Forum: Politik
WikiLeaks-Gründer: Julian Assange in London festgenommen
Jack Taylor/Getty Images

Julian Assange ist in der Botschaft von Ecuador in London festgenommen worden. Dort hatte sich der WikiLeaks-Gründer etwa sieben Jahre lang aufgehalten. Doch nun gewährt ihm das lateinamerikanische Land kein Asyl mehr.

Seite 28 von 29
colada 11.04.2019, 19:50
270. Schwieriges Thema!

Die US Dokumente ungebremst zu veröffentlichen war meiner Meinung nach ein Fehler. Unbescholtene Soldaten sind dadurch eben auch in Gefahr geraten. Vielleicht wäre es für ihn besser gewesen, die Dokumente an eine seriöse journalistische Institution zu geben. Sicherlich gebührt ihm Respekt für den Mut, aber er wird dafür teuer bezahlen-mit seiner Freiheit für sehr lange Zeit. Zudem sollten die ihm vorgeworfenen Straftaten im Sexualbereich auch geklärt werden. Es steht niemand über dem Gesetz. Er ist der traurige Held eines noch nicht beendeten Dramas. Ich wünsche ihm dennoch viel Glück und eine faire Behandlung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bambata 11.04.2019, 19:56
271.

Zitat von keine-#-ahnung
In dem move wimmelt es von uniformierten Polizisten, auch auf dem grossen Kasten auf Rädern steht IMHO in grossen Lettern POLIZEI? Allerdings spreche ich Englisch nicht muttersprachlich, eventuell irre ich mich ja auch nur ...
Sie wissen es also auch nicht, wollten aber dennoch einen Kommentar abgeben. Na von mir aus.

In welchem Moment der Polizeitransporter vorgefahren ist sowie die uniformierten Beamten hinzukamen, von denen aber erkennbar keiner in die Abführung (bzw. das "Tragen") von Assange involviert war, geht aus dem kurzen Filmchen nicht hervor. Die uniformierten Beamten haben lediglich das Umfeld gesichert, aber waren an der unmittelbaren Sicherung von Assange nicht beteiligt.

Also nochmal: Warum Polizeibeamte in Zivil?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
caspiat 11.04.2019, 20:03
272. "harmlos"

Zitat von g.eliot
De Mails waren absolut harmlos. Und ganz bestimmt nichts dagegen, wie Trump mit seinen Rivalen umging, sie beschimpfte und diffamierte. "Verschwörung", lachhaft.
Entschuldigung wenn ich mich jetzt totlache!

Assange hat also mit den Russen verschwört, indem er emails veröffentlicht hat, die harmlos waren, und die Hillary nicht in Bedrängnis gebracht haben, aber Assange wir angegriffen, weil er den Wahlkampf beeinflusst hat, und Trump zum Sieg verholfen hat?

Sie entlasten also Assange.
Und sie beschuldigen Trump, der also Haupttäter der Diffamierung ist.

Doch gerade Trump konnte nicht ausreichend vom Ankläger belastend werden, und die juristische Hexenjagd auf ihn ist offiziell abgeschlossen (sicher folgen weitere, solange Trump nicht aus dem Weg weicht!).

So harmlos fanden die Demokraten selber die Geschichte nicht, wenn sie zwei Jahre lang ein Theater darum veranstaltet haben, dass eben diese emails sie um den Wahlsieg gebracht haben!

Während dieselben Demokraten ganz sicher waren, dass keine Gefahr für sie dafür bestand, genau dasselbe Verbrechen begangen zu haben, das Trump und wikileaks vorgeworfen wurde.

Sanders führte den internen Wahlkampf und wurde mit System aus dem Rennen geworfen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bambata 11.04.2019, 20:20
273.

Zitat von g.eliot
Als ich damals die direkte Übertragung seines Wahlkampfrallys sah, auf welchem er diese Bitte an Wikileaks richtete, war mein erster intuitiver Gedanke, dass er schon ganz genau wusste, dass er die Mails bekommen wird. Ich hatte ihn längst als skrupellos genug eingeschätzt, diese Äußerung zu machen und hatte das Gefühl, dass er die Situation, die ja ein gewisses Risiko darstellte, ersichtlich genoss.
So sehe ich das auch, Trump hat in den letzten Wochen vor der Wahl auf Wahlkampfveranstaltungen 164x den Begriff "Wikileaks" verwendet (gerade eben auf BBC gesehen, die Zahl stammt nicht von mir). Trump Junior - die hohle Nuss - hatte (mittlerweile offen gelegten und sogar eingestandenen) Email-Kontakt mit Wikileaks, in denen ihm Material über die Dems angeboten wurde. Welches Comey ja dann auch 10 Tage vor der Wahl offiziell untersuchen ließ.

Mittlerweile behauptet Trump in Interviews "I don't know much about Wikileaks, blablabla".

Assange hat erkennbar auf den falschen Gaul gesetzt, etwas, was ihm bei einer Auslieferung an die USA (ob das passieren wird ist ja längst noch nicht ausgemacht) noch auf die Füsse fallen wird. Ist ja nicht so, dass mittlerweile nur die Reps sauer auf Assange sind ("Spionage, Hochverrat"), sondern selbstverständlich auch die Dems. M.a.W., in den USA hat Assange (zumindest in politischer und administrativer Umgebung) eine sehr überschaubare Anzahl an Fürsprechern. Dafür umso mehr Leute, die ihn bis ins hohe Greisenalter in einem dunklen Loch verschwinden sehen wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
redwed11 11.04.2019, 20:26
274.

Zitat von colada
Die US Dokumente ungebremst zu veröffentlichen war meiner Meinung nach ein Fehler. Unbescholtene Soldaten sind dadurch eben auch in Gefahr geraten. Vielleicht wäre es für ihn besser gewesen, die Dokumente an eine seriöse journalistische Institution zu geben. Sicherlich gebührt ihm Respekt für den Mut, aber er wird dafür teuer bezahlen-mit seiner Freiheit für sehr lange Zeit. Zudem sollten die ihm vorgeworfenen Straftaten im Sexualbereich auch geklärt werden. Es steht niemand über dem Gesetz. Er ist der traurige Held eines noch nicht beendeten Dramas. Ich wünsche ihm dennoch viel Glück und eine faire Behandlung.
Das mit der fairen Behandlung dürfte ein Wunschtraum bleiben. Denn nichts fordert die Rache der USA so sehr heraus als wenn jemand das heilige Militär bei einer Schweinerei, sprich Kriegsverbrechen, erwischt hat und das auch noch der Weltöffentlichkeit mitteilt.
Mit Lebenslänglich wäre er noch gut bedient. Aber es wird schlimmer kommen. Denn auf Spionage, und die US Justiz beschuldigt ihn der Spionage, steht immer noch die Todesstrafe in den USA.
Im Fall Manning wurde eine Strafe von 35 Jahren Haft ausgesprochen und in den ersten U-Haft Wochen wurde die Folter angewendet. Das passiert Verrätern in den USA.
Übrigens WiKiLeaks hat die Dokumente von Manning veröffentlicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bambata 11.04.2019, 20:26
275.

Zitat von redwed11
Ja, er wird in den USA ganz sicher seiner "gerechten" Strafe zugeführt werden.Wenn er Glück hat wird er zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt, wenn er Pech hat endet sein Leben nicht in der Gefängniszelle sondern er wird auf den Tisch geschnallt und bekommt einige Injektionen womit dann sein Leben beendet wird. Denn die US Justiz ist eine typische Justiz der Rache und wer US Kriegsverbrechen aufdeckt und der Öffentlichkeit zugänglich macht wird die ganze Rache der US Gesellschaft erleben und exekutiert werden. Damit bekommt er dann die Ihrer Meinung nach "gerechte" Strafe.
Die USA werden keinen Nicht-US-Bürger exekutieren, schon gar keinen Australier. Nicht mal wenn er einen Anschlag direkt auf Trump verübt hätte.

Dass ein Ausflug in die USA - sollte er tatsächlich ausgeliefert werden - ein Zuckerschlecken für Assange werden würde, ist allerdings auch nicht zu erwarten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eckawol 11.04.2019, 20:28
276. Interessante Entwicklung, weil

(a) Assange angeblich die ecuadorianische Staatsbürgerschaft hat,
(b) dem aktuellen ecuadorianischen Präsidenten Lenin Moreno über WikiLeaks angeblich der Besitz von Schwarzgeld-Konten in Panama nachgewiesen worden sei.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sischwiesisch 11.04.2019, 20:36
277. Natürlich

Zitat von SpieldesLebens
Auf diese Weise wird deutlich, dass die Democrats und die Republicans lediglich zwei Seiten derselben Medaille/Politik sind. Trump könnte in der Tat hart gegen Assange vorgehen, um noch einmal ganz deutlich zu zeigen, dass er mit Russland definitiv nichts am Hut hat. Wenn Trump Assange aber ins Gefängnis werfen lässt, werden sich Wähler von ihm abwenden. Das wird ihm bei der nächsten Wahl schaden.
hat Trump mit Russland zu tun. Schon seit Jahrzehnten.
Die amerikanischen Geheimdienste werden doch nicht den eigenen Präsidenten stürzen.
Die sammeln aber alles und wissen.
Der Witz ist, daß das FBI maßgeblich am Wahlsieg Trumps beteiligt war mit der Kampagne gegen Clinton.
Die werden jetzt ihren Kandidaten ans Messer liefern ? Niemals.
Jetzt nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Flari 11.04.2019, 20:46
278.

Zitat von bambata
In welchem Moment der Polizeitransporter vorgefahren ist sowie die uniformierten Beamten hinzukamen, von denen aber erkennbar keiner in die Abführung (bzw. das "Tragen") von Assange involviert war, geht aus dem kurzen Filmchen nicht hervor. Die uniformierten Beamten haben lediglich das Umfeld gesichert, aber waren an der unmittelbaren Sicherung von Assange nicht beteiligt. Also nochmal: Warum Polizeibeamte in Zivil?
Was haben Sie für ein Problem damit?
In meinen Augen ist es eher ein "Respekt" vor einer beschuldigten Person (und ggf. vor dem Umfeld), wenn diese NICHT vom uniformierten Personal verhaftet wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Thomas Schröter 11.04.2019, 20:53
279. Briten lassen nichts aus um sich Freunde zu machen

Ob das schon mal ein Vorgeschmack auf das ist was die EU erwartet wenn der Herte Brexit weiter aufgeschoben wird?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 28 von 29