Forum: Politik
Wirtschaftsweiser über Kevin Kühnert: "Steile, unfundierte Thesen"
REUTERS

Der Chef der Wirtschaftsweisen kritisiert die Ideen von Juso-Chef Kühnert, der unter anderem Immobilienbesitz einschränken will. Wichtiger sei eine Debatte über das volkswirtschaftliche Gelingen der Energiewende.

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sametime 05.05.2019, 11:36
1. Endlich...

... hat die SPD mal jemand, der schön provozieren kann. Die bösen Reaktionen darauf zeigen, dass der Coup absolut gelungen ist. Die alten SPD-Granden, die teilweise wie die politischen Gegner darauf reagieren, sollte man in die Wüste schicken und mit den Kühnerts einen Neuanfang machen, dann ist diese Partei auch wieder wählbar.

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bikerrolf 05.05.2019, 11:39
2. Experten am Werk

Man mag ja über Kühnerts Ansichten denken, was man will. Allerdings sind die Reaktionen darauf vor allem eines: peinlich. Nicht nur dass die SPD sich wieder mal an ihr eigenes Programm nicht erinnern mag, die Bild-Zeitung den erwartbaren Senf dazu gibt, der Patron der E-Roller, Andreas Scheuer, den Verteidiger der freien Marktwirtschaft spielt, statt sich um seine Schwachstellen Bahn und Internet zum kümmern - auch der Chef der Wirtschaftsweisen sieht sich bemüßigt, seine warnende Stimme zu erheben. Dabei hätte es gerade dieser Professoren-Club bitter nötig, eher über die Fehlerquote der eigenen Prognosen nachzudenken, statt sich in den Interview-Zirkus zu stürzen.

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claus7447 05.05.2019, 11:40
3. Eines verstehe ich nicht!

WARUM wird die Aussage KK's ausschließlich an BMW aufgehängt. Tauschen wir doch mal BMW gegen Vonovia oder gegen Namen von Privat-Kliniken, deren Profit auf den Schultern der Krankenschwestern und Ärzte basiert. Und grundsätzlich Enteignung ist ein Reizwort - tauschen wir es doch gegen Tauschgeschäft aus - Besitz gegen Geld.

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hamburger62 05.05.2019, 11:41
4. Bürgerfern

Schön zu sehen, wie weit die Wirtschaftsweisen von den akuten Schmerzen der Bürger entfernt sind. Wer für sich und seine Familie trotz Vollzeitjob keine bezahlbare Wohnung findet, dem ist die Energiewende erst Mal wurscht. Und wer noch nicht einmal einen unbefristeten Vollzeitjob hat, dem erst Recht. Von der diesen Menschen bevorstehenden Altersarmut mal ganz zu schweigen.

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antelatis 05.05.2019, 11:41
5. Nicht sehr weise

Hört sich für mich so an, als hätte dieser Weise der Wirtschaft ziemliche angst vor dem, was Kühnert da anspricht. Anstatt zu Argumentieren, versucht er nur abzulenken und das Gesagte ins Lächerliche zu ziehen ... das ist das typische Verhalten von Leuten, die wissen, dass sie im Unrecht sind.

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andre_36 05.05.2019, 11:45
6.

"Soziale Marktwirtschaft, fairer Wettbewerb und die Kluft zwischen Arm und Reich seien sehr wichtige Themen, die die SPD auch laufend bearbeite, sagte Weil" Die SPD bearbeitet Themen, anstatt Lösungen für Fehlentwicklungen zu suchen. Sinnfreies Geschwurbel, wie üblich von der politischen Vertretung der Industriellen und Finanzkapitalisten.

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koprolith 05.05.2019, 11:52
7. Nur zu, Herr Schmidt, tun Sie`s

" "Wir sollten lieber darüber diskutieren, wie man die Energiewende volkswirtschaftlich effizient umsetzen, im demografischen Wandel die Stabilität der sozialen Sicherungssysteme sicherstellen, den Zusammenhalt in Europa anreizkompatibel fördern und die liberale Welthandelsordnung bewahren kann", sagte Schmidt, der auch Präsident des RWI-Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung und Professor an der Ruhr-Universität Bochum ist."

Niemand hindert Herrn Schmidt, darüber zu diskutieren, wie man Europa anreizkompatibel fördern und die liberale Welthandelsordnung bewahren kann. Nur war genau das eben nicht das Thema von Herrn Kühnert. Nichts geht mir mehr auf den Beutel, als dieses "andere Leute sollten mal lieber". Immer auch schön in Leserbriefen zu finden, wenn über Demonstrationenberichtet wird, und dann irgendwelche Sesselpuper Sätze absondern wie: "Die sollen nicht gegen Kernenergie, sondern mal lieber gegen die Ausländerschwemme demonstrieren" und dergl.m.. Kann jeder machen, soll er nur selbst tun. Ich jedenfalls verstehe da einfach den Zusammenhang nicht. Was, zum Teufel, hat eine Förderung eines anreizkompatiblen Europas und der Erhalt der liberalen Welthandelsordnung mit den Themen von Herrn Kühnert zu tun, außer das sie vermutlich ziemlich exakt als das Gegenteil von dem, was Herr Kühnert sagen wollte, gedacht sind.

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Freidenker10 05.05.2019, 11:53
8.

Es wurde auch Zeit das diese Diskussion mal in Gang kommt! Gut finde ich, dass die Medien nicht unisono dagegen wettern wie bei anderen wichtigen Themen in der Vergangenheit. Ohne den Rückhalt der Medien ist bei dem Thema Gerechtigkeit kein Blumentopf zu gewinnen! Wegen mir muss es keine Enteignungen geben, aber die Politik muss ENDLICH aufwachen und erkennen das etwas im argen liegt mit unserer sozialen Marktwirtschaft. Sie muss mindestens steuerlich dafür sorgen dass das Kapital nicht mehr nur an eine nicht arbeitende Minderheit geht, nur weil deren Eltern vielleicht mal Aktien vererbt haben. Die Konzerne die es sich anscheinend leisten können ihren Vorsänden perverse Gehälter zu zahlen, aber beim Thema Steuern den Hintern ganz eng zusammenkneifen. Auch in der Wohnungsnot versagt die Politik doch auf ganzer Linie! Also fie ersten Schritte sind aus meiner bescheidenen Sicht: Deutliche Erhöhung der Erbschaftssteuer bei Erbschaften jenseits einer Million. Massiver Ausbau von Sozialwohnungen! Besteuerung von Konzernen ob innländische oder ausländische. Eine wirkliche Managerhaftung ( wenn die Herrschaften schon soviel verdienen sollen sie auch Verantwortung für ihr tun übernehmen!). Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab Einkommen von über 100.000 Euro. Kindergeld nur noch für Familien mit einem Familieneinkommen unter 100.000 Euro/Jahr. Erhöhung der Kapitalertragssteuer auf 35% oder eine direkte Anrechnung auf das Einkommen. Tarifpflicht für ALLE Branchen mit fair steigenden Löhnen. Das wäre doch mal ein Anfang und ist noch meilenweit von diesem Sozialismus Gefasel der Besitzstandswahrer entfernt!

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Stealthman 05.05.2019, 11:53
9. Diese Thesen ....

sind natürlich nicht durchdacht. Sie sind verantwortungslos eingebracht und zeugen von Geschichtsvergessenheit! Was Verstaatlichung bedeutet - das sollte Herr Kühnert in der Schule auch gelernt haben - kann man am Beispiel Kubas, Nordkoreas oder Venezuelas aktuell sehen. Die schrecklichsten Ausmaße einer Kollektivierungsmaßnahme beschreibt aber der "Holodomor". Ich erwarte von (angehenden) Politikern schon ein wenig mehr Allgemeinbildung und Erkenntnisse über wirtschaftlich-politische Zusammenhänge. Diese Unwissenheit ist erschreckend, ein bischen Nachhilfe für Herrn Kühnert ist dringend geboten.

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