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Wohnungsnot: Städte- und Gemeindebund warnt vor Folgen der Enteignungsdebatte
DPA

In der Diskussion über die Enteignung großer Wohnungsunternehmen wirft die Linken-Chefin der SPD Mutlosigkeit vor. Der CSU-General kritisiert den Grünen-Chef. Der Städte- und Gemeindebund warnt vor "Irrglauben".

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Lagrange 08.04.2019, 07:12
10. Kaufpreise müssen runter!!

Ich verstehe wirklich nicht, warum das keiner verstehen will! Im Vergleich zu den Kaufpreisen, sind die Mieten in Deutschland viel viel viel zu günstig. Ich wollte mir als Kapitalanlage in Frankfurt eine 80 qm Wohnung kaufen. Die Kaufpreise liegen deutlich über 500.000?. Da mit sich das einigermaßen rechnet, müsste ich dafür eine Miete von 500.000? / (12 Monate * 25 Jahre) = 1.667 ? kalt nehmen. Man bekommt hier aber nur 1.400 ? (was ich zugegeben auch schon viel finde). Um so eine Wohnung für ca. 1.000? anbieten zu können, müssen die Kaufpreise runter auf ca. 300.000?

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chiemseecorsar 08.04.2019, 07:14
11. Staatliche bzw.

städtische Wohnungen brauchen wir, keine Kapitalgesellschaften, die ausschließlich der Rendite unterliegen, bar jedweder sozialen Verantwortung.
Dazu ist definitiv das Geld da, und ließe es auch zu - ich möchte an Wien erinnern - sozialen Unfrieden durch Ghettobildung, arm und reich!, - in einem gewissen Maß gegenzusteuern.
Zudem besteht für die ältere Generation das Zauberwort "Einschränkung". 120qm für eine alleinstehende Person ist nicht sozialverträglich. Da müssen Angebote her, sich in Würde verkleinern zu können. Tauschbörsen, Interessentenregister etc. Und die Möglichkeit, wenn die/der 90-jährige die seit 40 Jahren bewohnte Wohnung verläßt, die Miete zu übernehmen - als junge Familie.
Ja, ja, zuviel Regulative, paßt nicht in unsere freiheitliche Gesellschaftsvorstellung. Aber wie beim KFZ-Thema - (wir brauchen viel weniger Autos und nicht andere!) wird hier über sinnlose Mechanismen polemisch diskutiert, um einige wenige denkfaule Sozis wieder ins Boot zu holen. Vonovia und Deutsche Wohnen haben zusammen fast 5 Mdr. Jahresumsatz. und die möchte jemand - ohne Gesetzesänderung, was einer Verfassungsnovelle entsprechen müßte - enteignen? Käse! OneWorld.NoBorder.

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tueftler 08.04.2019, 07:20
12. Der Mietspiegel

Ist der Schlüssel zur Eindämmung der Mieten. Da aber versagen Politik und Verwaltung auf ganzer Linie. Ich behaupte mal gewollt.

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herrin 08.04.2019, 07:29
13. Am Volk vorbei - CDU, CSU und SPD - wie so oft

Die Bedürfnisse der Menschen in diesem Land zu ignorieren, das ist mittlerweile Standard bei diesen Parteien. Und bei der nächsten Wahl wundert man sich wieder warum andere stärker geworden sind. Keine einzige vernünftige Lösung wurde von diesen Parteien präsentiert. Aber über andere gestänkert. Diese Vertreter des Volkes erhalten sehr viel Geld, günstige Wohnungen, Sonderzahlunge für jeden Unsinn etc. Geben Geld aus für Bauwerke, die niemand braucht. Aber sie schaffen es nicht, normalverdienenden Familien Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Haben Angst sich mit der Immobilienwirtschaft oder der Automobilwirtschaft anzulegen. Ideenlos, schwerfällig und altbacken. Das sind die Adjektive, die diese Parteien mittlerweile beschreiben. Armes Deutschland, wenn dies so weitergeht!

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stolte-privat 08.04.2019, 07:42
14. zwei Seiten

Das schaffen (und Instandhalten) von Wohnraum ist kostspielig. Dabei auf die Kommunen zu hoffen, ohne private Investitionen ist Wunschdenken. Private Investoren oder Gesellschaften sind gewinnorientiert. Preise entstehen durch Angebot und Nachfrage. Das sind Grundprinzipien unserer freien Marktwirtschaft. Staatliche Instrumente müssen dort eingreifen, wo Renditegier offensichtlich ist. Am Anfang einer Debatte gleich von Enteignungen zu reden, hat für mich den faden Beigeschmack von Diktatur. Robert Habeck ist eigentlich ein symphatischer Mensch. Deshalb sollte er aufpassen, mit solchen Äußerungen nicht seiner Partei zu schaden.

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claus7447 08.04.2019, 07:50
15. Ein extrem schwieriges Terrain

Nur eines ist klar:

Wenn die Mieten weiter so steigen und nicht eingefroren werden können wird irgendwann die Strasse voll. Wenn du 50% und mehr nur für Miete abstecken musst was bleibt noch übrig.

Vielleicht sollte man das thema "schwarze 0" in diesem Tenor überdenken. Die KfW gibt den Kommunen Kredite zur Gründung von wohnungsbaugesellschaften, das kommunale Baurecht muss entschlackt werden. Das Problem: woher bekomme ich Handwerker bleibt.

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kayakclc 08.04.2019, 07:58
16. Politische Fehlentwicklungen

Die Politik hat jahrelang geschlafen: kommunale Wohnungen wurden verkauft, Grundbesitz in öffentlicher Hand werden (da Gesetzeslange) nicht künstig sondern mindestens zum Bodenrichtwert aber immer zum maximalen Preis verkauft, jedes Jahr eine neue EnEV mit mehr kosten bei sanierungen, die Grunderwerbststeuer wurde verdoppelt, über die Grundsteuer wird gestritten, aber am Wichtigesten ist die EZB 0% Zinspolitik, die billige Staatfinianzierung, aber auch billige Kredite ermöglicht. Die Demographie zwingt Leute anders für das Alter vorzusorgen, als mit Staatpapiere, also werden Immobilien gekauft. Das geht so seit 2012. Jetzt ist die EZB Billiggeldschweme, die immer eine Inflation bewirkt in der Realwirtschaft angekommen. Das war alles mit Ansage, aber die Politk hat lange nicht reagiert! Daher ist es ein Ungeheurlichkeit, wenn jetzt mitverantworliche, wie die SPD/Linke/Grüne Regierung in Berlin schon wieder Privatleute und die Privatwirtschaft für ihr eigenes Versagen geradstehen zu lassen. Sie sollten geschlossen zurücktreten, wenn sie nicht in der Lage sind, eine Stadt zu führen. Im übrigens gibt es natürlich eine Enteignungsmöglichkeit im Interesse des Gemeinwohls. Das kann man für Infrastrukturmassnahmen wie Straßenbau und Bahngeleisbau macht, wo es keine Alternativen gibt. Aber fiskale Interessen, also billigen Wohnraum gehärt nicht dazu, weil es eine reine Willkür ist, was man als "billig" oder "angemessen" ansieht. Im Rahmen der EU wäre zum Beispiel der Mietspiegel andere EU Hauptstädte eine relevante Größe, und da wären die Mieten in Berlin immer noch sehr billig. Der Massstab ist daher reine Willkür und daher wird die Anwendung eines solchen Vorhabens spätestens vor der Verfassungsgericht scheitern.

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new#head 08.04.2019, 08:00
17.

Für die Linken und die Grünen ein selbst herbei geführter Glücksfall der Geschichte.
Endlich einmal einen "Reichen" enteignen.
Herbei geführt durch das blockieren von Beuvorhaben und der Verweigerung Bauflächen frei zu geben. Statt Planwirtschaft sollte der Markt sich selber regulieren Wien macht es vor. Dort baut man in wenigen Jahren ein Quartier mit 20000 bezahlbaren Wohnungen. Das reguliert den Markt. Steigendes Angebot, sinkende Preise. VWL, erstes Semester..... Herr Habeck.

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schnubbeldu 08.04.2019, 08:08
18. Ddr 2.0

Mit dem Schritt der Enteignungen würden wir den Weg in einen neuen sozialistischen Staat gehen. Sorry, aber man muss es mal so klar sagen! Was kommt danach?

Es wird nur noch "ausgebildet", wofür Bedarf besteht, die Jugendlichen bekommen ihren zukünftigen Beruf vorgegeben.

Dann wird die staatliche Wohnungsverwaltungen nur noch entsprechend "verwalten" und es kommt zu neueren Plattenbausiedlungen. In Duisburg wurde erst vor 14 Tagen der "weiße Riese" aus den 60er/70er Jahren gesprengt.

Demnächst wird dann noch das Baumaterial "zugeordnet", weil der Bedarf größer ist als die verfügbare Menge.

Merkt hier noch einer was?

Vielleicht sollten Mieter sich überlegen selber den Weg Richtung Eigentumer zu gehen.

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Klaatu Barada Nikto 08.04.2019, 08:08
19. Mietspiegel ist längst Teil des Betrugssystems am Bürger geworden

Zitat von tueftler
Der Mietspiegel - Ist der Schlüssel zur Eindämmung der Mieten. Da aber versagen Politik und Verwaltung auf ganzer Linie. Ich behaupte mal gewollt.
Ich dachte ja bisher, der Mietspiegel würde den durchschnittlichen Mietzinspreis abbilden, aber der Zahn wurde mir grandios von der Anstalt gezogen! In gut 5 Minuten den Überblick gewinnen: https://www.youtube.com/watch?v=2yKQawoazgc

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