Forum: Politik
Wirtschaftsweiser über Kevin Kühnert: "Steile, unfundierte Thesen"
REUTERS

Der Chef der Wirtschaftsweisen kritisiert die Ideen von Juso-Chef Kühnert, der unter anderem Immobilienbesitz einschränken will. Wichtiger sei eine Debatte über das volkswirtschaftliche Gelingen der Energiewende.

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ldom 05.05.2019, 13:11
70. Kühnerts sozialistische Seifenblasen

haben was gutes: Eigentlich müssten sich jetzt alle Geldwäscher der Welt überlegen ob es wirklich eine so gute Idee ist in Deutschland dem sichern Hort des Geldes um jeden Preis Immobilien zu erwerben. Wäre nicht schlecht wenn dieser Preistreibende Faktor sich abschwächen würde.

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fluminense 05.05.2019, 13:13
71. @3

Hat er aber nicht, sondern hat explizit BMW mehrmals erwähnt und damit bewiesen, dass er wie ein Blinder von der Farbe schwadroniert

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nordlicht123321 05.05.2019, 13:14
72. Unterschied

Interessant finde ich den Begriff Gerechtigkeit.Jeder definiert diesen doch auf seine Weise.Ob man es gut finden muss denjenigen,welche mehr haben als andere,einfach etwas wegzunehmen,lass ich mal dahingestellt.Zwingend dabei ist es aber auch über Leistungsbereitschaft und Leistungswillen,aber auch über Leistungsfähigkeit des einzelnen zu reden.Eigenschaften,welche dieses Land nach 45 stark gemacht haben.Leider werden diese von der politischen Linken verächtlich gemacht. Und über Eigenverantwortung will ich erst gar nicht anfangen zu reden.

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fritz_fleissig 05.05.2019, 13:18
73.

Zitat von Freidenker10
Deutliche Erhöhung der Erbschaftssteuer bei Erbschaften jenseits einer Million... Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab Einkommen von über 100.000 Euro... Erhöhung der Kapitalertragssteuer auf 35% oder eine direkte Anrechnung auf das Einkommen.
Nach meiner Information zahlen die oberen 10% der Einkommensbezieher bereits mehr als 50% des gesamten Einkommensteueraufkommens. Hier ist noch nicht berücksichtigt, dass die unteren Einkommensgruppen über Sozialleistungen netto eine negativen Staatssaldo haben. Mit der heutigen Kapitalertragsteuer von 25% liegt mein durchgerechneter Steuersatz auf Gewinne in meiner Firma bei über 50%. Würde der Kapitalertragsteuersatz auf 35% steigen, läge er fast bei 60%. Deutschland weist bereits heute inklusive der Sozialversicherungssysteme eine sehr hohe Staatsquote auf. Die Politik und die Verwaltung kann mit diesen Mitteln schlicht nicht vernünftig wirtschaften. Die Lösung lautet daher nicht, die Steuern zu erhöhen, sondern die Ausgaben effizienter zu setzen. Kommunen hatten in den 70er und 80er Jahren viel größeren Immobilien- und Stadtwerke-Besitz, als heute. Dann waren die Kommunen klamm und verkauften das Tafelsilber. Wenn jetzt die Kommunen über Enteignungen wieder Vermögen in die Hände bekommen, gehe ich davon aus, dass sie in spätestens 10 Jahren dieses Vermögen wieder verkaufen, um die nächsten Löcher zu stopfen. Der Wirtschaftsweise hat schon recht: Die wahren Probleme und Aufgaben liegen in anderen Bereichen. Wenn die Politik nicht schleunigst die Sparquote und Kapitalbildung anregt, wird das Sozialversicherungssystem zusammenbrechen. Enteignungen wären hier der völlig falsche Weg, weil die Sparquote des öffentlichen Sektors noch niedriger ist als die des privaten Sektors. Mit Enteignungen würde damit der Kapitalstock der Volkswirtschaft weiter sinken und wir brauchen dringend einen Aufbau des Kapitalstocks und Immobilienvermögens.

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schorri 05.05.2019, 13:22
74. Schmidt, der "Chef der Weisen"

SPON nennt Schmidt den "Chef" der "Weisen".
Der korrekte Titel dieses Gremiuns heißt "Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung".
Von Weisen ist dazutreffend keine Rede.
Denn die Professor(in)en dort sind eines ganz sicher nicht: Weise.
Sie sind mehrheitlich in schlechter sinn'scher Tradition kapitalistische, heute gar radikal-kapitalistische Ideologen, die nicht nur keinen Gott neben dem ihren, dem marktradikal-radikal-kapitalistischen dulden, sonden auch keine Heiligen, Seligen oder sonst irgendwelche Äußerungen, die auch nur eine Dachschindel ihres Glaubensgebäudes anritzen würde.
Und warum ich sage, sie seien ganz bestimmt keine Weisen:
Von eine(m/r) Weisen erwartet man sich Rat. Und Rat enthält konstitutionell die komponente, dass man diie Antwort nicht kennt.
Bei Schmidt, Schnabel, Wieland und Feld (vier der aktuellen "Räte") weiß man jeden Antwort auf jede Frage.
Und sie kommt aus der immer gleichen Echokammer: Markt, Neoliberalismus, Kapitalismus, Löhne runter, Gewinne rauf, "Deregulierung", Staat halt dich raus (außer, wenn die Unternehmen und Kapitaleigner profitieren), Arbeitnehmerrechte reduzieren, Unternehmenssteuern runter.
Statt Schmidt können Sie auch gleich die Quandts und Klattens fragen, was sie davon halten, BMW zu "vergesellschaften".

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Listkaefer 05.05.2019, 13:22
75. Alle diese hauptberuflichen ...

... Wirtschaftsstrategen sollten sich in Säcke kleiden und demütig werden. Sie haben seit Jahrzehnten das neoliberale Wirtschaftssystem so hochgezüchtet, dass nun das Klima bedroht und der soziale Zusammenhalt in Deutschland gefährdet ist. Sie haben die Entwicklung hin zu obszönen Vermögenskonzentrationen und unerträglichen Ungleichheiten in der Gesellschaft zu verantworten. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass Hedgefonds, Scheichs aus Arabien und Banker aus London Großinvestoren an unserem Wohnungsmarkt geworden sind. Sie sorgen mit Lobbyistenheeren dafür, dass das Gemeinwohl regelmäßig hinter den Wirtschaftsinteressen der Konzerne und Großinvestoren zurücksteht. Dieses System muss dringend reformiert werden. Einzelpersonen dürfen niemals schrankenlose Verfügungsgewalt über sytemrelevante Wirtschaftsbereiche erlangen, in denen Hunderttausende ihren Lebensunterhalt finden. Vermögenskonzentrationen in Milliardenhöhe in privater Hand sind demokratieschädliche Auswüchse. Hier gdvenzusteuern tut mehr als Not.

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liberaleroekonom 05.05.2019, 13:24
77. Also dann, weg von BMW hin zum Thema Einschränkung Immobilienbesitz

Zitat von spon_7302413
Inzwischen wirkt es schon recht befremdlich, dass in den Gazetten immer noch diese dem Interviewpartner fast schon zum Abnicken untergeschobene Frage nach der Kollektivierung von BMW in jedem Beitrag ans Bein genagelt wird. Als ob es darum geht! Muss man so an der Oberfläche surfen? Wirklich? Die Diskussion ist doch schon erheblich weiter und in der Journaille wird immer noch das leere Stroh von gestern gedroschen. Wenn den Schreibern nichts besseres dazu einfällt, einfach mal die vielen durchaus lesenswerten Beiträge unterschiedlichen Tiefgangs in den Kommentaren und Foren durchlesen. Da steckt in Summe weitaus mehr Substanz drin, als in den Pflichtübungen für die WE-Ausgaben der meisten Online-Medien veröffentlicht wird. SPON stellt diesbezüglich leider keine Ausnahme dar.
Herr Kühnert hat ja seine Sichtweise zum Thema Eigentum nicht nur zu BMW sondern auch in Bezug zum Wohneigentum geäußert. Er hält demnach die Vermietung von Wohnraum durch private Vermieter als kein legitimes Geschäftsmodell. Jede Bürgerin und jeder Bürger sollten maximal nur eine Wohnung, in der sie selbst wohnen, als ihr Eigentum besitzen dürfen. Damit spricht er also nicht mehr nur von den vermeintlichen Miethaien wie Vonovia & Co., sondern es geht um alle Vermieter, auch den vielen kleinen privaten Vermietern.

Nach meiner Erfahrung sind aber gerade die ca. 4 Millionen kleinen privaten Vermieter immer noch die humansten Anbieter von Wohnungen mit den sozialsten Mieten. Diesen Kleinvermietern jetzt vorzuwerfen, sie würden mit ihrer Vermietung kein legitimes Geschäftsmodell betreiben und sie sollten sich gefälligst auf ihren eigenen Wohnraum beschränken ist doch völlig kontraproduktiv.
Bei der Vergesellschaftungsdebatte zu den Berliner Wohnungsgesellschaften wird darüber diskutiert vorzugsweise alle "Großen" mit 3.000 und mehr Wohnungen quasi zu enteignen.
Und jetzt will Herr Kühnert die Altersvorsorge in Form von Wohneigentum von 4 Millionen Bürgerinnen und Bürgern vergesellschaften/enteignen/kommunalisieren oder was auch immer, sofern diese es wagen mehr als eine Wohnung zu besitzen. Ist das jetzt wirklich Herrn Kühnerts Antwort auf steigende Mietpreise in Deutschland: "Klauen statt Bauen".

Soll der Staat dann all diese Wohnungen gegen Entschädigung aufkaufen oder dürfen diese dann doch vorher an Vonovia & Co. verkauft werden? Und woher sollen dann, nach dem alle privaten Investoren verschreckt wurden, die neuen noch fehlenden Wohnungen kommen? Wer lässt sich denn schon gerne das Betreiben eines illegalen Geschäftsmodells vorwerfen. Ich denke, die Witwe, die in einer Großstadt ihre zu groß gewordene Altbauwohnung teilweise an Studenten vermietet, um damit ihre bescheidene Rente aufzubessern, dürfte über Herrn Kühnerts Worte ebenfalls etwas irritiert sein.

Ich hatte diesen Beitrag schon häufiger gepostet, aber leider noch von niemandem eine nachvollziehbare Erklärung darauf erhalten, was Herr Kühnert mit diesem Anschlag auf Artikel 14 Absatz 1 Grundgesetz bezwecken wollte. Oberste Priorität des Staates ist der SCHUTZ von Eigentum und nicht die WEGNAHME von Eigentum.

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quidquidagis1 05.05.2019, 13:25
78. Die von Ihnen..

Zitat von Stealthman
sind natürlich nicht durchdacht. Sie sind verantwortungslos eingebracht und zeugen von Geschichtsvergessenheit! Was Verstaatlichung bedeutet - das sollte Herr Kühnert in der Schule auch gelernt haben - kann man am Beispiel Kubas, Nordkoreas oder Venezuelas aktuell sehen. Die schrecklichsten Ausmaße einer Kollektivierungsmaßnahme beschreibt aber der "Holodomor". Ich erwarte von (angehenden) Politikern schon ein wenig mehr Allgemeinbildung und Erkenntnisse über wirtschaftlich-politische Zusammenhänge. Diese Unwissenheit ist erschreckend, ein bischen Nachhilfe für Herrn Kühnert ist dringend geboten.
..genannten Staaten sind pure Diktaturen.Kühnert verfolgt eher eine Form der sozialistischen Demokratie(steht übrigens auch im Programm der SPD von 2007)Insofern fragt sich h,wer hier mehr Allgemeinbildung und Erlernen von Textverständnis gebrauchen kann.

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Haarfoen 05.05.2019, 13:28
79. "Wirtschaftsweise"

Interessant, wie sich neoliberale Claqueure als "Weise" bezeichnen und die Allgemeinheit alleine schon durch die Begrifflichkeit täuschen. Dabei geht es nicht um die Synthese von Lebenserfahrung oder Weisheit, es geht um knallharte Interessenvertretung der Wirtschaft und ihrer Investoren. Wir sollen jetzt also über die Energiewende "diskutieren" und zu einem Gelingen der Energiewende beitragen. Ich weiß nicht, was es hier zu diskutieren gibt. Die Energiewende wurde durch Amateure an die Wand gefahren und hat gemeine Schieflage, siehe Braunkohleverstromung. Als wenn man zu diesem Thema je dem Bürger zugehört hätte, jahrzehntelang haben einige wenige Energiekonzerne in monopolistischer Manier das Geschehen diktiert und jeglichen Fortschritt bekämpft. Tatsächlich wird das Thema "Energie" bis heute in planwirtschaftlicher Manier gesteuert und erinnert in der Qualität der Steuerung an das Politbüro der DDR. Herr Schmidt schwätzt von "volkswirtschaftlicher Effizienz" und es ist zu befürchten, dass uns jetzt die Agitprop- Abteilung des Neoliberalismus in Zukunft Bereicherung als volkswirtschaftlich sinnvoll verkaufen will und so vermutlich ein neuer Propagandabegriff erfunden wird: "Volkswirtschaftliche Weisheit". Die Energiewende ist ein Thema, die Wohnungsnot ein anderes. Herr Schmidt soll sich den Themen stellen. Wenn er Enteignungen als Denkspiel im Sandkasten goutiert, kann er gerne auch eine generelle Mietobergrenze (12.- € / m²) und die Besteuerung von Mieterträgen über einer Kappungsgrenze von 5.000.- € / Monat mit 97,5 % kommentieren. Dann stehen genügend Mittel für eine energetische Sanierung zur Verfügung.

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