Forum: Politik
Wirre Logik des Minarettverbots: Wie du mir, so ich dir

Wir gegen die: So versteht Europas Rechte das Schweizer Minarettverbot - schließlich ergehe es den Christen in der islamischen Welt nicht besser. Doch in diesem Argument offenbart sich die geballte Macht der Denkfaulheit. Die beiden Gruppen lassen sich keineswegs gleichsetzen.

Seite 1 von 42
Barath 03.12.2009, 06:24
1. Dem Artikel ist nichts hinzuzufügen.

Das ist so ziemlich genau das, was ich die ganze Zeit selbst zu dem Thema gedacht und gesagt habe.

Beitrag melden
mexi42 03.12.2009, 06:35
2. Minarette ...

Zitat von sysop
Wir gegen die: So versteht Europas Rechte das Schweizer Minarettverbot - schließlich ergehe es den Christen in der islamischen Welt nicht besser. Doch in diesem Argument offenbart sich die geballte Macht der Denkfaulheit. Die beiden Gruppen lassen sich keineswegs gleichsetzen.
dienen der Machtdemonstration, nicht der Religionsfreiheit.
Sie haben hinsichtlich der Religionsausübung keine Funktion.

Beitrag melden
peterbruells 03.12.2009, 06:42
3. Was für ein vernünftiger Artikel…

… warum wundere ich mich nicht, dass er nicht von Broyder stammt?

Beitrag melden
rgw_ch 03.12.2009, 06:51
4. Es geht nicht um die Türkei

So wie ich es verstehe, macht die Initiative der Türkei keine Vorschriften darüber, wie sie ihre Religionsminderheiten behandeln soll. "Wie Du mir so ich Dir" stimmt somit schonmal nicht. Klar: Es geht vermutlich tatsächlich nicht nur um das Bauwerk, sondern auch um die Symbolik dahinter (ebenso wie es bei einem Kopftuchverbot nicht um das Tuch, sondern um den Grund geht, aus dem es getragen wird.)

Trotzdem: Weder Kopftuchverbot noch Minarettverbot hindern irgendwen an der Ausübung seines Glaubens oder sonstiger Menschenrechte. Die Entscheidung eines Staates, bestimmte Symbole nicht mehr zu wollen, kann schwerlich ein Anlass für andere Staaten sein, diesem Nachhilfe in Sachen Menschenrecht geben zu wollen. Ein Menschenrecht auf Hochbau duchzusetzen ist nun wirklich nicht das wichtigste Anliegen der Welt.

Beitrag melden
Antagonist 175 03.12.2009, 06:55
5. Christenfeindlichkeit

Solange im Namen des Islam Christen getötet werden und der gemäßigte Islam sich nicht deutlich von solchen Taten distanziert, sollte man sich nicht wundern über solche "wirren Denkweisen". Ich habe jedenfalls kein Aufschrei des Entstzens des Islam nach 9/11 und anderen Erreignissen gehört, geschweige denn aufrichtige Anteilnahme u n d Distanzierung von solchen Taten. Schweigen heist akzeptieren!

Minarette verbieten ist allerdings nicht der richtige Weg. Nur g e g e n s e i t i g e Toleranz und Akzeptanz kann zu einem einvernehmlichen Miteinander führen.

Beitrag melden
mavoe 03.12.2009, 06:58
6. Omg

Zitat von sysop
Wir gegen die: So versteht Europas Rechte das Schweizer Minarettverbot - schließlich ergehe es den Christen in der islamischen Welt nicht besser. Doch in diesem Argument offenbart sich die geballte Macht der Denkfaulheit. Die beiden Gruppen lassen sich keineswegs gleichsetzen.
Wenn schon uralte Geschichten, Christen im heiligen Land, etc.

Bsp. Ägypten. Das erste christliche Land überhaupt, schon im römischen Reich. Die hatten später die Muslime vor der Haustür, und tolerant wie die Ägypter waren, gewährten sie den Arabern anfänglich auch religiöse Toleranz. Kurzum,

Beitrag melden
Andiken 03.12.2009, 07:16
7. Integration

Ich glaube nicht, daß sich eingefleischte Islamisten in die Moscheen begeben, um ihre Art der islamischen Predigt unter das Volk zu bringen - die bleiben weiter außen vor und damit unkontrolierbar. Somit fällt dieses gern hergenommene Argument pro Minarett auch weg.
Aber ging es bei dem VOLKSENTSCHEID um die Minarette ? Ganz sicher nicht. Stellen wir andere Fragen : Warum integrieren sich viele Migranten nicht ? Warum gibt es ganze Scheingesellschaften von Migranten ? Müssen wir das tolerieren ?
Nein, ganz sicher dürfen wir dies nicht tolerieren. Migranten müssen sich viel stärker integrieren - und das sollte schon vor ihrer Einreise klargemacht werden. Ein Minarett hätte da genau die entgegengesetzte Wirkung - Boah ey, genau wie zu Hause.
Allerdings gibt mir ihr letzter Satz sehr zu denken : Es hilft keinem Christen in Kairo, wenn in Winterthur kein Minarett mehr gebaut wird.
Na, wenn das keine Drohung ist. Der ägyptische Christ wohnt schon lange in Kairo - und wenn ein europäischer Christ nach Kairo zieht, dann wird er seine Gründe dafür haben - und auch mit den Konsequenzen seiner Entscheidung leben müssen. Er hatte die Wahl, er hätte auch nach Rom ziehen können : und genau diese Wahl haben die Muslime dieser Welt auch. Sie können in ein muslimisches Land ziehen, wenn ihnen ihr Glaube so irre wichtig ist. Aber wenn sie nach D oder A oder CH ziehen, dann müssen sie akzeptieren, daß sie in einen tief verwurzelten abendländischen Kulturkreis ziehen - und das es da keine minarette gibt, sorry, ist so.
Und nun noch etwas zu Volksentscheiden : WIR SIND DAS VOLK !
Und wenn das Volk entscheidet, sollten Politiker dies akzeptieren und nicht das Ergebnis weichspülen und zerreden, sondern sich Gedanken darüber machen, warum so entschieden wurde.

Beitrag melden
Ingmar E. 03.12.2009, 07:20
8. Verteidiger des Christentums- Feinde der Verfassung

Hauptproblem, die Leute suchen ein Feindbild. Das brauchen sie in solchen Zeiten wie diesen. Wenn man weiß wen man hasst, gibt das dem Tag Struktur (volker Pispers oder Hagen Rether).
Die Leute wollen solche Artikel gar nicht lesen, bzw. werden sie nicht wahrnehmen. Sie haben sich einmal entschieden, und nun soll man sie bitte nicht mit Argumenten verwirren.
Der komplette Islam will das Gleiche wie der Islamismus, alle Muslime wollen die Sharia in ihren Heimatländern einführen, und vor allem wollen alle Muslime unbedingt ihrer Religion zur Weltmacht verhelfen.

Ja, das scheinen die wirklich zu glauben! Zumindest wurde so argumentiert.
Hey, das mit der Verschwörung kommt einem bekannt vor, oder?
Achja, das ist ja wieder Godwins Law. Lässt sich aber hier nicht vermeiden! Die Menschen sind nicht anders als damals, und der Ablauf: Weltwirtschaftskrise -> verstärkte Suche nach Sündenböcken für alles was einen so stört, ist der Gleiche wie damals und es war eigentlich sehr vorhersehbar.
(wer ausser mir ist noch froh, dass in solcher Lage kein Möllemann mehr in der politischen Landschaft rumturnt?)

Damals wie heute sind es nicht muslimische oder jüdische Deutsche, es sind nicht hauptsächlich Mitbürger, nur mit einem anderen Glauben, sondern hauptsächlich Muslime, nur mit nem deutschen Pass.
Ein riesiger Unterschied, und der erste Schritt zum Auseinanderbrechen unserer Gemeinschaft. Einigkeit und Brüderlichkeit. So heisst es in unserer Nationalhymne. Es heisst da nicht: "einigkeit und Brüderlichkeit nur mit christlichen und evtl. noch atheistischen Deutschen".

Naja, das sind die wahren Patrioten. Verteidigen das Christentum, aber missachten unsere Verfassung.

Beitrag melden
n1lyn 03.12.2009, 07:24
9. wieso spielt religion eine so große rolle in unserer heutigen aufgeklärten welt?

so schön fragte frank plasberg gestern zum ende seiner sendung die runde zu genau diesem thema: was oder wen würden sie einem Marsbewohner mitbringen um (angenommen sie seien weniger entwickelt als wir) ihnen das leben zu erleichtern?

keiner der runde kam auf die einfache idee, einfach auf religion zu verzichten, und diesem elenden spuk ein ende zu bereiten.

Beitrag melden
Seite 1 von 42
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!