Forum: Politik
Wirtschaftsweiser über Kevin Kühnert: "Steile, unfundierte Thesen"
REUTERS

Der Chef der Wirtschaftsweisen kritisiert die Ideen von Juso-Chef Kühnert, der unter anderem Immobilienbesitz einschränken will. Wichtiger sei eine Debatte über das volkswirtschaftliche Gelingen der Energiewende.

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Radiochemist 05.05.2019, 15:32
150. Bmw

Liebe Mitforisten, lesen Sie sich das Interview doch bitte durch. BMW wurde nicht durch Herrn Kühnert ins Spiel gebracht. Die vierte Frage der Interviewer Jochen Bittner und Tina Hildebrandt lautet: "Dürfte es im Sozialismus BMW geben, die Deutsche Bank, Siemens?" In der siebten Frage greifen die Interviewer BMW als Beispiel erneut auf, in der achten Frage ebenso. Es ist falsch, Herrn Kühnert etwas vorzuwerfen, was er quasi in den Mund gelegt bekam. Erst die Antwort auf die achte Frage beinhaltet überhaupt eine konkrete Aussage zu dem konkreten Begriff BMW.
Auch ansonsten geht es nicht darum, bestimmte Unternehmen explizit im Vorfeld auszumachen, deren Kollektivierung bzw Verstaatlichung gefordert werden soll, sondern um Beispiele, an denen erkennbar ist, dass der SOZIALE Aspekt der sozialen Marktwirtschaft sich in einer zunehmend krasseren Schieflage befindet, und dass es höchste Zeit ist, sich zu überlegen, wie man - auch in Hinblick auf andere Themen wie Energiewende, demografischer Wandel etc - gegensteuern kann.

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harald441 05.05.2019, 15:33
151. Was hat dieser Kühnert,

von dem ich bisher nur weiß, daß er sich in der Parteipolitik hochgeschwätzt hat, eigentlich im Leben und als Mann schon geleistet? Hat er Familie und KInder? Hatte er bereits in der freien Wirtschaft mit Erfolg gearbeitet? Am Fließband gestanden oder eine Lehre mit Erfolg absolviert?
Wenn er all dieses nicht geleistet hat, warum nehmen wir dieses unreife Jüngelchen denn überhaupt ernst?

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weltverkehrt 05.05.2019, 15:33
152.

Zitat von Stäffelesrutscher
NRW? Gab es da nicht Enteignungen zugunsten des Klimakillers RWE? Und hat sich die CDU jemals gegen solche Enteignungen für schmutzige Profite ausgesprochen?
Oh, da ist aber jemand "ehrlich" empört!

Mal überlegen... Aktuell ist eine Nord-Süd-Stromtrasse in Planung. Dieser wird unter der Erde vergraben werden. Zu dem Zweck wird auf Jahre Ackerland quasi enteignet. Und zwar ganz konkret auf 70 m Breite einmal quer durch Deutschland wird alles umgegraben, aufgehäuft, vergraben und aufgeschüttet. Da interessiert auch niemanden, ob es da Feldhamster, Fledermäuse oder Wildbienen am Ackerrand gab.

Das dient natürlich, wie auch die Braunkohle seinerzeit, dem Allgemeinwohl, weil jeder auf eine Energieversorgung angewiesen ist. Nun könnte man natürlich dagegen klagen, weil eine sichere Energieversorgung bereits besteht bzw. bestand und diese gerade abgeschafft wird. Damit man den Strom von Windmühlen, die umliegende Immobilienbesitzer durch eine Wertminderung enteignen, den Leuten im Süden für überteuerte Preise aufzwingen kann.

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Ruth aus der Kurpfalz 05.05.2019, 15:35
153. Der Kapitalismus ist deshalb überlegen, weil

er ein realistisches Menschenbild hat. Nämlich berücksichtigt, dass der Mensch EGOISTISCH ist.
Der Sozalismus hat ein unrealistisches Menschenbild. Er phantasiert, dass die Menschen ALTRUISTISCH wären.
An dem weltfremden Menschenbild ist jedes Sozialismus-Experiment der Geschichte gescheitert und scheitert auch in Venezuela, wie wir in unserer Gegenwart vor unseren Augen sehen.
Der Kapitalismus, der ein realistisches Menschenbild hat, weil er den natürlichen Egoismus des Einzelnen ins Kalkül zieht, hat die höchste Produktivität und den höchsten Wohlstand der Menschheitsgschichte hervorgebracht.
Alle sozialistischen Staaten haben nur Elend und Armut hervorgebracht, während der Kapitalismus Innovationen und Fortschritt ohne Ende errreicht hat.
Vom zusammengebrochenen Sozialismus ist NICHTS übrig. Keine einzige kulturell-zivilisatorische Errungenschaft.
Der Kapitalismus dagegen bringt eine Erneuerung und höheren Wohlstand am laufenden Band, und zwar weltweit, zustande.

Wer, wie Kühnert, den Sozialismus will, leugnet die ganze bedrückende Erfahrung, die die Menschheit mit dem Sozialismus gemacht hat. Und leugnet die Riesenfortschritte, die die Menschheit durch den Kapitalismus erreicht hat und weiterhin erreicht. Vom Silicon Valley bis zu Schanghai.

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James Blönd 05.05.2019, 15:36
154. Genügend unverfilzte Parteien ...?

Zitat von Zeitwesen
Es gibt noch genügend unverfilzte Parteien die sich politisch in der Mitte bewegen und die gegen Sozialabbau sind. Man muss sie nicht für immer wählen aber ein Denkzettel an die aktuelle Politikerkaste ist bitter nötig.
Nur her damit, bin für jeden Vorschlag dankbar. Ich weiche seit Jahren auf die freien Wähler aus, da SPDGrüne, FDP (gut für Egoisten), CDU und CSU sowie Linke für mich nicht wählbar sind. Zu wenig Bewegung, fast kaum Innovation, dafür umso mehr Filz und viele falsche Großentscheidungen.

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hup 05.05.2019, 15:37
155. Tja, Populismus kommt halt an bei den Schlichten

Zitat von sametime
... hat die SPD mal jemand, der schön provozieren kann. Die bösen Reaktionen darauf zeigen, dass der Coup absolut gelungen ist. Die alten SPD-Granden, die teilweise wie die politischen Gegner darauf reagieren, sollte man in die Wüste schicken und mit den Kühnerts einen Neuanfang machen, dann ist diese Partei auch wieder wählbar.
Wählbar für dich und vielleicht 3% der deutschen Wähler - wenn die SPD wirklich auf diese DDR-Nostalgie Verlierer-Schiene setzt ist sie in wenigen Jahren Geschichte. Die Linkspartei links überholen zu wollen ist für die SPD politischer Selbstmord. So wie man Palmer vorwirft die Partei besser zu verlassen, sollte die SPD das Kühnert auch nahelegen, der hier für die Linke und gegen seine eigene Partei Wahlk(r)ampf macht.

Kühnert selber hat sich damit als Populismus-Clown für ersnsthafte Ämter oder eine Karriere in der SPD disqualifiziert - aber ihm steht eine lukrative Tingeltangel Karriere in den deutschen Talkshows offen, in denen er mit dem Aufmerksamkeits-Quatsch weiter von tatsächlicher Problemlösung (oder eher derem fehlen) ablenken kann.

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Tante_Frieda 05.05.2019, 15:39
156. Anstoß

Es war und ist schon immer Aufgabe von Jugendorganisationen politischer Parteien,Denkanstöße zu liefern,von denen inzwischen bekannt sein sollte,dass sie eben nur Anstoß sind,aber niemals 1:1 umgesetzt werden.

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Sensør 05.05.2019, 15:44
157. Armutszeugnis des Wirtschaftsweisen

Der Chef der Wirtschaftsweisen Herr Schmidt hat offenbar die gesellschaftlichen Probleme und Gefahren durch die Konzentrierung des Reichtums auf ein paar hochrangige Führungsposten, gepaart mit der Vernichtung des Mittelstandes, nicht im Visier. Wer immer nur an Geld denkt, verliert den Blick auf das Wesentliche.

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dieter-ploetze 05.05.2019, 15:44
158. @1, sametim, war das provokation?

Zitat von sametime
... hat die SPD mal jemand, der schön provozieren kann. Die bösen Reaktionen darauf zeigen, dass der Coup absolut gelungen ist. Die alten SPD-Granden, die teilweise wie die politischen Gegner darauf reagieren, sollte man in die Wüste schicken und mit den Kühnerts einen Neuanfang machen, dann ist diese Partei auch wieder wählbar.
ich sehe in kuehnerts aeusserungen keine provokation, eher dummheit. die LINKE hat diese ansicht laengst und artikuliert sie oefter. das juckt aber niemand, die sind als gestrig bekannt.
aber dass es der sogenannte hoffnungstraeger der SPD sagt, ist
doch die einzige provokation und wird der SPD nicht gut tun.
da spielt auch kuehnert als person keine solche rolle, bei jedem SPD politiker waere die reaktion aehnlich gewesen.

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liberaleroekonom 05.05.2019, 15:45
159. Warum wehrt sich die SPD und Herr Kühnert derart gegen Wohneigentum?

Zitat von spon_7302413
Die Diskussion um den Zustand unserer Gemeinschaft ist richtig, darum geht es. Und dazu gehört auch die Art. wie mit Besitz und Vermögen, Armut und Verelendung umgegangen wird. Dass mit dem Notwendigsten hemmungslos Geschäfte gemacht werden, und dürfen, scheint niemanden derjenigen zu stören, die sich an den immer gleichen Schlagworten stören und hochziehen. Und nur daran. An all den Schweinereien, die Monopolisten anrichten, scheint dagegen kein Anstoß genommen zu werden. Wie kann das sein? Sind dann nicht die Maßstäbe verrutscht? Meinetwegen sollen Menschen ein paar Häuser haben. Im Wesentlichen geht es um die Verantwortung die mit Besitz einher geht. Im vorliegenden Fall um Grundbesitz im großen Stil. Und wer seine Häuser leer stehen lässt und die Mieter drangsaliert, beispielsweise Strom und Wasser abstellt, Schimmel nicht bekämpft, nur, um später eine entmietete Immobilie zu maximalem Preis am Markt platzieren zu können, bekommt bei mir keinen Freibrief, sondern sollte eher ein Enteignungsverfahren an den Hals bekommen. Wir müssen wieder zu den Basics zurück. Wer sich asozial verhält - auch als Grundbesitzer - verwirkt Teile seiner von der und nur in der Gemeinschaft zu gewährleistenden, verbriefen Rechte.
Ich will Ihnen garnicht widersprechen. Aber Sie sprechen hier im vorliegenden Fall von Monopolisten und Grundbesitz im großen Stil. Da gibt es offensichtlich tatsächlich so manche kapitalistischen Auswüchse und Exzesse denen Einhalt geboten werden muss.

Aber warum Herr Kühnert den ca. vier Millionen privaten Kleinvermietern vorwirft kein legitimes Geschäftsmodell zu betreiben haben sie mir leider nicht erklärt.
Sollen diese jetzt ihr anrüchiges Geschäftsmodell aufgeben und an die großen Miethaie verkaufen, oder plant Herr Kühnert deren Vergesellschaftung und beabsichtigt diese Wohnungen gegen Entschädigung aufzukaufen und in Gemeineigentum zu überführen?

Wie undurchdacht Herrn Kühnerts Überlegungen für angeblich mehr Verteilungsgerechtigkeit sind, kann man doch sehr schön an diesem völlig kontraproduktiven Irrweg erkennen.

Wenn sich die SPD oder Herr Kühnert wenigstens für mehr Wohnungseigentümer insgesamt einsetzen würden, so könnte ich eine gewisse Logik dahinter erkennen (gerecht ist, wenn jeder eine Wohnung als Eigentum besitzt). Aber leider ist das genaue Gegenteil der Fall, und die SPD sträubt sich mit allen verfügbaren Mitteln, die Quote der Wohnungseigentümer in Deutschland zu erhöhen. Sie ist ja nicht einmal bereit, den Ländern einen Freibetrag bei der Grunderwerbsteuer zuzubilligen, obwohl es den Bund nicht 1 Euro kosten würde:
https://www.bundestag.de/presse/hib/2018_06/559920-559920

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