsche Misserfolg ist nicht die Veröffentlichung. Der politische Misserfolg war bei Manning die Tötung von Menschen, die unschuldig waren.
Bei Snowden ist es die massenweise Verletzung der Privatspäre der Bürger weltweit, die den politischen Misserfolg beeinhaltet. Die geheimen Gerichte, der Entzug der staatlichen Kontrolle für eine öffentliche Justiz, das ist der Misserfolg.

Der Misserfolg ist nicht, dass es öffentlich wurde sondern die Menschen in Sicherheit gewogen werden durch Vertuschung.

Der Misserfolg ist, dass es versucht wird und man dazu etliche Gesetze zu Grundrechten und Geheimdiensten erst novelliert hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eckawol 11.04.2019, 19:26
19. Interessante Entwicklungen, weil

(a) Assange angeblich die ecuadorianische Staatsbürgerschaft hat,
(b) dem aktuellen ecuadorianischen Präsidenten Lenin Moreno über WikiLeaks angeblich der Besitz von Schwarzgeld-Konten in Panama nachgewiesen worden sei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 8