Forum: Politik
Wirre Logik des Minarettverbots: Wie du mir, so ich dir

Wir gegen die: So versteht Europas Rechte das Schweizer Minarettverbot - schließlich ergehe es den Christen in der islamischen Welt nicht besser. Doch in diesem Argument offenbart sich die geballte Macht der Denkfaulheit. Die beiden Gruppen lassen sich keineswegs gleichsetzen.

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devp 03.12.2009, 11:18
180. Nur weiter so!

Indem seitens der politischen Klasse und der Presse immer weiter versucht wird, die Wirklichkeit zu ignorieren und die Mehrheit der Schweizer Wähler als etwas dümmlich oder doch ehr rassistisch (?) zu titulieren, werden diejenigen, die Klartext reden und sprechen immer mehr.
Yassin Musharbash möge doch zu allererst die Diskussion zu politischer Kultur, Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit mit seinen Glaubensbrüdern und -schwestern führen, bevor er meint, uns belehren zu müssen.
Wir wissen nämlich in Deutschland sehr wohl, was Religionsfreiheit und Demokratie oder Frauenrechte bedeuten.
Meine Empfehlung: ... kehren Sie doch bitte vor der eigenen Haustür und seien Sie uns als hoffentlich demokratischer Mitbürger weiterhin willkommen!

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onkeldr 03.12.2009, 11:18
181. verkehrte welt

Wir haben eine Vorbildfunktion ! Unsere demokratie darf nicht mit derer in Saudiarabien verglichen werden! wir müssen zeigen wie es richtig gemacht werden soll ohne auge um auge und zahn um zahn logig anzuwenden.

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Frank_NRW 03.12.2009, 11:19
182. Danke Schweiz

Hier zu wiederholen, was andere schon geschrieben haben, ist nicht der rechte Platz, aber einen Aspekt möchte ich doch hervorheben:

Kopftuchtragen und Minarett(-höhen) mögen Zeichen der Religiosität sein, aber dem Islam geht es vielleicht um etwas anderes - um Macht.
Ich empfinde beide Symbole als Ausdruck dieses Machstrebens - noch ist dieses Streben friedlich, aber in vielen Ländern dieser Welt zeigt der Islam ein häßliches, gewalttätiges und menschenverachtendes Bild.
Davor habe ich Angst, und zwar sehr.

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kanake 03.12.2009, 11:19
183. Verdraengung

Spiegel: "Die meisten Christen, die heute in der arabischen und islamischen Welt leben, sind Nachfahren von Jesus-Anhängern aus Zeiten der Urkirche. Als der Islam sich von Saudi-Arabien ausgehend ausdehnte, da sank ihre Zahl zunächst um jene, die sich zu der neuen Religion bekehrten. Viele taten das damals übrigens aus Steuergründen, Gewaltkonversionen blieben die Ausnahme. Heute liegt ihr Anteil, nicht zuletzt wegen massiver Auswanderungsbewegungen, nur noch bei wenigen Prozent. Und selbst Betlehem hat vermutlich keine christliche Mehrheit mehr.....Eines ist aber ist immer gleich: In der muslimischen Welt sind die Christen fast nie Migranten. Im Gegenteil: Sie waren schon vor den Muslimen da. Ihre alten Kirchen sind älter als die ältesten Moscheen."

Vielleicht ohne es zu merken, liefert der Autor doch gerade das Argument, das er eigentlich bestreiten moechte, naemlich, dass es sich um einen historischen Prozess der Eroberung und Verdraengung handelt. Das, was die Christen und andere Religionen bzw. Voelker im Orient bis heute erleben, ist die sukkzesive Verdraengung durch den Islam - intern wie an der Peripherie (z.B. Afrika).

Die Menschen treibt ein begruendetes und begruendbares Gefuehl der Konfrontation um, der Islam versucht auf allen Ebenen, die westliche, demokratische, liberale, und grossen Teils christliche Welt herauszufordern. Der wachsende Anteil muslimischer Bevoelkerungsteile in Europa mus noch nicht einmal bewusst dem Ziel der Eroberung Europas zustreben. Es bedarf keines steuernden Zentrums, einer muslimischen Verschwoehrung oder dergleichen. Es ist eine ganz natuerliche Entwicklung, die sich in den naechsten 100 Jahren und weiter abspielen wird und schliesslich Europa mit einem gruenen Banner schmuecken wird.

Die Diskussion um Religionsfreiheit ist wichtig, aber zweitranging.

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Cholerix 03.12.2009, 11:21
184. Treffer

Zitat von copic_marco
In dem Bericht veranschaulicht unfreiwillig das kranke Paradox unseres zwangsliberalen Denkens. 1. Es gibt in muslimischen ländern keine Kirchen weil christen nicht in diese Länder emigrieren. Das bedeuted: Die Christen sind selber schuld wenn sie sich nicht in einem wirtschaftsschwächeren Land mit intoleranteren Gesetzen und Regierungsformen niederlassen wollen, um den tolleranten Wohlstandsstaadt Deutschland hinter sich zu lassen. 2. Rechtspopulisten bejubel minarett verbot. Rechts = Fascho = Nazi = (böse, schlecht, krieg, Völkermord) Es gilt: Die erste Bürgerpflicht des Deutschen besteht seit 60Jahren darin, AnitNazi zu sein. Wenn die Bevölkerung also eine Meinung vertritt und Rechtepersonen das gut finden, ist das der Beweis das diese Meinung SCHLECHT ist. Wer weiterhin an dieser Meinung Festhällt ist faktisch ein Nazischw... (Sind die Rechten eigendlich für Mindestlohn? Ich hoffe nicht!) 3."Wir" gegen "die" ca. 40 Jahre ohne Einheit. Wer ist Schuld? Natürlich wir deutschen! Wer Sonst? Schuld ist der Staat, die Regierung, die Gesellschaft die deutschen Bürger. Wer das Wort Integrationsverweigerung benutzt Outet sich bereits als Rechter. Es ist also UNSERE Schuld, dass wir eine zunehmende Abneigung gegen den Fremden mit SEINEN Gebräuchen, SEINER Religion, SEINEM Essen, SEINER Sprache, SEINEM Nationalitäsanspruch und SEINER Weltanschaung haben. Wenn WIR uns mehr Mühe geben würden, wäre "Mein Freund der Muslim" längst alltag. Fazit: Wir sind vielleicht nicht das Auserwählte Volk aber definitv das Bescheuerte!
Sie haben den Nagel auf dem Kopf getroffen.
Volle Zustimmung

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Kahlenberg1683 03.12.2009, 11:23
185. "Wirre Logik" des Autors

Zitat aus dem Artikel:
"In der muslimischen Welt sind die Christen fast nie Migranten. Im Gegenteil: Sie waren schon vor den Muslimen da. Ihre alten Kirchen sind älter als die ältesten Moscheen."
Wenn der Islam jünger ist als das Christentum und dieses in Nahost verdrängt hat, warum dann den Schweizern Denkfaulheit vorwerfen, wenn sie dies in ihrem Land schon im Ansatz verhindern wollen?

Islam heißt nicht Frieden, obwohl die gleichgeschalteten deutschen Medien dies immer wieder behaupten, sondern UNTERWERFUNG. Der Islam ist auch keine Religion, sondern eine totalitäre faschistische Ideologie, deren Grundwerte mit der FDGO unvereinbar sind. Und diejenigen, die an einen "moderaten Islam" glauben, werden sich noch ungläubig umschauen, was passieren wird, wenn in unserer Gesellschaft der muslimische Bevölkerungsanteil > 50% beträgt. Dann wird es jedoch für eine "Reconquista" bereits zu spät sein. Wer dies erkennen will, muß nur den Koran lesen, dort steht es geschrieben.
Wehret den Anfängen!

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Verleihnix 03.12.2009, 11:25
186. Merkürdige Sichtweise

spricht hier aus diesem Artikel. Ich denke daß die Schweizer sehr genau hingeschaut haben worüber sie abstimmen. Denn ich bezweifle sehr, daß es den meisten Gegnern um ein Religionsverbot ging, daß würde vielen zu weit gehen. Diese Minarette sind reine Machtdemonstrationen, denn der Ruf des Muezzins soll ja nicht von dort erschallen.
Auschlaggebend könnte vielen Europäern das Getue der Mulimischen Verbände sehr auf den Keks gehen. Ich habe mal bei Muslim.de reingeschaut. Riesen Aufstand, weil ein Bekloppter eine Kopftuchtragende Ägypterin umgebracht hat, das wird als politisch motivierte Tat dargestellt, aber kein Kommentar, bzw Distanzierung deutscher Moslems zu der Hinrichtung eines praktizierenden Christen im Iran. Diese Doppelmoral ärgert mich, und sicher auch viele andere.

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Thomas Althoff 03.12.2009, 11:25
187. Typisches Versagen ...

... unserer Politiker! Sie verlieren - wie so oft - einfach die Bodenhaftung und sehen nicht mehr, was den sog. "kleinen Mann" beschäftigt. In den Orten an denen unsere hohen Herren und Damen wohnen, gibt es nicht das "Problem", das rechte Populisten als "Überfremdung" bezeichnen. In den Kreisen unserer Politer verkehrt man ja auch in der Regel "nur" mit Seinesgleichen aus anderen Kulturkreisen.

Das Votum der Schweizer ist doch ein ganz deutliches Signal! Es gibt Ängste in der Bevölkerung. Und zwar ganz massive! Dabei ist es in meinen Augen unerheblich, ob diese Ängste diffus oder konkret, berechtigt oder nicht berechtigt sind! Diese Ängste sind da! Sie werden von unseren Regierenden aber schlicht ignoriert und einfach mit mangelnder Toleranz abgetan! Unsere Politiker scheuen sich offenbar auf diese Ängste einzugehen. Sie bemühen sich nicht einmal. Lieber wird darüber debattiert, ob Volksentscheide nicht gut für das Volk sind! Wie pervers ist das denn? Besser wäre doch wohl, auf die Sorgen der Menschen einzugehen. Durchaus auf beiden Seiten, also auf denen der Einheimischen, die befürchten Ihre Identität schleichend zu verlieren, als auch bei Migranten, die Angst haben ihre Wurzeln verleugnen zu müssen. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte, ... wie so oft.

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microsoftie 03.12.2009, 11:28
188. Unsinnige (Umerziehungs)-Artikel

Mittlerweile hagelt es tonnenweise belanglose und naive Artikel zum Thema Islam, die den Leser zum politisch korrekten(=imam+medientreuen) Leser umerziehen sollen. Dies geht durch die komplette Medienlandschaft.

Aber dies fuehrt nur noch mehr dazu, dass sich die Leser veraeppelt fuehlen, und dieselben Autoren in Artikeln uber andere Themen nicht mehr ernstgenommen werden.
Schade.

Wie waere es einmal mit einem wirklich kritischen Artikel als dem leicht langweiligen vorgekautem Einheitsbrei?

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Lebesque 03.12.2009, 11:29
189. Demakratieverständnis ! ?

Die Abstimmung in der Schweiz war eine demokratische Entscheidung. Ich verstehe nicht, dass die Mehrzahl der deutschen Journalisten, die sonst immer ganz vorne mit dabei sind, wenn es darum geht demokratische Werte hochzuhalten, dann plötzlich aufheulen, wenn bei einem Volksentscheid ein Votum herauskommt, dass ihnen nicht gefällt. Das halte ich für respektlos gegenüber dem schweizer Wähler.

Auch in repräsentativen Demokratien wird viel Unfug enschieden. Man schaue nur auf die Finanz- und Wirschaftspolitik der BRD an. Hier bleibt die Vernunft zugunsten der Machtinteressen der Parteien auf der Strecke. Sind da nicht Volksentscheide eine viel saubere Lösung, hinsichtlich der demokratischen Idee, selbst wenn sich das Volk nicht immer für die die augenscheinlich vernünftigste Alternative entscheiden wird und kann.

Das Konzept des "mündigen Bürgers" sehe ich in einer rein repräsentativen Demokratie nicht verwirklicht. Die Bundesrepublik ist ein Gängelstaat. Wir könnten viel von dem schweizer Modell lernen, statt dessen schimpfen wir darüber.

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