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WikiLeaks-Wende: Trump und Assange - eine merkwürdige Allianz
AP

Es gab Zeiten, da nannte Donald Trump die Enthüllungen von Julia Assange eine "Schande", für die es die Todesstrafe geben müsse. Mittlerweile wird der WikiLeaks-Macher vom Trump-Lager hofiert. Was versprechen sich beide Seiten davon?

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Beat Adler 05.01.2017, 07:21
1. Trump soll sich bald mit den Geheimdienstchefs treffen.

Trump soll sich bald mit den Geheimdienstchefs treffen. Wenn Diese ihm Mitschnitte von Telefonaten aus Russland, dazu den e-mail Verkehr, vorlegen aus denen hervorgeht wer wem was befohlen hat, wird Trump in einer einzigen Tweet seine Meinung zu Assange wiederum, ein 2.Mal, um 180 Grad wenden.

Wie Trump ohne seine Geheimdienste seine Rolle als Praesident der USA ausfuellen will, muss er erst noch zeigen. Das kommt der Quadratur eines Kreises gleich.
mfG Beat

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catcargerry 05.01.2017, 07:31
2. Nicht überraschend

Von Assange war vielleicht dies genau nicht vorhersehbar, aber jedenfalls nichts Charaktervolles zu erwarten. So überraschen seine Aussagen auf Basis frei gewählter unbegründeter Risikoschätzungen nicht. Nützlich für ihn, und nur darauf kommt es ihm an, sind sie multilateral.

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observerlbg 05.01.2017, 07:42
3. Julian Assange wird immer wieder als Held im Cyberkrieg beschrieben...

...Nein, er hat eine gestörte Persönlichkeit, liebt die Selbstinzinierung und nutzt dafür das marode Ethikverständnis der Eliten. Mit seinen Attitüde macht sich Donald Trump aber auch keine Freunde in der GOP. Hier treffen sich also zwei Egozentriker, die sich als moralische Instanz aufspielen, und das Wohl der Mehrheit mit Füßen treten. Und das ganze unter dem Beifall sehr vieler Trolle in den sozialen Medien. Schöne neue Welt?

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hanfiey 05.01.2017, 07:44
4. Die USA hacken

Die Russische Führung wäre wahnsinnig so etwas in Auftrag zu geben, besonders verhindert haben die das allerdings wohl auch nicht. Mir kommt es immer mehr so vor als wenn den Menschen da gestattet wird sich "auszutoben" bevor im eigenem Land Unfriede entsteht oder Sabotage betrieben wird. Dann sollen doch lieber die anderen das Problem bekommen wenn es sowieso nicht oder nur mit sehr viel Aufwand verhindert werden kann. Die Russen haben genug andere Probleme.

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erik93_de 05.01.2017, 07:45
5. Oh je, Spiegel, wo sind denn jetzt die Guten?

Da muß dem aufrechten Streiter für's demokratische (in Wirklichkeit Neoliberale) Establishment ja wirklich schlecht werden: derart chaotische Frontverläufe. Zu wem soll das ängstliche Sturmgeschütz denn da halten?
Zur Demokratie wohl kaum, das hätte mehr Kritik an den Obama-USA bedeutet, und mehr Kritik an der asymmetrisch demobilisierenden Kanzlerin (volgo: entpolitisierende alternativlose Schlaftablette). Es hätte mehr Kritik an den neokolonialen Brandstiftungen der jüngeren Zeit erfordert. Und weniger Begeiterung für den neuen antirussischen Bellizismus.
Aber: Für den Spiegel findet das nicht statt, er kann's nicht sehen, weil er's nicht sehen will. Ohne Haltnung aber ist man dann doch verloren. Aber unsere freigeistigen Mitarbeiter des Ministeriums für Wahrheit werden's dann mit ein bißchen Bauchschmerzen die Geschichte wieder umschreiben: Assange ist gut, und ist schon immer gut gewesen. Man windet sich noch ein bißchen im Spiegel; mit ein bißchen Glück ändert sich der Wind ja wieder so schnell, daß man gar nichts ändern muß.

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StefanZ.. 05.01.2017, 07:45
6. Manchmal gefällt die Musik der Pfeifenbläser nicht

Kann mir jemand erklären, warum die Enthüllungen und Person des Whistleblowers Snowden zu Recht als wertvoll erachtet werden, und warum genau das Gleiche wenn es gegen die oh so edle Gesellschaft um Hillary Clinton geht nicht gelten soll? Im neuen Fall kann ja nur der Russe dahinterstecken, auch wenn die Whistleblower jeweils energisch das Gegenteil behaupten. Die andere Gemeinsamkeit beider Fälle ist, dass die US Geheimdienste jeweils daran interessiert waren und sind, die Realitäten zu vernebeln. Und ein Teil der Medien spielt in diesem Zirkus als Handlanger mit, vielleicht ohne das zu merken. Man sollte auch republikanischen Politikern zugestehen, dass sie dazulernen können. Zum Glück.

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saiber 05.01.2017, 07:53
7. Assange is Trumps Helfer

Es ist doch klar, dass der Deal zwischen Assange und Trump der ist, dass Assange nach Jahre im Exil von Trump begnadigt wird. Wikileaks hat sich zum politischen Werkzeug machen lassen.

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fxe1200 05.01.2017, 07:57
8. Vielleicht schafft es Trump,...

...die UN Entscheidung zu ratifizieren. Ihm und Assange wäre es zu wünschen, wenn endlich einmal die Entscheidungen der UNO durchgesetzt werden und dass die stetige Meinungsmache der MSM endlich ein Ende findet. Herr/Frau Beat Adler sollten sich mit Mutmaßungen über angebliche Telefonate und Emails zurückhalten und einmal nachforschen, wie wichtig die Arbeit von Wikileaks für den Erhalt der Demokratie ist.

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chairman_meow 05.01.2017, 08:03
9. Die Botschaft hier lautet:

Guilt by association. Glaubt ihm nicht, weil Trump und Palin ihn gut finden und er mit Hannity spricht. Wieder einmal geht der Inhalt der Botschaft des Boten, der Assange ist, dabei einigermaßen verloren.

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