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Wohnungsmarkt: Bundesregierung beschließt Mietpreisbremse
DPA

Mieten sollen bezahlbar bleiben: Deshalb hat die schwarz-rote Koalition die Mietpreisbremse beschlossen. Neubauten bleiben von der Regelung ausgenommen - zum Ärger der Linken.

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ra_lf 01.10.2014, 12:43
20. Abriss und Neubau ...

... wird für Spekulanten damit doch noch attraktiver, oder täusche ich mich?!

Das verführt doch genau dazu, alten und unrentablen Wohnraum zu vernichten, wenig zahlungskräftige Mieter loszuwerden, womöglich noch ein paar Subventionen zu ertricksen.

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Keksfabrik 01.10.2014, 12:48
21. Erklärung

Zitat von Heisenberg?
Schon eine ziemliche Unverschämtheit Makler insgesamt als Parasiten zu bezichtigen, kann eigentlich nur von einer linken Zecke kommen so was, die nicht weiss was wirkliches arbeiten ist.
Dann seien Sie doch bitte so freundlich und stellen Sie der interessierten Leserschaft einen Arbeitstag eines Maklers vor, der Sie ja zu sein scheinen.

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3liter 01.10.2014, 12:51
22. Gute Idee

Zitat von Plasmabruzzler
Beispiel: ist eine Wohnung heiß begehrt und die ortsübliche Miete beträgt 6,00 EUR pro qm und zig Leute wollen da wohnen, könnte manch einer doch auf die Idee kommen, 7 oder 8 EUR pro qm zu bieten?! Die sich auf die Mietpreisbremse von 6,60 berufen, gingen in solchen Fällen definitiv leer aus.
Ich setze noch einen drauf. Bald werden die zu mietenden Wohnungen "versteigert".

Dann legt nicht der Vermieter den Preis fest, sondern der Mieter. Ich vermute, dass in begehrten Lagen der Ertrag für Vermieter diese Weise weiter steigt.

Zur Mietpreisbremse fällt mir sonst nur ein: Gut gemeint ist leider oftmals weit entfernt von gut gemacht. "Von hinten durch die Brust ins Auge" dürfte es am besten treffen.

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Kaygeebee 01.10.2014, 12:51
23.

Wird überhaupt definiert, ab wann es sich um eine umfassende Modernisierung handelt? Wenn der Vermieter den völlig veralteten, verdreckten und ineffizienten (> 40 kW/h) Durchlauferhitzer im Bad ersetzt, gilt das schon als Modernisierung? Was ist, wenn es sich bei den Maßnahmen um verpflichtende Baumaßnahmen handelt? Der Vermieter tut also nur das, wozu der Staat ihn verpflichtet. Jahrelang ausgesessene Modernisierungen werden also auf die Vermieter ausgelagert.

Das mit den Maklern ist super. Warum soll ich als Mieter dafür zahlen, dass der Vermieter zu blöd und/oder faul dazu ist eine eigene Anzeige zu schalten? Was bringt mir ein Makler? Viele nehmen sie aber zähneknirschend in Kauf, da man eben diese Wohnung/das Haus haben will. Natürlich wollen diese Menschen auch leben, nur grenzt die aktuelle Praxis an mafiaähnliche Wegelagerei.

Das Grundproblem bleibt aber bestehen: Mieten in den Städten sind zu hoch. Zwar können sie nicht mehr so stark ansteigen, sinkende Preise sind aber auch nicht gerade am Horizont erkennbar. Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum, welcher nicht sofort von Investoren aufgekauft und zu edlen Penthäusern umgebaut wird. In Hamburg entsteht zwar neuer Wohnraum, allerdings nur für die Reichen in der Hafencity.

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Onkel_Fester 01.10.2014, 13:00
24. ????

Zitat von
... Makler insgesamt als Parasiten zu bezichtigen,...
Komisch - ICH habe hier niemanden "Parasit" sagen hören. Wer soll das gewesen sein?

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sweety007 01.10.2014, 13:05
25. Vertrieb kostet...

Die Mietpreisbremse wird für einkommensschwache Familen ein Bärendienst, Erfahrungen in Ländern, die eine solche Regelung bereits seit Jahren haben zeigen das. Und die bösen Makler- sprich Vertriebskosten lösen sich einfach in Luft auf (!). Vertrieb kostet Geld. Die Makler haben nur den Fehler gemacht, die Kosten transparent zu machen im Gegensatz zu Versicherungsmaklen, Autoverkäufern, Bankern etc.
Und Überaschung: Der Kunde zahlt am Ende in allen Fällen die Vertriebskosten, wer auch sonst?! Gelebter Schwahmatismus und dafür gibt es auch noch Beifall.

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static2206 01.10.2014, 13:07
26. Wieder mal Ausnahmen

Die nächsten Ausnahmen sind dann Wohnungen die im Zenit zum Sternenbild Großer Wagen stehen. Danach welche die eine lustige Fasadenfarbe haben usw. Ausnahmen sind immer der Anfang vom Ende.

Das die Maklerkosten jetzt vom Auftraggeber bezahlt werden müssen finde ich gut. Der Mieter kann es sich schließlich nicht aussuchen und der Vermieter nutzt den Makler um entlastet zu werden.

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bluebill 01.10.2014, 13:10
27. Eigentlich ein richtiger Schritt.

Daß das Bestellerprinzip jetzt endlich auch für Maklerkosten gilt, ist sehr zu begrüßen. Wenn ein Makler etwas taugt, kann er sich auch künftig halten, aber dann muss er halt durch Leistung überzeugen. Die ganzen überflüssigen Zecken, die sich damit ein quasi leistungsloses Einkommen erschlichen haben, sind dann halt weg. Tja - Gier ist eben nicht immer ein sicherer Hafen! Auch halbseidene Firmenkonstrukte zwischen Hausverwaltung und (verwandtem oder identischem) Maklerbüro werden so aussterben. - Was die Kostenbremse betrifft, wird sich weisen, wie wirkungsvoll sie ist. Das Argument, daß Investoren abgeschreckt werden, gilt eben auch nur für die Finanzspekulanten, die sich an steigenden Preisen bereichern wollen, ohne die adäquate Gegenleistung zu liefern. Wer Häuserblocks aufkauft, um sie entweder ohne weitere Maßnahme zu entmieten und für viel Geld weiterzuverkaufen oder sie zu Luxuswohnstätten umzuwidmen, entzieht sie dem "normalen" Wohnungsmarkt - um sich zu bereichern. das ist nicht gerade schützenswertes Sozialverhalten. Und wer auf solch ein Verkaufsangebot hereingefallen ist, wird eben merken, daß eine Blase auch mal platzen kann und die ständige Gier nach immer mehr Rendite ihr natürliches Ende hat.

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3liter 01.10.2014, 13:11
28.

Zitat von Kaygeebee
Das mit den Maklern ist super. Warum soll ich als Mieter dafür zahlen, dass der Vermieter zu blöd und/oder faul dazu ist eine eigene Anzeige zu schalten? Was bringt mir ein Makler? Viele nehmen sie aber zähneknirschend in Kauf, da man eben diese Wohnung/das Haus haben will. Natürlich wollen diese Menschen auch leben, nur grenzt die aktuelle Praxis an mafiaähnliche Wegelagerei.
Richtig wäre, dass sich beide Parteien die Maklerkosten hälftig teilen.

Auch wenn letztendlich der Verkäufer/Vermieter seine Wohnung auf dem Markt anbietet bzw. den Makler beauftragt - letztlich hat auch der Käufer/Mieter ein ebenso großes Interesse daran, eine Wohnung zu kaufen/zu mieten.

Die Frage müsste also nicht lauten "Wer beauftragt?" sondern "Wem nutzt es?".

Ganz davon abgesehen ist es ja nun nicht die ausnahmslose Regel, dass der Mieter/Käufer die Provision bezahlt. Das ist nur so in Regionen und Städten mit knappem Wohnungsbestand. Woanders bezahlen Vermieter/Verkäufer bzw. es wird geteilt.

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moev 01.10.2014, 13:12
29.

Zitat von Kaygeebee
Das mit den Maklern ist super. Warum soll ich als Mieter dafür zahlen, dass der Vermieter zu blöd und/oder faul dazu ist eine eigene Anzeige zu schalten?
Wieso zahlen Sie im Restaurant dafür, dass der Besitzer zu blöd und/oder zu faul ist selbst zu kochen, Bestellungen aufzunehmen, etc.?

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