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Wirtschaftsweiser über Kevin Kühnert: "Steile, unfundierte Thesen"
REUTERS

Der Chef der Wirtschaftsweisen kritisiert die Ideen von Juso-Chef Kühnert, der unter anderem Immobilienbesitz einschränken will. Wichtiger sei eine Debatte über das volkswirtschaftliche Gelingen der Energiewende.

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Profdoc1 05.05.2019, 12:20
30. Kevin Kühnert hat

sicherlich nicht wissentlich provoziert; er hat in seinem Cocoon ein Modell entwickelt. Das ist nicht schlecht, sondern erst einmal in seiner (und anderer Personen) Welt in Ordnung.
Dass die Aussagen unfundiert und de facto unrealisierbar sind, ist selbstredend. Es handelt sich um eine Utopie, die jedoch gedacht werden darf. Ich würde diesbezüglich nicht mit Dreck werfen. Persönlich halte ich die Vorschläge für groben Unfug, eines jungen Politikers, der seine Rolle noch finden muss. Mit ernstzunehmender Qualifikation kann Herr Kühnert leider nicht punkten, deshalb handelt es sich um eine selbstverständliche Meinungsäußerung- nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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three-horses 05.05.2019, 12:20
31. Das Reden als Lösung.

Warum sich der Kopf zerbrechen wenn alles so schön läuft. Auch wenn die Verwaltung alle Steuern Einnahmen kostet, sie leben noch.
Und hoffen, es bleibt so. Auch die oberen zehn Tausend haben ihre Polster. Wozu dann eine Revolution? Wozu eine Wohnung wenn es so viele Brücken in Deutschland gibt? Auch die Tafel ist in jede Stadt.
Wer sein Geld nicht verdient...was mit Sklaven die nicht können?
Frau Merkel macht eine Reise um die Welt, die Annegreth versucht das Fasching im Mai. Die Experten mahnen, Niedersachsens SPD-Chef Stephan Weil will über das Klima debattieren...was "Wetter"...
immer ein Thema war. Schon lange vor Klima.

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interessierter Laie 05.05.2019, 12:21
32. @bikerrolf

Kühnert ist ja nicht irgendein SPD-Mitglied. Er ist Chef der Jusos, aber eben auch jemand, der schon für Posten in der Bundespolitik gehandelt wird. Man kann die Diskussion um eine Reform der sozialen Marktwirtschaft oder auch die Abkehr davon führen, aber dann bitte mit etwas mehr Weitsicht und differenzierter Analyse. Nehmen wir nur die Aussage des Verbots der Vermietung als Geschäftsmodell. Soll jeder Student in seiner Studienstadt Wohnraum erwerben? Oder soll derjenige, der nur vorübergehend beruflich woanders arbeitet, seine Wohnung angeben? Soll jemandem, der im Alter das zu groß gewordene Eigenheim nicht mehr braucht, Vermietung verboten werden? Bestimmt der Staat künftig, wie groß Wohnungen und Häuser maximal sein dürfen? Wo verläuft die Grenze? Dasselbe gibt bei Kollektivierung. BMW ist natürlich groß, aber ab welcher Größe schlägt der Staat zu und entreißt den Gründern ihr aufgebautes Unternehmen. Diese Grenzen sind hochinteressant, denn es werden genau die Schwellen sein, an denen das Wachstum künftig schlagartig stoppt, kein Unternehmen mehr einstellt und zusätzliche Aufträge ablehnt. Was das praktisch bedeutet ist klar: Jedes Produkt wird quasi zwangslimitiert und erheblich teurer. Zur Groß- und Serienproduktion wird es nie kommen.

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c.martell 05.05.2019, 12:22
33. Voll rein...

Ein paar Körnchen Sand ins geschmierte Politgetriebe geworfen
und schon scheppern die gewaltigen Schiffsdiesel.
Oder etwas ernsthafter formuliert:
Einige unangenehme Wahrheiten, etwa der Verpflichtung des Eigentums, zugespitzt aufgeworfen, und alles überbietet sich
in Überreaktion, bzw. kalter Ignoranz.
Neben Kühnert erscheint der smarte Herr Lindner
plötzlich wie ein eloquenter Klinkenputzer, der in der Vorstadt
überteuerte Staubsauger vertickt.
(Pech für die SPD, die sich eilfertig von etwas abgrenzen muß
was eigentlich Sache ihres politischen Herzens sein sollte.)
Ach ja- H&B von den Grünen, stehen jetzt als entrückte
Weltenretter da, denen die Wohnraumsituation in deutschen
Großstädten weniger bedeutet, als die Rettung der Rotbauchunke.
Mensch Kühnert - det issn Ding!!

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sapalot 05.05.2019, 12:25
34. Christoph M. Schmidt

erklärte 2013, dass ein Mindestlohn von 8,50€ viel zu hoch sei.
Damit sollte geklärt sein, auf wessen Seite er steht... Aber zumindest ist er so weise, dass er durch seine „Arbeit“ als Vorsitzender, als Beirat etc pp es versteht, sich die Taschen voll zu machen ;)

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DorianH 05.05.2019, 12:25
35.

Zitat von hamburger62
Schön zu sehen, wie weit die Wirtschaftsweisen von den akuten Schmerzen der Bürger entfernt sind. Wer für sich und seine Familie trotz Vollzeitjob keine bezahlbare Wohnung findet, dem ist die Energiewende erst Mal wurscht. Und wer noch nicht einmal einen unbefristeten Vollzeitjob hat, dem erst Recht. Von der diesen Menschen bevorstehenden Altersarmut mal ganz zu schweigen.
Unter diesen Gesichtspunkten sollte man die Aussagen dieses "Weisen" dann auch sehen.
Als Ablenkungsmanöver.

Denn auch dieser sogenannte "Weise" hat darauf nichts anderes zu bieten, als diesen eingefahrenen Weg weiter und weiter zu gehen...altes Denken.

Daß dieser Weg nicht nur Schlaglöcher, sondern eigentlich schon Krater aufweist - und davon nicht zu wenig -, wird geflissentlich ignoriert.

Unter diesem Aspekt ist es eine Unverschämtheit, Kühnerts Thesen als nicht fundiert zu bezeichnen - hängt man doch selber einer Glaubensrichtung an, die sich mehr und mehr als Sackgasse erweist.

Aber so ist es halt, wenn Dumme das Sagen haben.
Die merkens ja nicht, daß sie auf dem Holzweg sind (weil eben zu dumm dazu).

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freigeistiger 05.05.2019, 12:25
36. Christoph M. Schmidt, steile Thesen

"Der Versuch, durch ebenso steile wie unfundierte Thesen Aufmerksamkeit zu erheischen, sollte uns nicht von unseren wirklichen Problemen ablenken", Herr Schmidt hat damit Recht, in Bezug auf seine hier zitierten Äußerungen. Die Entfernung von der sozialen Marktwirtschaft, hin zu unternehmensliberalen und finanzwirtschaftlicher Politik, hat zur Gelbwesten-Bewegung, Trump, AfD und Brexit geführt. Politik wird seit Jahren für Unternehmensinteressen und Sondergruppen gemacht, nicht für die Breite der Bevölkerung. Seitdem sich die SPD wieder mehr der Politik für die Breite der Bevölkerung widmet, sind deren Umfrageergebnisse und denen der AfD gegenläufig. Die CDU hat es offenbar noch nicht verstanden. __ Eine liberaler Welthandel funktioniert nur unter ebenbürtigen Partnern. Unter ungleichen Partnern ist es die moderne Form von Kolonialismus.

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sven2016 05.05.2019, 12:30
37. Entweder oder?

Der Sachverständige meint, dass man nur einen Themenbereich zur gleichen Zeit diskutieren kann?

Energiewende, soziales Eigentum, Wohnraumnot, ... sind eigentlich Themen, die seit Jahrzehnten parallel debattiert werden - im großen Ganzen ohne tiefgreifende Perspektiven.

Was in 10 Jahren wirken soll, müsste bald begonnen werden.

Die Rechten müssen halt immer eine Feindfigur haben. Dann muss man über Inhalte nicht sachlich streiten.

Nur weiter so, Herr Wirtschaftsweiser.

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snoook 05.05.2019, 12:31
38. Wirtschaftsweise - ja, klar!

Wenn es noch einen Beweis gebraucht hat, dass Kühnert zumindest das richtige Thema aufgegriffen hat - hier ist er! Als ob Wirtschaftsweise uns in dieser Thematik jemals voran gebracht hätten. Und klar: Energiewende behebt die Wohnungsnot und die ungerechte Bezahlung in diesem Land.
Grundsätzlich können Wirtschaftsweise nur in dem vorgegebenen Rahmen denken - neue Gesellschaftsmodelle und Wirtschaftsmodelle finden in ihrer Denkweise schlicht nicht statt!

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puzzleteil 05.05.2019, 12:35
39. Endlich einer von SPD, der richtig tickt.

Selbst wenn nicht selber Meinung ist, hat er Gegensatz zu anderen SPD großen verhält er sich nicht wie einen von andre Parteien ätzend. Realistisch und schlagkräftige Argumente hat auch noch.
Denn die Welt muss alles umkehren, ebenso stark sein gegenüber drohende radikalen, Demokratie nach Welt verteilen, anderenfalls gibt es nur zerstören und Untergang.

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