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Wirbel um Parteitags-Video: Kretschmann lästert über die Grünen
DPA

"Macht euren Wahlkampf selber!": Ein Videomitschnitt vom Parteitag zeigt, wie Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann über die Grünen herzieht. Sein Sprecher beklagt einen "sittenwidrigen Lauschangriff".

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rstevens 23.06.2017, 15:00
90.

So pessimistisch sehe ich das nicht. Bei Trucks lassen sich Batterien besser unterbringen als in Autos. Das sieht man ja auch schon bei Bussen, die ja durchaus heute schon funktionieren.

Post/DHL bauen gerade einen vorr. sehr praxistauglichen Kleintransporter. In Masse produziert, sollten sich den auch kleinere Betriebe leisten können.

Grundsätzlich muss sich etwas tun und idealerweise schnell. Aber... Wenn wir als Land das wirklich wollen, dann muss das kombiniert werden eben mit dem staatlich geförderten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Wir brauchen Gesetzesänderungen, die es verhindern, dass Einzelpersonen auf dem Rechtsweg nötige Infrastrukturmaßnahmen um Jahre verzögern können. Vermutlich helfen auch Regelungen, die es Hausbesitzern erlauben, leichter ihre Garagen, die nicht direkt auf dem Hausgrundstück sind, mit Strom zu versorgen. Wenn man mal intensiv nachdenkt, kommt man sicher auf gute Ideen, wie soetwas bis 2030 zu schaffen ist. Das kostet dann zwar ordentlich Geld, bringt uns allen aber auch deutlich mehr, als viele andere sehr teure Maßnahmen der letzten Jahre.

Klar braucht man auch anspruchsvolle Ziele, damit sich überhaupt etwas tut. Die Ladeinfrastruktur ist aber ganz sicher eine notwendige Voraussetzung, dass es funktionieren kann. Mindestens zur Herstellung dieser Infrastruktur könnte man schon mal ein paar Konzepte beilegen. Sonst erinnert mich das ganze an Dreijährige: "Manno! Ich will aber!"

Kretschmann ging es genau darum. Wenn man das Aus des Verbrenners bis 2030 schaffen will, dann muss das einhergehen mit einer Skizze, wie man das in den nächsten 13 Jahren umsetzen möchte.

Ein ähnliches Problem habe ich mit der den LINKEn. Die faseln auch immer nur rum und stellen Forderungen auf, ohne dass sie erklären, wie das gehen soll. Zum Thema Digitalisierung und wie die Gesellschaft nach dem zu erwartenden radikalen Umbau aussehen könnte, sagen sie z.B. nichts. Das, obwohl die vorr. hauptsächlich Betroffenen genau ihre Zielgruppe sind.

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rstevens 23.06.2017, 15:01
91.

So pessimistisch sehe ich das nicht. Bei Trucks lassen sich Batterien besser unterbringen als in Autos. Das sieht man ja auch schon bei Bussen, die ja durchaus heute schon funktionieren.

Post/DHL bauen gerade einen vorr. sehr praxistauglichen Kleintransporter. In Masse produziert, sollten sich den auch kleinere Betriebe leisten können.

Grundsätzlich muss sich etwas tun und idealerweise schnell. Aber... Wenn wir als Land das wirklich wollen, dann muss das kombiniert werden eben mit dem staatlich geförderten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Wir brauchen Gesetzesänderungen, die es verhindern, dass Einzelpersonen auf dem Rechtsweg nötige Infrastrukturmaßnahmen um Jahre verzögern können. Vermutlich helfen auch Regelungen, die es Hausbesitzern erlauben, leichter ihre Garagen, die nicht direkt auf dem Hausgrundstück sind, mit Strom zu versorgen. Wenn man mal intensiv nachdenkt, kommt man sicher auf gute Ideen, wie soetwas bis 2030 zu schaffen ist. Das kostet dann zwar ordentlich Geld, bringt uns allen aber auch deutlich mehr, als viele andere sehr teure Maßnahmen der letzten Jahre.

Klar braucht man auch anspruchsvolle Ziele, damit sich überhaupt etwas tut. Die Ladeinfrastruktur ist aber ganz sicher eine notwendige Voraussetzung, dass es funktionieren kann. Mindestens zur Herstellung dieser Infrastruktur könnte man schon mal ein paar Konzepte beilegen. Sonst erinnert mich das ganze an Dreijährige: "Manno! Ich will aber!"

Kretschmann ging es genau darum. Wenn man das Aus des Verbrenners bis 2030 schaffen will, dann muss das einhergehen mit einer Skizze, wie man das in den nächsten 13 Jahren umsetzen möchte.

Ein ähnliches Problem habe ich mit der den LINKEn. Die faseln auch immer nur rum und stellen Forderungen auf, ohne dass sie erklären, wie das gehen soll. Zum Thema Digitalisierung und wie die Gesellschaft nach dem zu erwartenden radikalen Umbau aussehen könnte, sagen sie z.B. nichts. Das, obwohl die vorr. hauptsächlich Betroffenen genau ihre Zielgruppe sind.

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rstevens 23.06.2017, 15:01
92.

So pessimistisch sehe ich das nicht. Bei Trucks lassen sich Batterien besser unterbringen als in Autos. Das sieht man ja auch schon bei Bussen, die ja durchaus heute schon funktionieren.

Post/DHL bauen gerade einen vorr. sehr praxistauglichen Kleintransporter. In Masse produziert, sollten sich den auch kleinere Betriebe leisten können.

Grundsätzlich muss sich etwas tun und idealerweise schnell. Aber... Wenn wir als Land das wirklich wollen, dann muss das kombiniert werden eben mit dem staatlich geförderten Ausbau der Ladeinfrastruktur. Wir brauchen Gesetzesänderungen, die es verhindern, dass Einzelpersonen auf dem Rechtsweg nötige Infrastrukturmaßnahmen um Jahre verzögern können. Vermutlich helfen auch Regelungen, die es Hausbesitzern erlauben, leichter ihre Garagen, die nicht direkt auf dem Hausgrundstück sind, mit Strom zu versorgen. Wenn man mal intensiv nachdenkt, kommt man sicher auf gute Ideen, wie soetwas bis 2030 zu schaffen ist. Das kostet dann zwar ordentlich Geld, bringt uns allen aber auch deutlich mehr, als viele andere sehr teure Maßnahmen der letzten Jahre.

Klar braucht man auch anspruchsvolle Ziele, damit sich überhaupt etwas tut. Die Ladeinfrastruktur ist aber ganz sicher eine notwendige Voraussetzung, dass es funktionieren kann. Mindestens zur Herstellung dieser Infrastruktur könnte man schon mal ein paar Konzepte beilegen. Sonst erinnert mich das ganze an Dreijährige: "Manno! Ich will aber!"

Kretschmann ging es genau darum. Wenn man das Aus des Verbrenners bis 2030 schaffen will, dann muss das einhergehen mit einer Skizze, wie man das in den nächsten 13 Jahren umsetzen möchte.

Ein ähnliches Problem habe ich mit der den LINKEn. Die faseln auch immer nur rum und stellen Forderungen auf, ohne dass sie erklären, wie das gehen soll. Zum Thema Digitalisierung und wie die Gesellschaft nach dem zu erwartenden radikalen Umbau aussehen könnte, sagen sie z.B. nichts. Das, obwohl die vorr. hauptsächlich Betroffenen genau ihre Zielgruppe sind.

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superbiti 23.06.2017, 15:09
93.

Zitat von Blankoscheck
Was hat Kretschmann mit den Grünen-Programm zu tun? Von Klimaschutz halt er nichts; Asyl will er nicht gewähren; Sicherheit vor Menschenrecht; Datenschutz .... was ist denn das? Wird Zeit, dass der Mann endlich sein Parteibuch abgibt und in die CDU eintritt. Da ist er gut aufgehoben. Und wenn er dann auch noch seinen schwäbischen Kumpel Özdemir, die Windmühle Göring-Eckhard und den seltsamen Menschen aus Schleswig-Holstein mit rüber nimmt, würden die Grünen ihren "obsolet"-Status vielleicht wieder verlieren.
wunschdenken. welche werte vertreten die grünen denn heute noch? alle ursprungsthemen sind ebenfalls von den anderen parteien besetzt. das image der bevormunder werden die grünen so schnell nicht mehr los. die "realos" wie sie sich nennen, biedern sich auch nur an. der sog. "linke flügel" ist traumwandlierisch unterweg und vernachlässigt ebenfalls die grünen ursprungsthemen, setzt keine neuen akzente und schreit mehr und mehr die realos an, als dass irgendetwas konstruktives nach aussen dringt. verfolgt zunehmend die sig. "first-world-problems", als sich in irgendeiner art und weise mit dem alltäglichen leben und nöte breiter (!) teile der bevölkerung in diesem land auseinanderzusetzen.
sorry, so wird das alles nichts. und das ist vielleicht auch gut so.

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bstendig 23.06.2017, 15:15
94. Ja, was haben Kretschmann und Palmer

Zitat von Blankoscheck
Was hat Kretschmann mit den Grünen-Programm zu tun? Von Klimaschutz halt er nichts; Asyl will er nicht gewähren; Sicherheit vor Menschenrecht; Datenschutz .... was ist denn das? Wird Zeit, dass der Mann endlich sein Parteibuch abgibt und in die CDU eintritt. Da ist er gut aufgehoben. Und wenn er dann auch noch seinen schwäbischen Kumpel Özdemir, die Windmühle Göring-Eckhard und den seltsamen Menschen aus Schleswig-Holstein mit rüber nimmt, würden die Grünen ihren "obsolet"-Status vielleicht wieder verlieren.
mit den Grünen zu tun?

Vielleicht liegt es daran, dass beide nicht auf irgendwelchen hinteren Bankreihen ihr Wolkenkuckusheim spinnen, sondern in der Realität die Verantwortung haben - mit all den Problemen, die in der Realität eben auftauchen.

Was Sie beschreiben, wäre in etwa das Takkatukkaland - da muss man sich nur vor "Blut-Svende" und "Messer-Jockel" fürchten.
Aber solange Pippi in der Nähe ist..

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reflektiert_ist_besser 23.06.2017, 15:18
95. und wie kommen sie zu ihrer merkwürdigen Meinung?

Zitat von conocedor
Wenn grüne Stuhlkreistänzer*innen in Fragen der Automobiltechnik und der Energieversorgung (und in etlichen anderen) der unverrückbaren Meinung sind, schlauer zu sein als tatsächliche Experten, die in diesen Fächern gelernt, geforscht und gearbeitet(!) haben, dann sind solche Knaller wie das geforderte Verbot der Zulassung neuer Verbrenner ab 2030 aber keine "ehrgeizig gesetzte Termine, um politisch bedeutsame Entscheidungen auf den Weg zu bringen", sondern schlicht und einfach ideologiegetränkte Abscheu auf den motorisierten Individualverkehr. Herr Kretschmann spricht diese Erkenntnis halt nur ungeniert aus.
und wie kommen sie zu ihrer merkwürdigen Meinung? Tesla als Beispiel baut heute vernünftige E-Autos. Und mit dem anstehenden Verkaufsstart von Model 3 wird das nochmals einen Schub geben. Und in Deutschland wollen wir noch etwas warten, und noch etwas, und noch etwas. Weil sie meinen, die Experten meinen 2030 wäre zu früh? Man fragt sich da immer wer die Realität aus den Augen verloren hat.

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quacochicherichi 23.06.2017, 15:18
96. Wozu braucht es solche Grünen noch?

Ach waren das noch Grüne in den 80er. Jeder "normale" Mensch konnte sich über sie, und ihre utopischen Vorstellungen lustig machen. Protestpartei gegen den atomaren Overkill, Verpestung der Umwelt zu Gunsten der Gewinnmaximierung, Kämpfer gegen bürgerlichen Muff. Und jetzt? Winfried Kretschmann, der für ein paar Prozentpünktchen aus der Partei einen noch langweiligeren Haufen als die CDU machen will. Grüne Realos braucht niemand Winnie, geh doch zur Muttipartei. Vor hunderten von Jahren entschied ein Mann westwärts zu segeln, um den Osten zu erreichen. Er ist grandios gescheitert, und doch hat er die Welt verändert.

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plutinowski 23.06.2017, 15:19
97. Zeiten ändern sich

Zitat von Mister Stone
Der Mann hat Recht, dieser Beschluss wird (nicht nur) die Bonzen und Beschäftigten in der Automobilindustrie verärgern. Das verringert die Chancen bei der kommenden Bundestagswahl. Das ist schlecht für die Grünen, und deshalb gut für Deutschland. Weiter so!
Die Bonzen in der Automobilindustrie wird das am wenigsten verägern. die haben die Pläne für nachhaltige Mobilität längst in der Schublade (VW Strategie 2025 usw.). Natürlich verkaufen sie zur Zeit noch leistungsstarke Benziner und Diesel, vorwiegend an die Generation 50+. Das wird sich ändern. Viele Junge interessieren sich nicht mehr so sehr für Autos bzw. haben ein pragmatisches Verhältnis (Carsharing usw.). Und viele stehen der Elektromobilität viel aufgeschlossener gegenüber als die Älteren.

Insofern liegen die Grünen mit ihrer Strategie m.E. nicht falsch, auch wenn das zur Zeit noch Stimmen kosten kann und man über das Datum 2030 vielleicht deiskutieren kann. Aber die Dinge ändern sich in der Tat. Like it or not.

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bstendig 23.06.2017, 15:21
98. Und wurde wiedergewählt,

Zitat von loncaros
Kretschmann wurde nur MP, weil Stefan Mappus wegmusste, und die SPD keinen brauchbaren Kandidaten aufstellen konnte. Wir wählen hier ja keine Regierungen, wir wählen nur Regierungen ab.
weil er so schlecht war?

Es wurden ja nicht die Grünen gewählt, sondern er. Ohne Kretschmann hätten die Grünen das Ergebnis nie erreicht.

Die anderen Flachpfeifen würden kaum auf 5% kommen. warten Sie ab, wenn Kretschmann nicht mehr antritt.

Das können Sie einem Baden-Württemberger gerne glauben.

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reflektiert_ist_besser 23.06.2017, 15:22
99. das stimmt ...

Zitat von MiniDragon
scheint Kretschmann anders als die grünen, zumeist naturwissenschaftlich eher unterbelichteten Utopisten zumindest zu wissen, dass man die Kuh, die man noch melken muß, nicht schlachten darf. Der Verbrennungsmotor ist und bleibt DIE Antriebsmachine für alle nicht- Schienen- gebundene Transfahrzeuge zu Lande zu Wasser und in der Luft. Wer anderer Meinung ist, wünscht sich zurück ins vorindustrielle Zeitalter oder ist ein Genius wie der in BW lehrende und besoldete Prof. Dr.-Ing. Konstantin Meyl .
das stimmt. Man darf die Kuh (sprich unsere Automobil-Branche) nicht schlachten. Das will auch niemand. Nur sollte man die Entwicklung auch nicht verschlafen, wie es unsere Aussitz-Kanzlerin in den meisten Politikfeldern tut.
Die Entwicklung geht ganz klar weg von Verbrennungsmotoren als Antriebstechnologie. Das sagen ja sogar schon die Chefs der Automobilunternehmen selbst.
Es hat nix mit Rationalität zu tun, wenn man die Zukunft verleugnet.

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