Forum: Politik
Wird sich die SPD in der Opposition erholen?

Nach der historischen Wahlniederlage der Sozialdemokraten ist die Partei dabei, sich neu zu gruppieren. Kann die Rolle in der Opposition auch eine Chance zur Erholung für die SPD sein?

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recardo 03.10.2009, 10:25
10.

Zitat von Kurt2
Ja, dort ist der Ort, wo man seinen Träumen nachhängen kann. Wird man wieder mit einem Regierungsauftrag konfrontiert, kommt ebenso wieder das böse Erwachen. Es wäre hilfreich, man lüge sich in der Opposition nicht wieder in die eigene Tasche.
Darum muß die SPD auch eine Analyse ihrer vergangenen Politik betreiben, Antworten suchen/finden als Oposition. Sie schien fürs regieren kaum gerüstet. Außerdem war ja noch der Zeitgeist zu bedienen- Genosse-der-Bosse-Schröder...Lafontain Austritt, ob konsequent oder nicht u.s.w...u.s.f..

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knut beck 03.10.2009, 10:26
11.

Zitat von wabalu
Ich hege ja Symphatien für die SPD, auch zu Frau Drohsel, allerdings nur wegen ihres frechen "Schnüsschens" und der Optik wegen -Spass beiseite- inhaltlich ist mir Dohnanyi schon näher. Ich hatte zB am 27.09.09 entsprechend meiner Präferenz schwarz-rot gewählt. Die SPD kann m.E. durchaus für eine Überarbeitung von Hartz IV eintreten: ALG I entsprechend Lebensarbeitszeit verlängern bis 32 Mo. ALG II abkoppeln von Hartz IV und max. auf 60% des letzten Netto Steuer- und Abgabenfrei begrenzen. Sozialhilfewiedereinführung für Armutsflüchtlinge usw. Aber keine Avancen an die Linke irgendwelcher Art. Es gibt nur eine Partei links von der SPD, die SPD. Alles andere sind Kommunisten...
Bei Hartz IV müssen deutliche Verbesserungen für die Menschen in unserem Land erzielt werden. Da wird sich die neue Regierung im Bundestag ein paar unangenehme Fragen von der SPD stellen lassen müssen.

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Klaus.G 03.10.2009, 10:35
12. Nein, wie soll das funktionieren!

Die SPD weiß doch immer noch nicht wohin. Und im Bundestag wird Lafontaine die Nummer eins sein weil es in der SPD keinen gibt der mit ihm mithalten kann. Die SPD wird weiter von Lafontaine forgeführt werden und Wählerstimmen an die Linke verlieren weil die einfach glaubhafter ist nachdem die SPD immer noch voll hinter der Agenda steht. Nein, die SPD steigt weiter abwärts!

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discipulus 03.10.2009, 10:39
13.

Zitat von knut beck
... Das werden Merkel, Westerwelle und Guttenberg in aller Härte zu spüren bekommen, falls es diesen Herrschaften einfallen sollte, gegen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in diesem Land einen neoliberalen Kurs zu fahren.
Der neoliberale Kurs wird schon seit 1998 gefahren, als der Basta-Kanzler - zutreffend auch der Rote Kohl genannt - das Amt antrat:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31232/1.html

Grundsätzliches dürfte sich nicht ändern. Die blau-gelb Truppe hat sich keine Alternative zu schwarz-gelb zurecht gelegt. Wenn also die sozialdemokratisch gewordene Union an ihren nicht verhandelbaren Programmpunkten festhält, so wird der Möchtegern-Außenminister klein beigeben müssen. Der einzige Punkt im Parteiprogramm dieser Gruppierung ist ja der Erhalt der politischen Macht.

Die Steuersenkungen sind ja bereits in die Zukunkt vertagt worden, es wird marginal am Spitzensteuersatz gemindert werden, damit die FDP und deren Clientel ihr Würstchen erhält. Für das gemeine Volk ergibt es dann nach einer kleinen Schamfrist - nachdem die NRW-Wahlen gelaufen sind - die Erhöhung der Mehrwertsteuer.

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SaT 03.10.2009, 10:48
14.

Zitat von knut beck
Bei Hartz IV müssen deutliche Verbesserungen für die Menschen in unserem Land erzielt werden. Da wird sich die neue Regierung im Bundestag ein paar unangenehme Fragen von der SPD stellen lassen müssen.
Und das mit der Rente mit 67 geht ja schon mal gar nicht. Da hat die SPD in Opposition wirklich genug zu tun. Gut das es die SPD gibt – was würden wir ohne sie machen? :-)

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Brand-Redner 03.10.2009, 11:01
15. Gute Idee, aber...

Zitat von knut beck
Die SPD wird sich davor hüten, nach der Wahl in Larmoyanz zu verfallen oder Nabelschau zu betreiben. Die SPD kann Regierung, das hat sie bewiesen, sie kann aber auch eine kraftvolle Opposition. Das werden Merkel, Westerwelle und Guttenberg in aller Härte zu spüren bekommen, falls es diesen Herrschaften einfallen sollte, gegen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in diesem Land einen neoliberalen Kurs zu fahren.
...erklären Sie mir doch mal, Herr Beck, wie diese SPD-Opposition GLAUBWÜRDIG 'rüberkommen soll? Wie will man allen Ernstes opponieren gegen eine Politik, die man vor weniger als 10 Jahren selbst eingeleitet hat? Rechnen Sie mit so viel Vergesslichkeit bei den Wählern? Oder hegen Sie schon wieder Illusionen? Hoffentlich tut es Ihnen nicht die ganze SPD gleich - damit könnte sie sich nämlich selbst zum Untergang verdammen.

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reinhard_m 03.10.2009, 11:03
16. Nein

Denn die SPD hat kein anderes Ziel, als Pfründe und Pöstchen für Funktionäre und Genossen zu sichern und Dienstwagen und Plätze bei der Flugbereitschaft zu ergattern.

Der Wille "dem Volk zu dienen" ist nicht mehr vorhanden. Es geht nur noch um verdienen und Karriere machen. Deshalb werden sich die Karrieristen jetzt erst recht gegenseitig zerfleischen und versuchen sich von den Rest-Futtertrogplätzen zu verbeißen.

Ich sehe keine Chance mehr für DIESE SPD.

In der Übergangszeit werden einige Möchtegern-Volkstribunen sicher wieder ihre soziale Ader entdecken, sich als Arbeiter verkleiden und so tun, als ob ihre Partei "Schutzmacht der kleinen - arbeitenden - Leute" wäre. Aber diesen Hammergag kauft denen doch keiner mehr ab.

Transfergeld-Aspiranten wählen links, wer arbeitet wählt FDP oder Union - da bleibt nichts mehr übrig für diese SPD.

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Brand-Redner 03.10.2009, 11:05
17. Na bitte, geht doch!

Zitat von wabalu
Die SPD kann m.E. durchaus für eine Überarbeitung von Hartz IV eintreten: ALG I entsprechend Lebensarbeitszeit verlängern bis 32 Mo. ALG II abkoppeln von Hartz IV und max. auf 60% des letzten Netto Steuer- und Abgabenfrei begrenzen. Sozialhilfewiedereinführung für Armutsflüchtlinge usw. Aber keine Avancen an die Linke irgendwelcher Art. Es gibt nur eine Partei links von der SPD, die SPD. Alles andere sind Kommunisten...
Endlich wieder mal eine ernsthafte Diskussionsgrundlage von Ihnen - bleibt nur eine Frage: Ist Ihnen die Ähnlichkeit Ihrer Vorstellungen mit teilw. jahrealten Forderungen der LINKEN aufgefallen? - Was nun: Sind also Ihre eigenen Forderungen, weil von der Linken unterstützt, populistisch?
Oder geben Sie endlich zu, dass es offenbar auch in der Linkspartei vernunftbegabte Wesen gibt?

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sichersurfen 03.10.2009, 11:06
18.

Zitat von knut beck
Die SPD wird sich davor hüten, nach der Wahl in Larmoyanz zu verfallen oder Nabelschau zu betreiben. Die SPD kann Regierung, das hat sie bewiesen, sie kann aber auch eine kraftvolle Opposition. Das werden Merkel, Westerwelle und Guttenberg in aller Härte zu spüren bekommen, falls es diesen Herrschaften einfallen sollte, gegen die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in diesem Land einen neoliberalen Kurs zu fahren.
Tja knut beck, wer 11 Jahre neoliberal mit dem Boss der Bosse, Steinmeier, Müntefering usw., der will jetzt zurück zu einer sozialen Politik? Sehr glaubwürdig. Gemessen wird die unsozialdemokratischePD an den letzten 11 Jahren. An sonst gar nichts.
Im übrigen wird die SPD als Opposition nicht benötigt. Eine glaubwürdige Opposition kann nur Die Linke vertreten. Keineswegs die Hartz IV Parteien SPD und Grüne.

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yogtze 03.10.2009, 11:21
19.

Zitat von recardo
Sie ist nicht nur wegen ihres Kontakts zur Basis so abgerutscht, sie hat auch kaum noch Basis im Volk. Wenn eine Partei wirtschaftlich so gegen ihre Klientel arbeitet, aus angeblicher Notwendigkeit, gehört da wo die SPD jetzt steht auch hin.
Ich gebe Ihnen Recht, aber das eine bedingt ja das andere.

Die Basis hätte mit Sicherheit die Agenda 2010 so nicht durchgewunken, und die Basis im Volk hätte sie mit Sicherheit auch nicht verloren, wenn mehr innerparteiliche Demokratie statt der "Basta-Politik" praktiziert worden wäre.

Die Basis der SPD ist doch auch ein Teil der Basis der Bevölkerung, fehlende Basisnähe und fehlende Volksnähe sind dieselbe Seite der Medaille.

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